Beiträge von Seeblick

Willkommen in unserem Forum : Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unter Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später hier dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hallo Hartmut,


    das ist eine interessante Frage. Vielleicht ist der persönliche Tiefpunkt der lichte Moment in dem man wirklich erkennt: Ich kann nicht mehr!


    Ich wusste schon lange um mein Alkoholproblem. Erst wollte ich es nicht wahrhaben, dann die erste längere Trinkpause mit dem Gedanken „geht doch – jetzt kann ich ja wieder trinken“ und dann wieder das Elend.


    Aber dann konnte ich nicht mehr. Ich stand gefühlt mit dem Rücken zur Wand und wusste weder ein noch aus. Es gab für mich nur zwei Wege: Tiefer ins Elend (tiefer geht es ja irgendwie immer) oder raus aus der Verzweiflung. Erst dann habe ich den Mut gefunden, mich den Konsequenzen einer lebenslangen Abstinenz zu stellen. Je länger ich darüber nachdenke - war es vielleicht wirklich der Mut und die Kraft, etwas ändern zu wollen. Diese Energie muss man erstmal aufbringen. Ansonsten gibt man auf und der nächste Tiefpunkt kommt.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Liebe Linde,


    danke für deine positiven Erlebnisse. In der Therapie habe ich verschiedene Übungen gelernt: Eine war davon, dass ich bei jedem positiven Erlebnis eine Kaffeebohne eingesammelt habe. Das konnten auch kleine Dinge sein wie das Vorbeihuschen eines Eichhörnchens. Eine weitere war, sich am Ende des Tages eine positive Sache in Erinerung zu rufen. Ich kann mich ja mal wieder auf diese Übungen besinnen.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Forum,


    irgendwie bin ich heute ein wenig frustriert. Sind die Menschen alle egoistischer geworden? Im Moment kommt es mir so vor, als wenn alle nur auf sich achten. Jeder denkt nur an sich und bloß keinen Kompromiss eingehen. Achtsamkeit und Selbstfürsorge sind eine Sache, aber wenn alle nur das machen was und wie es ihnen passt, wieso dann überhaupt etwas gemeinsam planen? Dann kann ja jeder vor sich hinleben ohne Rücksicht auf andere.


    Wahrscheinlich nehme ich mal wieder alles zu persönlich. Aber es häufen sich die kleinen Dinge, die mir gerade so auffallen. Fremde, die auf der Straße nicht beiseite gehen, oder auch Freunde, mit denen man keinen Abend/kein Wochenende planen kann. Da heißt es dann einfach „ich mache es so wie ich es will und ihr anderen könnt euch darum herumbauen oder es lassen“.


    Wird Zeit, dass der Urlaub kommt und ich hoffentlich alles etwas entspannter sehe.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Tellerrand,


    ich habe nicht alles komplett geändert. Anfangs habe ich einiges zur Ablenkung ausprobiert. Von Kochen, über Malen, Tagebuch schreiben, spazieren gehen usw.

    Nun hat man hat ja im Prinzip mehr Zeit, da man sich den Konsum und die Beschaffung spart und zusätzlich viel mehr Energie hat. So hat sich der Alltag (wie Twizzler beschrieben hat) so nach und nach in Kleinigkeiten geändert.


    Allerdings habe ich auch keine Hobbies, die ich automatisch mit Alkohol verbunden habe. Es gibt ja einige, die zum Beispiel nach dem Sport immer etwas getrunken haben. Oder Computer-Spiele = Alkohol, Essen kochen = Küchenwein, in der Werkstatt basteln = Bier.

    Dann würde ich ich schon dazu raten, etwas grundsätzlich zu ändern.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Forum,


    ich habe tatsächlich gerade über das Thema nachgedacht. Ich habe mich mehr aufs Essen verlagert. Zur Anfangszeit habe viel Eis genascht. Ich habe sogar beobachtet, dass ich dies auch „heimlich“ getan habe. Also wenn ich alleine zu Hause war, habe ich die Packung hervorgeholt. Das war schon ein bisschen erschreckend.


    Jetzt fallen meine Belohnungen (z.B. beim Feierabend) auch noch häufig in Form von Süßigkeiten an. Ebenso die Gedanken, wenn ich schon nichts Trinke und die Kalorien beim Wein spare, kann ich ja auch noch Nachtisch essen.


    In letzter Zeit habe ich festgestellt, dass ich gleichgültiger werde, wenn ich mein Gewicht kontrolliere. Die Ausrede ist dann „besser Naschen als Trinken“, was zwar auch irgendwie stimmt, aber zu viel Süßes ist eben nicht gut und wenn ich frustriert über meine Gewichtszunahme bin, dann kommt schnell „nun ist es doch auch egal“. Das hatte ich manchmal auch beim Trinken. Daher muss ich mich echt disziplinieren und Nein sagen. Wie auch beim Alkohol.


    Daher kenn ich diese Suchtverlagerung schon ganz gut.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Thomas,


    wie gut, dass du wieder auf dem richtigen Weg bist. Ich bin nun fast 1,5 Jahre trocken und deine Geschichte zeigt mir, wie achtsam man bleiben muss und ein Rückfall sich auch nach Jahren seinen Weg suchen kann.

    Ich habe einen gewissen Respekt davor, dass ich zu "leichtsinnig" werde und mich meine Krankheit vergessen lässt. Und auch dass ich nichts einreißen lasse (wie zum Beispiel keinen Alkohol in der Wohnung). Danke, dass du die Erfahrung mit uns teilst.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Carl Friedrich und Hartmut,


    der Gedanke ging eingentlich gar nicht in die Richtung, dass ich nicht mehr Teil der trinkenden Gesellschaft bin oder es mich gestört hat. Sondern eher dass ich nicht mehr so ganz verstehen kann, warum man sich zum Strand alkoholische Getränke mitnimmt. Bei der Hitze und übehaupt.


    Aber sich doch immer wieder zu hinterfragen warum dieser Gedanke aufkam ist sicherlich nicht verkehrt. Nun bin ich schon fast 1,5 Jahre "ohne", aber wie Hartmut schon sagt, man sollte sich nach so relativ kurzer Zeit nicht in Sicherheit wiegen und achtsam sein, damit man nicht plötzlich doch in einer Gedankenspirale feststeckt.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Hartmut,


    und hält gewisse Situationen nicht mehr erwähnenswert


    ich glaube das trifft es ziemlich gut, zumindest bei mir. Du hast aber völlig Recht, dass man sich weiter über das Thema (Alkohol- oder Co-Abhänigkeit) austauschen sollte - auch wenn alles gerade rund läuft. Wahrscheinlich sogar gerade dann. Sonst kommt noch das Suchtgedächtnis um die Ecke "Siehst du, läuft doch alles gut, dann kannst du ja auch mal wieder was trinken" oder aufkommende Probleme werden verdrängt.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Eismann,


    das kenne ich. Wenn ich jetzt "satt" bin, brauche ich keine weiteren Getränke. Früher hätte ich weiter Alkohol getrunken, auch wenn der Bauch schon vollgefuttert war. Mit leerem Glas zu sitzen fand ich doof.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Hartmut,


    mir geht es gut. Ich hatte ein schönes Wochenende am Strand.


    Eine Freundin meinte, dass sie als Ex-Raucherin nicht mehr verstehen kann, warum andere rauchen müssen. Auch wenn sie selbst früher genauso gehandelt hat, ist es ihr jetzt fremd.

    Mir geht es beim Alkohol ähnlich. Am Strand Bier trinken, bei guter Stimmung auch vielleicht schon am Nachmittag. Wenn ich jetzt andere so sehe frage ich mich: Muss das sein?


    Viele Grüße

    Seeblick

    Liebe Jules,


    ich kenne die Seite der Co-Abhängigen und Angehörigen nicht. Ich möchte dir aber kurz als Alkoholikerin schreiben.


    Wenn dein Mann keine Einsicht hat und nicht von sich aus abstinent leben möchte, kannst du gar nichts tun. Da hilft auch kein Schubs und es helfen keine Gespräche. Auch eine Therapie funktioniert nur, wenn der Betroffene auch wirklich mit dem Trinken aufhören will.


    Aber wenn er ernsthaft aufhören möchte, kannst du ihn meiner Meinung nach schon unterstützen. Ich war damals einfach überfordert. Ich wusste nicht, wie ich anfangen sollte, wo zur Beratung, welche Therapie usw. Da war ich froh, dass mein Mann mir geholfen hat. Seine Meinung war mir wichtig und er hat mir auch die Angst vor den nächsten Schritten nehmen können, mir Hoffnung gegeben und mich getröstet; mir gesagt, dass wir es gemeinsam schaffen. Aber da war es schon meine feste Überzeugung, dass ich mit dem Trinken aufhören will!


    Wenn von ihm nur leere Versprechungen kommen, lass es. Dann kannst du dich nur um dich selbst und deine Kinder kümmern und für deinen Mann nichts tun. Nutze deine Kraft und Energie für dich, vor allem da du selbst gesundheitlich zu tun hast.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Linde,


    ich glaube das „Problem“ liegt bei mir selbst. Ich möchte anderen nicht zur Last fallen oder einschränken. Wenn mich jemand fragt, wie es mir geht, dann immer „gut“. Ich mag nicht gern über mich, mein Befinden oder Krankheiten sprechen. Ich weiß, dass das bei guten Freunden nicht so ist und ich bin sicher, dass sie das auch so sehen. Ich kann da aber schlecht aus meiner Haut.


    Letztendlich komme ich aber gut damit klar, wenn andere Alkohol trinken – es hat mich nicht dazu gebracht, dass ich mittrinken möchte. Und wenn es mir spät am Abend zu viel wird, gehe ich ins Bett. Bisher bin ich gut damit zurechtgekommen.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Tellerrand,


    das geht vorüber! Mir hat es geholfen, gar nicht so an das „für immer“ zu denken. Ich trinke heute/jetzt nicht. Du wirst sehen wie groß die Vorteile der Abstinenz sind. Ich denke häufiger „zum Glück muss ich das nicht mehr“. Und damit ist das gesamte Paket gemeint: Die Gedanken, ob man genug zu trinken da hat, die Beschaffung/Entsorgung der Flaschen, wieviel „darf“ ich heute trinken, der Kater, die Antriebslosigkeit, die Hoffnungslosigkeit, das schlechte Gewissen, usw. Es ist auch viel Stress, der einfach wegfällt.


    Andere haben kein Problem mit Alkohol. Dafür haben andere Diabetes, Allergien, Unverträglichkeiten und die müssen auch auf sich achten. Und: Es gibt auch Menschen, die einfach keinen Alkohol trinken mögen, ohne dass sie ein Problem haben. Da muss man eigentlich gar nicht neidisch sein.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Eismann,


    mir ging es auch ähnlich. Plötzlich springt einen der Alkohol in jeder Ecke an. In Zeitungen, im Fernsehen oder im Supermarkt. Bei mir ist es weniger geworden und ich nehme die alkoholischen Getränke nicht mehr so unangenehm wahr. Wenn doch, nehme ich es eher als Warnung für mich. Nach dem Motto: "Pass auf dich auf!"


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo liebes Forum,


    ich glaube, dass viele gar nicht wissen, wie gefährlich der Alkohol für uns ist. Ich muss dazu sagen, dass ich nicht allzu offen mit meiner Krankheit umgehe. Ich trinke keinen Alkohol mehr. Punkt. Da denken viele, naja, aber dann kann ich ja trotzdem etwas (in deiner Gegenwart) trinken. Du kannst es ja einfach sein lassen. Viele sind da einfach unbedarft. Ich möchte allerdings auch nicht, dass anderen meinetwegen verzichten müssen.

    Woran ich aber weiterhin festhalte: keine Lagerung in meiner Wohnung! Ich möchte mich in meinen eigenen vier Wänden sicher fühlen.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Vor allem die Erkenntnis, zu wem ich geworden bin und die Angst, ich könnte vielleicht nicht mehr "der Alte" werden.

    Hallo Tellerrand,


    du musst ja auch nicht wieder „der Alte“ werden. Du kannst dich doch entwickeln und andere Wege gehen. Das Vergangene kannst du nicht ändern.


    Was dir in deiner Abstinenz hilft, musst du für dich herausfinden: Sport, Meditation, neue Hobbys oder auch alte, die dir früher einmal Spaß gemacht haben. Probiere es aus. Die Zeit, die du früher mit dem Trinken, der Beschaffung und Entsorgung der Flaschen, des Katers und der Antriebslosigkeit verschwendet hast, kannst du ja nun nutzen.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Eismann,


    es ist gut, auch nach der Therapie den Austausch zu suchen. Der Alltag muss nun ohne Alkohol bewältigt werden und das Erlernte muss man auch anwenden. Was mache ich, wenn dich der Alkohol „anspringt“? Welche Strategien habe ich mir zurechtgelegt, um mit Problemen und Gefühlen umzugehen?


    In der Therapie lernt man ja so einiges und nicht alles passt für einen selbst. Einige können spazieren gehen, meditieren oder Tagebuch schreiben und andere powern sich beim Sport aus. Toll, dass du schon so viel ausprobiert hast und für dich schon was passendes finden konntest. Das darfst du im Alltag nur nicht vergessen. In der Therapie hat man viel Zeit dafür, „zurück“ muss man sich manchmal daran erinnern. So ging (und geht) es mir jedenfalls.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Thalia und alle anderen,


    meine Wohnung ist insofern alkoholfrei, dass dort kein Alkohol gelagert wird. Wenn mein Mann etwas trinkt, dann mit Freunden. Die Flaschen werden ausgetrunken, Reste bei den Freunden gelassen oder entsorgt. ABER: wenn ich es recht überlege, kann man auch sagen, dass ich noch mehr tun könnte oder sogar sollte?

