Beiträge von Stern

    Ich schäme mich sehr dafür wie ich die Kontrolle über das Thema Alkohol verloren habe.

    Das habe ich auch. Die Kontrolle über den Alkohol verloren und mich unsagbar dafür geschämt.
    Auch ich habe alle, und damit meine ich wirklich alle, auch meinen Partner, meine Familie, Freunde angelogen, getäuscht, mich mit Ausreden zur nächsten Weinflasche gelogen….

    Du bist gerade so voller Zweifel. So lese ich das aus deinen Worten.
    Genau so voller Zweifel war ich auch.

    Mir hat der Austausch hier so sehr geholfen, mich wieder zu finden …. mein Leben wieder zu finden.
    Es fühlt sich so schön an, nicht mehr trinken zu müssen, ehrlich sein zu können, nicht mehr lügen und verheimlichen zu müssen.

    Hallo NovaSol,

    herzlich Willkommen bei uns.

    Du warst schon beim Arzt , das ist eine sehr gute Voraussetzung für dein neues nüchterne Leben.
    So können auch alle wichtigen Werte kontrolliert werden und du musst dich nicht quälen mit: Vielleicht hat die Sucht schon Schäden hinterlassen.

    Keine Lügen, keine Ausreden, keine Heimlichkeit mehr.

    Das war auch mein Wunsch, als mich vor über 3 Jahren hier angemeldet habe.
    Und ganz schnell durfte ich merken, wie befreiend es ist, nicht mehr trinken zu müssen.

    Du bist jetzt für den offenen Bereich freigeschaltet und ich habe dein Thema dorthin verschoben.
    Du kannst Dich jetzt überall austauschen, jedoch bitte nicht in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.

    Wenn du bald gar nicht mehr so neu hier bist, kannst du dir auch gern einen anderen Titel wählen. 😉
    Sag dann bitte einfach Bescheid.


    Ich wünsche dir eine guten und hilfreichen Austauschen.

    Warum ich es für mich anders formuliere? Weil mir so deutlich bewusst ist, dass das eine, das neue nüchterne Leben, ohne das andere nicht möglich wäre.

    Ja, das ist wohl so.
    So, wie ich heute bin, wäre ich nicht, gäbe es da nicht diese Zeit, in der ich abhängig gesoffen habe.
    ‚Kultiviert ein Gläschen trinken‘, kenne ich gar nicht. Jedenfalls nicht von mir. Bei mir ging das von null auf hundert direkt in die Sucht.
    Vielleicht ist das Leben tatsächlich ein Puzzle…..viele kleine Teile ergeben ein Ganzes. Wenn mein Puzzle mal irgendwann fertig ist, möchte ich gern sagen, dass ich ohne Rückfall nüchtern geblieben bin. Das ist mein größter Wunsch für mich.

    Im Moment habe ich nicht das Gefühl, etwas ändern zu wollen, weil es mir einfach nur klasse geht.

    Das finde ich richtig schön. 🤩

    Auch, dass du hier bist. Ich lese dich gern.

    Manchmal höre ich von Alkoholikern, dass sie ein neues Leben mit der Trockenheit begonnen haben. Ich kann das für mich nicht so benennen, weil ich nur dieses Leben habe und weil alles zu mir gehört, all das, was ich erlebt und erfahren habe, die schwierige Zeit und die schöne, all das macht mich aus, wie ich heute bin.

    Ich spreche ja auch von einem neuen Leben….von meinem neuen nüchternen Leben.

    Aber nicht als ‚neues Leben‘, weil ich gestorben bin und nun als Stern 2.0 ein neues Leben habe, vielmehr ist es ein neuer Lebensabschnitt. Der andere (versoffene) Teil meines Lebens ist vorbei, jetzt lebe ich mein neues nüchterne Leben.

    Natürlich gehört alles, was ich erlebt habe zu meinem Leben und ich denke, es wäre fatal, den versoffenen Teil ‚abzuhaken‘. Er ist vorbei, aber die Erlebnisse sind ja nicht weg. Das alles bin ich.

