Beiträge von Alex_aufdemweg

    ich habe versucht sein Verhalten zu rechtfertigen

    Das kann ich jetzt wieder so gut nachvollziehen. Ich habe das dann später auf Beziehungen übertragen.

    Es hing dann alles von ihrem Befinden ab. Aus dem Grund habe ich ständig versucht, alles richtigzumachen.

    Das Ende vom Lied war, dass ich selbst nicht richtig existent war. Und das will dann auch wieder niemand.

    Es ist immer das gleiche.. es nervt mich nur noch.

    Das kenne ich gut. Bei meiner Mutter ist es auch, als würde gleich nach dem Gespräch wieder der Reset-Knopf gedrückt. Alles weg.

    Da das aber schon immer so ist, liegt das nicht an irgendeiner Demenz. Sie hat sich ihr Konstrukt aufgebaut. Ihre eigene Welt. In der sie gut dasteht. Wenn sie von damals erzählt, könnte ich meinen, ich war woanders. Ihre Argumente, wieso das oder dies ok war, wurden von mir entkräftet. Aber sie bringt das nächste Mal einfach wieder die gleichen. Dabei ist sie sonst nicht so dumm.

    Ich denke es liegt an folgendem. Wenn sie sich eingestehen müsste, was wirklich war. Dann würde ihre eigene Welt ja zusammenbrechen. Damit wäre keinem geholfen.

    Im Prinzip versuche ich es nicht mehr. Es stresst mich aber ungemein, wenn ich ihr dann zuhöre. Also halte ich den Kontakt auf ein absolutes Minimum. Das rate ich Dir auch.

    Fußbodenkosmetik. Den merke ich mir ^^

    Andere sagen, bist halt abgestürzt. Das kommt schon mal vor. Ist normal. Ist es eben nicht. Überhaupt nicht. Für mich nicht.

    Das sehe ich genauso. Umso mehr Respekt, dass Du Dich hier gleich gemeldet hast. Aber "vorher" wäre natürlich noch besser gewesen. Das hast Du ja bereits gemerkt. :thumbup:

    Ich glaube, das kennen die meisten von uns zugut.

    Da glaubst Du falsch, Bono. Ich kenne das nicht. Denn wenn ich das so sehen würde, dann wäre das für mich wie eine Hintertür, die ich mir offen halte. Aus dem Grund mache ich mir auch keine Gedanken über alkoholfreies Bier. Wenn ich Bier, egal in welcher Form trinken wollte, stände ich auf sehr wackligen Füßen.

    ging raus und kam einfach nicht wieder,

    Sehr gute. Das habe ich auch schon öfters gemacht. Das fällt meist gar nicht auf. Nennt sich "französisch verabschieden".

    Bislang erwehre ich mich auch allfälliger Versuche, mir ein Gläschen vor die Nase zu schieben

    Hier ist es ratsam, sich nicht dort aufzuhalten, wo so etwas passiert. Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt.

    Vielen Dank für Deine ausführliche Antwort.

    Hier ist der Link für die Bewerbung zu den offenen Bereichen. Einfach draufklicken und einen kurzen Satz schreiben. Erklären brauchst Du nichts mehr, da Du ja schon alles dazu hier geschrieben hast.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Danach werden wir Dein Thema zu "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.

    Ich glaube, früher oder später, passiert das. Mir ist es bereits zweimal passiert.

    Große Panik, beim ersten Mal habe ich habe sogar gemeint, ich spüre es in den Knien. Alles ausgespuckt und Zähne geputzt, usw.

    Beim zweiten Mal hatte ich es bereits runtergeschluckt. Nach fünf Minuten habe ich mich dann übergeben. Es musste raus.

    Wohl psychosomatisch. Aber meine körperliche Reaktion war sehr heftig. Ich und mein Körper haben verinnerlicht, dass das giftig ist. Und das ist es auch. Für jeden. Denn es ist ein Lösungsmittel. Zerstört alle Zellen. Und bei mir kann es auslösen, dass mir meine Alk-Sicherungen durchbrennen und ich mir womöglich das Zeug erst recht rein schütten muss. Ein furchtbarer Gedanke. Da kann schonmal Panik aufkommen.

