Beiträge von Alex_aufdemweg

    Kopfweh ist leider immer noch da.

    Das wird wahrscheinlich mit Alkohol nichts zu tun haben. Ich habe auch ordentlich Kopfweh. Männerschnupfen.

    dann wird die Stimme hoffentlich immer Kleiner.

    Ich habe sie immer nur "rund gemacht". Keine Diskussion. Was soll ich auch mit mir selbst diskutieren. Ich weiß ja, dass ich nichts trinke, also weiß es auch die Stimme. Und sie weiß auch wieso. Und, dass sie es dennoch versucht hat, hat mich sehr verärgert. Und das habe ich dann an ihr ausgelassen. 8)

    Jedenfalls wurde sie definitiv kleiner. Und vor allem viel seltener. Eigentlich spricht sie bei mir nicht mehr. Nur mal hin und wieder so ein paar Pfiens-Laute. Gar nicht so schlecht. Dann vergesse ich nicht, dass ich wachsam bleiben muss.

    Das Suchthirn ist individuell. So wie Du.

    Es versucht natürlich das, was ihm am erfolgversprechend scheint. Und das weiß es. Weil Du es weißt.

    Bei mir ist es das Belohnungszentrum. Je besser der Moment, desto gefährlicher war es. Bei Frust komme ich nicht mal auf die Idee. Wenn Du Dir Kummer weggesoffen hast, ist das mit dieser depressiven Stimmung absolut logisch. Im Prinzip bringt es Dich sogar dazu, diese Musik aufzulegen.

    Ich habe damals auch Evanescence, Deine Lakaien, Night Wish, Wolfsheim und weiß nicht was gehört. Dazu gesoffen, bis mein Hirn ein schöner, dumpfer Brei war. Ich finde die Musik heute noch gut.

    Aber das hat sich mit der Trockenheit auch geändert. Ist mir einfach zu frustig geworden. Was aber auch nicht heißt, dass ich jetzt ständig Spaßmusik höre.

    Wenn ich in ein Restaurant komme kann ich dir nach Sekunden sagen, wer was trinkt.

    Auch im Supermarkt sehe ich die Alloholiker.

    Das war bei mir im ersten Jahr auch besonders. Ich dachte, das wird immer so bleiben. Wäre ja auch egal gewesen.

    Doch mein Hirn hat wohl das Interesse daran verloren. Nach ca. 2 Jahren sah ich z. B. im Restaurant da gar nichts mehr.

    Beim Einkaufen schon. Das liegt aber daran, dass ich mir sowieso immer die Menschen genau anschaue. Das ist die Hälfte des Spaßes beim Einkaufen. Dann versuche ich nicht zu auffällig zu glotzen, wenn ich einen Alibi-Einkauf sehe.

    Vieles entwickelt sich einfach ganz von selbst.

    Ich habe meinem Kleinen gesagt, dass ich immer für ihn da sein werde. Ich ihn liebe und er sich jederzeit bei mir melden kann. Wir uns auch öfters sehen werden. Auch mal länger, in den Ferien.

    Er hat verstanden, dass Mama und er für mich etwas ganz Unterschiedliches sind. Er ist und bleibt immer mein Sohn.

    Das mit dem "sehen können und melden" kannst Du ja noch weglassen. Bei mir war die Trennung schon klar.

    Ich bin wohl zur Zeit zu sensibel,

    Nein. Seine Sätze waren sehr verletzend. Teile ihm bei Gelegenheit mit, dass Dir das weh getan hat. Dich traurig gemacht hat. Möglichst ohne großen Vorwurf. Nur Dein Gefühl mitteilen. Er sollte lernen, dass es in Ordnung ist Emotionen zu haben, auch wenn es negative sind.

    Immer vor den Kindern stark sein und versuchen nichts zu zeigen, ist nicht gut. Wie sollen sie dann lernen mit ihren Emotionen umzugehen?

    Ansonsten kann ich nur sagen. Mann Du hast es echt nicht leicht...

    Im Dezember gab es etliche Weihnachtsfeiern, die teilweise auch wirklich schwierig waren.

    Und Du musstest auf "etliche" Weihnachtsfeiern?

    Weil, ich muss auf gar nichts.

    War das vom Job aus? Da konnte man keine auslassen?

    An Weihnachten selbst bat ich meine Familie noch, auf Alkohol zu verzichten. Es hat aber niemand wirklich verstanden. Naja, habe es überstanden.

