Mein Verstand sagt mir, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Trennung gekommen ist. Mein Herz bzw. mein Gefühl hat Angst vor der neuen Situation. Und es ist nichtmal die Liebe für meinen Mann, eher die Angst, wie alles alleine sein wird.
Dein Leben bricht gerade zusammen, 2 Kinder, finanziell abhängig.
Warme Worte und Mitleidsbekundungen mögen zwar stärken und emotional aufbauen, doch das (Existenz-) Problem bleibt bzw. wir zunehmend stärker.
Hilfe von der Schwiegerfamilie ist nicht zu erwarten, daß dein Mann bald wieder nüchtern wird, ist recht unwahrscheinlich.
Rette was zu retten ist, schütze auch die finanziellen Grundlagen, informiere dich … Suchtberatungsstelle, Rechtsberatung (gibt es auch kostenlos, Info - Amtsgericht), Wohngeldstelle, Bundesministerium für Familie (Familienportal), Caritas, ProFamilia, Arbeitsamt (?) etc. .
Ich würde Freunde und Bekannte einweihen, das Verständnis ist oft größer als man denkt. Scham ist da fehl am Platz, wenn man droht unterzugehen.
Setze dich bitte intensiv mit der Frage auseinander, heute, durch abwarten und hoffen, wird nichts verändert.
Tu` es, für dich und deine Kinder.
Ich weiß, das ist alles sehr belastend und am liebsten würde man sich wegbeamen, fliehen oder sonst was, Hauptsache es hört auf.
Es ist müßig, darüber zu spekulieren, warum dein Mann wieder trinkt, Unzufriedenheit über seine Gesamtsituation, in der Familie, auf der Arbeit und was sein könnte, sollte er nicht mehr trinken wollen, irgendwann.
Du weißt, deinem Mann kannst du nicht helfen, wenn er nicht will.
Du kannst aber dir und deinen Kindern helfen, darauf würde ich meinen Fokus lenken.