    Das ist das was bei mir war.

    Letztendlich weis meine Frau, das ich Alkoholiker bin

    .Ich liebe sie und möchte sie nicht verlieren. Ich muss mich ändern,

    Denkst Du, Du würdest Deine Frau verlieren, wenn Du sie bittest nicht mehr vor Deiner Nase zu trinken? Meinst Du ihr ist der Alkohol so wichtig?

    Das ist eine wichtige Frage. Denn wenn das so wäre, dann wäre sie auch Abhängig. Ansonsten dürfte das kein großes Problem für sie sein. Für ihren Mann, der Alkoholiker ist. Der es jetzt anpackt. Wenn da noch Liebe da ist, wird sie das gerne tun.

    Ein Getränk kann doch nicht wichtiger sein, als der Partner. Oder doch?

    Wenn Du ihr beschrieben hast, wie es Dir geht. Wie schwer das für Dich wäre und wie gefährlich. Meinst Du sie würde dann gehen?

    Du änderst Dich doch schon. Du fängst gerade an Dein Leben zu verändern.

    Guten Abend stef2303,

    erst mal schön, dass Du da bist.

    Alleine bei den vielen Weihnachtsfeiern derzeit (ich muss da leider dabei sein) auf den Alkohol zu verzichten bzw. den anderen klarzumachen, dass man nichts trinkt, ist schon arg schwer. Und stresst. Hoffe, ich bin hier konsequent genug.

    Konsequent genug, wärst Du, wenn Du, gerade am Anfang, nicht auf diese Feiern gehst, oder sie wenigstens sehr schnell wieder verlässt.

    Das es Dich "stresst" hast Du ja schon bemerkt. Du bewegst Dich dort eine Handbreit vorm Rückfall. Und auch anschließend nimmst Du die Eindrücke mit nachhause.

    Ich kenne keinen Beruf, bei dem man auf eine Weihnachtsfeier "muss". Notfalls bin ich eben krank. Oder fühle mich nicht gut.

    Du hast bereits längere Zeit nichts getrunken und möchtest abstinent leben? Dein Text ist tatsächlich recht lang. :)

    Du siehst Dich als Alkoholiker und möchtest Dich gerne mit anderen Alkoholikern hier austauschen?

    Das schaff ich noch nicht zu sagen dass SIE nervt.

    Das ist gut. Ich habe eher nicht geschafft, den Mund zu halten, bevor mein Satz raus war.

    Wenn ich jetzt Ski fahre (was ich noch nie habe) und mir ein Bein breche, würde ich mich auch aufregen, wenn jemand fragt, ob ich mit Joggen komme.

    Ich hatte schon ein langes Gespräch mit der Kollegin. Nicht nur eines. Und dann kommt so ein Klopper. ^^

    Hartmut hat jetzt bereits geschrieben, was ich vorhatte, zu schreiben. Und noch mehr. In dem Beitrag steckt alles drinnen. Lies ihn Dir am besten öfters durch.

    Besonders anschaulich wird dies im thread von Alex auf dem Weg beschrieben.

    Leider findet sich dieser Beitrag im geschlossenen Bereich wieder und ist derzeit für Dich nicht einsehbar.

    Aus dem Grund hier in Kürze. Ich hatte mir natürlich ein sehr alkohollastiges Umfeld aufgebaut. Sprich, 90 % meiner "Freunde" haben mit mir gebechert. Und das tun sie auch heute noch. Nur ohne mich.

    Mein damals bester Freund ist Alkoholiker. Nur weiß er das selbst noch nicht. Bzw. er belügt sich dabei genauso gut, wie ich das all die Jahre gemacht habe. Auch zu ihm habe ich keinen Kontakt mehr.

    In dem Fall ist das nicht mal, weil er etwas trinken würde, wenn wir uns sehen. Wir haben einfach keinen Draht zueinander. Das Bindeglied Alkohol ist weggefallen.