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    Du kannst Dich jetzt überall austauschen, jedoch bitte nicht in den ersten vier Wochen im Vorstellungsbereich bei den neuen Usern.

    Ich wünsche dir ein gutes Ankommen und einen hilfreichen Austausch.

    Ich habe mir vorgenommen jeden Tag kleine Schritte vorwärts zu gehen, mich nicht mehr manipulieren zu lassen. Diese Einsicht ist sehr schmerzhaft.

    Es wird weniger schmerzhaft werden.
    Auch mit kleinen Schritten kommst du ans Ziel. Wichtig ist es doch, überhaupt erstmal loszulaufen. Und das machst du gerade. Ganz stark von dir.

    Wo ist der Mann hin in den ich mich verliebt hatte.

    Den gibt es nicht mehr, er hat sich in der Sucht selbst verloren. Es ist unmöglich, ihn wiederzufinden, wenn er nicht von sich selbst aus auch der Suchtspirale entkommen will.

    Und das hin und her vielleicht übertreibe ich ja, das ist ja gar nicht so schlimm und dann wieder nein, du siehst es doch, was willst du dir noch gefallen lassen... Und die Hoffnung, dass er endlich Krankheitseinsicht bekommt..

    Du übertreibst nicht. Es ist schlimm. Sucht ist schlimm.
    Es ist doch dein Empfinden. Und wenn ‚es‘ nicht so schlimm wäre, hättest du dir auch nie Gedanken dazu gemacht.

    Wir sind seit 26 Jahren ein Paar, 16 davon verheiratet. Haben ein Haus mit Grundstück usw. Das wird auch nicht einfach werden.

    Das ist deinem Mann nicht (mehr) wichtig. Einem Alkoholiker ist irgendwann nur noch der Alkohol wichtig. Leider ist das wirklich so.
    Ein Haus und ein Grundstück sollte niemals ein Grund sein, sich für ein Leben zu entscheiden, was von der Alkoholsucht bestimmt wird.

    Du entscheidest das auch nicht nur für dich, da ist ein Kind mittendrin, was nicht alleine entscheiden kann.

    Bei der Sozialarbeiterin werde ich dann spontan entscheiden was ich mache.

    Ich wünsche dir und deinem Kind, dass du die beste Entscheidung treffen kannst.

    Angst zu haben, dass die Sozialarbeiterin evtl. das Jugendamt informiert, finde ich völlig unnötig. .
    Sie kann nur helfend zur Seite stehen, wenn sie auch die Umstände kennt.
    Auch die Jungendämter arbeiten immer zum Wohl des Kindes. Hier sehe ich erstmal eine Mutter, die sich um genau dieses Kindeswohl sorgt. Ich finde es immer richtig, sich Hilfe zu suchen, wenn man alleine stehengeblieben ist.

    Schweigen ist nur nicht nicht hilfreich, es verlängert das Leiden und es verschlimmert das Leiden.

    Ich kann ja morgen nicht sagen, verständlich, ihr Vater war wieder betrunken.

    Doch, genau das kannst du.
    Und ich möchte dich ermutigen , genau das auch zu tun.

    ‚Vertuschen‘ verlängert das Leiden, es verschlimmert das Leiden.


    Ein Alkoholiker wird solange weiter trinken, bis er irgendwann tot umfällt, wenn er keine Krankheitseinsicht hat und die Sucht von sich aus zum Stillstand bringen will.
    Die Trinkmenge wird immer mehr und die Suchtspirale geht immer nur nach unten. Immer, Ausnahmen gibt es da nicht.
    Alkoholsucht wird irgendwann zur Familienkrankheit, alle sind da involviert. Schaffen es die Angehörigen nicht, sich an den Ausgang dieser Suchtspirale zu klammern und sich da rauszuziehen, zieht es sie genau so mit nach unten.

