Wichtelmama - Co mit zwei kleinen Kindern

  • Lanananana das tut mir sehr leid, wenn dich das alles so aufwühlt. Deine Kindheit muss sehr schlimm gewesen sein.

    Ich weiß nicht, ob ich die Situation relativieren will. Widerlegen eigentlich nicht. Es gibt ja Fakten die man nicht widerlegen kann. Dennoch gibt es ja schöne Momente, warum soll ich die ausblenden? Das heißt jetzt für mich nicht unbedingt, dass ich Dinge widerlegen will.
    und trotz allem bleibt der Mitbewohner nunmal der Vater der Kinder. Die Kinder brauchen einen Vater, den kann und will ich ihnen nicht wegnehmen. Den Kontakt reduziere ich ja eh schon aufs Minimum, mehr kann ich aktuell nicht machen. Irgendwie müssen wir ja miteinander auskommen. Das ist kein Schönreden der Situation!

  • Liebe Wichtelmama,

    das ist der Vater, den sie gerade erleben:

    Wenn er sie mal wieder anbrüllt, weil er Respekt verlangt, haben sie Angst und weinen.

    Auch mit einer Flasche Vodka intus.

    Der Mitbewohner trinkt momentan etwas mehr als eine Flasche Vodka in 24h, plus etwas Bier oder Wein.

    Der Mitbewohner ist wieder furchtbar angespannt und und lässt seine Laune raus.

    Er hat natürlich gleich aggressiv reagiert, die Medikamente wären schuld die er nimmt und ich sollte nicht so aggressiv sein und aufpassen wie ich mit ihm rede.

    Er ist wiederholt aggressiv gegen das große Kind vorgegangen

    In der Vergangenheit hat er mal gesagt, dass man Kinder dominieren muss.

    Jetzt trinkt er ja wieder und hat auch gar kein Interesse was anderes zu machen als im Bett zu liegen oder auf dem Sofa.


    --


    Seine Haltung dazu:

    Aber er will nichts ändern, also wird alles bleiben wie es ist.


    Und deine:

    Die Kinder brauchen einen Vater, den kann und will ich ihnen nicht wegnehmen.


    Dieser letzte Satz von dir liest sich wie eine Bestätigung dessen, was er auch will.
    Die Folgen für die Kinder (schreien, weinen, nicht mit dem Vater alleine sein wollen, Probleme in der Schule).
    Appelle an dich gibt es in deinem Faden genug. Aber wie auch schon beim Alkoholkranken ist es letztendlich bei dir zu kapitulieren.
    Momentan haltet ihr beide das destruktive System am laufen. Und es wirkt, Tag für Tag.

  • Du schreibst ja, das er ca 6 Jahre süchtig trinkt nach deinem Ermessen. Ein Körper steckt schon auch ne Menge weg, aber das wird nicht ewig gut gehen. Auch das solltest du auf dem Schirm haben. Er vergiftet sich ja täglich, das wird früher oder später dazu führen, daß er immer weniger funktioniert, sein Körper früher oder später kollabieren wird.
    Was ist wenn er dann mit den Kindern alleine ist? Vor ihren Augen zusammenbricht, würgt, zittert, blutet? Ohnmächtig wird, Halluzinationen hat. All das ist vorprogrammiert bei dem Pensum. Das ist die Realität.

    Es wird nicht bleiben wie es ist. Es wird SCHLIMMER werden. Alles eine Frage der Zeit. Nicht ob, sondern wann.

  • koda du hast natürlich mit allem recht. Der Vater den sie erleben, den habe ich mir nicht für meine Kinder gewünscht. Die schönen Momente werden ja leider (gefühlt) immer weniger. Wahrscheinlich ist es eher sogar Tatsache als ein Gefühl. Meine Hoffnung ist ja, dass er sich etwas zusammenreißt, wenn wir ausgezogen sind und die Zeit mit den Kindern dann auch vernünftig nutzt.
    Ich glaube ich drücke mich falsch aus. Ich will so an diesem Konstrukt nicht festhalten! Ich bin ja dringend auf Wohnungssuche. Auch im Job habe ich andere Dienstzeiten beantragt.
    Ich könnte natürlich noch vor Gericht ziehen und das Aufenthaltbestimmungsrecht versuchen zu erwirken und in meine Heimat zu gehen. Wäre für mich dann alles sehr viel einfacher. Aber da wäre das Problem, dass die Kinder ihren Vater nicht mehr ohne weiteres sehen könnten.

