Beiträge von Alex_aufdemweg

    Das kann auch ein Grund sein. Das Suchthirn kann fast alles als Grund hernehmen.

    So Träume hatte ich einige. War dann auch erstmal stolz, dass ich da nichts getrunken habe. Inzwischen hatte ich auch schon einige, in denen ich getrunken habe. Schließlich ist das ja auch irgendwo eine Angst, die verarbeitet werden will.

    Wie Du sagst, es ist einfach nur ein Traum.

    Wenn Du ein paarmal Burger, ohne Saufen, gemacht hast, wird das auch zur Normalität werden. Das dauert ein bisschen.

    schenke ich ihnen keine Beachtung und sie verschwinden relativ schnell wieder.

    Betrachte den Gedanken von "außen".

    "Aha, mein Suchthirn denkt ans Trinken."

    Dem Gedanken selbst schenke ich Aufmerksamkeit und dann geht er wieder. Wenn Du versuchst ihn gar nicht zu denken, kommt er immer wieder.

    Ach ja. Was mir gerade eingefallen ist. Ich habe mit meinem Suchthirn geredet. Na ja. Eigentlich eher zusammen gesch... en. Diese Art von Aufmerksamkeit hat auch sehr gut geholfen.

    Was Du auf alle Fälle schon richtig machst, ist nicht mit Dir zu diskutieren. :thumbup:

    Denn es gibt nichts zu diskutieren. Und auch nicht zu erklären.

    Hallo sansl,

    schön, dass du hier bist.

    Mein Vater ist am Alkohol gestorben.

    Ich hatte aber schon lange keine Bindung mehr zu ihm. Das macht es sehr viel einfacher.

    Du bist jetzt freigeschaltet und an die richtige Stelle im Forum verschoben worden. Ich wünsche dir weiterhin einen guten Austausch und Platz für deine Gedanken.

    Du kannst überall schreiben, nur bitte die ersten vier Wochen nicht bei den anderen neuen Teilnehmern im Vorstellungsbereich (erkennbar an den orange-roten Namen)

    VG

    Alex

    und der Alkohol um einen herum wird doppelt und dreifach wahrgenommen.

    Ja, ein riesiger Unterschied.

    Ich konnte es kaum fassen, als ich "mal wieder" am Titisee war. Schon eine Weile her.

    Da gibt es einen Touristenladen neben dem Nächsten. Bin ich immer gerne durch gebummelt.

    Dieses Mal war es vollkommen anders. Schon im ersten Laden. Schnäpse, Schildchen und Kärtchen mit Trinksprüchen. Ohne Ende Alkoholika zum Kaufen. Sogar Hocker aus Bierkästen.

    Praktisch in jedem Laden. Ich war nach einer halben Stunde bedient.

    Zu der Zeit war der Gang durch die Alkoholabteilung im Discounter, ein Spießrutenlaufen. Darum habe ich es natürlich einfach gelassen.

    Hatte damals noch ein schlechtes Gewissen, weil ich den "Bummel" abgebrochen habe. Wusste aber, von hier, dass ich auf mich hören darf und auch muss.

    Zeit war und ist für mich ein wesentlicher Faktor.

    Für mich auch. Inzwischen ist mir die Alkoholabteilung im Discounter egal. Ich hätte nicht gedacht, dass ich irgendwann mal freiwillig durchlaufe, wenn es der kürzeste Weg ist. Das hat aber ca. 1 1/2 Jahre bei mir gedauert.

    Inzwischen ist das wie die Windeln. ;) Nicht mehr für mich interessant.

    Als ich damit angefangen hatte, hat ein Bekannter mal zu mir am Tisch gesagt "Lass den doch nächstes Mal abstellen, dann trink ich den".

    Meine Antwort: "Wenn Du einen zweiten willst, dann bestell Dir halt einen. Ich nehme keinen Alkohol an, der für mich gedacht war". Fertig.

    Ich habe das an meinem ersten Geburtstag, ohne Alk, erlebt. Meine Mutter hatte mich zum Griechen eingeladen.

    Sie sagte ich solle den Uzo annehmen und stehen lassen. Sie würde ihn trinken.

    Als die Frage dann von der Bedienung kam, habe ich "ja" gesagt.

    Das hat sich extrem falsch angefühlt und mich noch den halben Abend runtergezogen. Ich habe meiner Mutter (und hauptsächlich mir selbst) an dem Abend noch gesagt, dass ich das nie wieder so machen werden. "Ja" zu sagen geht für mich gar nicht.

    Sie hat es nicht verstanden. Aber darauf kam es ja auch nicht an.

    es gibt ja immer gründe hinter dem suff

    Am Anfang habe ich Alkohol vielleicht aus irgendeinem Grund getrunken.
    Wenn es dann Sucht ist „sucht“e ich höchstens Gründe zum saufen.

