Beiträge von Stern 67

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Ich sehe und fühle so wie Cadda, kann vielleicht das nicht so gut rüberbringen.

    Ja, Sunshine, das wird es sein, dass ich selbst noch zu verärgert und eintaucht bin.

    Leider schaffte ich es (noch) nicht mich darüber zu freuen, dass der Vater meiner Kinder nicht mit uns Urlaube macht, nicht mit uns Weihnachten feiert, oder die Kinder zu sich an den Feiertagen einlädt, nicht zu dem Abiball der Tochter kommt und wir für ihn eben so wenig bedeuten.

    Und ja, das ist meine Baustelle... Ich habe mich "zu spät" gelöst und bin sehr vorsichtig, misstrauisch, oder sogar zu verbittert bezüglich Thema Alkohol.

    Deswegen schreibe ich meine Meinung ja...vielleicht hilft das einer anderen Frau es sich zu ersparen.


    LG Stern

    Deswegen sage ich auch, wir schildern unsere Erfahrung, schildern unser Leidensweg und wie das endete. Und die Betroffenen entscheiden selbst.

    Aber...Nicht mehr unwissend.

    Hoffen ja, gut, aber bewusst.

    Verantwortung für die Kinder, ja, aber nicht in die Hände von dem, der sie betrunken fahren könnte.


    Hat er das tatsächlich und aufrichtig geschafft, dann ist es super schön!

    Braucht er dabei Applaus? Dass er die Therapie macht?

    Praktisch mit dem Rücken zur Wand?


    Hier hat er sich nicht angemeldet, es ist wahr, den Menschen kenn hier keiner.

    Aber seine Frau schon.. Sie fragte nach Erfahrungen von anderen betroffenen.

    Und sie sind eben sehr unterschiedlich.

    LG an Alle. Stern

    Uns geht ganz gut,

    Vieles arbeite ich noch ab, aber das ist alles definitiv besser, als damals zu sehen was der alk mit ihm macht. Und mit uns. Und mit Kindern.

    Zwei jüngsten waren damals noch Teenies.

    Jetzt sind mittlerweile alle erwachsen.

    Drei wohnen schon selbständig und jedoch sind wir in einer Stadt und sehen uns jede Woche oder öfter.

    Hier ist das Elternhaus für alle Kindern. Alle haben Schlüssel, alle sind immer und jederzeit willkommen.

    Wir freuen alles zusammen und machen Pläne.

    Die jüngste ist noch im letzten Schuljahr und wir verstehen und richtig gut.

    Ich konnte es nicht ahnen, wie gut das Leben sein kann, ohne ständig daran zu denken, ob er getrunken hat oder nicht, wie ist der drauf und was sagt er noch heute Gemeines zu mir....ohne von der Arbeit zu kommen und seine Augen sind bereits glasig...

    Ich möchte nicht den Teufel aus ihn machen. Er hatte auch sehr viel gutes an sich. Auch viele Seiten und Eigenschaften und Fähigkeiten, die ich sehr geliebt, annerkant und auch bewundert habe.

    Ich bin Russin... Aus der Mentalität heraus alleine war das für mich der Gedanke Scheidung und Trennung gleich ein persönliches versagen und Lebenskatastrophe.


    Ist aber nicht so.

    Schade dass ich das früher nicht geschafft habe.


    Sagen auch die Kinder.


    Aber jede Situation ist eine andere wie wir Menschen alle.

    Ich hoffe Du machst das beste aus deiner.

    Und dein Mann das Beste aus seiner.

    Nur macht bitte dein Handeln und dein Leben nicht von seinem Erfolg abhängig.

    Darfst Du.

    Ich könnte diesen nicht erreichen. Er ist gegangen.

    Ich habe ihn sein Alkohol weniger angenehm gemacht.

    Hier müsste er die Mengen verstecken.

    Sein Leben hat ihn so keine Freude mehr gemacht...wie auf der Bremse fahren.

