Beiträge von Alex_aufdemweg

    27 Tage, was nichts ist das ist mir aber schon bewusst.

    Jede Nüchternheit fängt mit dem ersten Tag an. Also ist das nicht nichts.

    Aufpassen muss ich immer, aber am Anfang sind die Beine noch etwas wackliger unterwegs.

    Und darum geht es gerade. Ist der Alkohol daheim greifbar, kann es sehr schnell vorbei sein. In Sekunden.

    Ich hab da mal reingeschaut. Nichts für nasse Alkoholiker. Punkt.

    Ja, reingeschaut habe ich auch. Bis Minute 16. Als sich dann eine Alkoholikerin den Schnaps an den Mund gesetzt hat, um zu "trainieren" nicht zu trinken.

    Das war es dann. Sinnlose Masochistenspielchen muss ich mir nicht ansehen.

    Vorher hat er noch ein Bier mit einem Alkoholiker getrunken, der plötzlich kontrolliert trinken kann.

    In der Vorschau kam noch irgendwas mit "Abstinenz ist nicht möglich".

    Ich rate von dieser Doku ab. Am Ende kommt noch jemand auf die Idee, das nachzumachen.

    Ich persönlich gehöre zu den glücklichen Menschen, denen es möglich war, es meinem Umfeld mitzuteilen. Den Rest hat mein Kleiner übernommen. Der anfing allen zu erzählen, dass der Papa kein Bier mehr trinkt und zu den "reale SHG" geht.

    In der Schule. In seinen Sportvereinen, usw.

    Bis ich das bemerkt habe, war es eh durch.

    Es gab ein paar Blicke. Nachdem aber festgestellt wurde, dass ich noch immer wie ein normaler Mensch aussah (vielleicht etwas frischer, als vorher) wurde das schnell uninteressant.

    Da so etwas sicher schnell die Runde gemacht hat, gehe ich davon aus, dass einfach jeder Bescheid weiß. Darauf angesprochen hat mich tatsächlich kein einziger.

    Ich denke, dass es für die meisten Menschen bei Weitem nicht so interessant ist, wie jetzt für mich selbst.

    Alle meine Freunde wissen Bescheid. Besonders meine vielen Freunde, die ich jetzt nicht mehr habe, da es sich nur um Saufkumpanen gehandelt hatte. Ich vermisse sie keine Minute, da wir, außer dem Alkohol, kein Interesse füreinander hatten.

    Ich habe alle sozialen Brücken zurück in die Sucht abgebrochen und lebe heute sehr gut damit.

    Ich brauche mich nicht verstecken und wenn ich irgendwo zum Glas greifen würde, würde zu Recht das große Trara ausbrechen.

    Zu meiner Sucht stehe ich voll und ganz und das würde ich jedem mitten ins Gesicht sagen, wenn es nötig wäre.

    Das war jetzt meine Sicht und Art, wie ich damit umgehe. Ich dachte mir, eine Extreme der "offenen" Seite hier, dürfte nicht schaden.

    Ich könnte mir in den Hintern beißen, dass ich das überhaupt erwähnt habe

    Was ich Dir gerne raten möchte ist, dass Du - auch wenn es im ersten Moment schwer ist - Dich nicht rechtfertigst.
    Ich habe ein paar Stunden gewartet.
    Mit der Zeit hat mein Hirn dann angefangen, die Fakten raus zu filtern, ohne dass meine Emotionen das weiter blockiert haben.

    Und wenn ich der Meinung war, dass das nichts für mich ist, habe mich auch nicht mehr darüber aufregen müssen. Hat mich etwas weiter geärgert, war meistens etwas dran.

    Willkommen Robyn,

    du bist jetzt für die offenen Bereiche freigeschaltet.

    Du kannst überall schreiben, jedoch bitte nicht die ersten 4 Wochen bei den neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich. (Erkennbar an den orangeroten Namen)

    Ich wünsche Dir einen guten und hilfreichen Austausch.

    Nein, im Ernst. Deine Gefühle schlagen anscheinend immer sehr gewaltig aus. Gegen "wahnsinnig gut drauf", ist ja nichts einzuwenden. Irgendwie habe ich nur bedenken, dass das vielleicht auch wieder mal umschlagen könnte, wenn Du so ein Tempo vorlegst.

    Vielleicht ist das bei Dir aber auch einfach normal so. Das wird der Grund sein, wieso ich das Bedürfnis habe ständig auf die Entschleunigung zu pochen.

