Liebe Yuna,
Vielleicht schaffst du es, deinen Blick etwas von ihm weg- und auf dich hinzulenken. Mitgefühl mit dir selbst zu haben, für all das was du die letzten Jahre ertragen hast.
Ich höre sehr oft vom kleinen Kind in mir selber. Und das Kind in dir darfst du jetzt mal fest in den Arm nehmen und ihm sagen, dass es jetzt eine große Chance hat frei zu werden.
Du hast deinen Mut zusammen genommen und bist gegangen. Und das ist das beste was du für dich und dein Kind tun konntest. Ihr habt jetzt die Möglichkeit frei zu werden. Frei von Manipulation, frei von Beschimpfungen und Vorwürfen.
Er muss dir nicht leid tun. Denn erst hat sein Leben selber in der Hand. Es liegt an ihm, heute zur Suchtberatung zu gehen und sein Leben zu ändern. Er will es aber nicht. Es ist sein selbstgewählter Weg. Das muss aber nicht dein Weg sein. Du darfst die Verantwortung für dich und dein Kind übernehmen und selber über deinen weiteren Weg entscheiden.
Das leben an seiner Seite, würde dich immer weiter mit in den Abgrund ziehen.
Sei stolz auf dich, dass du den Weg aus diesem Kreislauf gefunden hast.
Alkoholismus betrifft niemals nur den alkoholiker alleine. Es betrifft auch immer sein nahestehenden Umfeld. Und die gehen mit dem alkoholiker zusammen unter.
Fühl dich mal gedrückt.
Ich wünsche dir, dass du jetzt erst einmal Ruhe finden kannst. Dass du dich abgrenzen kannst.
Blockiere ihn zur Not erstmal überall, damit er dich nicht überreden kann zurückzukommen.