    Es gibt immer Gründe. Ob ich gut, oder schlecht drauf bin.
    Der eigentliche Grund ist aber, dass ich trinken musste, weil ich abhängig geworden bin.

    Aus dem Grund kann ich jedem CO sagen. Zieht euch nicht den Schuh an für das Trinken des Anderen verantwortlich zu sein.

    und wie haben sie das geschafft?

    "Sie" haben es erstmal gar nicht geschafft.

    Aus meiner Erfahrung war das eher bei Alkoholikern, die hier schreiben. Denn da hat es bei den meisten "klick" gemacht.

    Wenn sie sich von selbst melden und ihrer Nüchternheit die erste Priorität einräumen. Dann, wenn nicht schon alles zerbrochen ist, hat es schon einen guten Verlauf gegeben. Ich schreibe extra "Verlauf" weil, wie das "Ende" aussieht, weiß noch keiner.

    Das ist sehr individuell.

    Bei mir war es gerade andersherum. Mit klarem Verstand konnte ich meine toxische Beziehung nicht mehr aufrechterhalten.

    Leider ist das Werbung. Also, wie die App heißt.


    Als erstes lernte ich, bei der Sache zu bleiben. Vor kurzem hatte ich es in meinem Thread davon. Moment, ich kopiere mal hier her. Da ging es um abschweifende Gedanken. Für alle, die es schon gelesen haben. Einfach scrollen.


    Meine auch ständig. Das ist der Monkey.

    Immer wieder zurückholen. Jedes Mal, wenn ich es merke. Das ist schon ein Training für sich. Für den geistigen Muskel.

    Du solltest liebevoll zu ihm sein. Wie zu einem kleinen Hündchen. Ja, bei mir ist es ein Hündchen. Das springt halt immer wieder enthusiastisch umher. Aber ich liebes es trotzdem, oder sogar gerade erst recht deswegen.

    So, nach ein paar hundert Meditationen weiß das Hündchen dann so langsam, was Sache ist, wenn ich mich aufs Kissen setze und hüpft nicht mehr so dolle.


    Dann über die verschiedenen Möglichkeiten.


    Also hatte ich nach einem guten Monat das wichtigste Rüstzeug zusammen. Auf manches greife ich von selbst während einer Mediation (oder öfters auch im Alltag zurück).

    • Der Atem als Anker (wenn das Hündchen durchgeht)
    • Körperhaltung - Wirbel für Wirbel aufrichten, Schultern nach hinten (Sonst gibt's nach 600 Meditationen einen Buckel)
    • Ausatmung grundsätzlich länger, als die Einatmung (wegen Parasympathikus)

    Und dann eben zu wissen, was ich jetzt eigentlich gerade möchte.

    • Bodyscan (mag ich besonders)
    • Atem (Box-Atmung und noch viele, viele andere)
    • Psycho (Umgang mit ... Stress, Angst, Schmerz, usw) (mit dem inneren Kind sprechen)
    • Morgenmediation (für den Tag öffnen) Abendmeditation (dankbar sein)
    • Phantasiereise (zum chillen und runterkommen)
    • Achsamkeitsmeditation (die 5 Sinne. In einer Mediation, oder extra eine pro Sinn, weil ausführlicher)
    • Reset, Gedanken-Stopp, Batterien aufladen. (Kurze Meditationen 2 bis 3 Minuten, für den Alltag)

    Dann gibt es noch die Dinger, die besonders die Skepsis der Leute befeuern. Weil esoterisch.

    • Lichtmeditation
    • Chakra-Mediation
    • Aura-Meditationen (die sind geil)
    • Energie aus der Erde ziehen - na ja, das ist ja wieder n Wurzelchakra Dings.

    Die finden sich natürlich nicht auf der App. Die befasst sich mit der "normalen" Meditation.

    Ich kann es einfach nicht nachvollziehen.

    Ich auch nicht. 8| Wahrscheinlich ist das auch gut so.

    Im Grunde genommen braucht er den Koffer gar nicht auspacken und sollte sofort wieder zurück.

    Entschuldigung, aber wozu? Die Lernkurve ist flach wie ein Pfannkuchen. Pfff. Er will nicht wirklich aufhören

    Tut mir echt leid Jump. Auch wenn es von der Logik her natürlich das Beste so ist.

    Aber ich kann es gerade noch gar nicht glauben. Kann gut nachempfinden, dass das echt schwer zu schlucken ist.

    Gut, dass Du inzwischen weißt wie es für Dich weiter geht. :thumbup: