Beiträge von Api

    Natürlich kann niemand hier in Zukunft blicken, aber wir müssen unsere Leben (und die unserer Kinder) ja nach wahrscheinlich voraussehbaren Gegebenheiten planen.

    Da kommen mir 2 wahrscheinliche Gegebenheiten in den Sinn:

    - Entweder Dein Mitbewohner trinkt weiter so viel bzw (so ist ja der häufigste Verlauf dieser Krankheit) immer mehr. Dann können die Kids ihn auch

    eben nicht einfach mal so sehen

    Leider. Denn dann wird er immer öfter besoffen oder unberechenbar sein und Du wirst es nicht wissen. Dann bräuchten die Kinder bestenfalls vom Jugendamt begleitete Umgänge. Stellt sich die Frage, ob er das mitmachen würde. Und schlechtestenfalls würde er ein Pflegefall oder im Grab landen. Und das in relativer Nähe der Kinder.

    - oder: Du würdest mit den Kids mit großem Abstand in Deiner alten Umgebung wohnen, wo Du einen Neustart machen kannst. Auch da würdest Du nicht mehr mitbekommen können, wie es Deinem Ex- Mitbewohner geht. Aber als Erwachsener wäre er am Zug und könnte, wenn es seine Krankheit zulässt, alle paar Wochenenden zb in eine Ferienwohnung in Deine alte Heimat kommen und schöne Stunden mit den Kids verbringen. Gibt es alles. Schafft er das nicht, ist es vllt auch besser, dass ihr den Abstand habt (siehe Verlauf oben).

    Der Vater bleibt trotzdem der Vater! Den brauchen die Kinder und sie lieben ihn! Er ist nunmal wichtig!

    Wichtelmama klar bleibt er der Vater. Und auch wichtig. Aber brauchen, lieben und ihn deshalb nicht vor den Kopf stoßen: das dachte ich auch lange.

    Bitter merken musste ich aber, dass er sooo wichtig, wie ich gehofft und befürchtet hatte nun auch wieder nicht ist. Im Alltag war ich diejenige, die am präsentesten und verlässlichsten war. Und das bin ich jetzt nach dem Auszug halt auch. Fürs erste reichte das meinem Kind. Er hat gar nicht, wie befürchtet, ständig nach seinem Papa Sehnsucht. Das ist für mich traurig mit anzusehen, aber ja auch gut! Es hat sich bestätigt: Mama (oder halt Hauptbezugsperson) stabil = Kind stabil. Wünschen tu ich mir natürlich trotzdem, dass die beiden eine gute Papa-Kind-Beziehung leben werden und das werde ich unterstützen! Aber an den Bedürfnissen meines Kindes und nicht an meinen oder denen des Papas ausgerichtet.

    Ich werde das Gespräch mit ihm suchen.
    Aber keineswegs will ich ihn bedrängen

    Auch das kenne ich. Und meine Beraterin hat mir den Zahn gezogen, indem sie ganz klipp und klar sagte "ihr xy redet benebelt, auch wenn er nur abends trinkt und sie tagsüber reden. Bei der Regelmäßigkeit und Trinkmenge redet er über emotionale Dinge mit Sicherheit nicht klar denkend, selbst wenn er ja im Alltag / auf Arbeit funktioniert. Aber das emotionale / persönliche ist ja der Anteil, der vom Alk benebelt wird. Was soll ein vernünftiges Gespräch mit jemandem der benebelt redet!? Er kann ja gar nicht "klar sehen"!"

    Aber keineswegs will ich ihn bedrängen. Aber das aus Eigenschutz! Ich erwähnte mal, dass ich hier nicht alles schreibe

    Ich habe den Eindruck, wir schreiben hier manchmal gegen eine Wand, aber das liegt vllt daran, dass wir Deine Situation wirklich nicht verstehen können, weil Du nicht alles schreiben kannst und möchtest. Das ist natürlich Dein gutes Recht! Ich hoffe, es bringt Dir trotzdem was, was wir schreiben. Was grade die EKAs aber sicher können, das ist, die Situation der Kinder zu sehen und denen ist egal, was die Erwachsenen aus welchen Gründen tun oder lassen... Mir hat die Sicht der EKAs oft sehr geholfen!

    Er zieht aus, du bleibst mit den Kids

    Hallo Wichtelmama

    hierzu fiel mir gerade was ein:

    Du hast ja Gründe, warum Du Dich nicht beim Jugendamt meldest. Die Gründe liegen irgendwo darin, dass Du Deinen Mitbewohner schützen möchtest. Du könntest ihn aber vor die Wahl stellen: Entweder Du ziehst hier bis zB nächste Woche aus (ob er erstmal zu seinen Eltern geht oder zu einem Kumpel oder in eine Monteurwohnung oder als Alleinstehender schneller etwas Eigenes findet, ist ja seine Sache). Oder ich lasse mich beim Jugendamt beraten und lege alles offen auf den Tisch.