    "Nicht verstanden" heißt, vor Deiner Nase gebechert? Vielleicht müsstest Du lauter werden, damit sie Dich verstehen. Gibt es doch nicht. Vor einem Alkoholiker rum zu trinken, wenn Du doch schon darum gebeten hast, es zu lassen. :cursing:

    Ich finde, das hat auch was mit Respekt Dir gegenüber zu tun. Wenn es Deine Familie ist, eigentlich auch mit Liebe.

    Das tut mir leid und ich finde es sehr schade zu lesen.

    Es liest sich für ich einfach so schwierig. Immer dieser Stress. Gerade das mit der Familie.

    Na ja. Ich würde es mal eskalieren lassen.

    Kochst Du da? Dann wird nix gekocht. Oder was Ähnliches. Entweder Essen oder Alk trinken. :)

    So. Jetzt höre ich mal auf, mich stellvertretend für Dich aufzuregen. Gut, dass Du es "überstanden" hast. So sollte es nicht sein.

    Nimm Dich wichtiger. Du hast auch ein Recht, Dich wohl zu fühlen.

    Wie macht sich das dann bemerkbar?

    Ich kam aus diesem "Kampfmodus" raus. Auch aus dem Bedürfnis, mich für alles zu rechtfertigen.

    Meine Gedanken kreisten nicht mehr ständig um den Alkohol. Ich fing an, alles um mich herum besser wahrzunehmen. Nicht nur mich und mein "Leid" zu sehen.

    Ich fing an, meine eigenen Emotionen richtig zuzulassen. Zu ergründen, woher sie kommen und dann auf diesem Weg dafür zu sorgen, dass es mir noch besser geht.

    Na ja. "Nicht zulassen" wäre hartnäckiges Verdrängen gewesen. Denn sie geben ja niemals Ruhe.

    Hier im Forum habe ich es besonders daran gemerkt, dass ich Tipps nicht mehr als Angriff gesehen habe. Bin heute sehr dankbar, wenn jemand was in mein Tagebuch schreibt. Anfangs hatte ich eher Angst davor. Habe es als "eine aufs Dach kriegen" empfunden.

    Heute sehe ich das so. Die Leute nehmen sich Zeit für mich und mir zu antworten. Könnten in der Zeit auch was anderes machen.

    Ach ja. Ich "leide" nicht mehr. Es gibt Dinge und Aussagen, die mich mächtig nerven können. Aber "leiden" tue ich nicht.

    Und ich bin kein Einzelfall. Nix Besonderes. Das sehe ich hier jeden Tag. Oft gerade an den, die neu hier hereinkommen.

    Kommt das wieder? Das Gehirn soll ja nach ca. einem halben Jahr sich regeneriert haben.

    Suchtdruck kann Dein ganzes Leben lang auftreten. Aus dem Grund darf das Thema nicht in Vergessenheit geraten.

    Aus dem Grund bin ich hier.

    Ich kenne jemanden persönlich, der nach 15 Jahren einen Rückfall erlitten hat. Fing dann mit einem Bier an und nach ein paar Monaten war er über dem alten Level und wäre beinahe daran gestorben.

    Das "Klare" im Hirn regeneriert sich. Die Sucht aber bleibt für immer.

    Ich schau mal ob der Arzt mir sympathisch ist,

    Ich hatte eine Operation mit örtlicher Betäubung. Die hat nicht gewirkt und ich habe den Laden zusammen geschrien. Habe schon viel erlebt. Aber das waren bisher die größten Schmerzen meines Lebens.

    Das ist so sch... egal, ob der Arzt sympathisch ist. Denn diese Schmerzen wünsche ich keinem.

    Ich würde denken das ich jetzt der gute bin

    Aber das stimmt nicht, denn sie ist noch immer die Gute? Und Du noch der Böse?

    Bei einer Beziehung ist nicht einer der Gute und einer der Schlechte. Da läuft grundsätzlich was falsch.

    Ist ja nicht mein Gebiet. Aber wenn die Beziehung nix ist, ist auch die Abstinenz in Gefahr. Weil das dauerhaft Kraft zieht.

    Ich denke, um das zu kitten, wäre erfahrene Hilfe von außen ratsam. Und damit meine ich nicht ihre Freundin. ;)

    diese Woche am Donnerstag hab ich bemerkt das ich einen Leistenbruch habe und bin zum Arzt der es bestätigt hat,

    :shock:

    Wenn ich einen Leistenbruch hätte, dann hätte ich das hier schon ohne Ende breitgetreten. 8)

    Da müsste ich bedauert werden und so weiter.

    Manno man, dann wünsche ich Dir da mal gute Besserung. Dass alles gut läuft.

    Das Wort "Enttäuschung" bedeutet Ende der Täuschung.

