Beiträge von Seeblick

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Hallo Mery,


    Glückwunsch, dass du am Ball bleibst. Ich finde es toll, dass du zu der Gruppe gegangen bist und dass du dich auch gleich wohl fühlst, ist viel Wert.

    In meiner Therapie habe ich aus den Gruppen viel für mich herausziehen können. Auch wenn einige Themen mich persönlich nicht betroffen haben, empfand ich den Austausch und das Nachdenken und Lösungen-für-den-anderen-finden als bereichernd.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo SophiaMaria,


    auch von mir ein Willkommen im Forum.


    Ich kann mich erstmal nur anschließen und dir raten zum Arzt zu gehen. Auch wenn du einige Tage nicht trinkst, kann es zu Entzugserscheinungen kommen. Außerdem solltest du auch deine Werte kontrollieren lassen. Die Ärzte sind dafür da, einem kranken Menschen zu helfen. Und Alkoholismus ist eine Krankheit. Wenn du meinst, dass deine Hausarzt nicht passt, dann kannst du auch zu einem anderen gehen, zum Beispiel direkt zu einem Suchtmediziner.


    Da du schon eine Therapie gemacht hast, kennst du vielleicht schon einige Strategien, wie du dir ein abstinentes Leben aufbauen kannst. Was dir als Ausgleich hilft, musst du ein wenig selbst herausfinden, da ist jeder anders: Sport, Meditation, Lesen, Malen, spazieren gehen....


    Ich finde dein Vorhaben gut, zur Suchtberatungsstelle zu gehen. Vielleicht kommt ja eine weitere Therapie in Frage. Außerdem gibt es da Infos zu den Selbsthilfegruppen. Da kannst du auch einfach ausprobieren, welche dir gefällt und wo die Chemie stimmt.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Er fehlt mir, ist doch klar - das war halt der Mensch, mit dem ich die letzten zwei Jahre am meisten Kontakt hatte. Und die Sorgen um jemanden gehen auch nicht von einem Tag auf den nächsten einfach weg... Ich bin traurig, hab großen Liebeskummer.

    Das kann ich verstehen. Man möchte, dass es dem Menschen, den man liebt, gut geht.


    Mir fällt noch eine Sache ein, wo du vielleicht helfen kannst: Eine andere Therapie oder externe Unterstützung zu finden.

    Hallo Jas,


    willkommen im Forum und Glückwunsch zu deinem Entschluss und den ersten drei Wochen.


    Ich vermute, dass deine Werte beim Arzt kontrolliert wurden? Wenn nicht, kannst du das noch abklären. Wenn die in Ordnung sind, dann hab etwas Geduld.
    Dein Körper muss sich nach dem langen Mißbrauch erholen.


    Planst du zusätzlich noch eine Therapie? Hast du schon Informationen zum Notfallkoffer? Dazu gibt es hier einen Artikel und auch einen zu den Grundbausteinen. Wichtig ist, dass du dir überlegst, was du ändern kannst um zufrieden trocken zu bleiben. Zum Beispiel um nicht immer an deine abendliche Gewohnheit denken zu müssen.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Catalina,


    während meiner Therapie musste auch ein Patient ins Krankenhaus und kam im Anschluss wieder.


    Mich beschleicht das Gefühl, dass es bei 'Diego' andere Gründe gab. Nun war ich in einer Klinik für Suchtkranke und nicht in einer psychische Einrichtung, aber war da Alkohol oder Drogen konsumiert oder nur auf das Gelände gebracht hat, ist sofort rausgeflogen.

    Ich verstehe, dass du noch Hoffnung in dir hast, aber wenn er die Therapie fortsetzen möchte, muss er es selbst wollen. Dabei muss er unbedingt seine Abhängigkeit besprechen und sich helfen lassen. Ohne eine stabile Abstinenz wird er seine Depressionen nicht behandeln können.

    Falls er diesen Weg geht, wird er Zeit für sich brauchen. Und wenn er dann soweit ist und es zwischen euch noch stimmt, kann man sehen, ob eine gemeinsame Zukunft möglich ist. Aber das ist ein langer Weg. Willst du die Zeit mit Warten und Bangen verbringen?

    Ich kann verstehen, dass du ihm helfen möchtest. Aber wie soll die Hilfe denn aussehen? Du bist nicht seine Therapeutin. Das äußerste, was du um Moment tun könntest, wäre, ihm beim Beginn einer neuen Therapie zu helfen. Bei einer Beratung oder Klinik anrufen und ihm bei den Unterlagen helfen.

    Du stellst einige hypothetische Überlegungen an. Was ist wenn er zur Einsicht kommt? Was wäre gewesen, wenn die Therapie abgeschlossen worden wäre? Sind das nicht hinfällige Überlegungen? Er ist gerade nicht einsichtig und er hat keine Therapie gemacht.

    Liebe Catalina, im Grunde weißt du es doch und handelst sogar danach. Sorge für dich selbst. Er kann sich nur selbst helfen. Du musst auch kein schlechtes Gewissen haben. Du kannst nichts für seinen Lebenswandel.


    Bleib bei deiner Selbstfürsorge.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Ein Traumdeuter bin ich nicht, aber diese Träume sind normal. Die habe ich in der einen oder anderen Fassung auch.


    Bei der Fachliteratur kann ich dir "Alk" von Borowiak empfehlen. Das fand ich sehr gut. Ich glaube, hier im Forum gibt es auch einen extra Beitrag zur Literatur.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Christian,


    wilkommen im Forum.

    Seit 2016 trocken, das ist toll. Glückwunsch zu deiner Entscheidung.


    Mich persönlich interessiert immer das Thema Rückfall. Wenn ich es richtig deute, hast du bisher keinen gehabt. Gibt es Situationen oder Zeiten, in denen dir deine Abstinez schwer gefallen ist (also kurz vorm Rückfall sozusagen)? Und wenn ja, wie konntest du damit umgehen?


    Ich bin selbst fast 19 Monate "ohne" und höre mir gern an, was ich noch lernen kann. Dinge, die ich noch nicht so bedacht habe.


    Viele Grüße und einen guten Austausch

    Seeblick

    Hallo Catalina,


    willkommen bei uns im Forum. Da ich Alkoholikerin bin, schreibe ich eher auf "der anderen Seite" und weniger im Angehörigen-Bereich.


    Ich möchte dir aber kurz auf deine Frage antworten:


    Was bräuchte es dafür seinerseits?


    Hat er eine realistische Chance?

    Er braucht eine Krankheitseinsicht, dann hat er eine Chance. Wenn er nicht sieht, dass er ein Problem hat, süchtig ist und wenn er nicht einsieht, dass er etwas tun muss, dann sieht es schlecht aus. Und da kannst du dann auch nichts machen. Die Einsicht dazu kannst du ihm aber nicht eintrichtern. Da seine psychische Erkrankung hinzukommt, ist eine professionelle Hilfe notwendig. Alkohol/Depressionen/Angst gehen oft miteinander einher.


    Du hast ihn verlassen und damit gezeigt, dass du so nicht mit ihm zusammensein möchtest. Das könnte (wirklich könnte) ihm zeigen, dass er mit seiner Sucht alles verliert. Leider sieht die Realität leider häufig anders aus.


    Da die Entscheidung zum Handeln in seiner Hand liegt, kannst getrost auf deine Bedürfnisse schauen. Du hast auch nur dieses Leben und das darfst du so gestalten, dass es dir gut geht. Und die ersten Schritte hast du unternommen: du hast dich getrennt und hier angemeldet.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Dieter,


    schön, dass du dich wieder gemeldet hast.


    Die Beschreibungen von den Rückfällen der Langzeittrockenen geben mir immer viel zum Nachdenken. Was kann ich aus euren Erfahrungen lernen? Was kann ich noch tun, um einen Rückfall zu vermeiden? Der Aspekt, offener mit der Alkoholkrankheit umzugehen, taucht bei mir immer wieder auf. Da habe ich Verbesserungsbedarf. Nun sind das Wissen darum und das entsprechende Handeln zwei Paar Schuhe, aber ich sehe meine Entwicklung und weiß, dass ich nach und nach selbstsicherer im Umgang mit dem „Makel“ (wie du es beschrieben hast) sein muss. Danke für den Einblick, das hilft mir sehr.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Fibonacci,


    vielleicht warst du bei deinem ersten Gespräch innerlich nicht so weit. Oder der Berater war einfach nicht gut.


    Was riskierst du denn, wenn du nochmal hingehst? Was hast du zu verlieren?


    Ja, man wird daran erinnert, wo man war. Aber in der Therapie sieht man, dass man nicht alleine ist, es anderen ähnlich geht. Und man bekommt Hilfestellung wie es weiter geht.


    Manchmal ist es gut, sich an den alten Trinker zu erinnern. Das kann einen vom Rückfall abhalten. Aber man sollte nach vorne blicken. Was geschehen ist, kannst du nicht mehr ändern. Du kannst stolz auf deinen Entschluss sein und es in Zukunft besser oder zumindest anders machen.


    Eine Therapie muss sicherlich nicht zwingend notwendig sein. Du kannst auch viel lesen und dich hier oder in einer realen Selbsthilfegruppe austauschen. Ich hatte das Gefühl, es verschafft mir eine gewisse Grundlage. Warum nicht nochmal ein Gespräch versuchen, jetzt wo du von dir aus eingesehen hast, dass die Trinkerei ein Ende haben muss.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Nika,


    wenn ich das richtig in Erinnerung habe, wohnt ihr getrennt, oder? Warum bittest du ihn nicht, in seiner Wohnung zu bleiben? Soll er doch da den Tag vergammeln und du kannst bei deiner Struktur bleiben, bzw. dir deine eigene aufbauen ohne seinen Tagesablauf mitzudenken.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Fibonacci,


    deine Kinder (und natürlich deine Frau) werden glücklich sein, einen nüchternen Papa haben zu dürfen.

