Beiträge von Alex_aufdemweg

    Naja, es hätte sich nichts geändert.

    Genau das wollte ich antworten. Dann hat Linde es schon geschrieben.

    Wir konnten gar nichts ändern. Nur der Alkoholiker kann das. Und als Kinder schon zweimal nicht. Nachdem mir das klar ist, ist es nicht mehr so schwer.

    weil engste Bindung zu unserem Vater hatte.

    Das macht es vielleicht noch schwerer. Meiner hat mich misshandelt. Da fällt die Abgrenzung später sehr leicht. Also zumindest war das bei mir so. Ich weiß nicht, ob ich jemals ganz damit abschließen kann. Aber leben kann ich damit. Das reicht mir eigentlich.

    Eigentlich bin ich hauptsächlich von meiner Mutter enttäuscht, die uns nicht geschützt hat.

    Guten Morgen Mace,

    trotz allem tut es mir leid, für den Verlust Deines Vaters. Meiner ist auch gerade am Alkohol gestorben. Das hat sich aber sehr viele Jahre hingezogen und ich bin schon einiges älter als Du.

    Aber ich kenne dieses hilflose Gefühl sehr gut, wenn da nichts zu machen ist.

    Interessiert hat es ihn nicht? Ich weiß es nicht. Denn geändert hat sich nie was.

    Er war abhängig. Und bei vielen kommt nie der Moment, an dem sie aufwachen.

    Bei mir hat es sehr viele Jahre gedauert. Ich bin selbst Alkoholiker geworden.

    Hier kannst Du Dich austauschen und vielleicht hilft es Dir. Mir hat es geholfen. Und trocken geworden bin ich, mit Hilfe dieses Forums, auch.

    Hier ist der Bewerbungslink. Bitte darauf klicken. Einen kurzen Satz schreiben. Dann können wir Dich für den weiteren Austausch freischalten.

    https://alkoholiker-forum.de/bewerben/

    VG

    Alex

    Natürlich habe ich mir automatisch Freunde gesucht, die auch viel zu viel getrunken haben. So war das kein Problem.

    Diese "Freunde" sind nun alle weg. Ausnahmslos alle. Als ich ein paar zufällig getroffen habe, ist mir auch aufgefallen, wie oberflächlich da gesprochen wird. Es wollte mich auch keiner fragen, wie es läuft. Sie waren damit beschäftig sich selbst zu hinterfragen und zu rechtfertigen. Das war es dann auch. Nassen Alkoholikern beim Bechern zuschauen, brauche ich jetzt wirklich nicht.

    Ich vermisse diese "Freundschaften" nicht, da es nie welche waren.

    Willkommen BuyMyselfFlowers,

    ich war funktionierender Alkoholiker. Was ist denn "Hoch"-funktionierend?

    Mein Ex lügt sich und seinem Umfeld immer noch erfolgreich etwas vor.

    Das finde ich nicht ungewöhnlich. Ich habe das gute 25 Jahre gemacht. Das war bei mir gut möglich, da ich unter der Woche nur abends getrunken habe. Und nicht bis zum Absturz. Das heimlich trinken z. B., habe ich mir mit "ist nur damit sie nicht stresst" schöngeredet.

    Ich fing erst an es mir einzugestehen, als ich dann doch irgendwann starke körperliche Symptome bekam. Gerade, weil ich morgens und mittags ja nicht getrunken habe.

    Was ich damit sagen möchte ist, dass das sich bei Deinem Ex ggfs. auf lange Sicht nicht ändern wird. Selbst mein damals bester Freund, den ich seit 30 Jahren kenne, sieht nicht ein, dass er Alkoholiker ist. Obwohl er all die Jahre mit mir mit gesoffen hat. Oft auch früher am Tag, da selbständig. Ich habe es aufgegeben und den Kontakt zu ihm praktisch abgebrochen. Ich finde es so schade. Aber es ist eben so.

    Wenn Du Frieden finden willst, ist kein Kontakt die beste Option für Dich, würde ich sagen.

    Hallo Lunalia,

    Du bist jetzt freigeschaltet und Dein Thread in den Angehörigenbereich verschoben.

    Jetzt kannst Du überall schreiben, nur bitte die ersten vier Wochen nicht bei den anderen Neuen im Vorstellungsbereich.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch.

    VG

    Alex

    Ich finde, es läuft doch alles bestens.

    Du hast ihn darauf angesprochen. Er hat diese Emotionen. Wo sie ihren Ursprung genau haben ist irrelevant.

    Ihr habt darüber gesprochen und nun geht er sich Hilfe holen. Was kann man da noch besser machen? Emotionen einfach abstellen geht ja nicht.

    dann machen sie sich Gedanken oder ihre Gefühle sind verletzt

    Als ich mich da am Anfang geöffnet habe, dachte ich auch danach, was weiß ich wie dicke wir jetzt sind.

    Schnell habe ich aber gemerkt, dass das was ich erzählt habe, gar nicht so der Reißer für alle ist und sich die Geschichten oft ähneln. Was ja gut ist. Weil es mir ja zeigt, dass ich kein besonders dämlicher Fall bin.

    Und obwohl wir so viel voneinander wissen und uns dadurch gut "verstehen", sind wir keine Freunde. (Auch wenn wir uns da so nennen ;))

    Zu zwei Personen habe ich etwas mehr Kontakt. Das hat sich aber erst entwickeln müssen und da war ich sicher schon länger trocken. Also war da auch keine Panik angesagt, wenn ich einmal fehle.

