Beiträge von Lanananana

    Ich bin so wütend, aber ich bin schon wieder so entkräftet. Während er da seine Dinge macht, sitze ich hier und komm auf mein Leben nicht klar!

    Ich kann mich so gut an die komplette Entkräftung erinnern. Und ehrlich - das sollte Dir ein dickes Warnsignal sein.

    ich schaffe es nicht mich aus diesem Kreislauf zu befreien...

    Ich kenne auch den Gedanken nur zu gut. Mein ganzes Thema heißt „ich komme aus der Beziehung nicht mehr raus“. Es war wie in einer Dauerschleife - Auf + Ab, Hoffnung + Enttäuschung, Entspannung+totale Anspannung … es hat mich total ausgelaugt. Wirklich ausgelaugt! Und irgendwann hab ich mich komplett selbst verloren … alles hat sich nur noch darum gedreht, warum ich es nicht schaffe, dass er mehr kämpft … schlimm.


    Und irgendwann hat es dann doch geklappt. Was hat mir schließlich geholfen? Die komplette Konzentration auf mich und mein Handeln. Warum tue ich mir das an? Habe ich mir mein Leben so vorgestellt? Worauf habe ich Einfluss, worauf nicht. Was sind meine Grenzen, was meine Standards und warum habe ich aufgehört die zu verteidigen. Warum klebe ich an einer Beziehung, die mich so oft verzweifeln lässt. Warum bin ich fürsorglicher mit ihm als mit mir? Und die entscheidende Frage: Habe ich die Hoffnung, dass mein damaliger Partner wirklich aufhören will zu trinken und alles dafür tut, das zu schaffen???


    Ich weiß nicht, ob es Dir hilft, meine Geschichte in Pressfassung zu lesen - aber ich kann Dir sagen, für mich war es unglaublich erleichternd, den Fokus zu ändern - weg von ihm und seinem Problem … zurück zu mir - meinen Sorgen und Bedürfnissen.

    Ich hatte mich in dem Auf und Ab total selbst verloren (und war deshalb so unglaublich erschöpft) … und es war so wohltuend, so ein so liebevoller Akt für mich selbst, mich endlich wieder um mich zu kümmern, mich zu beschützen, mir Aufmerksamkeit zu schenken … dass ich fast erschrocken war, wie ich mir das alles vorher habe antun können.

    Immer wieder denke ich, dass es doch auch so schöne Zeiten in der Vergangenheit gab und dass ich das doch nicht einfach kaputt machen sollte.

    Du? Vergangenheit ist vergangen - und kaputt gemacht hat die schönen Zeiten der Alk und wer hat den Alk in eure Beziehung geschleppt? Du? Eben nicht! Ich kenne das, wenn die Gedanken sich verselbständigen und „es dich spricht“. Aber aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, ein beherztes STOP wirkt Wunder. Das ist deine innere Stimme nämlich vermutlich von Dir nicht gewohnt - das macht sie kurz (oder länger) sprachlos. Zumindest hat es bei mir geklappt. 😅

    Jetzt hast du ihn vertrieben, du bist schuld, dass er nicht mehr gern zu Hause ist, wer weiß, ob er wieder zurückkommt, du hast es übertrieben mit deinem Abstandhalten

    Nutz die Zeit und versuch herauszufinden, warum du so mit Dir/über Dich sprichst. Von wem hast Du Dir das abgeschaut? Und mach kein Drama draus, dass er mal ein paar Tage fort ist … sieh es als Chance mal zur Ruhe zu kommen.

    Mach dir nochmal bewusst, dass Du deine Partnerin nicht retten kannst aber eure Kinder schon! Ich habe ähnlich wie koda sehr und langanhaltend darunter gelitten, dass ich in einer suchtbelasteten Familie aufgewachsen bin. Mute das Deinen Kindern nicht länger zu!

    Ich bin allerdings selbst später auch in eine Partnerschaft mit einem Suchtkranken gerutscht und weiß deshalb auch , wie es sich anfühlt jemanden retten zu wollten, den man liebt und erinner mich gut, wie verzweifelt ich war, dass das nicht funktioniert hat.

    Mein Gamechanger war die Arbeit an mir selbst - besonders an meinem (sehr kleinen) Selbstwergefühl und die Erkenntnis, dass es unwahrscheinlich ist, dass nein damaliger Freund wirklich aufhören will (mich eigentlich nur hinhält mit halbherzigen Versuchen) und wir leider gar nicht mehr auf partnerschaftlicher Augenhöhe sind. Zu gehen ist dann immer noch schwer aber ich bin mir jetzt sehr viel bewusster, dass ich meine Fürsorge mindestens genauso brauche und verdiene und ich keine Zeit und Energie übrig habe, um sie zu verschwenden.

    ich fühle dass es besser wäre, fühle dann aber auch diese unendliche Traurigkeit, ihn allein zu lassen und alles was wir hatten… ich möchte ja für ihn da sein…

    Er hat dich doch längst alleine gelassen! Er hat den Alk auf die erste Stelle in seinem Leben gesetzt. Und du möchtest offenbar lieber für ihn da sein als für dich selbst. Ich kenne das.. Ich hab mich komplett selbst verloren in der Beziehung zu meinem alkoholkranken Ex-Freund. Heute denk ich, ich hab vielleicht geglaubt, wenn ich nur hart genug kämpfe, schafft er es da raus und alles wird gut - auch für mich. Aber so funktioniert das nicht. Am Ende ist es für euch beide besser, wenn du loslässt und wieder anfängst, dich um dich zu kümmern!

