dass ich im Stressmodus Alkohol getrunken habe
Und wo kam der her? Bist Du einkaufen gegangen? Und ist jetzt noch etwas davon in der Wohnung? Der muss als Erstes aus Deinem Umkreis verschwinden.
dass ich im Stressmodus Alkohol getrunken habe
Und wo kam der her? Bist Du einkaufen gegangen? Und ist jetzt noch etwas davon in der Wohnung? Der muss als Erstes aus Deinem Umkreis verschwinden.
ich habe nicht behauptet, dass ich schlau bin, nur eben eher ein Kopfmensch. Aber danke
Gerne. Habe ich aber gar nicht behauptet.
Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, ob es mit dem Kopf einfacher ist, als mit dem Gefühl, was die Stimme und Suchtdruck angeht. Dann dachte ich "Kopf" ist besser. Dabei ist mir eingefallen, dass die Stimme aber immer genauso schlau ist, wie man selbst.
Ich versuche meine Aussagen auf mich, oder meine Erfahrung zu beziehen.
Denke immer noch, dass "Kopf" besser ist, als aus dem Gefühl heraus zu saufen. Hm, obwohl. Ich trinke mindestens zu 50 % auch aus dem Gefühl heraus nicht. Beispiel: Ich lege meine Hand nicht auf die heiße Herdplatte. Darüber brauche ich nicht nachzudenken. (Der Vergleich hinkt, habe Induktion
)
Wenn im Kopf "ich darf nicht trinken" zu "ich will nicht trinken" geworden ist, ist es doch eine Gefühlssache.
Manoman. Jetzt rattert mein Kopf. Danke, für diesen Anstoß.
in extremen Leidensphasen eher zur Flasche greift?
Jeder ist anders. Alles kann als "Ausrede" benutzt werden. Ich bin eher der Belohnungstrinker gewesen. Je besser es mir ging, desto gefährlicher.
Also ist gerade absolute Gefahr angesagt. ![]()
Danke. Ein bisschen sowas wie "Kopfmensch" habe ich schon vermutet.
Die Suchtstimme kann auch sehr gut argumentieren. Und je schlauer man ist, desto besser. Woran das wohl liegt? ![]()
In diesem Fall ist Kopf bremsen eher angesagt. Bzw. ich habe bald aufgehört zu argumentieren. Es ist ja alles gesagt. Also, mein Tipp. Ich argumentierte nicht mit der Stimme. Es ist die Sucht, die mich bequatschen will. Wenn ich auf sie höre, geht es mir schlecht. Das weiß ich ja jetzt wohl zur Genüge.
Ich brauche sie nicht überzeugen. Außerdem geht das gar nicht. Würde sich ja sonst auflösen müssen. Aber ich habe ihr Einhalt gebieten können. Sodass sie praktisch nichts mehr sagt. Fast. Lauert halt vor sich hin.
Vorgang des Trinkens an Sich
Stimmt. Habe anfangs literweise Flüssigkeit in mich reingeschüttet. Naja, vorher auch. Aber jetzt halt ohne Alkohol.
Irgendwann hat mein Hirn dann kapiert, dass das nichts bringt und der "Durst" lies nach. Jetzt kommt es nur noch ganz selten raus, wenn ich mich aufrege. Wirklich aufregen tue ich mich aber sehr selten. Musste "nur mal eben" aus meiner toxischen Beziehung raus. Das ging auch nur nüchtern.
Sehr viel trinken, hat mir anfangs sehr geholfen. Probiere es aus. Ich fand es auch spannend, auszuprobieren, was mir denn so alles schmeckt.
Heute ist es so, dass mir gerade einfällt, dass mein Tee - nach drei Stunden - jetzt gezogen haben dürfte. ![]()
Hallo Kopffuessler,
hat Dein Name einen besonderen Hintergrund? Als meine Tochter (vor ca. 17 Jahren) im Kindergarten wieder anfing Kopffüßler zu malen, hieß es, sie hätte einen Rückschritt in der Entwicklung gemacht. ![]()
Super Whitewolf
In Deinem Beitrag steht einfach alles, was es braucht. Alles in einem Beitrag. Den müsste jeder am Anfang direkt bekommen. ![]()
, das sei morgens das hauptgeschäft
Echt? Interessant. Im Discounter steht es halt auch an der Kasse. Bei der Qängelwahre. Da ist es mir sehr aufgefallen. Für jeden was. Die einen wollen Zucker, die anderen Alk.
Bei der Tanke hat es gerade bei mir geklingelt. War mal (vor 25 Jahren) auf nem Seminar in einer anderen Stadt. Danach bin ich mit einem anderen Teilnehmer zum Hotel gelaufen. Beide in die Tanke rein. Ich habe mir, selbstverständlich so rund 6 - 8 Dosenbier (0,5) geholt. Der Kollege holte sich doch tatsächlich ein Fläschen Wodka.
Da dachte ich "Oh, der ist bestimmt Alkoholiker". Dann habe ich im Hotelzimmer die Minibar ausgeräumt und meine Biere hineingepackt. Dabei kam mir nichts ungewöhnlich vor. Ich habe so brav auf die Suchtstimme gehört, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass sie existiert. Morgens die leeren Dosen in meinen Koffer und die Bar wieder eingeräumt. Ganz normal.
Also gehört es durchaus zum Prozess, dass sie am Anfang der Abstinenz verstärkt wahrgenommen wird. Und damit wohl auch erstmal der Alk überall.
Und dann irgendwann immer weniger. Weil nicht mehr relevant. Das hat bei mir aber schon ne Weile gedauert. Also, nach zwei Jahren, nehme ich den Alk an der Kasse nicht mehr wahr. Die Snacks leider schon. ![]()
hat wohl jeder hier
Bitte nicht pauschalisieren. Ich nicht. Damit das aber so bleibt, bin ich hier.