    Und er fand die Möglichkeit, eine andere zu finden, mit der das Leben, das Trinken und alles andere wieder Spass gemacht hat.

    Die ersten zwei Jahre könnte ich das nicht glauben, wir hatten sogar noch hin und wieder einander geschrieben.

    Er war aber damals immer betrunken.

    Dann gab's seiner Seite auch ein paar Vorfälle mit den Kinder ( vier Kinder haben wir) , wo ein oder anderer Monate zu ihm kein Kontakt hatten.

    Für mich war Ende, als er betrunken meine Tochter gefahren hat, sie rief mich an mit der Bitte sie abzuholen.

    Da hatte ich echt verstanden...

    Wie wichtig wir, ich und die Kinder für ihn sind.

    Sooooo Wichtig, bis zu Tränen und Versprechungen. Und bis zum nächsten Griff zu der Flasche.

    Liebe Nudeltante,

    Wenige, sehr wenige könnten so zutreffend und direkt schreiben wie Cadda, vllt. wirst Du es jetzt noch nicht so empfinden.

    so schlimm der Gedanke ist, dass die Familie daran zerbricht, so verlockend ist die Hoffnung auf diese Therapie...dann auf die nächste.

    Natürlich ändert sich dann alles! Bei der letzter Therapie war er einfach nicht so weit, und jetzt ist er aber ein anderer Mensch... Jetzt wird er niemals mehr trinken, niemals es gut verstecken, niemals betrunken ins Auto setzen....

    Jetzt nach der Therapie wird er ein anderer Mensch...

    Jede von uns hier hatte das erlebt. Jede! Sonst wären wir hier nicht im Austausch.

    Die Phase verstehen zu wollen. Nicht als Alkoholiker abstempeln ( die Philosophie wie bei Nathalie Stüben)

    kann Jahre dauern, verstehen, helfen...beistehen, Familie retten.

    Alles um nicht zu handeln, oder das eigene Handeln von seinem Erfolg abhängig machen.

    die Verantwortung zu übernehmen für sich und der Wohl der Kinder.

    Das war bei mir so.... Zu feige, zu abhängig von der Beziehung, von der Vorstellung, dass wenn er nicht trinken würde, wird alles wieder gut...

    Zu großer Wunsch Familie zu retten.

    Keine schlechte Wünsche und Hoffnungen, stimmt auch.

    Ich möchte nicht sagen: trenne Dich, rette die Atmosphäre, in der deine Kinder groß werde müssen...nein. das möchte ich nicht sagen.

    Nur eins: bleib ehrlich mit dir selbst.

    LG Stern

    Hallo NudelTante,

    Was möchtest Du deinem Kind vermitteln fürs Leben?

    Dass er irgendwann Zweifel an seiner Wahrnehmung hat? Dass, wenn er sein Eindruck aussprechen möchte ( Papa geht's nicht gut, Papa ist in der Klinik,....Papa redet komisch...was auch immer das Kind so wahrnimmt), er daran gehindert wird? na ja ...das ist doch nur ein Kind, der plappert...

    Sorry, wenn ich das jetzt so wahrgenommen habe, vllt ist es genau das was du nicht möchtest.

    Dir und deinem Kind den Mund verbieten.

    Aber welche Schwiegermutter kann dir das verbieten? Das könnte ich nicht nachvollziehen aus deinen Beiträgen.

    Es ist immer das Einfachste, auf die Fragen so zu antworten, wie man es selbst aufrichtig sieht.

    Auf die Frage warum kommst du alleine? Warum ist er nicht bei deinem Geburtstag dabei?

    Genau das: weill er auf Entzug in der Klinik ist.

    LGStern

    Liebe Maria, es hat sich wie es aussieht in diesen drei Jahren nichts zum besseren verändert.

    Deine Nachrichten oben sind von 2018....

    Ich kann sehr gut verstehen, wie es Dir geht und was du meinst.

    Ich habe fast 10 Jahre ähnliches mitgemacht. Wir waren 30 Jahre verheiratet, vier Kinder....ich war nicht in der Lage das aufzugeben dachte - das ist das einzig wichtige was ich habe, die Familie.