    Da wir noch nicht sehr lange zusammen sind bin ich natürlich versucht es abzubrechen um mich zu schützen das wäre sicher das vernünftigste.

    Du hast das aus meiner Sicht gut erkannt und auf den Punkt gebracht. Schütz Dich!

    Er meldet sich sonst immer sehr schnell und vor allem morgens. Heute noch nicht. Er ist alleine zu Hause und ich habe wirklich Angst dass ihm über Nacht etwas passiert ist.

    Du bist nämlich bereits dabei, Dich zu verlieren.

    Wenn jemand eine Krankheit hat, versucht er ja in der Regel gesund zu werden und sich helfen zu lassen. Niemand schleift sich doch z.B. mit einem gebrochenen Bein durch den Tag und legt dabei das gute Geschirr und die Einrichtung in Scherben und nimmt Anlauf sich und die Umgebung weiter zu zerlegen … oder anders herum - wenn jemand eine Depression hat und sich nicht helfen lassen will, ist das tatsächlich auch sehr problematisch für eine Familie. Ich finde spätestens, wenn man keine realistische Hoffnung hat, dass der Angehörige wirklich was an seiner Suchtproblematik ändert, muss man selber dringend etwas ändern.

    Kenne andere Alkoholiker die kommen wenigsten nach Hause so haben wir das leider nicht

    Mit so einem bin ich aufgewachsen - ist null besser!!!
    Die grundsätzliche Unberechenbarkeit in einer suchtbelasteten Familie, das viele Auf und Ab, die traurige Partnerin (oderPartner), die alles versucht zusammenzuhalten und weiter zu funktionieren, das Gefühl nicht gesehen zu werden … das alles ist wirklich sehr sehr schlimm für ein heranwachsendes Kind. Ich verstehe, dass Du unter dem Verhalten deines Partners leidest und es trotzdem schwer findest loszulassen. Ich habe selbst einen alkoholkranken Mann geliebt und gehofft, ich kann ihn durch meine Liebe retten. Aber ich war eben auch Tochter eines Alkoholikers und möchte Dir sagen, dass ich großen Schaden genommen habe durch die Sucht meines Vaters und die unentwegte Sorge meiner Mutter - und dass Kinder viel mehr leiden und mitbekommen als sich Erwachsene vorstellen können. Tu das Deinem Kind nicht länger an.

    Vielleicht gehst du morgen einfach mal,hin - und wenn es sich vor Ort wirklich so schlimm anfühlt, sprichst Du mit ihr … dann hast Du es versucht und ihr besprecht gemeinsam, wie es weitergehen kann. Ich finde es normal, dass Du jetzt aufgeregt bist. Aber vielleicht verfliegt das Sch…gefühl ja auch …

    Wie habt ihr oder wie macht ihr es, wenn euch z.B. jemand gesagt hat, wie leid es ihm tut, dass es mit mir und meinem Mann nicht geklappt hat?

    Ich versuche grundsätzlich nicht mehr so viel darauf zu geben, was andere über mich/ mein Leben denken. Wenn es jemand außerhalb meines engsten Freundeskreises ist, sage ich „Ja, mir tut es auch leid“ und ansonsten - also bei Vertrauenspersonen - sage ich, was los ist.

    Ich freu mich für Dich, dass Deine Mutter hingeht und dass Du eine Lösung gefunden hast, ohne selbst zurückzustecken und den Urlaub abzubrechen. Mega! Du musst keine Schuldgefühle haben. Du hast Dich im Rahmen deiner aktuellen Möglichkeiten bestens um alles gekümmert. Jetzt bist Du wieder dran! Versuch ein bisschen abzuschalten und den Urlaub weiter zu genießen! Ich wünsch Dir Entspannung und Vergnügen! Liebe Grüße!

    Alle versuchen dir hier freundlich zu vermitteln, dass Du, wenn er dir wichtig ist, mal nen Gang zurück schalten und ihn in Ruhe lassen musst. Aber das kommt einfach nicht an und deshalb sag ich Dir jetzt ganz offen, was aus meiner Sicht die Kehrseite deines aktuellen Verhaltens ist: Ich finde Du verhältst Dich sehr egoistisch. Wahrscheinlich bist Du jetzt sauer auf mich. Aber das Risiko gehe ich ein. Ich will dich wirklich nicht verletzen - es ist mein letzter Versuch, Dich dazu zu bringen, die vielen Ratschläge in deinem Faden nochmal in Ruhe durchzulesen. Wenn Du wie bisher weitermachst,vertreibst Du ihn! Kümmer Dich stattdessen darum herauszufinden warum Du so unglaublich bedürftig bist.