    Irre was dieses Vorbeifahren ausgelöst hat. Habe ich so noch nicht erlebt.

    Ich komme jetzt wieder mit einer ollen Kamelle. Aber sie stimmt.

    Wenn ich aufhöre zu saufen, kommen mit der Zeit viele Gefühle zurück.

    Aber, es kommen alle Gefühle zurück.

    Die guten und die schlechten Gefühle. Wie Du erkannt hast, liegt die Kunst jetzt darin, einen anderen Weg zu finden, als Alkohol.

    Das sind neue Pfade. Doch dadurch, dass Du sie jetzt immer wieder gehst, werden sie fester und breiter. Und bald hört dieser schlechte Vorschlag des Suchthirns fast ganz auf.

    Bei mir kommt das praktisch gar nicht mehr. Ich musste eher aufpassen, wegen der Belohnungsgedanken.

    Das ist jetzt auch weg. Dann wären es nur noch die sich häufenden Trigger. Das kann ich vermeiden.

    Jedes Mal, wenn Du einem "Angriff" der Suchstimme widerstehst, wirst Du stärker werden.

    Vielleicht kennt man sich sogar persönlich und ahnt es hier nicht

    Ha jo. Ich winke gerade zu Dir rüber. 😎

    Bei fast 85 Mio (2023), alleine in Deutschland, doch eine recht geringe Chance. Wir haben aber z. B. auch einige Österreicher da.

    Komme aber wegen einer Frage vorbei.

    Alex warum geht’s dir nur die erste Hälfte des Tages gut?

    Meine Aussage bezog sich darauf, dass es mir in der ersten Tageshälfte immer besonders schlecht ging. Gegen 10:00 Uhr hatte ich dann wohl den 0,0 Pegel erreicht und hing würgend über der Toilette im Geschäft. So leise und unauffällig, wie es eben ging. Jeden Vormittag praktisch ein neuer Entzug. Mittags wurde es dann besser und zum Feierabend gleich das erste Bier.

    Jetzt geht es mir rund um die Uhr gut. Bis auf ein paar andere Wehwehchen oder Sorgen, die ich zum Beispiel habe.

    an meiner neuen Jogginghose.

    Hatte mir extra fürs Homeoffice zwei neue bestellt. Möchte mich ja auch daheim schön finden. 8)

    weil ich gemerkt habe das einige die um die gleiche Zeit wie ich hier aufgeschlagen sind nicht mehr schreiben.

    Ich habe hier und in meiner realen SHG schon einige Rückfälle erlebt. Hier sind die User meistens einfach weg. Aber es gibt auch welche, die wieder hier herfinden. Manchmal nach längerer Zeit. Selten.

    Hatte mich in der Realen bei einem ziemlich reingekniet. Er hat es aber nicht geschafft.

    Hier im Forum gab es eine Neue, die genau mit mir angefangen hat. Weil, sie ja auch ganz am Anfang stand, fühlte ich mich so gut verstanden. Nie mehr etwas gehört. Über drei Jahre her und ich frage mich noch immer, was aus ihr geworden ist.

    Was ich damit sagen möchte. Mal wieder. Es ist wie in dem Film "One for the road". Zwei Wackelkandidaten, die noch im Kopf nass sind, machen sich nicht trocken. Stürzt der eine ab, geht der andere oft mit unter.

    Aus dem Grund ist es nicht ratsam sich emotional zu sehr an einen anderen "Neuling" zu binden. Das mag jetzt hart klingen. Aber wenn diese Krankheit nicht gestoppt wird, wird es noch viel härter.

    Falls sich damit jemand angesprochen fühlt, darf er gerne darüber nachdenken.

    Bis morgen. 👋

    am nächsten Tag

    Das nächste Mal die Pulle gleich aus der Wohnung. Das würde ich anders machen.

    Ansonsten, stelle ich mir das recht heftig vor. Ich war auch Belohnungstrinker. Natürlich war jeder Grund recht. Aber Belohnung war ganz vorne dabei.

    Da hat es ja echt Trigger geregnet, bei Dir.

    Dann ist man endlich in der Unterkunft und dann stehe da auch noch zwei Flaschen. Das ist schon fast wie im Film.

    Super, dass Dein Urlaub dennoch so gut gelaufen ist. Hoffe, Du bist gut erholt. :thumbup: