Beiträge von Alex_aufdemweg

    Hallo Almdudler,

    mir wurde bei meiner SHG geraten, das große Bollwerk Zukunft ggfs. kleiner zu machen. Mich erst einmal auf das Heute zu konzentrieren. Heute werde ich nichts trinken. Natürlich ist morgen auch wieder "heute". Das soll vielen geholfen haben. Ich habe auch von Extremfällen gehört, die sich das im Notfall sogar in Stunden eingeteilt haben.

    Das soll am Anfang geholfen haben, bis es mit der Zeit von selbst einfacher wird. Und das wird es.

    Es war für mich selbst beruhigend, diesen Gedanken für den Notfall im "Koffer" zu haben. Vielleicht hat das auch schon gereicht. Denn ich habe es nie gebraucht. Denn ich bin und war von Anfang an bereit und "wollte" nicht mehr trinken.

    Ich schreibe das jetzt, weil ich bei Dir herauslese, dass das "nie wieder" ein erschreckend großer Brocken für Dich zu sein scheint. Da erscheint es mir ratsam, ihn kleiner zu machen. Bis Deine Einstellung sich gefestigt hat.

    VG Alex

    Hallo Sealobster,

    schön, dass Du die Feiertage gut überstanden hast. Deine Studien in allen Ehren.

    Normalerweise gehöre ich auch zu den großen Planern. Wenn ich in ein Restaurant gehe, weiß ich auch schon vorher, was ich essen werde. Weil ich mir die Speisekarte vorher, übers Internet, anschaue.

    In diesem Fall bin ich aber einfach mal hingegangen. Bei mir sind es die AAs. Ich hatte dieses blaue Buch schon fast durchgelesen, bis ich hin bin. Aber dann kommt es doch in erster Linie erst einmal darauf an, wie fühle ich mich da. Und bringt es mir etwas. Das habe ich erst gewusst, als ich dann dort war. Da hätte mir auch vorab eine "wissenschaftliche Bestätigung" nichts geholfen.

    Manche Dinge muss man einfach erst mal tun. Wenn ich ein Buch über Yoga lese, bin ich hinterher immer noch steif wie ein Brett. ;)

    Aus dem Grund rate ich Dir, ruf an und gehe hin.

    VG Alex

    Irgendwie fühle ich mich sehr schäbig,

    Hallo Stefan,

    ist unnötig. Auch, wenn es schwerfällt. Du hast alles richtig gemacht. Absolut richtig gehandelt.

    Natürlich könntest Du, wenn Du das willst oder es möglich ist, mit Deinem Vater darüber reden. Aus welchem Grund Du Dich abgesetzt hast.

    Die Handlug an sich finde ich sehr gut. Habe mich, vor nicht langer Zeit, mal sehr über mich selbst aufgeregt, weil ich dachte, ich müsste so eine Situation "aushalten". Da bist Du schon einen Schritt weiter.

    VG Alex

    mein Espresso schmeckt mir definitiv besser nach dem Essen als der Schnaps

    Hallo Hobbit,

    ein Espresso bringt auch etwas für die Verdauung. Schnaps betäubt nur und man denkt dann, dass es etwas gebracht hätte.

    Etwas Neues auszuprobieren, ist eine gute Idee.

    In den ersten Wochen habe ich so ziemlich jeden Saft und sonstige Getränke ausprobiert. Gegen das Billigbier war es jedes Mal ein Geschmackserlebnis. Anfangs musste ich auch noch sehr viel trinken. Es war die Gewohnheit, abends literweise etwas in mich hineinzuschütten. Dem kann man gerne nachgehen. Hauptsache kein Alk. Mit der Zeit hat es sich reguliert und ich bin wieder beim Tee angekommen. Wenn ich keine Zeit habe, trinke ich auch mal einen Sprudel.

    Oft stehe ich morgens auf und das Glas von gestern ist noch halb voll. Weil ich es vergessen hatte. Trinken allgemein hat irgendwann nicht mehr den Stellenwert. Ich trinke etwas, wenn ich Durst habe. Beim Bier war es Sucht. Beim Tee ist es Durst.

    Für einen guten Espresso bin ich immer zu haben. Außer, es ist zu spät abends.

    Seit dem ich nicht mehr trinke flüstert mir mein Suchthirn selbst bei traumatischen Dingen nicht mehr vor,

    Das lief bei mir stufenweise ab.

    Als ich getrunken habe, habe ich es einfach gemacht. Da kam praktisch direkt die Handlung. Da gab es nichts zu "hören".

    Als ich frisch aufgehört habe, kam die deutliche Stimme, es zu tun. Bei schlechten und vor allem bei guten Dingen.

    Dann kam die flüsternde, schmeichelnde Stimme. Nur eines und du hast es doch im Griff, usw.

    Am Ende dann nur noch kurze Fragmente, ein Aufblitzen. Das erkenne ich sofort und weiß es einzuordnen. Aus dem Grund gibt es da nichts zu diskutieren. Kein Aufwiegen oder Vergleichen nötig. Das ist ja schon durch. Ich brauche mich meiner Suchtstimme nicht mehr erklären.

    Da stehe ich jetzt derzeit. Selten, aber es kommt vor, dass es aufblitzt. Nicht grell und nur kurz. Das akzeptiere ich und lasse es gehen.

    Ach ja. Sollte ich mich dabei mitten auf dem Weihnachtsmarkt befinden, lasse ich erst mal mich gehen. Von dort weg.

    Da ich aber der Meinung bin, dass das eine Gefahr birgt, gehe ich da freiwillig nicht hin. Vielleicht mal, wenn ich die nächste Stufe genommen habe.

    Mein Handy (mit Apfel drauf) steht immer auf stumm. Da ich die Nachrichten auf die Uhr bekomme.

    Und es hat mächtig schrill losgelegt. Habe eine halbe Minute gebraucht, um den Ton auszustellen.

    Es gibt einen Hebel um dieses Wahrnungsdings anzustellen. Der stand auf "aus" und es ist dennoch losgegangen.

    Aus allen Bürotüren hat man es gehört. Bei den meisten ging es wohl.