Beiträge von Lanananana

    Ich weiß, ich darf meiner Ehe nachtrauern, egal was war. Ich konnte das mal recht gut. Gefühle akzeptieren, fühlen und dann weiter ziehen lassen.

    Ja! Du darfst ihr nachtrauern.

    wie es sein kann, nach 7 Jahren, Hochzeit und 2 Kindern, wir waren so wahnsinnig verliebt,... dass ich ihm nicht mal eine Reaktion wert bin.

    Nein!


    Er setzt den Alkohol auf die 1. Stelle in seinem Leben - das ist richtig. Aber mit fehlender Wertschätzung hat das aus meiner Sicht nichts zu tun - auch wenn es sich so anfühlt. Ich hab das auch erlebt und erkannt, dass das Gefühl mit mir und meinen alten Glaubenssätzen zu tun hat. Mein alkoholkranker Ex-Freund war und ist mehr oder weniger uneinsichtig suchtkrank. Er will trinken … wen das stört, stört!

    Ihr seid unterschiedlich abgebogen in eurer Beziehung. Eure Träume und Ziele sind nicht die mehr gleichen … dass Du darüber traurig bist find ich ganz normal. Sich damit auseinandersetzen und zu handeln gesund! Gut, dass Du am Telefon konsequent warst! Ich finde, das ist schon „besser“ - auch wenn es sich erstmal nicht so anfühlt.

    Ich lese aktuell ein paar Geschichten, die mich echt beschäftigen … und möchte deshalb eine Erkenntnis mit Euch teilen:


    Sehr viele Cos wünschen sich vom Alkoholkranken, dass er endlich in die Pötte kommt und etwas ändert! Sie sind selbst aber ebenfalls nicht bereit zeitnah endlich in die Pötte zu kommen und etwas zu ändern -sondern schieben, parallel zum Alkoholkranken, den ersten Schritt immer weiter hinaus. Oft Jahre!!!

    Ich bin echt verblüfft über die Parallelität in der Handlungsweise, die mir in dem vollen Ausmaß selbst erst mit Abstand so richtig auffällt.

    Und deshalb schreib ich das jetzt einfach mal in meinen Faden! Vielleicht ist es da gut aufgehoben, um den ein oder anderen Lesenden nochmal anzustupsen - ohne dass direkt eine ganze Reihe an Argumenten kommt, warum in diesem besonderen Fall einfach doch erst noch ganz viel geschehen muss bevor das System durchbrochen werden kann.

    Die entscheidende Frage ist aus meiner Sicht: wie viel bist Du Dir wert. Ich nehme an, dass Du nun doch konsequent einen direkten Weg da raussuchst und nicht weiter Handlungsaufschub bis Jahresende in Erwägung ziehst. Was vergangen ist ist vergangen. Schau lieber nach vor und mach den ersten Schritt raus aus dem alten System. Viel Kraft!

    Jetzt habe ich schon so viele Jahre mit dem "Bleiben und Aushalten" verbracht, und jetzt nehme ich mir Zeit für fürs "Herausfinden, was ich will".

    Verlier nicht zu viel Zeit mit planen. Am Ende kommt doch immer alles anders. Und manchmal baut man im Geiste auch lähmend hohe Berge und verbaut sich theoretisch so viele Wege, dass man das loslaufen vergisst (auch hoffend, dass doch noch ein Wunder beim Suchtkranken geschieht). Der erste konkrete Schritt ist wichtig! Warte, wie gesagt, nicht zu lange …

    Er sagte dann darauf, ja die können wir doch für dich kaufen (mit seinem Geld), ich lass dich doch nicht mit nichts ausziehen!

    Ja - so ist er: Entweder nimmt er dich nicht ernst oder es ist ihm egal!

    Auf jeden Fall ist es kein Zeichen, dass er aufgewacht ist, sein Konsumverhalten hinterfragt und für seine Gesundheit und eure Beziehung kämpft.


    Liebe Alexa - es ist total normal, dass du erschöpft bist! Weil es unbeschreiblich kraftraubend ist, an der Seite eines nassen Alkoholikers zu (über-) leben.


    Gut, dass Du Dich hast krankschreiben lassen. Nutz die Zeit! Zum Beispiel dadurch, dass Du Dich nochmal damit beschäftigst, wie Du Dir ein Leben vorstellst, in dem Du morgens fröhlich aus dem Bett hüpfst und erwartungsvoll in den Tag startest, was Deine Werte, deine Standards und Ziele sind, wie du sie verteidigst bzw. erreichst und mit welchen kleinen Schritten du den großen Prozess ans Laufen bringst. Und glaub mir, du musst nicht verhungern im Deutschland 2024 - auch wenn du keine Kartoffelpresse hast. Das sind vermutlich Botschaften aus dem Unterbewussten, das Angst vor Veränderung zu haben scheint und Argumente liefert, dass du besser in der Falle bleibst als auszubrechen. Glaub nicht alles was Du denkst. Das kann ich Dir aus eigener Erfahrung empfehlen!

