Beiträge von Seeblick

    Hallo Tanja,

    willkommen im Forum und Glückwunsch zu den ersten Monaten.

    Du hast schon viel erreicht und umgesetzt. Hier erhälst du viel Unterstützung, um deine Abstinenz zu festigen. Manchmal auch sehr direkt, aber alle nehmen die Krankheit hier sehr ernst.

    Schreib einfach auf, was dich bewegt.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Anna-Sophie,

    mir hat es anfangs geholfen, die Dinge aufzuschreiben. Muss ja nicht hier in Forum sein, sondern einfach für dich. Das kann helfen, die Gedankenschleifen zu unterbrechen.

    Stell dir die Frage, was an den Dingen kann ich ändern? Kurzfristig oder langfristig, wie kann ich Veränderung herbeiführen. Ich finde, das Aufschreiben hilft ungemein.

    Deine gewonnene Zeit möchtest du auch füllen, du hast dir schon gute Gedanken gemacht. Nimm dir was schönes vor und lass dir Zeit dabei. Kannst du zum Termin zu Fuß gehen, statt mit dem Auto? Möchtest du mal etwas neues kochen, das mehr Zeit in Anspruch nimmt? Du musst nicht durch den Tag hetzen, kannst zwischendurch einen Kaffee trinken oder Eis essen gehen. Oder einfach eine Runde spazieren oder ein Mittagsschläfchen halten.

    Und wenn dich etwas belastet, kannst du hier schreiben.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Soapstar,

    vieles ist schon gesagt worden, zwei Dinge fallen mir noch ein: Nicht jeder ist mit der Abstinenz sofort komplett zufrieden, manchmal dauert es, bis sich die Zufriedenheit einstellt.

    Und zu deinem Bekanntenkreis: Du hast in letzter Zeit alle in einer Gruppe angetroffen, dort ist ja ein ganz anderes Dynamik. Kannst du die Personen, die du magst, vielleicht einzeln ansprechen? Dass ihr nur etwas zu zweit macht und dann ohne Alkohol?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Lullaby,

    das handhabt jeder anders. Es kommt ja auch auf den Arbeitgeber und dein Umfeld an.

    Bei meiner Arbeitstelle habe ich nichts gesagt. Einige wissen, dass ich nicht trinke, kennen aber die genauen Gründe nicht.

    Mein engster Freundeskreis weiß Bescheid. Das macht vieles einfacher.

    Deinen Partner solltest du schon einweihen - deine Abstinenz wird dich ja von nun an immer begleiten.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Seppel,

    wenn du dich nicht outen möchtest, dann sag, dass du krank bist (bist du ja auch - alkoholkrank). Der Rat ist, am Anfang derartige Veranstaltungen komplett zu meiden. Du kannst ja mit dem Geburtstagagskind einen Termin zu Kaffee und Kuchen vereinbaren.

    Deine Abstinenz sollte oberste Priorität haben.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Er hat mich auch gleich gefragt, ob er denn was trinken könne. Dies habe ich bejaht. Nun haben wir ausgemacht, dass er meinen Mann und mich nächsten Sonntag abholt, und wir gemeinsam Essen gehen. Damit ich schon mal schauen kann, was es mit mir macht wenn jemand etwas trinkt

    Hallo Bibi,

    mir ist ist noch der obige Beitrag ins Auge gesprungen. Wenn den Freund schon fragt, kannst du ihn bestimmt bitten, nichts zu trinken. Gerade am Anfang solltest du alle Situationen vermeiden, bei denen getrunken wird.

    Und was ist, wenn es etwas mit dir macht? Du Suchtdruck hast, vielleicht auch nachträglich? Der Gefahr kannst du aus dem Weg gehen.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Michl,

    als ersten würde ich mir die Frage stellen, ob du diese Reha machen möchtest. Ich lese es so aus den Zeilen, dass du gern diesen Schritt gehen möchtest. Dann mach das.

    Wenn du Bedenken bei deinem Arbeitgeber hast, dann sag, dass es dir derzeit nicht gut geht, du dir Hilfe gesucht hast und daher für einige Wochen ausfällst. So habe ich es gemacht. Auf meiner Bescheinigung von der Klinik stand dann auch was von Suchterkrankung, das war mir dann egal, da auch andere psychische Erkrankungen behandelt wurden. Ansonsten kannst du vielleicht (wie Rennschnecke schrieb), um neutrales Papier bitten.