    Es kann doch nicht sein, dass er vor irgendetwas geschützt wird und dafür überhaupt nichts tun muss! Und gleichzeitig das Kindeswohl gefährdet ist und Deine Kräfte aufgefressen werden!! Da ist ja sowas von überhaupt keine Augenhöhe irgendwo!!

    Hallo Tiger,

    ich schließe mich allen an, die sagen, dass das natürlich NICHTS mit Versagen zu tun hat. Aber natürlich ist es hart...ihr seid zusammen seit Du 13 bist? Das wird ein schwerer Weg, sich zu trennen. Aber glaub mir: zusammen zu bleiben wird noch schwerer!

    Mir hat (nach weit über 20 Jahren Beziehung) sehr geholfen, dass ich eine Therapeutin (kann aber auch Suchtberater, Coach oder oder sein) hatte, die mich gefühlt an die Hand genommen und mit mir von Woche zu Woche ganz konkrete Schritte durchgesprochen hat. Teilweise auch regelrechte Übungen (vor dem Spiegel geübt, was ich meinem Partner wie sage). Ohne sie hätte ich das alles sicher nicht so geschafft!

    Alles Gute Dir und den Kindern!

    ganz lieb ist und derzeit viel im Haushalt macht und da meine, seine, unsere Liebe ist

    Ist da die Liebe oder sind da schöne Momente? Die können auch ohne die große Liebe sein. Ich frage das nur, weil ich denke, dass ich mir so manche schönen Momente als Liebe vorgegaukelt habe. Und dann dachte, wenn wir uns ja lieben, können wir uns doch nicht trennen...

    Zu den Körperausdünstungen und Deinem schlechten Gewissen wurde schon treffendes geschrieben!

    LG

    Hör auf Deinen Sohn...

    Das mit den Süßigkeiten ist Quatsch, austauschbar und echt eine hilflose Aktion!

    Und ADHS hin oder her: er ist erwachsen und kann Strategien lernen, damit umzugehen, dass der 14jährige Sohn seiner Partnerin mal nicht am PC sitzt sondern sich tatsächlich bewegt und regt!

    Also ich kenne Deinen Sohn ja nicht, finde, es begegnet einem nur so oft dass sich entweder über die Zocker-Generation beschwert wird oder dass die halt laut sind. Ja watt denn nu!?

    Mir hatte mal jemand gesagt, als ich meine Sorge ansprach, dass unser Sohn Haus, Garten, Haustiere etc vermissen und den "Superdaddy" herbeisehnen wird: "das einzige was für egal wie "verwöhnte" Kinder zählt ist die Bindungsperson und das bist vor allem Du. Fühlt er sich bei Dir sicher, ist es egal, was ihr alles schönes zurück lasst!"

    Ich glaube, da war viel Wahres dran!

    Liebe mausepieps

    Auch ich habe nach der Sterbebegleitung und dem Tod eines sehr engen Freundes noch Jahrelang manchmal seine Nähe durch verschiedenste "Zeichen" ganz plötzlich und intensiv gespürt. Erst erschreckend und dann sehr schön war das.

    Meine Cousine hat als Jugendliche nach dem Tod ihres Bruders ihn plötzlich gerochen.

    Da ist gar nichts Falsches dran!


    Ich hoffe, Du kannst die Sorgen um Deine Eltern ein wenig auf Distanz halten!

    Viel Kraft wünscht

    Api

    Aushänge machen in Bäckereien, Friseursalons, Arztpraxen etc und auch selber inserieren, in Stadtteilzeitungen, bei Kleinanzeigen usw! Bei den vielen Wohnungssuchenden inserieren viele Vermieter gar nicht erst, da sie keinen Bock auf 100e von Interessent*innen haben. Wirklich wahr!

    Daumen sind gedrückt!

    Kennt ihr das auch, dass es immer auf und ab geht? An einem Tag ist klar, dass eine Tennung unausweichlich ist und am nächsten Tag völlig ausgeschlossen? Ich schwanke so hin und her und das raubt enorm viel Kraft…

    und wie...!

    Oft auch zwischen nachts: "Trennung unausweichlich" und schon wenige Stunden später, wenn der Alltag wieder anfing "völlig ausgeschlossen". Ich habe dann wirklich sehr oft Angst gehabt, dass ich schizophren bin oder so. Ja, das raubt Kraft! Die konnte mir aber leider niemand zurückgeben außer ich selber.

    Ja Cat24

    es ist gut, zu einer Beratungsstelle zu gehen!

    Denn nach einer tragfähigen Beziehung hört sich das so ja nicht an und Dich macht es fertig. Und immer diese Gedanken, dass es von Außen ja nicht mal auffällt! Kein Wunder, dass es Dir schlecht geht...

    Viel Kraft und ein gutes Beratungsgespräch wünsche ich Dir!

    Schreib doch gerne mal, wie es gelaufen ist!?

    LG

    Api