Beiträge von Seeblick

    Hallo Naira,

    das Wort "Alkoholiker" ist eben sehr aussagekräftig. Nicht-Trinker (in Anlehnung an Nicht-Raucher) kann verharmlosend sein. Nicht-Trinker sind vielleicht nicht abhängig, können eine Schnapsparline essen, Alkohol im Haus haben, müssen anders auf sich achten.

    Beim Wort Alkoholiker gibt es keine Zweifel und keine Interpretationen. Weder beim Arzt, noch im Nahen Umfeld. Es beinhaltet die Sucht, die Krankheit, die Abhängigkeit. Das kann man auch als Vorteil sehen. Kein Alkohol - keine Diskussion.

    Viele Grüße
    Seeblick

    Hallo Kurswechsel,

    auch ich habe schon lange in diesem Forum still mitgelesen, bevor ich den Absprung schaffen konnte. Es liest sich, als häättest du verstanden, dass sich das Leben ändern muss. Den Alkohol hast du schon entsorgt. Das ist gut.

    Dass deine Entgiftung ohne ärztliche Begleitung stattgefunden hat, ist natürlich nicht gut. Vielleicht gehst du trotzdem einmal zu deinem Hausarzt. Alkoholismus ist eine Krankheit und zum einen sollten Ärzte darüber Bescheid wissen und zum anderen kannst du dich einmal durchchecken lassen, ob alles in Ordnung ist (Folgeschäden ausschließen).

    Hast du schon einen Plan für die kommende Weihnachtszeit und Silvester?

    Viele Grüße
    Seeblick

    Hallo fleseb,

    erstmal willkommen hier im Forum und Glückwunsch zu deinem Entschluss.

    Zu deiner Frage: Gerade am Anfang solltest du die Weihnachtsmärkte meiden. Wie du es im nächsten Jahr empfindest, kannst du dann entscheiden. Wahrscheinlich wirst du dann gar keine Lust mehr auf die dortige Stimmung haben.

    Wenn dir das weihnachtliche Gefühl fehlt: Kauf dir einen besonderen Tee und back dir zu Hause Plätzchen oder Waffeln. Dazu Kerzen und entsprechende Beleuchtung. Fertig.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Rennschnecke,

    verstehe ich es richtig, dass sich deine Suchstimme im Moment häufiger meldet als gewöhnlich? Warum ist das so?

    Bist du im Moment unzufrieden, viel getresst, hast du zu wenig Schlaf, hast du genug Zeit für Dinge, die dir Spaß machen und dir guttun? Vielleicht kannst du da ansetzen? Warum solltest du mit 80 plötzlich trinken wollen? Was würde dir das bringen? Meinst du nicht, dass eine zufriedene, glückliche Rennschnecke lieber einfach nüchtern durch die Welt geht - auch im hohen Alter?

    Viele Fragen. Wenn nichts davon passt, ignoriere es. Das waren so meine ersten Gedanken.

    Viele Grüße
    Seeblick

    Hallo Naira,

    Nicht-Betroffene wissen nicht, was die Krankheit für einen bedeutet. "Dann trink doch einfach nicht" ist oft der erste Gedanke. Dass es so nicht funktioniert und nicht so einfach ist, muss man dann kommunizieren.

    Niemand kann in dich hinein sehen, Reden hilft. Was du dann von ihnen erwarten kannst ist Unterstützung und das Respektieren der Grenzen. Z. B., dass kein Alkohol in der Wohnung gelagert wird.

    Ich finde es gut, das so klar zu kommunizieren.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Naira,

    du musst dich überhaupt nicht rechtfertigen. Generell nicht und auch hier im Forum nicht. Hier geht es doch darum, den nüchternen Weg zu unterstützen.

    Deine Posts werden gelesen und wenn dort etwas auffällt, schreibt jemand etwas dazu. Um auf Gefahren hinzuweisen oder einfach zum Nachdenken anzuregen. Vielleicht kannst du das Geschriebene erstmal neutral annehmen und darüber nachdenken, ob dort jemand etwas Wahres geschrieben hat oder eben nicht zutrifft. Du kannst die Aussagen doch für dich bewerten und wenn etwas nicht passt, dann kannst du es ignorieren. Wenn es wehtut, ist dort ein Punkt, an dem du ansetzen solltest.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Petra,

    schön zu hören, dass du dich getraut hast, zum Arzt zu gehen. Überlege dir das mit der AU: Dein Körper braucht Erholung und deine Psyche auch.

    Deine Mutter zu fragen, war eine gute Idee. Wenn du alleine einkaufen gehen solltest, dann vielleicht mit einem Einkaufszettel und nur diesen abarbeiten und schnell wieder aus dem Supermarkt verschwinden.

    Deiner Mutter, dem engsten Kreis solltest du nach und nach schon erzählen, dass du keinen Alkohol mehr trinkst, alkoholkrank bist. Dir wird dann (hoffentlich) auch nichts mehr angeboten.

    Du hast noch nach Tipps für die ersten Tage gefragt: Viel Trinken (Wasser, Tee), Ablenkung (z.B. putzen, aufräumen), spazieren gehen (Strecken, an denen keine Kneipe/Kiosk ist), oder anfangen ein kleines Tagebuch zu schreiben. Hast du einen Film, den du schon lange sehen wolltest? Ein Buch, das du lesen möchtest?

    Wenn du die Artikel noch nicht kennst: schau man nach dem Notfallkoffer und den Grundbausteinen.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Guten Morgen Petra,

    ich möchte dir auch Mut machen, zum Arzt zu gehen und dein nüchternes Leben zu beginnen. Es lohnt sich so sehr.

    Gegen die Suchtgedanken kann man arbeiten, aber als erstes beginne deine Entgiftung mit ärztlicher Begleitung und sorge dafür, dass deine Wohnung alkoholfrei ist. Kann dich dabei jemand unterstützen? Die Flaschen entsorgen? Veilleicht in der ersten Zeit die EInkäufe erledigen? Oder mit du bestellst mit Lieferdienst.

    Viele Grüße
    Seeblick

    Hallo Topi,

    es braucht alles seine Zeit. Du hast jahrelang getrunken-so schnell stellt sich der Körper nicht um.

    Hab Geduld, das gilt nicht nur fürs Schlafen, sondern generell für deinen Genesungsprozess.

    Viel Grüße

    Seeblick

    Hallo Topi,

    das Eingestehen der Krankheit und der Wille zur Veränderung sind schon die ersten Schritte. Wie Elly schon geschrieben hat, solltest du als erstes zum Arzt gehen und dich bei der Entgiftung begleiten lassen. Das kann theoretisch auch ambulant erfolgen.

    Dann beginnt die Arbeit an einer abstinenten Zukunft. Wenn du hier im Forum bei den Artikeln bist, kannst du dir schon mal die Beträge zum Notfallkoffer und den Grundbasuteinen durchlesen. Dort steht schon eine ganze Menge an Informationen.

    Es lohnt sich!

    Viele Grüße
    Seeblick

    Hallo happynewlife,

    willkommen im Forum und Glückwunsch zu deinem Entschluss, mit dem Trinken aufzuhören.

    Am Anfang hilft es oft, in kleinen Schritten zu denken: "Heute trinke ich nicht." Gib dir Zeit, wieder gesund zu werden. Die Veränderungen, die nun anstehen, nach und nach umzusetzen.

    Neben den alkoholfreien Umfeld ist es auch am Anfang wichtig, Feiern oder Treffen zu meiden, in denen getrunken wird (überlege schon mal, wie es Weihnachten und Silvester aussieht). Und auch, wie du deine neugewonnene Freizeit gestalten möchtest. Elly hat ja schon auf die Arttikel hingewiesen.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo Cambrina,

    willkommen im Forum. Meinst du nicht, dass du die Kontrolle schon verloren hast? Du hast erkannt, dass du mittendrin steckst. Das ist insofern gut, weil du jetzt handeln kannst. Wenn du dich als Alkoholikerin siehst und eine lebenslange Abstinenz anstrebst, kannst du hier in der Gruppe viel Unterstützung finden.

    Wenn du mit dem Trinken aufhören möchtest, solltest du als erstes die Entgiftung mit einem Arzt besprechen. Auch als Krankenschwester mit dem entsprechenden Hintergundwissen, solltest du trotzdem ärztlichen Rat suchen. Dabei geht es einmal um die Entgiftung, aber auch darum, sich zu öffnen und Hilfe zu bekommen.

    Kennst du die Artikelsammlung zu den verschiedenen Themen?

    https://alkoholiker-forum.de/article-list/

    Viele Grüße

    Seeblick

    Hallo CarMa,

    willkommen im Forum. Es ist nie zu spät, aufzuhören. Es ist egal, was die anderen sagen oder denken.

    Möchtest du denn wirklich eine Therapie machen? Oder meinst du, dass es von dir verlangt wird? Du kannst dich beraten lassen, was für dich passend wäre: ambulant, stationär oder eine Kombibehandlung. Der Vorteil einer stationären Therapie ist, dass du einmal aus denem Umfeld herauskommst, aus dem Alltag, und du dich nur auf dich konzentrieren kannst. Du erhälst bei der Therapie viele Infomationen und lernst Strategien im Umgang mit deiner Krankheit. Einige benötigen aber dafür keine Reha, da ist jeder unterschiedlich. Informiere dich einfach bei einer Suchtberatungsstelle.

    Warum? Diese Frage habe ich mir anfänglich auch gestellt. Aber so ist das Leben nun mal. Es bringt letzendlich nichts, drauf herumzudenken. Du bist abhängig geworden und kannst deine Krankheit zum Stillstand bringen - mit der Abstinenz. Das ist doch eine gute Perspektive, oder?

    Viele Grüße
    Seeblick

    Hallo Naira,

    willkommen im Forum. Oft dauert es eine Weile, bis sich die Einstellung ändert. Anfangs war ich auch oft traurig, dass es für mich keinen Alkohol mehr gibt. Auch wenn ich wirklich nicht mehr trinken wollte und ich mir sicher war, dass es der richtige Weg ist, war da ein kleines Bedauern. Warum war mir das passiert? Mit der Zeit hat sich das geändert und heute denke ich anders. Gib dir da ein wenig Zeit und achte darauf, Suchtdruck gar nicht erst entstehen zu lassen oder kenne deinen Notfallkoffer, falls es doch mal so weit sein sollte.

    Im Urlaub könntet ihr Tagesausflüge unternehmen oder für einen Tapetenwechsel eine Ferienwohnung suchen. Dort hättest du dann auch dein geschütztes, alkoholfreies Umfeld.

    Viele Grüße
    Seeblick

    Hallo NovaSol,

    es liest sich richtig gut, wie du deinen Weg gehst, auch wie du dir Gedanken machst und Ratschläge annimmst.

    Zu dem Event: Es sollte auf einer dienstlichen Veranstaltung eigentlich kein Problem sein, wenn es keinen Alkohol gibt. Die Idee mit den Säften finde ich gut. Es gibt viele Softdrinks, die man noch nie probert hat. Da ist eine bunte Auswahl auch etwas besonderes.

    Viele Grüße
    Seeblick

    Hallo NovaSol,

    der "Anlass" am Sonntag: Du solltest ernsthaft überlegen, dort abzusagen. Suchtdruck kann auch nach "überstandener" Feier auftauchen. Wenn du mit Grippe krank im Bett liegen würdest, müsstest du auch absagen. Alkohosucht ist auch eine Krankheit. Die Empfehlung ist, in der ersten Zeit Veranstaltungen mit Alkohol zu meiden.

    Viele Grüße

    Seeblick

    Erstmal solltest du auf dich schauen, was für dich gut ist. Wenn du noch warten möchtest, ist das ja ok.

    Gespräche verlaufen nun oft anders, als man sie sich vorstellt. Du kannst damit beginnen, dass du gemerkt hast, dass du zu vielAlkohol trinkst. Das wird er mitbekommen haben. Und dann, das du abstinent leben möchtest. Für dich und deine Gesundheit. Du kannst ihm auch sagen, wie unglücklich du mit Alkohol bist und wie du dich fühlst.


    Seeblick

    Hallo NovaSol,

    wilkommen hier in der Selbsthilfegruppe. Du hörst dich sehr entschlossen an und hast schon die ersten Schritte unternommen. Das ist super. Für eine Therapie kannst du dich bei einer Suchtberatungsstelle informieren, dort kannst du auch die Anträge ausfüllen.

    Ich denke, dass du deinem Partner schon alles erzählen kannst. Zum einen geht es um ein stabiles und alkholfreise Umfeld und zum anderen denke ich, dass dein Partner dich gern unterstützt. Ich würde in meiner Beziehung die Ehrlichkeit bevorzugen.

    Viele Grüße
    Seeblick