Hallo Chewie,
Herzlichen Glückwunsch zu nun schon über einen nüchternen Monat.
Ich kann doch nicht davor Angst haben dass ich in ner woche wieder saufdruck bekomme Oder sich mein Hirn wieder meldet!? Ich muss für mich gut darauf vorbereitet sein und was dagegen tun können damit ich stark bleibe um die Abstinenz zu stärken.
Das musst du auch gar nicht.
Angst ist selten ein guter Ratgeber. Mit Angst im Nacken kannst du dich nicht genügend auf dein nüchternes Leben konzentrieren, weil sich deine Gedanken ständig im ‚ vielleicht‘ verlieren.
Kennst du schon unseren Notfallkoffer?
Artikel
Craving, starkes Verlangen Alkohol trinken zu müssen, kann jeden Alkoholiker ereilen und da ist es ganz wichtig, für diesen nicht zu unterschätzenden Notfall vorzusorgen. Wie der Apothekenschrank im Haus, so sollte auch ein Hilfsmittel für den aufkommenden Suchtdruck schnell greifbar sein:
Der „Notfallkoffer“ für Alkoholiker.
Dazu gehört eine Liste mit Notfallnummer von Menschen, die im Vorfeld informiert wurden, Adresse und Ansprechpartner der realen Selbsthilfegruppe bzw. eure Login-Daten für…
Das Forenteam
27. August 2021 um 21:40
Ich habe mir daraus rausgesucht, von dem ich denke, dass es mir im Notfall helfen könnte. Da schaue ich ab und zu mal rein. Gebraucht habe ich ihn noch nicht, aber es gibt mir ein Stückchen Gewissheit, dass er da ist und ich vertraue mir inzwischen auch soweit, dass ich mich an ihn erinnern werde , sollte ich ihn mal brauchen. Du kannst da auch gern dazulegen, was dir helfen könnte. So wurde unsere Sammlung immer größer und jeder kann sich draus bedienen.
Mich mit mir und meiner Alkoholsucht auseinandersetzen, ist das Eine, mich mit mir und meinem nüchternen Leben auseinandersetzen das Andere. Klar, mein ‚Heute’ ist schon auch auf dem ‚Gestern’ aufgebaut, mein Nüchternsein auf die Sucht, aber ich gucke, dass ich im ‚Jetzt’ lebe. Denn nur das ‚jetzt‘ kann ich aktuell beeinflussen und wenn ich jetzt keinen Alkohol trinke, ergeben viele ‚jetzt‘ den Rest meines Lebens.
Hier in den Erfahrungsberichten zu lesen ist eine großartige Möglichkeit, von den Stolpersteinen der Anderen zu lernen. Wie machen die das, wie gehen die an dies und jenes ran, wo haben andere Probleme, wie meistern sie diese….. Nicht gucken, was haben andere riskiert und was ging bei denen gut….das halte ich für den falschen Weg, die größtmögliche Risikominimierung für sich finden für den sichersten.
Nicht alles passt für jeden, dafür sind die Menschen viel zu verschieden. Ich fände es auch ziemlich anstrengend, mir alles hier zu Eigen zu machen. Darum nehme ich mir mit, was mir für mich passend erscheint, lasse liegen, was nicht passt und schaue mir das Liegengelassene immer mal wieder an….einiges passt später dann doch ganz gut.