    Du hast erkannt, dass du dich und euer Kind schützen musst und hast dich hier angemeldet. Das ist ein großer erster Schritt.

    Scham ist immer ein ganz großes Thema. (oftmals auf beiden Seiten)Aber dafür gibt es keinen Grund. Die Alkoholsucht ist eine Krankheit. Und niemand muss sich für eine Krankheit schämen.

    Ich wünsche dir, dass du die Angst und die Scham für einen Moment zur Seite legen kannst und offen mit der Sozialarbeiterin reden kannst. Du wirst merken, wenn ‚es‘ einmal ausgesprochen ist, wird ganz viel viel leichter.

    Herzlichen Glückwunsch zu nun schon über einem nüchternen Jahr.
    Und herzlichen Glückwunsch dazu:

    Gleichzeitig verletze ich mich zum ersten Mal in meinem Leben nicht mehr selbst, wenn ich überfordert bin. Und es gibt noch eine Reihe weiterer positiver Veränderungen.

    Ich habe mir mal aufgeschrieben, was sich alles verändert und verbessert hat. Da habe ich erstmal ganz bewusst wahr genommen, wieviel doch ‚noch eine ganze Reihe weiterer positive Veränderungen‘ ist.

    Und ich suche nach einer passenden Therapeutin im Moment.

    Dafür wünsche ich dir ganz viel Erfolg.

    Ich lese jeden Tag hier Forum. Und weil so viele verschiedene Menschen mit dem gleichen Hintergrund hier schreiben, finde ich jeden Tag irgendwas, was auch mir nützlich ist auf meinem nüchternen Weg.

    Hallo Haar,

    herzlich Willkommen hier bei uns.

    Niemand muss sich beschimpfen und beleidigen lassen oder respektlos behandeln lassen. Die Sucht ist da überhaupt keine Entschuldigung.
    Es ist gut, dass du uns gefunden hast. Hier gelesen hast du ja auch schon ein wenig.
    Der Austausch mit den anderen Betroffenen wird dir sicher gut tun.

    Damit wir dich freischalten können, klicke bitte diesen Link an und folge ihm.
    Dann schriebe einfach kurz was ins leere Feld schreiben, danach wirst du freigeschaltet und dein Thema in den Angehörigenbereich verschoben.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Herzlichen Glückwunsch zum 1. nüchternen Monat. 👍

    Der 1. Monat ist ein schöner Meilenstein auf deinem nüchternen Weg.

    und an den Bahnsteigen viel trinkende Menschen in fröhlicher Stimmung. Bisschen gewurmt hat mich das, aber jetzt ist es echt nur noch kopfscheu, denn der körperliche Entzug ist lange vorbei.

    Es ist ja nun mal so, dass die Welt um dich (um uns alle) herum nun nicht trockener wird, nur, weil du keinen Alkohol mehr trinkst.
    Ich sehe den Alkohol auch noch nach über 3 Jahren, wenn ich irgendwo bin. Wichtig für mich finde ich dabei aber nicht, dass ich ihn sehe, sondern wie ich ihn sehe. Er ist da …. nicht mehr und nicht weniger.

    Hallo Smilla,

    herzlich Willkommen.
    Hier kannst du deine Gedanken lassen, sie sortieren und ganz viel zum Thema lesen.


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    Ich wünsche dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Hallo twazwerg,

    herzlich Willkommen in unserer Online-Selbsthilfegruppe.

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    Bitte denke daran, dass die Priorität hier auf dich gerichtet sein sollte. Für dich kannst du viel tun, für deinen Mann gar nichts. Das muss er selbst machen. Keinem Alkoholiker kann von außen geholfen werden, wenn keine Krankeneinsicht da ist und der Wunsch, abstinent zu leben, nicht von ganz tief innen heraus kommt.
    Hier wirst du viele ähnliche ‚Geschichten‘ lesen, aus denen du sicher viel Hilfreiches für dich rausziehen kannst.

    Ich wünsche dir einen guten Austausch.