Beiträge von Alex_aufdemweg

    Meinem kleinen Teufel auf der Schulter interessiert das relativ wenig

    Dann schnippe ihn mal von der Schulter. Aber mit Überschlag. ;)

    Ich habe jetzt mal in mich rein gefühlt um festzustellen, wieso ich so glücklich abstinent bin. Dabei ist mir aufgefallen, dass mein Antreiber gar nicht "wie schlecht alles war" ist. Obwohl ich, wenn ich länger darüber nachdenke eine Menge Dinge aufzählen könnte.

    Aber das war mal. Und es hat am Anfang ja auch dazu geführt, dass ich mit der Sauferei aufgehört habe. Ich kann aber auf meinem Weg (siehe Name) ja nicht ständig nach hinten sehen, wie es war. Denn dann sehe ich nicht wo es hingeht und "stolpere" gerade erst recht.

    Das Leben wird nach hinten verstanden und nach vorne gelebt. Ich muss nicht mehr trinken. Mir Gedanken deswegen machen und mir ständig etwas besorgen und entsorgen. Ich bin frei und habe Energie um gefestigt voranzuschreiten.

    Ich will, dass es so bleibt und ggfs. noch besser wird. Es gibt viele Dinge, auf die ich mich noch freue im Leben. Das geht nur ohne Alk. DAS ist mein Motivator.

    Es geht Dir besser. Dein Leben wird besser. Es ist wohl noch mal gut gegangen. Sei froh darum. Ich bin es auch. Geh nach vorne. Entwickle Dich weiter. Setze Dir kleine Ziele und ggfs. auch ein Großes.

    VG
    Alex

    Hallo Vic,

    es ist ja auch so. Wenn ich nie wieder Wein und Sekt trinken möchte. Dann aber Alkoholfreien, hab ich ja immer noch Wein und Sekt in meinem Kopf. Wenn ich vom Alkohol weg möchte, dann denke ich an Tee, Wasser und Säfte. Sekt und Wein alkoholfrei oder nicht spricht immer das Suchthirn an.
    Ich habe schon Leute kennen gelernt, die sich wunderten, wieso sie nach einem halben Jahr immer noch ständig Suchtdruck hatten. Bis herauskam, dass sie alkoholfreies Bier trinken.
    Damit würdest du dein Suchthirn am laufen halten.
    Also denk an alles Mögliche, nur nicht an Bier, Wein und Sekt. Egal, in welcher Form.

    Ein Verkäufer war dabei Flaschen in ein Regal zu räumen.

    Sprudelflaschen werden meistens nicht in ein Regal eingeräumt. Die gibt es in Kästen, oder in PET-Flaschen.

    Am besten von solchen Ecken im Supermarkt fern halten, wenn es geht. Den Gang mit dem Alkohol meiden. Oder die Alkohol-Ecke.

    Die Läden sind oft unterschiedlich aufgebaut. Ggfs. einen finden wo der Bereich möglichst gut abgegrenzt ist.

    Gut, dass Du Dich gleich aus der Situation begeben hast. :thumbup:

    wie wir hinkünftig unsere Freundschaft neu / anders/ alkoholfrei definieren können, zumindest in meinem ersten Jahr

    Das kann zu einigen Überraschungen führen. Der nüchterne Weg hat den Vorteil, dass recht schnell heraus kommt, wer echte Freunde sind.

    Ich hatte mir leider, oder logischerweise, "Freunde" gesucht, die so viel wie ich getrunken haben. Dadurch sind dann praktisch fast alle weg gefallen. Sie wollten sich melden, wenn sie etwas machen, wo Alkohol nicht im Mittelpunkt steht.

    Das war vor vier Jahren. ^^

    Aber es gibt ein paar wenige. Bei ihnen weiß ich jetzt, dass sie an mir interessiert wären, wenn wir uns träfen. Für die anderen war ich nur Beiwerk zum Trinken und anders herum genauso.

    Der Gedanke an Wein ist leider sehr präsent

    Du bist nicht deine Gedanken. Das ist die Suchtstimme. Ich habe ihr vehement ein Sprechverbot erteilt – auch bei Bildern im Kopf. Immer wieder. Es ergibt keinen Sinn, an Wein zu denken. Du trinkst nicht.

    Ich habe sie richtig angeschnauzt, weil dieses dumme Ding einfach nicht begreift, dass die Sauferei vorbei ist. Ich habe mir auch nicht vorgestellt, wie das Trinken enden würde. Das weiß ich längst. Ich will etwas anderes denken. Punkt.

    Es ist nur Selbstquälerei, und außerdem artet es in einen Kampf aus.

    Nachdem die Stimme immer wieder eins drauf bekommen hat, wurde sie ziemlich schnell leiser und seltener. Bis sie schließlich still wurde und nur noch wartet.

    Also mit dem Instrument

    Bestimmt ein Akkordeon. :)

    Von den fast 15 kg, die ich im ersten halben Jahr meiner Abstinenz verloren habe, sind allerdings ein paar wieder drauf,

    Bei mir waren es 20 runter und dann 10 (eher 12) wieder drauf. Und gerade Süßes macht mich gerade total an. Leider. Aber ich rede mich noch mit Winter raus.