    Ich stelle mir Situationen immer gerne andersherum vor. Ich sitze dort und da kommt eine "Neue". Sie erzählt von sich und ist sehr aufgeregt.

    Ich wünsche ihr innerlich, dass sie es schafft und erzähle auch etwas von mir (wenn ich dran bin). Was wäre, wenn sie das nächste Mal nicht kommt? Habe ich schon öfters erlebt, übrigens. Dann ist nix. Hm, war wohl noch nicht so weit, oder vielleicht kommt sie noch mal. Mal sehen. Warum bin ich nochmal hier? Ach ja, also weiter im Programm.

    Das hat mich wieder sehr zum Denken angeregt. Danke für die Frage Rennschnecke

    Ich war auf dem Weg bergab. Aber noch lange nicht unten.

    Wenn ich in meiner Erinnerung wühle, finde ich schon eine Menge schlechte Dinge. Und noch weiter zurück in meine Kindheit, gleich noch mehr. Also, was habe ich davon? Nix. Ich brauche diese schlechten Erinnerungen nicht hervorzurufen. Ich weiß, dass sie da sind.

    Aus der heutigen Sicht - und das ist die einzige, auf die es ankommt - ist es für mich nicht so wichtig, wie es war.

    JETZT bin ich der Mensch, der ich eigentlich bin. Das macht mich permanent glücklich. Da ist noch viel außen herum im Leben. Gutes und auch Schlechtes. Aber das Grundgefühl ist positiv. Ich bin mir ein wertvoller Mensch. Jetzt.

    Und das will ich bleiben!

    Ja, es hat irgendetwas gebraucht, um den Gong bei mir zu schlagen. Wie wenn beim Boxkampf, das Rundenende angezeigt wird. Dann aber, war der Kampf vorbei.

    Handtuch geschmissen, kapituliert. Das war es jetzt. Aus gesoffen.

    Was denn nun den Gong damals bei mir geschlagen hat, ist jetzt nicht mehr wichtig. Das ist meine Antwort zu dieser Frage.

    Herzlichen Glückwunsch zum ersten Jahr 🎉

    Alkohol lässt einen vor Konflikten und Problemen davonlaufen. Jetzt bleiben sie da. Sie müssen gelöst werden

    Die sind aber recht schnell hinterhergerannt. Und dann musste ich sie außer Atem lösen. Oder ewig mit mir rum schleifen. Darin war ich auch sehr gut.

    Ich finde es super, wenn mal alles einmal durch ist. Wird dann eher entspannter.

    Guten Morgen Naira,

    einiges wird sich noch ändern.

    vieles ändert sich auch ganz von selbst. Bei manchen musste ich nachhelfen. Ich wollte Dir den Link für die Grundbausteine dalassen.

    Für mich sind und waren sie eine gute Anleitung, wie es funktioniert.

    Das Forenteam
    17. Mai 2021 um 16:40
    VG

    Alex

    Ganz schön vermessen.

    Sehe ich nicht so. Das ist einfach das Suchthirn. Versucht eben den Fuß irgendwie in die Tür zu bekommen.

    Erst als ich abstinent wurde, habe ich die Stimme überhaupt erst wahrgenommen. Vorher habe ich einfach "gemacht".

    Natürlich ärgerte ich mich über die Suchtstimme. Aber eigentlich kann ich froh sein, dass ich sie höre und erkenne. Dann bleiben mir Optionen zum Handeln. Andere Optionen als zu trinken.

    Nachdem sich das alles gefestigt hat, ist sie nun stumm. "Zuckt" aber manchmal noch herum und ich bin hier, um immer wachsam zu bleiben. Es nicht zu vergessen.

    wenngleich ich großen Respekt habe

    Das finde ich gut. Respekt reicht aber. Angst habe ich keine. Ich bin mir sicher, dass ich nicht will.

    Deine Geschichte mit "vielleicht geht da doch noch mal was" habe ich nun schon so oft gehört. Ich habe als Mensch das Glück, dass ich auch von anderen lernen kann und nicht jeden Fehler selbst machen muss. Aus dem Grund danke ich auch Dir, dass Du das hier geschrieben hast. Damit wärst Du wieder eine/r mehr, der mir auf der "da geht noch was Autobahn" hupend entgegenkommen würde. Wrong way.

    Du warst ja schon eine gute Weile abstinent. Kam da nicht auch schon das Gefühl auf, dass es so viel anderes im Leben gibt?

    Ich habe einfach keine Zeit, ständig an Alkohol zu denken. Ich trinke keinen und weiter geht es im Programm des Lebens. :thumbup:

    Ich denke ich habe mir das einfach ein bisschen anders vorgestellt

    Es gibt da ja viele verschiedene SHGs. Ggfs. mal eine andere ausprobieren. Bei meiner SHG ist noch dazu jede Gruppe anders. Es muss nicht die erste, die Richtige sein. War für mich recht entspannt, weil ich ja von fast Anfang an hier bin. (Glaube war 21ter Tag)

    Hier zu Hause herrscht Harmonie

    Das ist wirklich wunderbar. Wenn das nicht der Fall ist, ist der Anfang echt nicht ohne. Kann ich Dir sagen.

    In Jugendsprache "Läuft bei Dir".

    Was bei Dir schon in 17 Tagen passiert ist! Phu, habe ja erst bei 21 Tagen langsam hier angefangen mich und mein Umfeld richtig zu ändern.