Beiträge von Fee

    Hanseat, wenn du aufhören konntest zu trinken, dann kannst du auch mit dem Rauchen aufhören.

    Das schaffst du schon.

    Ich habe jetzt aufgehört, weil ich einen Selbstversuch machen wollte.

    Ich habe von meinem Mann verlangt, dass er mit dem Trinken aufhört. Also habe ich mir gedacht, wenn ich von jemandem etwas verlange, muss ich selbst in der Lage sein, meine eigene Sucht in den Griff zu bekommen. Ich kann keine Stärke verlangen, wenn ich selbst schwach bin. Das war meine Motivation und jetzt sind es 14 Tage. Es ist schwer, aber es geht. Ich bin der Boss und nicht die Kippen :shock::lol:

    Meine Kaffeesucht gebe ich allerdings nicht auf :D

    Hallo zusammen,

    Danke für eure netten Worte.

    Wie Lütte69 schreibt, braucht man tatsächlich Strategien, um sich zu schützen. Mir persönlich hilft es sehr, wenn ich nicht an die guten Tage denke, mit meinem Mann, sondern an die schlimmen Situationen.

    Denn diese Situationen waren schließlich der Grund, warum ich gegangen bin. Es macht mich natürlich traurig, wenn ich andere Paare sehe.

    Aber ich bin ja noch jung :lol:

    Zumindest fühle ich mich so.

    Und ich probiere es jetzt mal aus, wie es ist alleine zu sein.

    Denn das war ich eigentlich noch nie. Ich möchte mich selbst wieder finden und vorallem unabhängig sein. Und wenn mich die traurigen Momente packen, dann habe ich ja euch :thumbup:. Kann jederzeit hier schreiben und weiß, dass ich aufgefangen werde. Sicher ist es manchmal schwer. ;(

    Aber ich weiß, dass die Zeit viele Wunden heilt und ich weiß dass das Leben noch viel schönes bereit hält.

    Hallo Hanseat,

    mir geht es prima. Wir fühlen uns sehr wohl in unserer Wohnung. Der Tannenbaum steht auch schon :D

    Klar ist es in manchen Momenten traurig für mich und zur Zeit versucht mein Mann mich mit Vorwürfen zu bombardieren. Das Gute ist, dass ich jetzt einfach das Telefon ausmachen kann. Nachdem er jetzt 5 Wochen nicht getrunken hat, stand er am Sonntag vor meiner Tür. Betrunken.

    Ich wohne im 2 Stock eines 3 Familienhauses. Habe die Klingel abgestellt und ihn unten stehen lassen. Das Gefühl der Sicherheit tut soooooo gut. Keine Angst haben zu müssen, wann er wieder trinkt. Ich merke jetzt erst, wie angespannt ich die letzten Jahre war. Ich habe wieder Spaß am Leben. Und wenn mich dann einer dieser traurigen Momente packt, dann denke ich an all die Beleidigungen und an die Angst, die ich so oft hatte, wenn er getrunken hat. Mache mir dann eine Duftkerze an, einen Kaffee dazu und genieße meine Freiheit. Es ist wie mit dem Rauchen aufzuhören. Man muss nur diesen kurzen Moment stark bleiben und kurz darauf ist er auch wieder vorbei.

    Übrigens habe ich am 1 Dezember aufgehört zu rauchen. Dachte mir wenn ein Neues Leben, dann ein Gesundes :lol:

    Lg

    Hallo Fabienne,

    Ich freue mich für Euch.

    Du wirst sehen, wie toll es ist in Ruhe zu leben. Ohne Beleidigungen und Vorwürfe. Ich wohne jetzt seit 2 Wochen mit meinen Kindern in unserer neuen Wohnung. Ich bin wie ein neuer Mensch. Ich habe wieder Freude am Leben. Das gleiche erwartet dich auch. Du wirst sehen, wie du wieder aufatmen kannst.

    Fühl dich gedrückt....