    Jedenfalls hat das nicht unbedingt etwas mit Alkohol oder nicht zu tun. Denn es hat gerade wieder angefangen und ich bin ja ins fünfte Jahr gestartet.

    Es wird höchstens etwas Neues, wenn ich nicht aufpasse.

    Unter Leute sollte ich auch mehr gehen. Ich bin ja im ersten Jahr immer in meine reale SHG. Hatte dann sogar den Schlüssel und musste praktisch. Jetzt möchte ich unbedingt "mal" wieder hin. Ich weiß auch nicht so recht, wie ich mich da motivieren kann. Mir gefällt es daheim so gut.

    dass die Zeit zwischen 17 und 20 Uhr besonders schwierig ist.

    Dein Kopf und Deine Gedanken. Wenn Du davon ausgehst, dann ist das auch so.

    Am Abend gehen mir die Ideen aus, was ich trinken mag.

    Vielleicht die Gedanken auf etwas anderes als das Trinken von Flüssigkeiten richten.

    Na ja. Bei mir waren es ja auch bis zu vier Liter Sprudel. Es gab einfach nichts anderes und fertig. Ende der Gedankenkette. Und dann sehr viel im Forum gelesen. Ggf. auch anders abgelenkt. Irgendwann hat mein Hirn kapiert, dass die Wasser Trinkerei nichts bringt und es wurde von selbst immer weniger.

    Jetzt genieße ich meinen meist ruhigen Abend mit allem möglichen. Irgend welche Flüssigkeiten schlucken gehört nicht mehr dazu. Das ergibt sich dann ganz von selbst. Es braucht einfach seine Zeit. Trinken war ja auch viele Jahre. Was sind da ein paar Monate?

    obwohl ein Elternteil alkoholabhängig war ,selbst da rein geraten oder mehr mich reinmanöverirt habe

    Ich selbst und einige die ich kenne, die Alkoholiker sind, haben/hatten Eltern(-teile) die das auch sind. Ich bin auch EKA.

    Das Risiko ist dadurch sogar erhöht. Auch wenn das im ersten Augenblick seltsam erscheint.

    .Ich saß zuhause 🏡 und redete mir ein ,ich kann doch auch hier trinken,

    Ich habe mir da nichts einreden müssen. Ich konnte super daheim trinken. Und außwärts. Egal wo.

    Was ich mit der Abstinenz festgestellt habe ist, dass ich persönlich dieses Weggehen mit Leuten gar nicht brauche. Ich bin der introvertierte Typ und kann das Daheimsitzen jetzt richtig schön genießen.

    Ich dachte wohl, wenn ich nichts mit anderen unternehme, glauben die Leute noch, ich hätte ein Problem. Jetzt muss ich gar nichts mehr. :) Ich habe einen Schlüsselanhänger. Da steht drauf "Einen Sch... muss ich." Nur ohne Punkte. ;)

    Es ist schön, wie viele Zwänge von mir abgefallen sind, weil ich keine Dinge mehr mache, die ich eigentlich gar nicht wollte. Und nur getan habe um zu "funktionieren".

    Habe mich da wohl belohnen wollen,

    Großvater geworden und Führerschein zurück. Das ist doch schon die Belohnung. ;) Glückwunsch dafür.

    Insgeheim habe ich gehofft bzw. gedacht, dass ich doch kontrolliert trinken kann.

    Den Zahn habe ich mir nun endgültig gezogen

    Das ist gut. Die erste Frage ist doch immer, woran lag es? Was kann ich dieses Mal anders machen?

    Jetzt kannst Du endlich wirklich mit dem Alkohol abschließen. Du hast praktisch kapituliert. In meinen Augen, ist das der einzige Weg um auf dauer zufrieden trocken zu leben.

    Das mit dem Süßen und dem Durst war bei mir ganz genauso.

    Habe an die vier Liter Sprudel am Abend getrunken. Nach zwei, drei Monaten wurde es weniger und jetzt... Könnte ich mal was trinken, weil es schon ein paar Stunden her ist.

    Habe ja sehr viele Jahre getrunken. So braucht der Körper und vor allem auch der Kopf schon seine Zeit.

    Bei mir hat sich das von selbst gegeben. Den Körper einfach mal machen lassen. Hautsache kein Alk gesoffen. Die Zeit arbeitet für Dich.

    bin dabei an gleich 2 meiner alten „ einkehrschwünge“ sprich Getränkemärkte vorbei gefahren!

    Gibt es die Möglichkeit einen anderen Weg zu fahren? Auch wenn es einen gewissen Umweg bedeutet.

    Die Hündin Deiner Tochter ist sicher nicht der einzige Grund nicht zu saufen, oder?

    Viele machen sich eine Liste, mit den positiven Dingen. Und den Schlechten, die das Saufen mit sich brachte. Dann hast Du ggfs. ein paar "Gründe" mehr parat.

    Mein jetziges Leben ist so anders und so viel besser geworden, dass ich mich da nicht mehr irgendwie überzeugen muss.

    Hast Du schon den Notfallkoffer geschickt bekommen?

    Das Forenteam
    27. August 2021 um 21:40