Beiträge von Kintsugi

    sobald es etwas zu berichten gibt.

    Mich interessiert zum Beispiel ob bei euch auch schon der Frühling richtig da ist und du mit deinem Sohn das Wochenende genießt 😊

    Wir haben heute einen großen Hasen gesehen und die Große wird jetzt vermutlich für eine lange Zeit glauben, dass es den Osterhasen wirklich gibt. So hat sie ihn nämlich genannt 😂 morgen hole ich mit einer Freundin und ihren Kindern die Ostersuche nach, hat bisher mit den Rotznasen nicht hingehauen. Immer war einer krank.

    Liebe Grüße! Anni

    Kann Alkohol wirklich so das Wesen verändern?

    Keine Ahnung aber die Wortwahl hört sich sehr ähnlich an wie bei meinem Ex. Vor allem dieses umdrehen...wie bösartig ich sei. Allerdings wirkt es bei uns tatsächlich deeskalierend nicht darauf einzusteigen (wohnen zusammen). Bleib ruhig, schaue von außen drauf. Nimm die Worte keinesfalls persönlich. Es ist eine gestörte Dynamik. Du darfst aussteigen!

    Hallo Sven,

    dringend Handlungsbedarf

    ich wäre nicht hier, wenn es keinen Handlungsbedarf gäbe 😉

    Ich habe meinen Blick mittlerweile auf mich und die Kinder gerichtet. Es steht ihm frei seinen Weg zu gehen. Ich weiß nur noch nicht aus welcher Entfernung/Nähe ich den Weg "neben ihm" weiter gehen kann (Elternschaft/Arbeit). Dazu hole ich mir ein Coaching. Mir meine Perspektiven anzuschauen, mit denen es mir gut geht.

    Kommt drauf an. Womit kann ich leben? Welche Erwartungen und Bedürfnisse habe ich? Dass ein anderer Mensch nicht für mein Glück verantwortlich ist, ist mir klar. Aber mich in einer Beziehung soweit abgrenzen zu müssen, damit ich nicht psychisch krank werde...muss auch nicht sein.

    Meine Tante ist Spiegeltrinkerin. Warum sollte ich den Kontakt abbrechen? Sie tut mir ja nix. Lebt alleine und macht ihr Ding. Wir verstehen uns gut. Ob es für sie ein "gutes" Ende nimmt. Vermutlich nicht. Ich werde sie trotzdem in guter Erinnerung behalten. Bei meinem Ex sieht die Sache ganz anders aus. Wir tragen die Verantwortung für Kinder. Wir arbeiten zusammen. Wenn ich ihn auf die Straße setze...stirbt er dann? Schneller als wenn er hier eventuell langsamer seiner Krankheit erliegt? Oder wird er doch irgendwann einsichtig? Alles hypothetische Fragen. Damit ich für die Kinder bestmöglich da sein kann, muss ich ganz genau auf meine Bedürfnisse achten und schauen, dass ich gesund bleibe. Eine Paarbeziehung ist für mich nicht mehr vorstellbar. Aber Eltern bleiben wir trotzdem.

    Hier melden sich ja nur die Angehörige, die ein Problem mit dem Alkoholkonsum des Partners haben. Ich frage mich, ob es auch die gibt, die damit gut leben können? Oder wie viele im Stillen leiden...

    Hi Sven,

    willkommen im Forum. Finde es spannend deinen Gedankengänge zu folgen. Da tut sich gerade eine ganz neue Perspektive auf für dich, das kann man richtig mitverfolgen.

    Über EKA und Co Abhängigkeit habe ich nie wirklich nachgedacht, da ich ja der Alkoholiker bin.

    Ich bin hier als CO und kann dir sagen, es geht nie nur um den Alkoholiker. Die Menschen im Umfeld stehen machtlos daneben. So wie ich deine Geschichte verstehe, hast du dein "altes" Leben hinter dir gelassen und die Menschen in deinem jetzigen Umfeld kennen dich nur trocken? Das mag ein Vorteil sein, denn die Co Abhängigkeit hört nicht auf nur weil der Partner trocken wird. Mein Partner ist zwar mittlerweile mein Ex, aber ich muss richtig aufpassen nicht die "Trockenheitsarbeit" zu übernehmen.

    LG,

    Anni

    Liebe Alba,

    schön, dass du weiterschreibst! Ich konnte die Verzweiflung aus deinem Post gestern lesen und finde es hat sich eine spannende Dynamik/Diskussion entwickelt. Ich bin irgendwie auch EKA (meine Mama fängt gerade immer wieder an zu erzählen...das Jugendamt hat sie lange begleitet nach ihrem Absturz als ich 4 Monate alt war) und ganz ehrlich, ich fühle deine Zeilen 1:1!

    Oft fühl ich mich so gefühlsbehindert, heute wie ein rohes Ei ohne Schale, an anderen Tagen so eiskalt und zugemauert dass ich nur zynisches Gelächter für alle schlimmen Dinge in der Welt übrig habe. Dazwischen hab ich derartig heftige Gefühlsausbrüche dass ich mich nur wundern kann ob das jetzt alles unterdrückter Kram war oder ich ne emotionale Störung habe. Ich finds manchmal so anstrengend ich zu sein.

    Exakt! Ich fühle es!

    Man sagt mir nach, ich sei gut für die Gruppendynamik. Naja, ich sauge alle Stimmungslagen in mir auf und gleiche sie aus. Ich kann mir vorstellen, dass es dir genauso geht. Anstrengend!

    Fühl dich gedrückt,

    LG, Anni

    Liebe NudelTante,

    ...ich bin auch fassungslos. Es tut mir so leid, dass es so gekommen ist. Ich habe bei euch Hoffnung gehabt. Auch wenn die Chancen für Heilung oft nicht gut stehen. Sch***e!

    NudelTante, lass los! Lass ihn gehen. Liebe heilt keine Sucht, das haben hier so viele bitter lernen müssen. Schütze dich und deinen Sohn.

    Schreibe jederzeit, du bist nicht alleine! Hole dir rechtliche Beratung, ich kann das nur empfehlen. Es wird dich stärken.

    Ich umarme dich.

    Hallo MadMax,

    schön, dass du ins Forum gefunden hast.

    Bin ich zu schwach zu gehen? Müsste ich gehen?

    Du musst erstmal gar nix. Ich kann dich gut verstehen. Ein Alkoholiker und ein Mensch mit Verlustangst passen meiner Meinung nach gut zusammen (leider nicht im positiven Sinne). Habe mich und meinen Ex auch als Arsch-auf-Eimer Beziehung empfunden. Paradoxerweise eine sichere Beziehung voller Unsicherheit. Der Alkoholiker wird den Co nicht verlassen solange beide in ihrer Rolle bleiben. Allerdings ist man in einer Beziehung mit einem Alkoholiker auf sich alleine gestellt.

    Es ist so schwer zu gehen.

    Verstehe ich das richtig: Du möchtest gehen, aber weißt nicht wie du es bewerkstelligen sollst? Hast du schon mal an eine Beratung für Angehörige gedacht?

    Hier hast du einen guten Platz um deine Gedanken und Gefühle zu sortieren. Vielleicht siehst du dann bald klarer, wie es für dich weitergehen kann.

    LG,

    Anni

    Liebe Lana,

    Ich bin so unfassbar traurig …

    das kann ich nachvollziehen. Nach dem "Rückfall" von meinem (mittlerweile) Ex Partner war ich völlig aufgelöst und wusste nicht mehr vor und zurück. Mein erster Gedanke war "jetzt muss ich mich trennen". Habe es zu dem Zeitpunkt nicht getan. Hatte sogar Verständnis für ihn gezeigt. Er sah das Ganze nicht so eng. Er würde es schon in den Griff bekommen. Naja, dann so Situationen wo er mit Fahne nach Hause kommt und mir beinhart erzählt, daß war ein alkoholfreies Bier. Mich hat dieser "Rückfall" (ich schreibe das absichtlich so, weil ob Ausrutscher, Trinkpause oder Rückfall es macht keinen Unterschied) so zermürbt und er hat mich mit der Situation - mal wieder - alleine gelassen. Ich solle ihm Vertrauen, er kriegt das hin, er macht das eben wie er es macht.

    Lange Rede kurzer Sinn: mir ging es in der Beziehung nicht mehr gut. Das Vertrauen ist weg. Ich habe losgelassen. Ganz! Ich bin auch schon am Ende meiner Trauerphase angekommen. Ich habe akzeptiert, dass ich nichts ändern kann. Wir müssen die Krankheit nicht verstehen. Annehmen und akzeptieren, dass die Situation ist, wie sie ist. Für ihn kannst du jetzt nichts machen.

    Es ist ein Prozess. Schalte runter. Du musst jetzt nichts entscheiden. Du hast die Selbsthilfegruppe und morgen einen Termin bei der Therapeutin. Atme durch. Du wirst deinen Weg finden.

    Fühl dich gedrückt! LG, Anni

    Liebe Simone,

    willkommen im Forum! Ich kam mit den selben Fragen ins Forum. Was kann ich tun, damit es funktioniert? Ist das überhaupt möglich? Wie es für euch weitergeht kann dir hier niemand sagen. Die Frage ist: Wie kann es für DICH weitergehen, damit es dir gut geht?

    der es geschafft hat ohne den Partner zu verlieren ,

    Meiner Meinung nach hat man den trinkenden Partner schon verloren. Ob man ihn wieder bekommt, haben wir nicht in der Hand. Ich habe "alles" versucht, ohne Einsicht wird es nichts.

    Jetzt hatte dein Partner schon mal Einsicht. Könnt ihr denn darüber reden was passiert ist warum er rückfällig geworden ist? Im Prinzip weiß er ja wo er Hilfe bekommt.

    LG,

    Anni

    Liebe Steffi,

    schön, dass du ins Forum gefunden hast. Der erste Schritt in die richtige Richtung!

    Ich weiß wo mein weg hingegen sollte, aber mir fehlt die Kraft, die jahrelange Gehirnwäsche hat Spuren hinterlassen.

    Suche dir Hilfe und nimm sie an. Wie Christrose schon geschrieben hat, zum Beispiel eine Suchtberatung stelle für Angehörige aufsuchen. Informiere dich außerdem über Sorgerecht etc. gehe zu einer Familien/Frauenberatung. Sammle dich, organisiere dich und dann schaffst du auch den Absprung!

    Du meinst Freunde haben sich abgewendet. Gibt es eine Möglichkeit alte Freundschaften wiederzubeleben? Vielleicht ahnen sie es schon und können dir helfen. Wie schaut es mit der Familie aus, gibt es da Unterstützung?

    Hier findest du Menschen, die dich verstehen und unterstützen können aktiv zu werden.

    LG, Anni