    Ich würde es falsch finden, keine Therapie zu machen, nur weil du Bedenken bezüglich deiner Arbeit hast. Es geht um deine Gesundheit und dein Leben. Das ist oberste Priorität.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Scarlett,

    der Notfallkoffer ist zum Glück sehr individuell - da packst das hinein, was dir hilft.

    Hab ein wenig Geduld. Nach einem jahrelangen Konsum braucht es Zeit, um sich zu erholen. Mir haben am Anfang kleine Schritte geholfen: was kann ich jetzt gerade tun oder verändern? Trotz des schlechten Wetters spazieren gehen, ein (nicht öffentliches) Tagebuch schreiben, mir ein Rezept überlegen und kochen...

    Du schreibst von Einsamkeit und Leere. Welcher Kontakt zu anderen Menschen wäre denn für dich vorstellbar? Kannst du da einen Weg finden?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo einfach ich,

    du liest dich sehr sortiertein, dein Plan klingt gut. Am Anfang hilft es, in kleinen Schritten zu denken. Heute trinke ich nicht. Außerdem ist ein alkoholfreiees Zuhause sehr wichtig.

    Warum beginnst du erst Sonntag? Und nicht schon vorher?

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Scarlett,

    willkommen im Forum. Es gibt einen Weg aus der Sucht.

    Den ersten Schritt hast du mit deiner Anmeldung hier gemacht. Geh am Montag zum Arzt und bespreche deine Entgiftung. Unsere Selbsthilfegruppe kann dir dann helfen, weiter trocken zu bleiben.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Mattie,

    in deiner Beschreibung der Hochzeit sehe ich mich selbst. Dunkle Zeiten

    Ich verstehe, dass du zu der Hochzeit möchtest. Bitte überlege dir genau, ob du absagst. Mit einem üblen Infekt oder einen gebrochenem Bein müsstest du auch absagen. Alkoholismus ist eine Krankheit. Vielleicht kannst du später mit dem Brautpaar Kaffee trinken gehen und dir Bilder zeigen lassen.

    Falls du zur Feier gehst, bereite dich vor: Hab immer ein Glas Wasser in der Hand, damit dir keiner einen Sekt gibt, hab immer einen Ausweg, die Feier sofort verlassen zu können, überlege ob du früher gehen kannst. Und zum Schluss: so eine Veranstaltung kann im Nachhinein zu Suchtdruck führen. Dessen musst du dir bewusst sein.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Meine klare Empfehlung ist die Absage der Feier. Jeder Rückfall kann letzendlich tödlich enden.

    Hallo Yoyo,

    willkommen im Forum und Glückwunsch zu deinem Entschluss und den ersten Tagen deiner Abstinenz.

    Viele was du schreibst, kommt mir bekannt vor: Die Angsttörungen, die dann von alleine verschwunden sind, das "Funktionieren", das Ausschalten der Emotionen, die Trinkpausen...

    Ist dein Zuhause alkoholfrei? Das solltest du unbedingt beachten. Deine Wohnung ist deine sichere Umgebung in der es keinen Alkohol gibt. Auch wenn der körperliche Entzug so gut wie vorbei ist, würde ich dir doch einen Arztbesuch empfehlen um dich einmal durchchecken zu lassen. Gerade bei Ärzten solltest du immer angeben, dass du Alkoholikerin bist. Z.B. können Betäubungsspritzen beim Zahnarzt anders wirken und auch in vielen Medikamenten ist Alkohol enthalten. Das müssen die Ärztinnen und Ärzte dann beachten.

    Viele Grüße
    Seeblick

    Hallo Chewie,

    da man sich ja nicht gegenseitig in den Kopf schauen kann: Reden hilft.

    Versuche nochmal ein Gespräch mit deiner Frau zu führen, dass du ihre Angst verstehst (und vielleicht hilft ja der Alkoholtester), du kannst ihr sagen wie es dir geht und vielleicht die Alkoholkrankheit erklären.

    Außerdem findet ihr vielleicht etwas, was ihr gemeinsam unternehmen könntet - sei es ein abendlicher Spaziergang oder ein neues Hobby, das ihr ausprobieren möchtet.

    Viele Grüße
    Seeblick