    Lieber allein als in „schlechter Gesellschaft“, lieber Single als in einer suchtbelasteten Beziehung … da bin ich mir total sicher. Es ist absolut richtig gewesen loszulassen und einzusehen, dass ich mich vorher viel zu schnell an Strohhalme geklammert habe, dass ich viel zuviel hingenommen habe, weil ich so gern wollte, dass mein Ex-Freund und ich als Paar da rauskommen. Geheilt, gestärkt und gefestigt. Ich war so voller tiefer bedingungsloser Liebe - aber - und das ist auch ein Teil der Wahrheit - ich war auch soooo unglaublich bedürftig. Ich habe mir so gewünscht anzukommen, eine kleine „Familie“ zu haben, dass ich bereit war fast alles dafür zu geben.

    Ich hab echt gedacht, wenn ich kämpfe und mich richtig reinhänge, kann ich das Ruder rumreißen. Und es ist sehr heilsam gewesen zu verstehen, dass das ein Irrglaube ist und abgesehen davon auch nichts mit einer gesunden Partnerschaft zu tun hat.

    Trotzdem hüpfe ich nicht jeden Tag glücklich und befreit aus dem Bett und freu mich auf den neuen Tag. Dieser Winter hat mich echt gefordert. Ich war ganz schön oft traurig. Ich vermisse immer mal wieder alles Schöne, was ich mit meinem Ex-Freund hatte, ich vermisse einen Partner, manchmal fühle ich mich schrecklich einsam, ich mache mir noch immer ab und an Sorgen um ihn (und bin trotzdem froh, dass ich die ganze Sch … nicht mehr mitansehen muss) - ich habe noch immer eine unbeschreiblich große Sehnsucht nach Liebe!

    Aber ich habe es jetzt in der Hand, meinen Tag trotz allem zu etwas Besonderem zu machen ohne Risiko, dass mich ein plötzlicher Absturz mit in die Tiefe reißt, ich kann die Energie darauf verwenden, meine Gedanken zu überprüfen, nicht alles zu glauben, was da so im Hirn aufploppt - anstatt mich die ganze Zeit damit zu beschäftigen, warum mein Partner nicht die Finger vom Alk lassen kann und wie ich ihm helfen könnte, bin ich bei mir und nicht abgelenkt durch seine Probleme. Und ich bin dankbar dafür, dass ich nicht länger mitgefangen bin in der Sucht!

    Liebe Momo, ich finde es stark, dass du dich ein wenig aus dem Gedankenkarussel befreit hast und nun Platz für Selbstreflexion hast. Ich wünsch Dir viele gute Erkenntnisse! Und ich möchte Dir sagen, dass Du keine „komische Identität“ hast, sondern vielleicht eine Geschichte, die Dir ungesunde Gkaubenssätze und Verhaltensmuster beschert hat - die du aber überwinden kannst, wenn Du Dich damit auseinandersetzt. Es gibt nix zu verzeihen - reflektieren reicht, um das aufzulösen, was dich in ungesunden Beziehungen gehalten hat. Alles Liebe!

    Nein, es ist bestimmt nicht alles schlecht an ihm aber es ist eben auch nicht alles gut. Er trinkt und nimmt Speed! Er ist überhaupt nicht er selbst und dazu noch unberechenbar. Und leider verändern die Drogen auch sein Wesen, während sie seinen Körper vergiften. Und grundsätzlich reicht schon regelmäßiger exzessiver Alkohol,Konsum, um frühzeitig ins Gras zu beißen. Tatsächlich verdrängen so viele, wie das weitergeht, wenn der Körper durch die Substanzen geschädigt ist.Alexa - ich verstehe deine Sehnsucht nach Schutz, einem Partner, jemandem der die Srme um dich schlingt, nach Liebe sooooo unfassbar gut. Ich kann dir aber mit etwas Abstand sagen, gib dich nicht mit Krümeln zufrieden. Ich zumindest versuche gerade lieber mir selbst die beste Partnerin der Welt zu sein als meine Lebensenergie länger in einer Beziehung mit einem nassen Alkoholiker zu verfeuern. Und glaub mir, mein Ex-Freund wäre auch ein wundervoller Mann und Partner gewesen ohne seinen Kumpel Alk … Aber der war eben immer dabei und zu dritt war es ein ständiges Auf und Ab zwischen Himmel und Hölle.