    LG Fee

    Hallo Lea

    Hallo alle zusammen

    Danke für deine Nachfrage,

    mir geht es super. Heute ist die erste Nacht in unserer Wohnung. Ich fühle mich puddel-wohl und merke, dass ich wieder anfange unbeschwert und glücklich zu sein. Habe mich emotional sehr von meinem Mann distanziert, obwohl er seit 4 Wochen nichts trinkt. Das spielt irgendwie keine Rolle mehr für mich. Ich habe unsere Wohnung eingerichtet und genieße ab heute meine Freiheit und vorallem die Ruhe.

    Es geht mir einfach nur gut. Ich bin glücklich.

    LG an alle

    Hallo Fabienne 87,

    Es ist schwer loszulassen. Ich kenne das auch nur allzugut.

    Bei mir war das genauso. Ich hielt an den Erinnerungen und den schönen Momenten fest. Irgendwann kam ich jedoch an einen Punkt, wo mir klar wurde, dass ich so nicht weiter leben möchte. Außerdem habe ich mich immer öfter gefragt, wo seine Liebe ist. Er war nicht bereit für seine Familie mit dem Trinken aufzuhören. Und somit hat er meine Liebe nicht verdient. Und ich finde es auch nicht normal, dass ein erwachsener Mann, der auch Vater ist, seine freie Zeit lieber mit seinen Eltern verbringt als mit seiner Frau und seinem Kind.

    Frag dich doch mal selbst, ob du dir deine Zukunft so vorstellst.

    Wenn nicht, dann ändere es.

    Tust du es nicht, wirst du immer unglücklicher. Eine unglückliche Mama funktioniert nicht sehr gut in ihrer Rolle. Wir haben vermutlich nur dieses 1 Leben. ( zumindest bewusst)

    Machen wir doch das Beste daraus. Und Fabienne, es wird besser. Du wirst sehen.

    Ich konnte mir noch vor 4 Wochen nicht mal vorstellen, dass es mir heute so gut gehen wird. Und mein Mann hat immer noch die Möglichkeit trocken zu bleiben und was die Zukunft bringt, weiß ich nicht. Aber möglich ist vieles. Nur eines steht fest. Meine Kinder und ich werden nicht mehr darunter leiden, wenn er trinkt.

    Ich hätte nie gedacht, daß es mir so einfach fällt zu gehen.

    Jahrelang habe ich geweint und gehofft, dass er aufhört zu trinken. Bin aus dieser Beziehung nicht rausgekommen.

    Jetzt im Nachhinein merke ich, was diese Co-Abhängigkeit überhaupt bedeutet und mit uns macht. Wir sind tatsächlich ABHÄNGIG und unser "Stoff " ist der Süchtige. Zumindest fühlt es sich bei mir so an. Ich wusste, dass es nicht gut ist mit ihm zu leben, bin aber geblieben.

    Meine Schnellaktion mit Wohnung war genau das Richtige. Sonst wäre ich wieder weich geworden und geblieben. Auch das Forum hat mir so sehr geholfen. Ihr habt mich gestützt, wenn ich schwach war. Eure Bestätigung, dass ich das richtige tue, war so wichtig in dem Ganzen für mich. Wenn ich könnte, würde ich jeder Frau, die mit einem Alkoholiker zusammen ist sagen " hau bloß ab" Der Alkoholiker muss mit seiner Sucht alleine sein, damit er sich entscheiden kann, was ihm wichtig ist. Alkohol oder Leben. Solange wir bei ihnen bleiben, unterstützen wir ihre Sucht. Wir machen es ihnen leicht und sie brauchen sich nicht zu entscheiden. Ist ja BEIDES vorhanden. Der Alkohol und der Partner.

    Mein Mann hat jetzt 3 Wochen lang einen kalten Entzug gemacht.

    Ich glaube, dass bei ihm langsam die Angst kommt, dass er alleine untergeht, wenn er weiter trinkt. Und ich hoffe für ihn, dass er es schafft. Jetzt, jetzt kümmere ich mich erstmal um meine Kinder und um mich selbst.

    Hallo Lea,

    Hallo alle zusammen,

    mir geht es sehr gut.

    Ich bin im Umzugsstreß. Das ist zwar anstrengend ohne Ende, macht aber auch sehr viel Spaß.

    Ich merke, wie ich langsam zu mir selbst finde. Dadurch fällt es mir aber auf, wie sehr ich mich verloren hatte in den letzten Jahren.

