Das Suchtgedächtnis ist unberechenbar.
Um so wichtiger ist es, dass wir (Alkoholiker) besonders gut auf uns aufpassen müssen.
Das Suchtgedächtnis ist unberechenbar.
Um so wichtiger ist es, dass wir (Alkoholiker) besonders gut auf uns aufpassen müssen.
Zum Urlaub wollte ich noch was schreiben, habe es aber dann vergessen. 🤪
Und irgendwie gefällt mir auch die Vorstellung, gemeinsam mit dem Zwerg und nem alkoholfreien Cocktail am Strand zu sitzen und mal alles mitzubekommen.
Vor alkoholfreien Cocktails wird hier gern gewarnt. Es ist zu dran am ‚Original‘. Erinnerungen können geweckt werden….
Aber irgendwie ist ein Kirsch-Bananen-Saft ja auch ein alkoholfreier Cocktail. 🤔
Ich kann das gut trinken, aber ich verbinde da auch gar nix mit saufen …ich habe auch noch nie in meinem ganzen Leben einen Cocktail mit Alkohol getrunken…immer nur Sekt und Wein pur.
Zufriedenheit ist für mich ein, von materiellen Dingen unabhängiges, Gefühl des stillen, gelassenen Glückes. Die Fähigkeit, die Dinge anzunehmen, wie sie sind und nicht mit allem zu hadern.
Das finde ich eine sehr schöne Definition deiner Zufriedenheit.
Meine Zufriedenheit sieht im Prinzip ähnlich aus.
Meistens bin ich auch zufrieden mit mir und meinem Leben. Meistens …. weil immer wohl gar nicht möglich ist. Irgendwas kommt immer mal daher, was niemand gebrauchen kann. Dann sage ich mir die schönen Worte des Karl Valentin: „Ich freue mich, wenn es regnet, denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.“ Und dann denke ich mir, dass ich mich jetzt tierisch aufregen kann … oder es einfach hinnehmen. Hinnehmen, was ich sowieso nicht ändern kann, ist weniger anstrengend.
Ich benutze nach fast einem Jahr immer noch das Wort "Nüchternheit" und nicht "Trockenheit", weil ich mit Trockenheit auch Zufriedenheit verbinde und davon bin ich noch ein wenig entfernt, aber nicht mehr so weit.
Was ist denn für dich ‚Zufriedenheit‘?
Ich benutze auch das Wort ‚Nüchternheit‘, aber nicht, weil es ‚unzufriedener‘ klingt als Trockenheit. Mein Hirn verbindet ‚trocken sein‘ irgendwie mit Kleinkindern, die gerade ihre Windel losgeworden sind. 🤪
Ich wünsche dir schon mal einen ganz tollen Urlaub mit ganz vielen schönen Erlebnissen.
Ist es denn ein Urlaub, wo an jeder Ecke Gefahren lauern oder warum gehst du die Reise mit so viel Respekt an? Nur Vorsicht? Oder Unsicherheit?
Den Notfallkoffer nochmal aufzufrischen ist vielleicht auch nicht die schlechteste Idee.
Hallo sun,
schön, dass du mit dem Alkohol trinken aufhören willst. Das ist deine Chance auf ein nüchternes Leben.
Du hast es schon mal geschafft. Du kannst es wieder schaffen.
Du bist hergekommen mit dem Titel:
Seit September sauber und zufrieden. Jetzt bricht alles zusammen.
War wirklich alles sauber und zufrieden?
Alkohol löst keine Probleme, er bringt auch keine Entspannung. Alkohol schafft neue Probleme.
Alkoholkranke Menschen können keinen Alkohol (mehr) trinken. Der 1. Schluck Alkohol ist die Eintrittskarte zur Suchtspirale, die immer nur nach unten führt.
Nach 3 Wochen berufliche Daueranspannung mit Reizthema kam eine Situation + eine Nachricht + Wissen um die Herausforderung am nächsten Tag -> überfordert, Panik, Flucht -> Supermarkt.
Daueranspannung, Reizthemen, irgendwelche häßliche Nachrichten, Herausforderungen wird es immer mal wieder geben, vielleicht sogar alles auf einmal.
Überforderung - Panik - Flucht.
Dein Weg sollte nicht der Supermarkt sein. Es sollte der Gang zum Arzt sein.
Auch mit einer negativen Erfahrung im Nacken ist der Arzt dein Ansprechpartner. Du bist krank. Im Fall vom Alkoholismus ist es auch ganz gut, mit der fertigen Diagnose beim Arzt aufzuschlagen. Kein rumeiern und innerlich hoffen, dass es doch (noch) kein Alkoholismus ist.
Sei dir wichtig. Gehe zum Arzt und nimm alle Hilfe, du du kriegen kannst. Alleine hat schon einmal nicht funktioniert.
Schön, dass es dir wieder besser geht.
Gibt so Tage, da geht man besser ins Bett und am nächsten Morgen ist die Welt wieder in Ordnung.
Dann kann es ja jetzt losgehen mit Urlaub. 😀
Viel Spaß beim Autofahren….und wie du so treffend schreibst: Ein Schritt nach dem anderen.
Nüchtern bleibt man ja nun nicht mal eben so nebenbei. Da ist es gut, dass du dich erstmal darauf konzentriert.
Es ist wichtig sich einen Ersatz zu schaffen für die Zeit, die sonst für den Suff draufgegangen ist.
So dachte ich am Anfang meines nüchternen Weges auch.
Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es möglich ist, einen ganzen Tag zu Hause zu sein ohne zu saufen. Wie soll ich die Zeit rumkriegen?
Meine Bude war ein Saustall..,leider ist das die traurige Wahrheit.
Ich wollte wieder leben, und das in einem schönen Zuhause. Also habe ich angefangen alle Schränke aufzuräumen. Ich habe Jedes einzelne Teil in die Hand genommen und entschieden, ob ich das behalten will oder verschenken oder ob es in den Müll muss.
Ich hatte ja auf einmal so unendlich viel Zeit.
Am Anfang hatte ich (rückblickend) ständig das Gefühl, ich müsste irgendwas machen…,mich ablenken.
Es dauerte aber gar nicht so lange, dass der Tag gar nicht mehr so lang war. Der Tag füllte sich, auch ohne dass ich ständig nach irgendwelchen Beschäftigungen …. Ablenkungen …. suchen musste.
Heute denke ich manchmal, dass der Tag gar nicht reicht für all das, was ich gerne machen möchte.
Was Ich aber auch gelernt habe und was ich inzwischen sehr schätze an meinem neuen nüchternen Leben: Ich kann mich gut aushalten. Ich kann sehr gut nur mir sein und ich kann Ruhe genießen, ich kann auch mal gar nix machen.
Was ich sagen will: Heute muss ich meinen Tag gar nicht mehr vollstopfen mit Aktivitäten, Aufgaben, Verpflichtungen… und ich finde das so super.
8 Monate sind klasse 👍
Herzlichen Glückwunsch.
Ich finde gut, dass du dich für eine Weiterbehandlung entschieden hast. Viel Erfolg dabei.
Super 👍
Damit bist du schon ein ganzes Stück weiter auf deinem Weg.
Schon ein nüchterner Monat, super 👍
Endlich hat sich der Schalter umgelegt und ich sauge diese Klarheit mit der ich jetzt durch den Tag gehe mit jedem Atemzug auf.
Das klingt so schön.
Ich wünsche dir, dass das immer so bleiben wird.
Herzlichen Glückwunsch zu 111 nüchternen Tagen.
Sanierungsbedürftige Zähne sind bei Alkoholikern keine Seltenheit, habe ich hier festgestellt. Gut, dass du das bald geschafft hast. Ich bin sicher, wenn du wieder mit einem strahlendem Lächeln durch‘s Leben gehen kannst, wirst du das auch machen. Und dem Leben mit einem Lächeln begegnen, macht so vieles einfacher, diese Erfahrung durfte ich zumindest machen.
Herzlichen Glückwunsch zu deinen heute schon 702 nüchternen Tagen.
Viel mehr als die Tage zählt ja aber auch bei dir, was du für dich in dieser Zeit erreicht hast. Und das ist eine ganze Menge. Du lebst wieder und du hast Lust auf mehr Leben.
Um nicht den Mut zu verlieren und auch weil ich es für realistisch halte, möchte ich jedoch folgenden Gedanken äußern: Im Grunde genommen, ist nicht trinken zu müssen ein sehr großer Vorteil für mich. Ich spare dadurch unheimlich viel Zeit, Nerven und kann damit unter Garantie auch bei Veranstaltern und Produzenten punkten. Abgesehen davon, dass wieder zu trinken für mich ohnehin keine Option ist, da ich es schlicht nicht überleben würde. Dafür kenne ich mein Konsumverhalten zu gut und ich weiß, dass sich das nicht wieder "normalisiert".
👍
Mit diesen paar Sätzen hast du sicher vielen Leuten hier aus dem Herzen gesprochen, mir auch.
Okay, entschuldige bitte.
Ich wollte auch nicht neugierig sein. Irgendwelche private Details zu erfahren war jetzt auch nicht der Grund meiner Fragen. Vielmehr hatte mich deine Annahme zur ‚Suchtverlagerung‘ aufhorchen lassen. Entschuldige bitte. ![]()
Dann war erst die Medikamentenabhängigkeit da und keinen Alkohol zu trinken war ‚freiwillig‘, ich meine, ohne dass es eine Alkoholabhängigkeit gab…einfach so?
