Beiträge von Stern

    Nun kommt ein neuer Abschnitt. Immer noch: ohne Alk, ohne Kippen, ohne Drogen. Wie wunderbar das ist!

    Nächster Halt: Teufelsmoor

    Ich wünsche dir einen guten Start in den nächsten Abschnitt.

    Und das natürlich ohne Alkohol, ohne Kippen und ohne Drogen, dafür mit dem Optimismus eines Petters.

    Die Bilder der Vergangenheit sollen mit den Bildern der Zukunft verblassen.

    Herzlichen Glückwunsch zu 8 nüchternen Monaten.

    Ich finde schon, dass man dazu auch sagen darf: Hast du super gemacht. 👍🏻

    Ist ein Leben ohne Alkohol nicht erst ein Leben? Erst jetzt merken wir doch, was wir uns alles selbst genommen haben.

    Ich finde es übrigens super, dass du nun deinen Führerschein machst.

    Wie wichtig ist Lob und Anerkennung von der Sucht los zu kommen? Braucht man das überhaupt? Ist das nicht kontraproduktiv? Eine schöne Geste mag es sein aber hilfreich? Wie habt ihr das erlebt?

    Das sind viele Fragen 🤔

    Ich finde Lob und Anerkennung in allen Bereichen des Lebens wichtig, so auch auf dem Weg ins nüchterne Leben.

    Wie hier schon angemerkt wurde, ist es nicht immer einfach, Lob und Anerkennung auch als solches zu sehen und auch annehmen zu können. Ich kann inzwischen Lob und Anerkennung annehmen und ich fühle mich sogar gut mit Lob. Das war nicht immer so, weil eben immer ein ‚wenn ihr wüsstet ….‘ jegliche Anerkennung (für was auch immer) oft sogar ein schlechtes Gewissen verursachte.

    Ich habe mich vor 293 Tagen entschlossen, fortan nüchtern zu bleiben. Den Entschluss habe ich für mich gefasst …. ohne Lob und ohne Anerkennung. Und für mich bleibe ich nüchtern. Da nicht viele wissen, dass ich Alkoholiker bin, interessiert es die meisten auch gar nicht, dass ich keinen Alkohol trinke. Von daher bekomme ich da auch kein Lob, ich vermisse es allerdings auch nicht.

    Hier im Forum ein Lob zu bekommen, ist schön, es tut gut und es macht mich auch nochmal besonders stolz, einfach, weil hier jeder weiß, dass ein nüchternes Leben für uns Alkoholiker eben nicht das selbstverständlichste von der Welt ist. Ob es hilfreich ist, weiterhin nichts zu trinken, weiß ich nicht genau. Es hilft mir zumindest, mich für den Tag gut und stolz zu fühlen…. denn ich finde schon: Lob wirkt nach.


    Aber ich habe auch festgestellt, dass es user gibt, die überwiegend euphorisch, überschwänglich und wenig selbstkritisch hier ihren Nüchternheits Score posten und dann dem Lob entgegen fiebern. Und wenn das dann ausbleibt oder gar kritisch geantwortet wird, verfällt man in trotz und geht in Angriffsposition.

    Das habe ich hier so noch nicht so empfunden.

    Ich glaube nicht, dass hier jemand Lob ‚einfordert‘. Und Trotz ist nicht immer die schlechteste Reaktion. Ich sehe es als ‚überhaupt erstmal eine Reaktion‘ …. und darauf kann man aufbauen ….finde ich. Gleichgültigkeit fände ich schlimmer.

    Ich möchte an dieser Stelle auch allen hier mal sagen: Ihr macht das super. Egal, ob ihr euch entschlossen habt, ab heute nichts mehr zu trinken oder ob ihr seit 2 Tagen oder seit 30 Wochen oder seit 20 Jahren keinen Alkohol mehr angerührt habt.

    Wer etwas für sich und seine Krankheit erfahren möchte, schaltet den angeblichen zu harten Ton aus und fordert keine für ihn abgestimmte oder angepasste Wortwahl. Selbsthilfe bedeutet nicht, mit seiner Post alle zu erreichen. Es liegt an dem User, was er für sich umsetzen kann.

    Das ist wohl so.

    Ob der Ton hart ist oder weichgespült, ist dabei wurscht. Die ganze Krankheit und alles, was mit dem Alkoholismus zusammenhängt, ist nun mal auch hart.

    Sensibel sein hätte mich nicht bis zu meinem heute 291. nüchternen Tag gebracht.

    Und du, Veru, bist ja nun auch schon ein paar Tage hier. Da solltest du wissen, dass ausschließlich du es bist, der entscheidet …. jeden Tag neu. Und auch nur du entscheidest, was du dir aus den einzelnen Beiträgen mitnimmst …oder eben hier lässt. Genauso entscheidet jeder für sich, was er hier weitergibt. Das muss nicht jedem gefallen und es muss auch nicht jedem alles nützlich sein :roll:

    Da wurde verdammt viel richtig gemacht, wenn man 105 Tage keinen Alkohol konsumiert hat.