Glückwunsch Lavendelfuchs.
Ich habe mir gleich zu Anfang angewöhnt, den Blick nicht darauf zu richten. Später war es so, wenn ich durch den Alkgang musste, wurde alles verschwommen. Mein Hirn hat das für mich verpixelt.
Alkohol war überall. Ist er jetzt sicher auch noch. Aber ich sehe ihn viel weniger, da es ja nichts für mich ist. Hat aber eine Weile gedauert.
Mit der Zeit ändert sich auch die innere Einstellung. Ich schmachte ja keinem Reinigungsmittel hinterher. So ein Rohrreiniger, das wäre es jetzt ![]()
Kurz zusammen gefasst. Schau aktiv weg.
Einige gehen sehr offen mit dem Thema um
Das ist wahr. Meinen privaten Freunden habe ich es sehr schnell erzählt. Danach hatte ich 80% weniger. Weil ich mit denen nur zu jeder Gelegenheit getrunken habe. Das Bindeglied Alkohol ist weg.
Habe es schon ein paarmal hier geschrieben. Sie wollten sich melden, wenn sie etwas machen, wo Alkohol nicht im Mittelpunkt steht. Das war vor jetzt bald zwei Jahren. Nix gehört, bis jetzt. Melden sich sicher morgen. ![]()
Nach einem Jahr habe ich zufällig ein paar von ihnen getroffen. Es hat keine S... interessiert, was ich mache und wie es mir geht. Dabei stand ich gerade kurz vorm Auszug. Da ist kein Interesse an dem Menschen. Ich war Beiwerk zum Saufen, sonst nichts. Und andersherum war es auch nicht anders.
Jedenfalls habe ich mir so erstmal alle Hintertürchen zugeschlagen. Nicht, dass aus der "Fastenphase", am Ende wirklich nur eine Phase wird.
Ja, "auf dem Weg" ist immer gut. ![]()
Ich bin tatsächlich so sehr bei mir
Und da fängt auch alles an. Von dort geht es weiter.
Glückwunsch zu 50 Tagen. Schon ein halbes 100. ![]()
Mit der Zeit wird es weniger hart. Wird ja dann auch zur Gewohnheit mehr auf sich zu achten.
Nur vergessen darf man halt nicht.
Was ich schlimm an unserer Gesellschaft finde,
Die Gesellschaft kannst Du nicht ändern. Gut ist, dass Du dabei bist, Dich zu ändern.
Würde noch etwas mehr schreiben. Dazu müsstest Du aber erst in den offenen Bereich.
Wie Jekyll und Hyde. Es passt sich halt an. Je schlauer man ist, je "schlauer" spricht es. ![]()
Hm, dann bin ich wohl nicht so schlau.
Jedenfalls habe ich immer sehr plump geantwortet. Keine Diskussion. Backen halten.
Jetzt hält es die Backen. Ich kann's abwarten.
Aber ich kämpfe weiter. Es wird irgendwann alles gut werden...
Veränderungen sind oft unangenehm. Es bessert sich auf alle Fälle alles. Und dann wird das "Kämpfen" auch ein Ende haben.
Ich habe mich auch erst finden müssen. Da gab es viele unangenehme Dinge. Doch jetzt bin ich glücklicher, als ich jemals gedacht habe.
Zieh es "einfach" weiter durch. Freue mich jetzt schon auf Deine ersten Lichtblicke.
Herzlichen Glückwunsch.
Wie schnell die Zeit vergeht und sich alles verändert.
Zum säuselnden Suchthirn fällt mir ein Zitat von mir ein.
Das Suchthirn säuselt mir ins Ohr: "Es ist so ein schöner Tag. Tu dir was Gutes und spring aus dem Fenster."
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das Eis wird mit der Zeit dicker, aber auch dickes Eis kann bei Überlastung brechen
Das finde ich einen tollen Vergleich.
Vielen Dank für deine Erklärung. Und auch für deine Paul_dry
Der auch. Teilweise hätte ich keine Sitzplatzreservierung gebraucht. Weil ich mich eh dort aufgehalten habe.
Bei der Sauna, musste ich meine Begleiter ändern. Die gehen nämlich heute noch nach jedem Saunagang einen heben. Als ich einmal mit ihnen dort war, konnte ich praktisch gar nicht mehr mit ihnen reden. In der Sauna redet man nicht, und danach haben sie gebechert und ich hab mich natürlich nicht dazu gesetzt.
So ändert sich einiges mit der Trockenheit. Bin aus der WhatsApp Gruppe ausgetreten.
Sie wollten sich melden, wenn sie etwas machen, bei dem Alkohol nicht im Mittelpunkt steht. Das war jetzt vor eineinhalb Jahren. Nix gehört 😂
Hatte ich eben auch erst falsch gelesen.
Der Blick, wer genau was trinkt, wird mit der Zeit weniger werden. Ich sehe das nur noch, wenn die Person mir direkt gegenüber sitzt. Das Interesse daran lässt mit der Zeit nach.
Eine Mischung von Erschöpfung und Traurigkeit,
Das verstehe ich nicht. Vor allem das mit der Traurigkeit. Ich bin immer noch bei jeder Versammlung, (z. B. Dienstabend) voll happy, weil ich endlich nicht mehr den Druck habe, heim zu wollen, um was zu trinken.
Erschöpfung spüre ich jetzt z. T. sogar mehr. Weil ich ja mehr auf meine Gefühle achte. Aber die Traurigkeit... Kannst Du das genauer definieren?
Will jetzt aber hier kein Fass aufmachen und ggfs. etwas aufwühlen.