    Meine anderen "Freunde" wollten sich melden, wenn sie mal etwas unternehmen, wo Alkohol nicht im Mittelpunkt steht. Das war vor 2 1/2 Jahren. ^^

    Ich habe auch nicht damit gerechnet. Das Umfeld hat sich bei mir von selbst ergeben.

    Dass es viele Veränderungen geben wird, war mir nicht klar, als ich aufgehört habe zu saufen. Ich dachte, ich trinke halt nichts mehr. Doch es hat sich mein ganzes Leben geändert. In vielen Bereichen. Und eigentlich sehr zum Besseren.

    Also. Dich mit an den Stammtisch zu setzten oder (besonders gleich zu Anfang) wild abzufeiern, kannst Du knicken. Wegen des Alkohols, der getrunken wird UND wegen der Art und Weise, wie sich Deine "lustige Clique" verändern wird, wenn der Pegel steigt. Das wurde mir nämlich ganz schnell unangenehm. Da passe ich gar nicht mehr hin.

    Wünsche Dir einen guten Start :thumbup:

    Oh, danke. :)

    Da hast Du recht. Auf die Idee mich zu schämen, keinen Alk zu trinken, bin ich noch nicht gekommen.

    Ich habe früher insgeheim Leute bewundert, die keinen getrunken haben. Ein Freund von mir - mit dem ich auch noch Kontakt habe - und ein paar andere waren mit mir den zweiten Tag auf der Bierbörse. Das ist ein Fest hier.

    Da meint der doch. "Gestern hatte ich echt viel. Ich trinke heute nichts."

    Ich konnte es nicht glauben. Und dann hat der den Tag total mit uns genossen und nichts getrunken. =O Echt bewundernswert.

    Das hätte ich nie gekonnt. Ach ja, und ich würde es jetzt auch nicht können. Das würde nur gehen, wenn ich nie Alkoholiker geworden wäre.

    Vorhin meinte eine Kollegin, ob ich mit auf den Weihnachtsmarkt komme. Sie weiß Bescheid. Ich ziehe nur eine Augenbraue hoch und schaue sie an. Sie "Kinderpunsch?".

    Und ich "Oh, du nervst echt. Ich erkläre es doch nicht jedes Mal."

    Also muss ich eher noch aufpassen, dass ich nicht motzig werde, wenn ich mich gedrängt fühle. :saint:

    nach einer Wanderung zum Essen in ein Restaurant einzukehren, oder besser direkt zur FeWo. Ich werde das situativ entscheiden.

    Finde ich voll gut. So ein lockerer Plan ist echt was Gutes. :thumbup:

    dass es allen Gut geht nur ich nichts auf die Reihe kriege.

    Mein Schuldgefühl war auch sehr stark ausgeprägt.

    Das hat sich mit der Nüchternheit geändert. Das bedeutet ja nicht, dass ich vergesse.

    "Nichts" hast Du ja jetzt nicht auf die Reihe bekommen. Du bist bereits die ersten Schritte gegangen und "packst" es jetzt an.

    Gerne.

    nur fällt mir das momentan schwer, weil ich mich selbst einfach nur abkapseln möchte von meiner Umwelt.

    Aus welchem Grund? Schuldgefühle? Oder weil Du Angst vor einem Rückfall hast? Wo drückt der Schuh?

    Wichtig ist, dass Dein Haushalt alkoholfrei ist, am Anfang Feierlichkeiten, auf denen Alkohol konsumiert, meidet und sich regelmäßig mit anderen trockenen Alkoholikern austauscht. Und dafür bist Du ja hier richtig!

    Da alles Eingangsfragen beantwortet sind und Dein Entzug ärztlich überwacht wird, geht es gleich für Dich weiter.

    Für den Austausch im offenen Bereich klicke folgenden Link an:

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    Anklicken und kurz etwas dazu schreiben.

    Wir werden Dich dann freischalten und Dein Thema in den Bereich "Erste Schritte für Alkoholiker" verschieben.