aennie - Es ist wie es ist

  • Hallo Seeblick. Ja, ich weiss es ist da bei dem Job meine eigene Entscheidung.

    Ich hätte gutes Geld dort für wenige Stunden. Ein Job, wo ich mir schon vor Jahren gesagt habe : Mache ich nicht mehr.

    Mich reizt das Gehalt. Aber ob ich mich Wohlfühlen werde?

    Ausprobieren, ja klar. Aber das schon gleich mit nem unguten Bauchgefühl?

    Ich brauche da Meinungen, Erfahrungsberichte von anderen.


    Mit Spass meine ich Spass.

    Lachen, rumalbern, bisschen Blödsinn machen.Versuche ich einzubringen beim Sport, hier und da. Ist nicht angebracht

    Jeder leidet irgendwie nur vor sich hin. So ist mein Gefühl gerade.

  • Jeder leidet irgendwie nur vor sich hin.

    Ich nicht.

    Vielleicht projizierst Du das nach außen? Nachdem ich trocken wurde, habe ich viel umstellen müssen. Denn ich habe tatsächlich gelitten. War vorher halt abends weggesoffen. Da das nicht mehr ging, mussten Veränderungen her.

    Die Idee von Kurswechsel ist auch gut. Die ist auf der Seite vorher, ganz unten.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Den Blick auf die kleinen Dinge hatte ich immer und habe ich auch immer noch.


    Ein wärmer Sonnenstrahl, die Täubchen gerade die auf Partnersuche sind, die Bäume die demnächst wieder grün werden...usw.

    Ich sehe So was alles, auch im Tierpark hier. Wo mich da am meisten die Leuchtenden, aufgeregten Kinderaugen erfreuen.

    Ja, das kann ich alles, habe ich nie verloren in meiner Säuferkarriere.

    Meine Wohnungen waren auch immer sauber. Nie versifft.

    Mit 30 ging mein täglicher Konsum los.

    Es gab nen Exfreund, der sich von mir trennte, was so auch gut war, mir dennoch Geschenke vor die Tür legte und so weiter.

    Ich sagte ihm er solle das lassen. Er machte weiter. Ich konnte nicht einschätzen was das soll. Fragte jemanden aus der Familie telefonisch

    um Rat. War ein Heiligabend.

    Der fragte als erstes ob ich alkoholisches im Hause habe. Ja, hatte ich. Calvados.

    Davon trinkst du nun erst mal 2-3 sagte er und dann rufst du den an .

    Habe ich gemacht.

    Der Ex blieb Ex, dafür zog der Alkohol bei mir ein

  • Er betäubte erst mal. Das was gut so.

    Er machte lange Abende kurz. Super

    Er half dabei andere auch mal anzuschnoddern.

    Ja, er machte selbstbewusst. Ich bin ich und ich kann auch anders als nur nett.

    Interessierte nur niemanden.

    Ich hätte Hilfe erwartet aus der Familie wie sie sahen dass ich zu viel trank. Kam nicht.

    Während ich mich um deren Probleme kümmerte, denen weiterhalf, erkannten sie meine Hilferufe nicht an.

    Und so ist es und wird es wohl auch immer bleiben.

  • Annenmaykantereit

    Habe ich gerade gegoogelt. Kannte ich gar nicht. Was für ein Name :)

    Ich hätte Hilfe erwartet aus der Familie wie sie sahen dass ich zu viel trank.

    Was für eine Art von Hilfe hast Du erwartet?

    Mir hätte keiner helfen können. Wenn ich darauf angesprochen wurde, habe ich zugemacht und mich gerechtfertigt. Ich war selbst auch ganz fest der Meinung, dass ich kein Problem habe. Denn nicht Trinken kam nicht infrage für mich.

    Das mag hart klingen. Aber im Prinzip ist es gut, dass es keinen aus der Familie mit heruntergezogen hat. Sonst würde das jetzt Deine Seele belasten.

    Bist Du sicher, dass Dich diese Musik nicht noch mehr runterzieht?

    Das ist nur eine Frage. Weil sie mich an eine andere Band erinnern, die ich früher viel gehört habe. Und dabei habe ich es gut rein laufen lassen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • So einen Rat hab ich auch mal bekommen. Gegen Prüfungsangst: jeden Abend ein Bier. Hat scheinbar super funktioniert, nur dass es im Laufe der Jahrzehnte (!) langsam, aber sicher immer mehr wurde.

