Beiträge von Alex_aufdemweg

    keinen konsequenten Standpunkt einnehmen

    Was soll sie denn machen? Sie ist seine Schwester und hält jetzt zu ihm. Das würde sie wahrscheinlich auch machen, wenn es jetzt um Geld oder sonst was gehen würde. Was auch immer ihm vorgeworfen wird, wird abgeschwächt.

    Ich denke, dass Du ihn aus ihrer Sicht mit solchen "Vorwürfen" angreifst und sie will ihn schützen. Sie versteht nicht, was es bedeutet, süchtig zu sein. Auch wenn sie sich da jetzt ein bisschen belesen hat. Das berühmte "Halbwissen".

    Wie oft habe ich schon zu hören bekommen, geh doch ins ...bräu. Da gibt es auch was anderes zu trinken.

    Klar, ich gehe zum Metzger und kaufe mir da einen Brokkoli. :roll:

    Du wirst da ziemlich sicher nichts ändern können. Meine eigene Mutter ist Alkoholikerin. Gibt es nicht zu. Wahrscheinlich auch vor sich selbst nicht. Da ist nichts zu machen.

    Du kannst das Thema ganz fallen lassen und dann Kontakt. Oder keinen.

    Ändern kannst Du sie nicht.

    So sehe ich das. Vielleicht hat noch jemand eine andere Idee.

    das war falsch….du bist ein kompletter Versager…

    Kenne ich. Da geht meine innere Stimme auch gleich ab. Woher es kommt, weiß ich auch. Kindheit halt.

    Hält zum Glück nicht lange an. Dann übernimmt das logischere Denken wieder.

    Was ich aber nicht habe, ist diese Alkohollösung im Kopf. Das schlägt es mir gar nicht mehr vor. Vielleicht Glückssache?

    Wie Du schon selbst erkannt hast, hängt das wohl mit Deiner Müdigkeit und dem Grübeln zusammen.

    Du kennst ja die HALT-Regel? Hungry, angry, lonely, tired.

    Das gilt es zu vermeiden. (Angry warst übrigens Du auf Dich selbst)

    Für den Geburtstag meiner Freundin haben wir schon die Lösung gefunden dass ich zu Kaffee, Kuchen und Geschenkübergabe komme und gehe bevor die Gäste ‚zum Anstoßen‘ abends kommen. Bei weniger guten Freunden muss ich nicht hin und muss mich da auch nicht groß erklären.

    Das ist eine sehr gute Lösung. :thumbup:

    Immerhin trinke ich das seit 4 Monaten in ähnlich rauen Mengen wie vorher das mit.

    Oje. Wenn es sich nicht um 0,0 handelt, hast Du weiterhin Alkohol zu Dir genommen.

    Hast Du schon über "nasses" Verhalten und Denken gelesen?

    Bis man im Kopf "trocken" wird, dauert das eine Weile. Das ist bei jedem unterschiedlich. Du wirst das z. B. daran merken, wenn Dir dieses Getränk-zur-Feier absolut egal ist.

    Ich habe festgestellt, dass es anderen Leuten recht egal ist, was ich trinke. Sagt ja auch keiner, ich muss jetzt rauchen. Kommt eher oft vor, dass sie sich anfangen zu erklären und zu hinterfragen. Was aber an ihrem Trinkverhalten bisher nie etwas geändert hat. Das ist mir auch egal.

    Ach ja. Alkoholfreies Bier trinken ist "nasses" Verhalten. Solange Du das tust, werden z. B. solche Gedanken, weiter in Dir arbeiten.

    Auch, dass Du alkoholfreies Bier vermisst, ist bedenklich. Ein großer Grund mehr, es zu lassen. Aber das hast Du ja jetzt bereits für Dich entschieden. :thumbup:

    Wenn Du Dich an die Grundbausteine hältst und im Kopf trockener wirst, werden sich viele Dinge, wie dieses Getränk, ganz von selbst erledigen.

    Ich habe über 25 Jahre, jeden Abend mindestens 3 Liter Bier getrunken. Inzwischen vergesse ich oft meinen (einzigen) Gute-Nacht-Tee und trinke ihn dann morgens. Das kommt ganz von selbst.

    Da sind einige von Euch in viel schlechteren Positionen.

    Da musst Du Dir keinen Kopf darüber machen. Du bist ja für Dich hier. (Ich habe einen Koffer mit Rollen und keinen Sack ;) )

    Also ist die Wirklichkeit nicht so rau, wie Du erwartet hast? Ein bisschen Respekt schadet nie.