    Wie ist denn das Gespräch abgelaufen? Für mich klingt das so, als hätte er einige Vorschläge gemacht.

    Und nachdem Du diese alle abgeschmettert hast, hatte er die Nase voll. Kann das sein?

    Nach dem Motto, wenn für Dich alles schlecht ist, dann sauf doch wieder.

    Das ist dann eine Trotzreaktion. Mir ist hier aber auch schon aufgefallen, dass sehr viele Vorschläge hier, bei Dir ins Leere laufen. Es kommt oft vor, dass Menschen (anfangs) in ihrer Opferrolle verharren wollen.

    Du möchtest glücklicher werden. Das verträgt sich nicht mit dieser Rolle. Du könntest anfangen, Dir wirklich zu überlegen, welche der Vorschläge vielleicht doch umsetzbar sind.

    das die gute Frau auch schon etwas arrangiert hat für meine xy und ihr neues Leben.

    Gut möglich. Du kannst auch anfangen, für Dein neues Leben zu arrangieren. Ich hatte auch meine Startschwierigkeiten. Aber es hat ständig in mir gearbeitet und schließlich musste ich handeln.

    Bei mir war der Anfang auch sehr unangenehm und steinig. Aber es hat sich sowas von gelohnt. Und das wird es sich bei Dir auch.

    Da ich schon recht weit unten war, konnte der Weg auch nur nach oben gehen. So sehe ich das bei Dir auch.

    Ich würde mir wünschen es merken dann vielleicht welche das es mir nicht gut geht.

    Da denken wir sehr verschieden.

    Wenn ich mir vorstelle, dass mein Nachbar über längere Zeit seine Mucke laufen lässt, die nicht meinem Musikgeschmack entspricht. Würde ich mir keine Sorgen um ihn machen.

    Außer ich gehe rüber und knalle ihm eine. ^^

    Das war natürlich überspitzt dargestellt.

    Ich lese heraus, dass Du Dir sehr wünscht, dass jemand Anteil an Deinen Emotionen hat.

    Das kann auch entlastend sein. Mit Deinen Emotionen klarkommen, kannst nur Du selbst auf Dauer. Ich musste das auch nochmal richtig lernen, als ich aufgehört habe zu trinken. Denn dann kamen sie ungefiltert. Waren ja lange genug unterdrückt.

    Annenmaykantereit ist Depri Mücke und ja, ich benutze sie beim Saufen.

    Sollte ich die besser weg tun?

    Das ist nur eine Frage. Weil sie mich an eine andere Band erinnern, die ich früher viel gehört habe. Und dabei habe ich es gut rein laufen lassen.

    Dinge zu tun, bei denen ordentlich getrunken wurde, vermeide ich.

    Sicher, ich bin abends meistens mit dem Tablett auf dem Schoß dagesessen und habe getrunken.

    Das geht jetzt auch gut, ohne dabei zu saufen. Aber Musik wirkt sich viel stärker auf die Emotionen aus. Aus dem Grund lasse ich keine depri Musik mehr laufen. Und inzwischen gefällt sie mir auch nicht mehr so gut.

    Also, ich würde es erstmal lassen.

    Annenmaykantereit

    Habe ich gerade gegoogelt. Kannte ich gar nicht. Was für ein Name :)

    Ich hätte Hilfe erwartet aus der Familie wie sie sahen dass ich zu viel trank.

    Was für eine Art von Hilfe hast Du erwartet?

    Mir hätte keiner helfen können. Wenn ich darauf angesprochen wurde, habe ich zugemacht und mich gerechtfertigt. Ich war selbst auch ganz fest der Meinung, dass ich kein Problem habe. Denn nicht Trinken kam nicht infrage für mich.

    Das mag hart klingen. Aber im Prinzip ist es gut, dass es keinen aus der Familie mit heruntergezogen hat. Sonst würde das jetzt Deine Seele belasten.

    Bist Du sicher, dass Dich diese Musik nicht noch mehr runterzieht?

    Das ist nur eine Frage. Weil sie mich an eine andere Band erinnern, die ich früher viel gehört habe. Und dabei habe ich es gut rein laufen lassen.

    Jeder leidet irgendwie nur vor sich hin.

    Ich nicht.

    Vielleicht projizierst Du das nach außen? Nachdem ich trocken wurde, habe ich viel umstellen müssen. Denn ich habe tatsächlich gelitten. War vorher halt abends weggesoffen. Da das nicht mehr ging, mussten Veränderungen her.

    Die Idee von Kurswechsel ist auch gut. Die ist auf der Seite vorher, ganz unten.