    Gehofft, gebettelt, gestritten, Ultimatum gestellt, wieder gehofft. War sehr oft verzweifelt. Viel geweint.

    Die Beziehung hat tatsächlich er selbst beendet.

    Aber ich möchte Dir etwas sagen.

    Ich muss zugeben, es hat mich echt umgehauen und ich habe so viel geweint, mehr als noch im der Ehe. Aber dann....war das OK. Und nach noch etwas Zeit sogar ganz ik, dann gut, dann super.

    Das ist etwas mehr als vier Jahre her.

    Er trinkt exessiv weiter.

    Wir: ich und die Kinder bleiben Familie, Zuhause ist nur die Jüngste, aber wir verbringen jede Woche alle Zeit miteinander.


    Ich weiss überhaupt nicht mehr, wann ich zuletzt geweint habe.


    Ich bin einfach nur dankbar, das nicht mehr sehen zu müssen, was der Alkohol mit einem nahestehenden Menschen macht.

    Bin dankbar mein Leben nicht nach Alkohol ausrichten zu müssen oder daran zu denken.

    Du glaubst ihn zu lieben.

    Aber ihn gibt's nicht mehr.

    Der ist durch Jahre lange Trinken ein anderer Mensch...


    Frage Dich: Was hast du noch Gutes von dieser Beziehung?

    Ist mehr Gutes als Schlechtes da?

    LG Stern

    Hallo Sophia,

    Das ist sehr traurig und sich alleine zu fühlen, ist kein gutes Gefühl.

    Du bist NICHT allein!

    So viele Menschen gibt's es , die diese Situation oder mehr oder weniger ähnliche, erlebt haben, hinter sich haben oder mitten drin sind.

    Ich möchte Dir nur sagen, willkommen hier.

    Und sei froh, dass du das erkannt hast und dich trennen konntest!!!

    Alles wird gut.

    Alles, was kommen wird ist besser, als das Leben mit dem (nassen) Alkoholiker

    LG Stern.

    Hallo Kiki, ich hatte auch Jahre lang gedacht, dass es ein Grund dafür gibt's dass die Alkoholiker trinken.

    Trauma aus der Kindheit, erlernte Familienmuster, Stress, schlechter Job, schlechter Tag, "schlechte" Partnerin...einfach so ein besonderes schweres Leben.

    Aber irgendwann Mal habe ich mich auch gefragt, warum die anderen sich dem Ganzen stellen und nicht zum Alkohol flüchten. Nicht Süchtige haben auch das alles im Leben. Gutes, weniger Gutes, Stress und so etwas.

    Dieser Gedanke hat mir geholfen umzudenken. Und Distanz zu gewinnen.

    LG Stern

    Liebe Teresa, jeder Mensch darf und kann für sich selbst entscheiden.

    Was hier an Rückmeldungen kommt, sind unsere Erfahrungen damit.

    Wenn die Ruckmeldungen dir helfen, die Situation besser zu verstehen, dich zu sortieren und deine Entscheidung zu treffen , dann ist doch gut.

    Wichtig ist, dass du DEINE triffst.

    Damit du glücklich und zufrieden leben kannst. Und deine zwei Kinder, die Du liebst auch.

    Wenn Du meinst es ist mit dem Partner besser, dann ist es so für dich.

    Keiner drängt Dich zu irgendwas. Wir schreiben NUR was wir erlebt haben mit einem Alkoholiker, wie das sich schleichend entwickelte, wie alle sich dabei verändert haben. Nicht nur der, der trinkt, sondern auch die Partner...wie es Kindern dabei geht... Und wie es nach der Trennung ist....auch nicht immer rosig, aber gaaaaanz anderes, selbstbestimmt, ohne dass Tag ein Tag aus alles sich um den Alkohol dreht.

    Das muss nicht heißen, dass es bei Dir auch so ausgeht.