    Dafür mache ich aber nicht die Ratgeber verantwortlich, sondern mich: Warum habe ich, die schon damals alles kritisch hinterfragt hat, diesen Rat so schnell und so "dankbar" angenommen?

    Ich hätte Hilfe erwartet aus der Familie wie sie sahen dass ich zu viel trank. Kam nicht.

    Während ich mich um deren Probleme kümmerte, denen weiterhalf, erkannten sie meine Hilferufe nicht an.

    Was für Hilferufe hadt Du denn ausgesandt? Und wie hätte die Familie Dir helfen sollen/können?

    Weltschmerz nennt man das wohl

    Oder Selbstmitleid? Versteh mich nicht falsch, das darf auch mal sein, aber nicht zu lange. Denn es lähmt und macht dich sehr empfänglich für den "Tröster" Alk.

    Ein Job, wo ich mir schon vor Jahren gesagt habe : Mache ich nicht mehr.

    Mich reizt das Gehalt. Aber ob ich mich Wohlfühlen werde?

    Ausprobieren, ja klar. Aber das schon gleich mit nem unguten Bauchgefühl?

    Ich brauche da Meinungen, Erfahrungsberichte von anderen.

    Warum, traust Du Deinem Bauchgefühl und Deiner Erfahrung nicht? Dann frag uns gern um Rat, wenn es nicht zu privat ist.

  • Hallo Blendi,

    von Deinem Nickname leite ich Blender ab. Du drückst scheinbar damit aus, dass Du andere geblendet hast. Nämlich, damit sie nicht merken, wie es tatsächlich in Dir aussieht. - Kann das sein?

    Und wenn es so ist, dann ist klar, dass niemand erkennen kann, wie es Dir tatsächlich geht.

    Aber für Dein Seelenheil bist allein Du zuständig, niemand anders. Genauso wenig, wie Dir andere den Alkohol an die Lippen setzen. Und solltest Du das tun, dann tust Du es ganz allein.

    Wenn Du etwas anders in Deinem Leben haben willst, dann bist Du es, diejenige, die es verändern kann. Niemand sonst!

    Meinen Glückwunsch zu über 3 Monaten Abstinenz! Es ändert sich viel im ersten Jahr, darüber kannst Du hier viel nachlesen.

    Ich habe Stück für Stück wieder zu mir selbst zurückgefunden. So wie ich schon immer (vorher) war. Und ich habe akzeptiert, dass ich so bin, wie ich bin. Mit all meinen Fehlern und Empfindlichkeiten. Und so habe ich angefangen einiges in meinem Leben zu ändern, damit ich zufrieden abstinent leben kann.

    Es ist kein leichter Weg, aber auch Du kannst es schaffen!

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Warum traue ich meinem Bauchgefühl nicht. Das ist eine gute Frage.

    Dieses jobangebot ergab sich nebenbei. Ich bin durch mit dem Theme. Zahnarzthelferin.

    Aber, wie ich schrie, der Lohn reizt mich.

    Und ich verquere dann immer das Bauchgefühl. Rede mir ein es wäre Schiksal, es sollte so sein. In diesem Fall : Nimm das an. Gutes Geld. Und mehr Verdienst als in bem Volljob. 3 Tage nachmittags frei.Könnte ich dann dies und das machen, Geld würde ja rechen.

    Ich höre da dann quasi die Stimme die sagt: Mach das. Und Bauch sagt: Lass das.

    Und dann leide ich wieder.

    Ja, deshalb Annenmaykantereit. Die ziehen runter. Andererseits auch hoch.Bei Offener Terassentür bei zig Anwohnern die das mithören müssen dann finde ich das dann bissel lustig, bzw. Ich würde mir wünschen es merken dann vielleicht welche das es mir nicht gut geht.

    Annenmaykantereit ist Depri Mücke und ja, ich benutze sie beim Saufen.

    Sollte ich die besser weg tun?

  • Alles, was herunterzieht, ist nicht gut, Blendi!

    Besser ist etwas zur Motivation und mit guter Laune.

    Du beschwörst mit solcher Musik doch nur Weltschmerz herbei. Das muss doch wirklich nicht sein.