    Ich fühle mich frei. Das ist herrlich. Mein Mann schmollt und ist beleidigt. Das ist mir aber egal. Leider habe ich nicht so viel Zeit momentan zu schreiben, weil ich jede Minute am packen bin und Sachen in die Wohnung fahre. Erstaunlich ist, daß er jetzt seit 3 Wochen keinen Alkohol trinkt. Ich lasse euch ganz liebe Grüße da.

    Hanseat, übrigens die Knoblauchpresse nehme ich nicht mit. Falls ich eine brauche, melde ich mich. :lol:

    LG an euch alle

    Ja, er kommt mir dann antriebslos vor. Ohne Motivation, ohne jeglichen Elan.

    Kann sich nicht selbst organisieren. Wie du es auch beschreibst.

    Ich hoffe, dass er zumindest trocken bleibt , bis ich hier raus bin. Falls er bis dahin trinkt, wird der Auszug die Hölle.

    Lieber Hanseat,

    Danke für deine Antwort.

    Ich finde es schon bemerkenswert, wie offen und ehrlich du über das Thema sprichst. Ich vermute, dass mein Mann auch ein Quartaltrinker ist.

    Und genauso ist es, es ist unerträglich mit ihm zu leben.

    Egal wie lange die trockenen Pausen sind.

    Ich habe eine Frage.....

    Vielleicht kann mir jemand diese beantworten, der selbst getrunken hat.

    Wie kann jemand von jetzt auf nachher nichts trinken, ohne körperlichen Entzug. Ist man dann (nur) psychisch abhängig?

    Ich weiß, es ist eine doofe Frage. Beschäftigt mich aber......

    Lg

    Ich dachte früher auch, dass es doch auch schlimmer geht. Das er ja nicht körperlich abhängig ist und ich vielleicht übertreibe.

    NEIN. wir übertreiben nicht. Wir haben das Recht, ein glückliches Leben zu führen. Und ich kann so nicht glücklich sein, wenn ich einen Mann habe, der trinkt.

    Im Gegenteil, ich verbaue mir doch selbst das Leben und das der Kinder, wenn ich bei ihm bleibe.

    Ich finde, es spielt gar keine Rolle, wieviel jemand trinkt. Sobald es der Familie oder der Beziehung schadet, ist es nicht akzeptabel. Und meiner Meinung nach ist das auch ein Zeichen für Sucht. Und die körperliche Abhängigkeit kommt doch irgendwann. Bei einem früher und bei anderem später.

    Das ist aber nur meine eigene Logik...

    Hallo Fabienne,

    Du hast mich gefragt was und wieviel mein Mann trinkt.

    Also am Anfang unserer Beziehung fiel mir nichts besonderes ein. Er trank gerne mal etwas. Bier oder Wein oder mal ein Cocktail. War für mich alles ok und normal war. Irgendwann ärgerte es mich, wenn er getrunken hat, weil er dann ein ziemlich großes Arschloch wurde ,

    im betrunkenen Zustand.

    Er hat aber immer gearbeitet ( 26 Jahre in der Firma)

    Kurz nach unserer Hochzeit fand ich die erste versteckte Dose im Garten ( Wodka lemon gemisch)

    Aber dafür hatte er selbstverständlich eine Ausrede.

    Er hatte ca alle 4 bis 6 Wochen einen Alkoholexcess.

    Trank jeden Tag und am Wochenende sehr viel. Das ging dann zum Teil 1 Woche. Arbeiten, saufen. Vor 2 Jahren erkrankte er an Krebs. (Im Mund) Schwere OP. Krebs überstanden. 2 Jahre zu Hause. In diesen 2 Jahren immer wieder Hölle. Er versteckte den scheiß Wodka überall. Anfang diesen Jahres habe ich ihn zu einer stationären Therapie gezwungen. Er war 3 Monate in Daun. Nach seiner Rückkehr trank er 3 Wochen später wieder und zwar schlimmer als davor.

    Er trank jetzt nur noch Wodka, weil er der Meinung war, ich würde es nicht riechen.