    Das klingt so leicht: Alkoholiker sieht seine Sucht ein, hört auf zu trinken für immer = alles gut und Co ist glücklich. Aber leider ist es doch in den meisten Fällen nicht so einfach und deshalb bin ich wieder hier.

    Das sagt doch niemand. Aber schau mal, was Du über seinen Rückfall schreibst:

    Wenn es ja „nur“ ein Rückfall gewesen wäre und er gleich die Notleine gezogen hätte - aber er ist gleich wieder in die Vollen gegangen, mit all den Beleidigungen und dem schrecklichen Saufverhalten wie immer. DAS verstehe ich nicht.

    Da frag ich Dich, warum ziehst Du jetzt nicht endlich die Reissleine? Er will trinken! Und er hat das Recht dazu. Aber Du musst nicht so leben. Auch wenn Deine Eltern dort sind, auch wenn Du alleine bist … (mit dem Trinker an deiner Seite bist du doch auch alleine und viel stärker belastet). Was sind Deine Werte? Was sind Deine Grenzen? Wie möchtest Du leben? Wo kannst Du Hilfe bekommen? Gibt es eventuell Unterstützung in der Betreuung Deiner Eltern? Mach Dir darüber nochmal Gedanken. Und dann geh los. Du musst ja nicht von heute auf morgen Dein ganzes Leben umwerfen. Aber Schritt für Schritt. Du verlierst so nur wertvolle Lebenszeit und vor allem Dein Selbstwertgefühl. Das Bewusstsein, dass Du etwas an Deinem Schicksal ändern kannst ist ja offenbar schon in der Versenkung.

    hab keinen Plan, wie ich das - über eine Entfernung von 80 km - eben friedlich und fair gestalten soll.

    Da brauchst du nicht weiter drüber grübeln - egal was du sagst und wie du diese Nachricht überbringst, er wird es unfair finden - wenn du nicht am Ende doch wieder einknickst und dich auf eine weitere Runde mit ihm einlässt. Er sieht ja nicht wirklich ein Problem. By the way - Du stellst gerade seine Bedürfnisse/Befindlichkeiten klar über Deine … das ist leider eine Schwäche von uns Cos. Mach Dich (wieder) zum Mittelpunkt Deines Lebens. Und bleib konsequent.Viel Kraft!

    Egal was Du tust - Du bist nicht der Grund, oder Auslöser warum er trinkt. Nie. Lassies da nichts einreden. Und leider kannst Du ihm auch nicht helfen oder ihn dazu bringen aufzuhören zu trinken.

    Und weil Du das mit dem „nur Bier“ schreibst: auch mein Vater hat nur Bier getrunken. Er ist mit 50 an den Folgen von „nur Bier“ verstorben.

    Sooooo oft lese ich „wegen der Kinder kommt eine Trennung nicht in Frage“ und ich muss sagen, das triggert mich - auch weil meine Mutter heute noch sagt „wegen Dir konnte ich ja nicht gehen“. Und wenn ich dann sage, dass es mich so unglaublich belastet hat, in einer suchtbelasteten Familie aufzuwachsen und noch immer belastet zu hören, dass meine Mutter noch heute sagt, sie konnte ja wegen mir nicht gehen und mir damit auch noch die Schuld gibt, für unser beider Leid, antwortet sie: Ich weiß dass das alles ganz schlimm für dich war. Aber ich hätte Dir ja dein zu Hause weggenommen, wenn ich gegangen wäre.

    Dieses Gespräch hat einfach keinen Zweck und für uns ändert ja auch nichts mehr - außer dass mir eine Entschuldigung ein kleines bisschen das Gefühl geben würde gesehen und verstanden zu werden.

    Aber mein Appell an alle Mütter: Bitte übernehmt die Verantwortung und macht nicht denselben Fehler und sagt, ihr könnt nicht gehen wegen den Kindern! Selbst wenn sie es heute nicht verstehen, werden sie es euch später einmal danken.

    Ich frage mich, ob wir (meine Kinder und ich) nocht eher bei ihm bleiben sollten und die Situation ausnutzen, denn ich allein müsste mit den Kinder in einer anderen Stadt umziehen, Schule wechseln usw, das scheint mir sehr unfair.
    Vielen Dank für eure Antworten :)

    Ja, die finanzielle Situation ausnutzen, weiterhin in dem Haus bleiben, wo die Kinder sich zu Hause fühlen, wieso müssen sie denn alles verlieren? Das scheint mir unfair

    Eine Trennung würde für uns ein Hausverkauf bedeuten, einen Stadtwechsel. Darunter würden die Kinder sehr leiden, Freunde und Schule und Haus zu verlieren. Der Gedanke ist für mich unerträglich.