    Wie geht es weiter? Arbeitest Du schon wieder?

    Wie es funktioniert, weißt Du ja schon. Du warst ja schonmal drei Jahre trocken. Oder ist Dir das damals schwergefallen?

    dass ich nun durchhalten kann

    Wenn das Mindsetting stimmt, brauchst Du nicht "durchhalten".

    Da ist kein Kampf für mich. Es geht mir sehr gut. Ich muss nur bestimmte Dinge beachten und achtsam sein.

    Unterstützt Dich Deine Partnerin? Ist Deine Wohnung alkoholfrei?

    Besser nochmal lesen ob es noch Tipps gibt vorm machen

    Gute Idee. Da es sich um ein Forum handelt, dauert es immer ein bisschen, bis die Antworten eintrudeln.

    Entschuldigen brauchst Du Dich nicht. Wenn Du davon getrunken hättest, wäre mein Leben weiter verlaufen, wie bisher.

    Du machst das ja nicht für uns, sondern für Dich. Und so soll es ja hier auch sein. Darum Selbsthilfe-Forum.

    Die "Lücke" ist nicht nur einfach aufgefallen. Es ist eben eines der ersten Dinge, die gemacht werden müssen. Als ich hier reinkam, war ich auch der Meinung, das Zeug gehört meiner jetzt Ex, usw. Das ist nicht ungewöhnlich.

    Dann nochmal zur zweiten, großen Baustelle. Ich kenne inzwischen viele Alkoholiker. Aber ich kenne keinen, der länger nüchtern ist und dabei alkoholfreies Bier trinkt. Ich kann mich sogar an drei erinnern, die deswegen rückfällig geworden sind. Und ich bin ja noch gar nicht so viele Jahre dabei. Das ist also nicht einfach nur ein Tipp. Sondern das ist so.

    Später ändert sich die Einstellung dazu noch mehr. Ich möchte nicht den Geschmack von etwas schmecken, dass mich irgendwann umgebracht hätte.

    Du hast Dich in dieser Frau gespiegelt. Das ist einer der Gründe, aus denen er mir immer unangenehm ist, betrunkene Leute zu sehen.

    Ich nenne das für mich "rückwirkend schämen".

    Ich kam, beim Lesen Deines Beitrages eben, aus dem Nicken nicht mehr heraus. Das sind praktisch die gleichen Erkenntnisse, die ich auch gemacht habe. Es ist gut für Dich, dass Du sie hier niedergeschrieben hast.

    Für mich war es sehr wichtig, dass sich meine Einstellung zu meinem früheren Trinkverhalten und Alkohol gegenüber grundlegend ändert. Und das hat es.

    Warnen möchte ich Dich aber auch noch. Deine Beobachtungen, auf einer richtigen Feier, habe ich erst nach einem halben Jahr Abstinenz gemacht. Und auch da, habe ich mich nach zwei Stunden auf Französisch verabschiedet, als es dann dort in die "Vollen" ging.

    Die Eindrücke können noch Tage später zu Suchtdruck führen. Ich hatte keinen, aber manche Bilder haben mich lange nicht los gelassen. Es ist einfach gefährlich. Und bei Alkohol ist z. B. Konfrontation grundlegend falsch. Wir raten grundsätzlich dazu, alkohollastige Feste zu meiden.

    Vielleicht war es das auch nicht. Deine Beobachtungen zeigen noch etwas Weiteres. Dein Blick ist (natürlich) noch sehr Alkohol-fixiert.

    Beim Einkaufen war anfangs für mich ein Spießrutenlaufen, wenn ich durch den Alkoholgang gelaufen bin. Also habe ich mir einen anderen Weg gesucht. Ich würde sagen, egal war es mir dann so nach ca. 2 Jahren. Da gibt es halt nichts für mich. Ich nehme es inzwischen in etwa so wahr, wie die Kosmetikabteilung. ;)

    Aber eben erst nach zwei Jahren. Speziell im ersten Jahr ist große Vorsicht geboten. Die Suchtstimme ist mindestens so schlau wie Du und versucht Wege zu finden. Nicht umsonst schaffen das nur ca. 10 %.

    Heute kannst Du Dich zuerst an Deinem klaren Tag erfreuen. Wünsche Dir noch einen schönen Sonntag.

    Ich finde, das liest sich doch recht gut. Wie sieht es mit dem restlichen Alkohol in der Wohnung aus?