    Nun habe ich keine Kinder, aber ich kenne das Gefühl, den Alltag nicht ohne Alkohol bestreiten zu können und zu funktionieren.

    Aber es geht und sogar viel besser als benebelt und träge.


    Vielleicht magst du schreiben, warum du Angst vor der Therapie hast. Es sind natürlich unterschiedliche Charaktere in den Gruppen, aber eben eine bunte Mischung.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Mery,


    dann drücke ich die Daumen, dass du schnell eine reale Gruppe findest (Warst du bei der Suchtberatung? Die haben auch noch Tipps).

    Und "uns" (das Forum) gibt es ja auch noch. Wir sind ja auch eine Selbsthilfegruppe.


    Pass auf, dass du dir nicht zu viel vornimmst und aus Stress Suchtdruck bekommst.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Sarah,


    gut, dass dein Partner nicht trinkt. Dann steht dem alkoholfreien Zuhause nichts im Wege.


    Was findest du an der Weihnachtszeit denn so gefährlich? Die "dunkle" Jahreszeit oder die Glühweinstände? Das Zusammensein mit der Familie?

    Es soll hier übrigens zum Nikolaus einen Chat geben. Vielleicht ist das interessant für dich.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Fibonacci,


    willkommen im Forum und Glückwunsch zu deinem Entschluss.


    Ich habe mit meiner Therapie gute Erfahrungen gemacht. Am Liebsten wollte ich sofort anfangen, aber durch den Corona-Ausbruch musste ich einige Wochen warten.

    Ich habe eine Kombi-Behandlung bewilligt bekommen, also 8 Wochen stationär und dann noch einige Monate ambulant (1x wöchentlich Gruppentherapie). Das Gute an der stationären Reha ist, dass man einmal komplett aus dem Alltag herauskommt und sich auf sich und die Krankheit konzentrieren kann. Ich konnte einige praktische Dinge lernen, die ich noch heute anwende, wenn es um Suchtdruck oder Rückfallprävention geht.

    Man kann sich natürlich auch viel anlesen, aber der direkte Austausch mit den Therapeuten und Mitpatienten hat mir viel gebracht. Daher würde ich dir raten, einfach bei einer Suchtberatungsstelle anzufragen.


    Super, dass du dich mit deiner alkfreien Zukunft beschäftigst und wie du sie ausbauen kannst. Wenn man einiges in seinem Leben verändert, hat man es viel leichter abstinent zu bleiben.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Sarah,


    willkommen im Forum. Dein Suchtgedächtnis wird immer mal wieder bei dir anklopfen (im Laufe dder Zeit aber sicherlich weniger). Nun hast du schon über ein Jahr geschafft. Glückwunsch! Dafür hast du dir sicherlich Strategien erarbeitet, die dir in den heiklen Situationen helfen? Hast du begleitend eine Therapie gemacht? Ich habe da viel gelernt: Wie ich verhindern kann, gar nicht erst in so eine Situation zu kommen, oder damit umzugehen, wenn es doch schwierig ist. Außerdem hilft die Beschäftigung mit dem Thema, dass es nicht zu einem Rückfall kommt. Aber dafür hast du dich ja hier angemeldet.


    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Mery,


    ich mache das auch sehr situationsabhängig. Ganz akut hilft, einfach ein großes Glas Wasser zu trinken. Ich frage mich innerlich, warum ich gerade trinken will: Angst, Langeweile, Stress, Dazugehören...Dann kann ich was dagegen unternehmen. Und ich denke zuende "wenn du jetzt trinkst, dann..."


    So ganz allgemein versuche ich auf mich zu achten und erst gar nicht in die Situation zu kommen. Dabei hilft, sich nicht zu viel vor zu nehmen.

    Oder auch Sport. Dabei kannst du, wenn du das möchtest, auch andere Leute treffen. Wenn dir Sport nicht so liegt, kannst du auch einfach viel spazieren gehen. Auch da kann man sich verabreden.


    Ansonsten kannst du auch Neues ausprobieren: Malen oder fotografieren, Buchclub, oder oder oder.

    Und wenn es dir nicht gefällt, lässt du es wieder.


    Seeblick

    nur klang das auf den ersten blick so nach „ach heul nicht rum, da gibt es anderes was schlimmer ist“… was ja bestimmt auch wahr ist.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Spruch hier gelesen oder woanders aufgeschnappt habe: "Mein Schlimm ist schlimm genug."

    Ich finde ihn sehr passend. Man kann ja nicht vergleichen, wem es schlechter geht. Es geht dir nicht gut. Das ist entscheidend.


    Wenn ich das richtig lese, hast du eine Suchtverlagerung vom Essen zum Alkohol. Bist du deswegen mal in Therapie gewesen? Vielleicht ist da Hilfe ratsam, die über die Selbsthilfe im Forum hinausgeht.


    Hast du denn Ideen, was dir helfen kann, damit du nicht zur Falsche (oder zum Essen) greifst? Da sind die Herangehensweisen unterschiedlich, denn nicht jede Strategie passt für einen selbst.


    Seeblick