Und dann hast du die Medikamentenabhängigkeit in den Griff bekommen und bist über ab und zu Alkohol in die Alkoholsucht gekommen?
Hallo lala,
schön, dass du wieder hier bist.
Ich habe jetzt nicht deine ganze Geschichte gelesen. Du bist ja schon sehr sehr lange hier, wenn ich das richtig verstanden habe. Da warst du ja wohl auch schon mal nüchtern?
Darf ich fragen, wie lange du vor deinem Rückfall nüchtern warst und was deiner Meinung nach zum Rückfall geführt hat? 🤔
Ein Geburtstagsfrühstück 🤗
Ja, das finde ich ja mal richtig klasse. 😀
Ich habe das nochmals kritisch überdacht, ich möchte mich keiner Gefahr aussetzen und wer das nicht versteht, kann ja weg bleiben.
Super 👍🏻
Und beschäftigt mich mit Thema , warum eine Person Schaft und ist trockene Alkoholikerin, und andere Person mach alles das Gleiche ...und nach kurze Zeit macht Rückfall und Schaft nicht für längere Zeit Trocken zu sein ?!
Mit dieser Frage beschäftige ich mich auch hin und wieder, mal mehr mal weniger …. meist immer dann besonders, wenn hier wieder jemand rückfällig wird….oder wenn ich Uralt-Threads von Rückfällen lese.
Eine abschließende Antwort habe ich auch noch nicht gefunden. 🤔
Manchmal denke ich, dass vielleicht alles erstmal gleich ist, nach außen, aber ja doch jeder Mensch anders ist, innen.
Dann denke ich wieder, dass dann vielleicht doch nicht alles gleich war. Eine winzige Abweichung mag ja schon reichen….
Was für den anderen zum Saufdruck führt, lässt einen anderen daneben völlig kalt und der spürt garnix.
🤔
Das klingt für mich so ein bisschen wie: „Der Eine hat Glück und der Andere hat eben Pech gehabt.“ 🤔
Zufrieden stellt mich diese Antwort auch noch nicht. ……Ich gehe weiter überlegen. ![]()
Ich finde das wirklich sehr gut, dass du beim Arzt warst …auch wenn das nicht so optimal gelaufen ist.
Du hast dich Bewegung gesetzt und du hast aussprechen können, was du mit dem Trinken aufhören willst …. und das finde ich viel wichtiger als die Reaktion der Ärztin.
Suche dir Hilfe bei der Suchtberatung. Ich bin sicher, da wirst du besser verstanden.
Lass dich nicht entmutigen, dein Weg ist genau richtig.
Super, in ein paar Tagen beginnt dein neues Leben.
Ich darf nächsten Montag in die Entgiftung und freue mich darauf!
Das finde ich eine sehr schöne und wichtige Formulierung. Dürfen, das hat für mich etwas ganz besonderes. Und dass du dich darauf freust, ist schön.
Ich habe zwar keine ambulante Entgiftung gemacht, aber diese Angst vor dem Unbekannten hatte ich auch. Es kann doch nur besser werden. Und nüchtern wird das Leben besser. Das habe ich schnell feststellen dürfen.
Ich finde es gut, dass du dich so gut einschätzen kannst und diese Hilfe gesucht und nun auch gefunden hast.
Hallo Franziska,
auch von mir ein herzliches Willkommen.
Die Tragödie mit deinem Partner tut mir sehr Leid.
Ich bewundere deinen Mut, deine Sucht jetzt in den Mittelpunkt zu stellen und dein Leben nun nüchtern leben zu wollen.
Schön, dass du Pläne hast. Es lohnt sich, dafür und für die vielen anderen schönen Momente nüchtern zu bleiben.
16 dieser tollen Tage durftest du schon erleben.
Mich hat es anfangs sehr stolz gemacht, wenn ich abends die Zahl meiner nüchternen Tage in den Kalender malen durfte. Jeden Tag eine neue Zahl. Heute sind es schon 2 Jahre und ich zähle noch immer ….jetzt aber meist nur noch die Wochen und Monate.
Ich habe hier ganz viel gelesen und durfte erfahren, dass es so viele Frauen gibt, die Alkoholiker geworden sind. Das konnte ich mir gar nicht vorstellen. Das hat mir die Scham etwas genommen und auch die Angst und das hat mich mutig gemacht, mich auf den Weg zu machen.
Ich wünsche dir ganz viele Glücksmomente auf deinem Weg in dein nüchternes Leben.