    Was ich schlimm an unserer Gesellschaft finde, wenn man Alkohol ablehnt, wird man nahezu ausgegrenzt.

    Das sehe ich nicht. Was ich sehe ist, dass der Konsum von Alkohol sehr selbstverständlich dazu gehört und übermäßiger oder regelmäßiger Konsum verharmlost wird

    Aber ausgegrenzt wird in meiner Wahrnehmung niemand. Und wenn Du Menschen kennst, die so sind, dann ist es nicht Schafe drum, wenn Du Deine Zeit nicht an ihrer Seite verschwendest. Unterschätze nicht den den Zusammenhang zwischen Deinen Gedanken und Deinen Gefühlen.

    Er geht zur suchtberatung und er ist nicht clean, aber ich merke Fortschritte.

    Die Zeit wo es mir so richtig schlecht ging ist vorbei, seitdem ich wieder öfter an meine Bedürfnisse denke.

    Derzeit ist es wirklich so, dass es mir am schwersten fällt die Balance zu finden.

    Häufig ist es tatsächlich so, dass ich nicht mal einkaufen (oder mal ein Bad nehmen oder irgendwas für mich machen kann), da er kein verlässlicher "babysitter" sein kann.

    Du sagst es ist gerade nicht mehr so schlimm und beschreibst dann eine Situation, die ich definitiv schlimm finde. Versteh mich nicht falsch. Ich springe darauf an, weil ich mich auch an die Teäume, Erinnerungen und Hoffnungen geklammert habe. Aber im Grunde habe ich mich, mein Wohl, meine Werte und Standards verraten. An der Seite eines nassen Alkoholikers/Süchtigen kann man niemals glücklich leben 1“- es sei denn man korrigiert seine Werte und Standards extrem nach unten - und erklärt das dann zum neuen „Normal“ - oder „o.K.“. Ich meine das übrigens auch nicht pampig oder böse. Aber ich hab etwas Abstand und bin bisweilen erschrocken darüber, was Angehörige (ich auch damals) alles so ertragen und irgendwie aushalten und tolerieren.

    was mir zb bei einer Trennung wichtig wäre, wäre ein Ort an dem ich kurzfristig mit meinen Kindern unterkommen kann

    Frauenhaus

    Er droht mir immer wieder damit dann nicht mehr zur Arbeit zu gehen und auch seine zahlreichen Arzttermine nicht mehr wahrzunehmen. Das weckt in mir Existenzängste, da er der Hauptverdiener ist.

    Verstehe ich - aber noch ein Grund mehr Kontakt zu einem Frauenhaus aufzunehmen oder zu einer anderen Beratungsstelle, die sich um Frauen in Not kümmert. Dass er dir droht finde ich extrem schlimm.

    Aber sich das sagen und es durchziehen sind leider zwei paar Schuhe.

    Fang mit einem ersten kleinen konkreten Schritt an! Danach wird es leichter!

    Wir haben auch einen Urlaub gebucht, der nächste Woche startet und ganz ehrlich - ich habe mehr Angst vor seinen Eskapaden als Vorfreude

    Willst du so wirklich mit ihm wegfahren? Das würde ich mir nochmal sehr gut überlegen.


    Ich verstehe deine Angst vor dem ersten Schritt- aber wenn du ihn nicht tust, wird es sicher nicht besser! Zerdenk nicht alles. Das, was Du beschreibst, klingt wirklich schlimm!

    Das Haus aufzugeben ist keine Option,

    Warum nicht? Ist es nicht besser aus dem Suchtsystem auszusteigen als sich irgendwie passend zu machen? Könnte es nicht für euch beide eine Chance sein? Ist Dir klar, dass ihr so auf eine Katastrophe zuschliddert? Es geht nicht um kleine Zipperlein, wenn Dein Mann weiter trinkt. Es geht um ein verstörendes, qualvolles Ende.

    Hallo Wildwoodflower! Du bist noch im Vorstellungsbereich - deshalb halte ich es erstmal kurz und knapp: Ich verstehe, all die Fragen, die du dir stellst - ich möchte Dir aber sagen a) es gibt keinen Grund, um zu trinken und wenn man noch so viele Probleme hat - es ist eine Ausrede/Begründung, um zu konsumieren. b) die wichtigste Frage für Dich ist aus meiner nicht die, wie es ihm geht, sondern die, warum du dir das so antust. Ist das eine Partnerschaft, wie du sie Dir gewünscht hast? Jemand, der lieber trinkt, der sagt, er kann Dich nicht die ganze Zeit sehen, wenn Du da bist, der Schluss macht, wenn Du neue Hoffnung schöpfst … warum lässt Du ihn nicht einfach seinen Weg allein gehen, bis er weiß, was er will?