    Wenn wir Besuch bekommen, bieten wir auch alkoholische Getränke an, die in dem Moment natürlich in der Wohnung sind. Ich achte darauf, dass die Getränke sozusagen erst unmittelbar vor dem Einschenken ins Zuhause geholt werden. Vorher lagern sie außerhalb der Wohnung. Später werden die Gläser sofort gepült und eventuelle Reste entsorgt/weggebracht. Ist das in euren Augen zu wenig? Wie handhabt ihr das? Ich weiß, dass viele von euch in ihrem direkten Umkreis keinen Alkohol zulassen.

    Natürlich hat meine Abstinenz für mich Priorität und ich weiß um die Gefahrenquelle, aber ich möchte meinen Mitnmenschen meine Krankheit nicht aufdrängen. Es wird immer trinkende Personen um mich herum geben. Auch damit muss ich umgehen können.

    Fühle ich mich zu sicher, weil ich in den letzen 16 Monaten keinen Suchtdruck hatte?


    Viele Grüße

    Seeblick

    Liebes Forum,


    ich hoffe, alle hatten ein schönes und alkoholfreies Wochenende.


    Ich habe gerade in einem anderen Fädchen gelesen, dass die Abstinenz eine Sicherung der Lebensqualität darstellt. Und dass der Verzicht auf Alkohol der Selbstfürsorge dient - nicht nur für Alkoholiker, sondern für alle, die -aus welchen Gründen auch immer- keinen Alkohol trinken sollten. Das kann ich nur unterstreichen. Ich trinke nicht, weil es mich krank macht.


    Es ist auch immer gut, die Ratsschläge der Langzeittrockenen anzunehmen. Ich interessiere mich nicht für Fußball und habe das Spiel nicht geschaut. Aber man wird doch gefragt, ob man sich nicht trotzdem dazusetzten möchte. Ich habe dankend abgelehnt. Ich habe in einer Runde Menschen, die Biere ins sich hineinschütten, nichts zu suchen. Auch wenn ich mich stabil fühle und denke, dass es mich nicht zum Alkohol verleiten würde, habe ich mir die Frage gestellt: Muss das sein? Nein! Was, wenn es mich plötzlich doch triggert? Das herauszufinden war es mir nicht wert, also habe ich es gelassen.



    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Thalia,


    danke für die nette Begrüßung.


    Meine Wohnung ist alkoholfrei. Mein Mann trinkt am Wochenende gern einen Rotwein, aber in moderater Dosis. Ich könnte ihm auch jederzeit sagen, dass es mir gerade nicht gut geht und er würde dann darauf verzichten. Mein Freundeskreis ist gemischt, einige trinken gar keinen oder sehr wenig Alkohol, einige etwas mehr – aber ich habe keine alten „Saufkumpanen“, die mich verleiten können. Mein engstes Umfeld weiß, dass ich keinen Alkohol mehr trinke. Tatsächlich ist es für die meisten gar kein Thema, wenn ich sage, dass ich etwas ohne Alkohol trinken möchte. Dann kommt eigentlich nur ein „Ok, was kann ich dir dann anbieten?“, von engeren Freunden die Rückmeldung „finde ich gut“. Ich hatte bisher auch nur einmal das Gefühl, mich deswegen rechtfertigen zu müssen. Eine Bekannte, die ich länger nicht gesehen hatte, war etwas überrascht und hat nachgebohrt „aber warum denn nicht?“. Ich bin dabei geblieben, dass ich nicht möchte und dann war es gut.


    Bei meiner ersten Trinkpause konnte ich die Tatsache, alkoholkrank zu sein, auch nicht akzeptieren. Ich dachte, ich hätte „nur“ ein Problem und ich könnte durch die bewiesene Abstinenz eine Arte „Reset“-Knopf drücken und wieder normal trinken. Das geht natürlich nicht, aber das war mir damals nicht klar.


    Der Austausch soll mir helfen, meine Krankheit nicht aus den Augen zu verlieren und am Ball zu bleiben. Ich möchte nicht vergessen wie schlimm die nasse Zeit war. Das würde mir eine trügerische Sicherheit geben, dass alles gut ist. Ich möchte nicht, dass dann das Suchtgedächtnis eiskalt zuschlägt.


    Viele Grüße

    Seeblick