    Schaue über Deinem Beitrag, da habe ich Dir etwas zum Thema, fast gleichzeitig, geschrieben.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Annenmaykantereit ist Depri Mücke und ja, ich benutze sie beim Saufen.

    Sollte ich die besser weg tun?

    Das ist nur eine Frage. Weil sie mich an eine andere Band erinnern, die ich früher viel gehört habe. Und dabei habe ich es gut rein laufen lassen.

    Dinge zu tun, bei denen ordentlich getrunken wurde, vermeide ich.

    Sicher, ich bin abends meistens mit dem Tablett auf dem Schoß dagesessen und habe getrunken.

    Das geht jetzt auch gut, ohne dabei zu saufen. Aber Musik wirkt sich viel stärker auf die Emotionen aus. Aus dem Grund lasse ich keine depri Musik mehr laufen. Und inzwischen gefällt sie mir auch nicht mehr so gut.

    Also, ich würde es erstmal lassen.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Depri Mücke und ja, ich benutze sie beim Saufen.

    Dann brauchst du ab sofort Musik, die Du nicht mit Saufen verbindest.

    Ein ganz wichtiger Leitsatz für die Abstinenz lautet: Nur nicht trinken reicht nicht.

    D. H., alles, was uns bisher als Vorwand zum Saufen gedient hat, sollten wir uns angucken und möglichst ändern - und dabei in uns hineinhorchen.

    Ich würde mir wünschen es merken dann vielleicht welche das es mir nicht gut geht.

    Hast Du schon mal bei Nachbarn geklingelt, weil Du Dir Sorgen wegen ihrer lauten Musik machst? Ist das nicht ein bisschen viel verlangt? Und wie lange willst du darauf warten?

    Was kannst du denn konkret heute Abend für Dich machen, damit du aus dieser gefährlichen, wenn auch menschlich verständlichen Stimmung aussteigen kannst?

  • Der Name Blendi zwitschte mir bei der Anmeldung rein.

    Ja, ich tue oft so als ginge es mir gut ohne das es stimmt.

    Gleichzeitig geht es mir oft gut. Das möchte ich dann zeigen und tue es auch. Kommt immer nicht gut an

  • Ich habe die Heizung volle Pulle angedreht, dass mir warm wird.

    Das erzeugt wieder Kosten. Geld, das ich nicht habe.


    Nein ich klingelte nie wo an wo deprimucke lief.

    Ich hörte das heute hier, und dachte, ok, schliesse ich mich an.

    Ansonsten ist es Jahre her das ich laut Musik anhatte

  • Das erzeugt wieder Kosten. Geld, das ich nicht habe.

    Ein Tipp: Besorge Dir eine elektrische Heizdecke. ;)

    Die ist wunderbar und so kannst Du es Dir schön kuschelig, warm machen. Ich habe mittlerweile im Wohnzimmer und auch im Schlafzimmer eine Heizdecke, die ich bei Bedarf nutze.

    LG Elly

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    Mancher wird erst mutig, wenn er keinen anderen Ausweg mehr sieht.

    - Trocken seit 06.01.2013 -

  • Ich würde mir wünschen es merken dann vielleicht welche das es mir nicht gut geht.

    Da denken wir sehr verschieden.

    Wenn ich mir vorstelle, dass mein Nachbar über längere Zeit seine Mucke laufen lässt, die nicht meinem Musikgeschmack entspricht. Würde ich mir keine Sorgen um ihn machen.

    Außer ich gehe rüber und knalle ihm eine. ^^

    Das war natürlich überspitzt dargestellt.

    Ich lese heraus, dass Du Dir sehr wünscht, dass jemand Anteil an Deinen Emotionen hat.

    Das kann auch entlastend sein. Mit Deinen Emotionen klarkommen, kannst nur Du selbst auf Dauer. Ich musste das auch nochmal richtig lernen, als ich aufgehört habe zu trinken. Denn dann kamen sie ungefiltert. Waren ja lange genug unterdrückt.

    Wo ich hingehe, dort bin ich.

  • Ja, die Emotionen.


    Ehrenamt.. Ich muss doch erstmal mit mir selbst im reinem sein.

    Ich las das hier immer wieder. Sich rückbesiinen, was man früher gern tat.

    Ja, ich spielte gerne Blockflöte im Kirchenkreis.

    Gibt es hier nicht, in näherer Umgebung auch nicht

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