    Es muss ja längerfristig sicher sein. Du bist nicht immer gleich gelaunt. Kann auch mal was passieren. Auch - was bei mir noch schlimmer wäre - was richtig Gutes. Dann sieht das Suchthirn den Alkohol plötzlich als Belohnung.

    Wenn noch etwas da ist, ist es ein Spiel mit dem Feuer.

    Toll, dass Du das in Deinem Verein schon abgeklärt hast. :thumbup:

    Guten Abend Vivaliana,

    Du bist jetzt freigeschaltet und kannst überall schreiben. Bitte in den ersten vier Wochen nicht bei den anderen Neuen im Vorstellungsbereich.

    Hier kannst Du Dich mit anderen austauschen, die auch alkoholkranke Eltern hatten, oder noch haben. So wie ich z. B.

    Manche sind später selbst Alkoholiker geworden. Auch so wie ich.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch und dass Du das Richtige für Dich findest.

    VG

    Alex

    Mein Arzt hat sich auch einfach nicht ausgekannt und mir das gleiche geraten, wie Dir geraten wurde.

    Ggfs. kannst Du über die Suchtberatung einen Arzt finden, der sich auskennt.

    Übrigens habe ich später meinem den Artikel über den kalten Entzug in ausgedruckter Form mitgebracht. Er hat ihn vor meinen Augen gelesen. Das kannst Du ggfs. bei Deinem auch machen.

    Wenn ich nichts mehr da hatte, kam es gerne mal vor, dass ich etwas im Keller aus halbvollen, uralten Schnapsflaschen getrunken habe.

    Es war widerlich und ich habe normalerweise nur Bier getrunken. Wenn aber der Druck hoch genug ist, kann das gut vorkommen.

    Aus dem Grund ist es wichtig, jedweden Alkohol aus dem Umfeld zu verbannen. Das Suchthirn weiß, dass da noch welcher ist.

    Alkoholfreies Bier zu trinken, würde mich in meiner nassen Zeit widerspiegeln. Das Verhalten wäre schon zu ähnlich. Dazu kommt noch, dass das stark triggert, da das Bier mich ja vom Geschmack und Geruch an "Echtes" erinnert.

    Dazu kommt noch, dass das Alkoholfreie oft, noch bis zu 0,5 % Alkohol enthält.

    Alles was nach Alkohol aussieht, muss raus. Sonst gibt es bald einen unnötigen, gefährlichen inneren Kampf.

    Hallo Anna,

    Du bist jetzt freigeschaltet und kannst überall schreiben. Nur bitte die ersten vier Wochen nicht im Vorstellungsbereich bei den anderen Neuen.

    Es ist erstmal wichtig, dass Du für Dich weißt, dass Du Alkoholikerin bist. Anfangs fand ich die Bezeichnung auch noch recht unangenehm. Inzwischen habe ich viel Kontakt zu anderen Alkoholikern und es ist für mich normal geworden.

    Es ist so und so wird es auch bleiben. Vor über 1.000 Tagen habe ich diese Krankheit zum Stillstand gebracht. Aber sie wird immer bleiben.

    Mein Leben hat sich so sehr zum Guten gewendet. Ich kann alles mit einem Glas Alkohol zerstören. Das muss mir bewusst bleiben.

    Ich lasse Dir jetzt den Link mit den Grundbausteinen hier.

    Ist Deine Wohnung schon alkoholfrei?

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40

    Ich hoffe du weißt, dass das niemals deine Schuld gewesen ist.

    Ja, das weiß ich absolut. Danke.

    Sie ist geblieben, weil sie die klassische Hausfrau von früher gewesen ist. Sie hätte nichts mehr gehabt. Und das mit zwei kleinen Kindern.. ich glaube einfach, dass das der Grund gewesen ist wieso sie geblieben ist.

    Exakt so war es bei mir auch. Sie meinte z. B. "wir müssten in eine kleinere Wohnung ziehen".

    Das ging natürlich nicht. Phu. Meinen restlichen Text habe ich gerade wieder gelöscht. :saint:

    Hat er nicht wahrgenommen, dass er sich total verändert hat?

    Er wollte das nicht wahrnehmen. Als Alkoholiker kann ich Dir sagen, dass ich all die Jahre felsenfest geglaubt habe, ich hätte kein Problem. Das musste so sein. Sonst hätte ich ja nicht mehr trinken können. Das war einfach undenkbar für mich.