    Der Wodka war wirklich überall versteckt. Aber heute noch sagt er, daß er nicht körperlich abhängig ist. Wie er es jetzt über 1 Woche geschafft hat nichts zu trinken weiß ich nicht. Er hat auch keinen körperlichen Entzug. Das finde ich auch super, weil er zumindest die Kinder sehen kann, wenn er nüchtern ist. Ich hoffe auch, dass er trocken bleibt. Hätte ich nicht die Wohnung gemietet, hätte ich jetzt garantiert wieder den klassischen Rückzieher gemacht. Ich habe mich quasi selbst gezwungen wegzugehen in dem ich eine Wohnung gemietet habe. Und das war auch richtig denn jetzt kann er mich mal.....

    Sorry aber das ist das was ich empfinde....

    LG

    Hallo Fabienne,

    Ich sehe deine Beiträge auch wenn du mich nicht zitierst.

    Ich weiß genau, wie du dich fühlst. Dieses langsame bewegen der Augen, von dem du schreibst. Ich bin innerlich geplatzt, wenn ich das bei meinem Mann gesehen habe, als wir abends auf dem Sofa saßen. Ich habe ihn dann von der Seite beobachtet und bin immer wütender geworden. Es war ekelhaft.

    Ich packe hier heimlich die Kartons und bin traurig, dass ich meine Familie verloren habe. Die kleine heile Familie, die ich nie hatte und vermutlich deshalb sooooo gerne wollte.

    Gleichzeitig bin ich glücklich, dass ich bald ein Leben ohne Angst leben werde. Ohne Angst, wann er das nächste Mal trinkt.

    Und weißt du, was mir am meisten hilft....

    Ich denke an meine Kinder. Daran, dass sie kein Gebrüll, keine Beleidigungen und keinen betrunkenen Vater bzw Stiefvater mehr erleben müssen. Ich habe endlich für Ruhe gesorgt. Ich wollte immer fair sein. Deswegen habe ich meinem Mann gesagt, dass ich eine Wohnung gefunden habe. Er hat es wohl gehört, aber er glaubt es noch nicht so ganz. Also habe ich es nicht mehr wiederholt. Am 3 Dezember habe ich alle meine Freunde zusammen getrommelt.

    Meine Familie wohnt 450 km weit weg, aber sie kommen auch. LKW ist schon reserviert. Und mein Mann hat null Ahnung. Ich habe kein schlechtes Gewissen mehr. Ich werde erhobenen Hauptes hier rausspazieren und er hat die Entscheidung, was er aus seinem Leben macht. Seit über 1 Woche trinkt er jetzt keinen Tropfen Alkohol.

    Ja und? Er hat mich jahrelang fertig gemacht. Was sind schon Tage oder Wochen oder Monate dagegen? Er kann jetzt so viele Jahre trocken sein, wie er gesoffen hat. Dann kann ich mich mit ihm über die Zukunft unterhalten.

    Lg

    Hallo Fabienne,

    herzlichen Glückwunsch zum Mietvertrag. Habe deine Geschichte auch mitverfolgt und war gespannt, ob du wirklich unterschreibst.

    Ich habe auch einen Mann, der trinkt und 2 Kinder. Heute habe ich meine Schlüssel bekommen für die neue Wohnung. Auch ab dem 1 Dezember. Ich darf aber schon Sachen dort hinbringen. Deswegen die Schlüssel vorher.

    Nachdem die Frau weg war, habe ich mich mitten ins Wohnzimmer auf den Boden gesetzt und tief durchgeatmet.

    Das Gefühl der RUHE war einfach nur herrlich.

    Mein Reich der Sicherheit und Ruhe. Und vorallem Alkohol freie Zone. :lol:

    LG

    Hallo zusammen

    Ich wollte mich einfach mal kurz melden. Es geht mir soweit ganz gut. Es ist ziemlich stressig zur Zeit.

    Aber gestern habe ich den Mietvertrag unterschrieben!!!!!

    Hurra. Es gibt also kein Zurück mehr. Zum Glück......

    Mein Mann ist natürlich nicht ins Krankenhaus am Montag zur Entgiftung. Er trinkt zwar nichts, aber wie lange das anhalten wird ist fraglich.....

    Ich bekomme am 15 die Schlüssel für die Wohnung und dann geht es los.

    Lg