Huhu
Hier ne Co, die bei der Diskussion nicht ganz mit kommt😉:
Ich fühle mich weder krank noch bezeichne ich mich als süchtig.
Aber: mich einfach so aus starkem Willen befreien konnte ich ja auch nicht!
Ich brauchte die Unterstützung meiner Therapeutin. Ohne das wäre es nix geworden bei mir.
Und ich habe mich von ihr wirklich in einer sehr sehr anstrengenden Zeit ernst genommen gefühlt, als sie mal bzgl meiner Ungeduld mit mir selber sagte: "Ist doch kein Wunder dass es ihnen an die Substanz geht...sie müssen als Co genauso hart an Ihren Mustern arbeiten wie Ihr abhängiger Partner es müsste, wenn er trocken werden wollen würde. Aus der Coabhängigkeit raus zu kommen ist genauso schwierig" ...so in der Art.
Ob sie "Coabhängigkeit" damals als "Krankheit" oder "Sucht" definiert hat weiß ich wörtlich nicht, aber sie hat es bei mir als genauso behandlungsbefürftig gesehen wie andere "Störungen" auch denke ich.
Hmmm aber sie hat auch immer betont, dass Coabhängigkeit fast immer mit Prägungen aus der Kindheit und oft mit weiblicher Sozialisation zusammenhängen. Und ich mich am besten davor schützen kann, wieder in (nicht nur Liebes-)Beziehungen zu geraten, die disfunktional sind, wenn ich da mal hin schaue.
Also: "Krankheit", "Störung", "Sucht"...trifft es bei mir glaube ich genauso wenig wie "aus freiem Willen konnte ich gehen"...
War jetzt wahrscheinlich wenig hilfreich, aber so ist grade meine persönliche Sicht drauf🤗