    Und für diese grosse Anzahl von richtig gemachten Dingen, richtig getätigten Entscheidungen gratuliere ich Dir, Veru und sage:


    WEITER SO !! (so und nicht anders ist dieses "weiter so" gemeint)

    Ich hatte das auch genau so verstanden :roll:.

    Herzlichen Glückwunsch zu 105 Tagen ohne Alkohol, Veru.

    Herzlichen Glückwunsch zu heute schon 31 Tagen 😀

    Zum Schluss noch eine Sache: mir hilft es hier im Angehörigen Bereich zu lesen

    Auch ich lese sehr viel bei den Angehörigen. Zwar hat niemand unter meiner Sucht gelitten, weil ich ja absolut heimlich nur für mich alleine gesoffen habe, aber die Sichtweise der Angehörigen auf die Sucht macht mir vieles verständlicher. Und es zeigt mir natürlich ganz deutlich, was ich niemandem antun will.

    Ich freue mich, dass du deinen Weg weitergehen kannst und nicht aufgegeben hast.

    Herzlich willkommen und herzlichen Glückwunsch zum heutigen 5. Jahrestag 💐

    Da hat sich bestimmt schon sehr viel gefestigt. Nachsorge finde ich auch sehr wichtig, deshalb freue ich mich, dass du die jetzt nicht mehr vernachlässigen willst 😀

    Ich freue mich darauf, mehr von dir zu lesen.

    Das lernt man alles und hat es irgendwann wieder vergessen.

    Das würde wohl langfristig dem Ordnungsamt gefallen.

    Den Abstsnd zur durchgezogen Mittellinie hätte ich jetzt nicht gewusst :roll: Und am Andreaskreuz musste ich noch nie parken. Die anderen Abstände sollte man nicht allzuoft vergessen, zumindest nicht (bei mir) in der Stadt.

    Ich habe mal gesehen, dass die Politessen sogar den Kreuzungsbereich ausgemessen haben, weil die einen zu geringen Abstand des parkenden Autos vermuteten. Wieviel cm fehlten, weiß ich nicht, aber ein Knöllchen konnten die verteilen. Mein Auto war das nicht :saint:

    Ich verstehe auch, dass es User gibt, die sich angepisst fühlen, wenn etwas direkter geschrieben wird oder die Erfahrungen nicht mit ihren Meinungen konform gehen

    Ich glaube noch nicht mal, dass sich jemand angespießt fühlt, wenn hier irgendwas direkter geschrieben wird.

    Wir sind hier, um trocken zu werden und vor allem, um es auch zu bleiben. Falscher Stolz und Eitelkeit sind da wenig hilfreich. Und wie sagt ihr immer schön? Es ist noch nie jemand trocken gestreichelt worden.

    Mir persönlich gefällt deine direkte Art (auch, wenn das vielleicht nicht immer so rüberkommt).

    Es geht eben um die Sucht, die einen ungestoppt umbringt.

    Da ist jemand, der heute trocken werden will genauso betroffen, wie derjenige der schon Jahre trocken ist. Da gehöre ich auch dazu.

    Da bin ich ganz deiner Meinung.

    Hmmm 🤔 oder deiner Erfahrung? Nein, so anmaßend bin ich nun auch wieder nicht, dass ich bei meinen 277 nüchternen Tagen von Erfahrung sprechen würde.

    Du darfst also ruhig mal zulassen, dass jemand deine Meinung teilt. Irgendwie resultiert jede Meinung doch aus Erfahrung(ein) :wink:

    Ich hatte die Eingangsfrage schon auch so verstanden wie Carl Friedrich sie dann noch etwas umformuliert hatte. Ich stelle mir solche Fragen nicht. Ich will nie wieder trinken. Punkt. Mir da Gedanken zu machen, wann ich einen Rückfall in Kauf nehmen würde, erscheint mir so …. irrsinnig.

    Nun bitte nicht gleich wieder der Aufschrei: Aber wenn du nur daran denkst….

    Ich antworte lediglich in einem Alkoholikerforum und da denke ich natürlich an Alkohol.

    Im Großen und Ganzen teile ich deine Meinung, Hartmut. Zumindest, was das ‚Beschönigen‘ angeht. Und ich beschönige gar nichts. Ich habe eine ganz schlimme lebensbedrohende Krankheit, die es mir schlichtweg verbietet, Alkohol zu trinken. Daran gibt es nix zu beschönigen. Leben oder sterben. Ich habe mich entschieden.

    Und betone auch nicht, dass es mir nichts ausmacht, wenn neben mir was Alkoholisches getrunken wird. Ich stelle das fest. Nun bewege ich mich auch nicht dort, wo gesoffen wird. Da steht mal irgendwo ein Wein oder Bier zum Essen (auswärts) auf den Nachbartischen und natürlich fällt mir das auf und ich registriere das genauso, als wenn mein Tischnachbar ein größeres Entenbein bekommt als ich oder wenn einer ein fettes Eisbein serviert bekommt. Das fällt mir auf.