    Du bist vor Ort, wir sind hinter einem Bildschirm.

    Das Gute daran, jetzt hast du die Lebensgeschichten gelesen.

    Und triffst deine Entscheidung ( das Leben mit ihm oder ohne) ganz bewusst.

    LG Stern

    Guten Abend Teresa....schlimme Schicksalsschläge wie Krebs, MS, Unfall...damit vergleichst Du die Erkrankung deines Mannes?

    Er kann wohl nichts dafür oder? Oder will er nicht?

    LG Stern

    Liebe Nele, deine Gedanken ( Wunsch) sind nachvollziehbar...glaube mir, für jedem hier.

    Du hast aber auch die Macht darüber ( es sind ja Deine, in Deinem Kopf).

    Du hast echt die Wahl, dich zu entscheiden, ob Du im Haus bleibst, die Wege suchst es weiter zu finanzieren. Oder ihr das Haus verkauft und du deine Hälfte als Anzahlung für ein anderes nimmst..

    Oder in die Wohnung... Zwar eng, aber frei, unabhängig, mit drei Kinder, die ohne Alkohol in dem ganzen Alltag aufwachsen dürfen.


    Ich verstehe das sehr gut und möchte dir trotzdem sagen, die Wahl hast Du! Ihn wirst du nicht verändern, aber du kannst entscheiden was Du möchtest...

    nur die Option: "ich möchte dass er aufhört," die gibt's nicht.

    LG und viel Kraft wünsche ich Dir!

    Stern

    Hallo Teresa, du bist jetzt weiter, du hast es früher nicht so gesehen, jetzt siehst du, nimmst das anderes wahr und kannst selbst entscheiden, wie du handelst.

    Die Erfahrungen von den Menschen hier sind reale Geschichten. Kein Buch oder Film...

    Keiner kann dir sagen was für dich besser ist, weiter nichts zu ändern, bleiben oder gehen, oder bleiben und weiter hoffen und weiter helfen.

    Aber wenn du dich für ein Weg entscheidest, weisst Du, dass du es jetzt bewusst machst.

    Die Aussage , ich habe es nicht gewusst wie es ist, wie typisch das ist und wie es sich entwickeln kann, gilt nicht mehr.

    Ich persönlich habe mich erste Jahre tatsächlich unter der Unwissenheit versteckt.

    (Keine Sucht Vorbelastung in der Familie... )

    Jetzt ist meine Erfahrung so: ich wünschte ich wäre gegangen, früher. Viel viel viel früher.

    Die Verantwortung für meine Entscheidungen ist bei mir. Nur bei mir.

    Die Schäden sind aber nicht nur bei mir da, auch bei den Kindern.

    Wie lange wir Co -Abhängige aushalten und uns das mit unserer Hilfsbereitschaft und Verantwortung für die Familie und Beziehung erklären, ist unfassbar....diese Selbstüberschätzung ...

    Ich wünsche Dir Mut für DEIN gutes, glückliches Leben zu kämpfen.

    LG Stern

    Hallo Verena, ich hatte beim Lesen deiner Geschichte direkt den Gedanken, dass seine erste Frau möglicherweise sein Alkoholkonsum und alles was damit zusammen hängt nicht ertragen konnte und nicht den Infarkt...das Leben als Coabhangige ist nicht wirklich erstrebenswert.

    Wenn Du bereits jetzt es versuchst, sein Trinken zu ändern in dem Du die Sachen weg räumst, weg schüttelst oder verbietest, dann ist die Chance sehr groß, dass er bald nicht nur heimlich trinkt, sondern auch bei anderen Dingen Dich belügt.

    Die Reißleine zu ziehen ist nicht einfach.

    Das Leben mit großen Schäden nach Jahren der Co- Abhängigkeit ist auch nicht einfach, ist aber doch leichter als mit dem trinkenden Alkoholiker.

    Du hast ja noch ein Sohn, denke bitte auch an die Atmosphäre, in der er aufwächst und an seine Gefühle.

    LG Stern.