    Ich kann eventuell gefühlsmäßig in gewissen Situation damit umgehen, kann mich stabil fühlen, nehme das Risiko auf mich, aber es macht immer etwas

    Natürlich macht es immer was. Im günstigen Fall kann ich zur Tagesordnung über gehen.

    Ich halte mich auch nicht für so arrogant, dass ich behaupte, über den Dingen zu stehen.

    Und gerade, weil ich mein Suchtgehirn nicht kenne, gebe ich Acht auf mich und mein Umfeld.

    Und nein, es ist nicht die einzige Alternative, sich zu Hause einzusperren. Übrigens eine Redewendung, die ich nur aufgegriffen habe. Ich fühle mich nie irgendwo eingesperrt, noch nicht mal, wenn ich alleine bin, und es ist für auch nicht schlimm, nicht auf einem Oktoberfest zu sein oder sonst wo im saufenden Gedränge, das war noch nie ‚mein Umfeld‘.

    Ich fühle mich gut ohne Alkohol, sehr gut. Ich genieße meine Freiheit und ich schätze sie sehr. Und ich male jeden Tag meine Tageszahl in den Kalender, weil ich stolz bin und weil das auch meine Art ist, mich dabei mit meiner Alkoholsucht auseinander zu setzen.

    Ich fühle mich mal angesprochen mit meinen 276 nüchternen Tagen. Ich wollte hier schön länger antworten, hab‘s aber dann irgendwie vergessen.

    was ist mir ein Rückfall wert?

    Solche oder ähnlichen Fragen stelle ich mir nicht.

    Da schallt es schon mal durch das Forum.


    „Mir macht es nichts aus, wenn neben mir getrunken wird …... Ich habe nur zu Hause getrunken, …, ich kann mich ja nicht zu Hause einsperren und vieles mehr.“


    Ich frage mich, wieso gerade diese User süchtig geworden sind. Scheinen ja sofort alles im Griff zu haben und es kontrollieren zu können, obwohl das Hauptmerkmal des Alkoholismus Kontrollverlust ist. Kontrollverlust hat ja nichts mit der Flasche, die vor mir steht, zu tun. Der Kontrollverlust findet im suchtkranken Hirn statt.

    Ich habe in dem Zitat beim 1. Absatz mal das stehen gelassen, was auf mich recht gut passt.

    Warum bin ich süchtig geworden. Schien ja sofort alles im Griff zu haben und kontrollieren zu können, obwohl das Hauptmerkmal des Alkoholismus Kontrollverlust ist 🤔

    Weil ich nicht alles im Griff hatte und nicht kontrollieren konnte.

    Weil ich mich über einen langen Zeitraum in den Alkoholismus gesoffen habe, ohne darauf zu achten, ob ich das im Griff habe. Als ich gemerkt hatte, dass ich es nicht im Griff habe, war ich schon alkoholkrank, und noch nicht mal das habe ich lange Zeit erkennen können.

    Und trotzdem sage ich: „Mir macht es nichts aus, wenn neben mir getrunken wird …... Ich habe nur zu Hause getrunken, …, ich kann mich ja nicht zu Hause einsperren und vieles mehr.“

    Ich lebe heute ein sehr zufriedenes Leben ohne Alkohol. Ich bin mir aber auch sehr wohl bewusst, dass ein Rückfall mein Ende bedeuten würde.

    Ich kenne mein Suchthirn nicht, es hat sich Gottseidank seit meiner Abstinenz noch nicht bei mir gemeldet. Aber heute weiß ich, dass es bei einem Alkoholiker, der wieder Alkohol anrührt, nur nach unten gehen kann. Diese Erkenntnis hatte ich vor 276 Tagen noch nicht. Also rühre ich keinen Alkohol an. Egal, was andere neben mir machen.


    Nun war ich das Glück ganz unten gewesen zu sein und nicht aus einer Laune heraus trocken werden wollte.

    Hallo Eismann,

    es liest sich schön, dass du schreibst: „Es wird Frühling und ich fühl mich frei.“

    Dein 1. Jahr im nüchternen Leben war nicht immer einfach, aber ich finde, du hast

    ein tolles Jahr hingelegt.

    Ich wünsche dir, das du frei durch den Frühling gehst, und durch den Sommer, und durch den Winter, und immer so weiter. 😀

    Vielen Dank für deine offenen Berichte.

    Wir werden immer Alkoholiker bleiben. Das zu akzeptieren, war (und ist natürlich immer noch) für mich die wichtigste Erkenntnis überhaupt. Wir können nicht geheilt werden. Wir können nur jeden Tag die Krankheit stoppen. Mit völliger Abstinenz, ohne eine einzige Ausnahme.

    Viel Erfolg auf deinem Weg.