    Eigentlich möchte ich doch nur die räumliche Trennung mit der Möglichkeit, dass sich Vater und Kinder einigermaßen Problemlos sehen können. Wenn er diese Möglichkeit nicht wahrnimmt, kann ich immernoch versuchen in die Heimat zu gehen. Aber ich fände diesen Schritt fair und ich kann guten Gewissens sagen, dass ich es versucht habe. Verstehst du meine wirren Gedanken?

  • Ach wichtelmama, ich versteh dich gut. Weißt du aus deinen Zeilen spricht immer noch die Hoffnung, daß es doch noch mal "wird".
    Aber wenn man mal bei dem Pensum ist, wird nichts mehr einfach so.
    Wenn es mies läuft, dann begrabt ihr ihn irgendwann.
    - Sich problemlos sehen ist da auch nicht mehr drin. Merkst du doch jetzt schon, daß das nicht geht. Eben weil er so unberechenbar ist. Ich hab die Tage öfter mal an dich gedacht. Ob du auch verharren würdest, wenn es die Kinder nicht gäbe, oder ob du dann sagen würdest "hey wir sind nicht mehr zusammen - ich will daß du ausziehst". und wenn man das weiterdenkt, (weiss nicht wie du das für dich siehst), dann wären ja die Kinder der Hauptgrund, daß er noch da ist. - So hab ich das in meiner kindheit erlebt. hab ich dir bestimmt schon mal geschrieben. Meine Mama blieb wegen uns kindern.
    Im Detail lassen sich Situationen ja auch nicht wirklich vergleichen, aber es ist schon erschreckend, wie viele Parallelen es dann doch gibt.

    Was ich im oberen Post geschrieben habe, mit dem Würgen und Hallus und sowas, das denke ich mir nicht aus. Ich war dabei, hab gesehen, wie jemand drauf ist, dem das passiert. das hängt halt über euch wie ein damoklesschwert. weswegen so viele hier schreiben, raus raus raus da.

    es läuft eben nicht auf eine problemlose beziehung zwischen papa und den kleinen hinaus, sondern auf eine katastrophe.
    hast du noch anderweitig unterstützung? ich kann dir nur ans herz legen, such dir ALLE Hilfe die du kriegen kannst. nimm all deinen mut zusammen und verschließe deine augen nicht.

    dir eine umarmung.

  • Hallo Wichtelmama.

    das tut mir sehr leid, wenn dich das alles so aufwühlt. Deine Kindheit muss sehr schlimm gewesen sein.

    Das hast Du Lana geantwortet und ich möchte Dir dazu gern was sagen:

    Ich hatte eine wundervolle Kindheit, insofern bin ich komplett raus, was ein eventuelles Triggern aufgrund eigener Erfahrungen angeht.

    Und dennoch kann ich das Lesen Deines Threads kaum noch ertragen!
    Ich mache das nur noch, weil ich hoffe, endlich zu lesen, dass Du Deine Kinder endlich aus dieser Situation rettest!!

    Das Argument, dass Du einfach keine Wohnung findest, kann ich null nachvollziehen! Wenn Deine Wohnung abgebrannt wäre oder wegen Eigenbedarf gekündigt werden könnte, müsstest Du auch irgendwo hin.

    Du bist nicht mehr in der Situation zu warten, dass Du eine schöne Alternative findest.

    Das ist meiner Meinung nach eine Notsituation für Deine Kinder, die Du zu schützen hast, Wichtelmama!

    Ich bin seit etlichen Jahren hier und es wühlt mich Mega auf, zu lesen, was bei Dir passiert und wie Du darauf reagierst.

    Harmloser und verständnisvoller kann ich das leider nicht ausdrücken in diesem Fall.

    Ich bin echt entsetzt über Dein Nicht-Handeln und Deine Argumentation!

    LG Cadda

  • Cadda wenn die Wohnung abgebrannt wäre, würde ich genauso dastehen wie jetzt auch. Bzw könnten wir da sicherlich eine zeitlang bei den Großeltern unterkommen, aber das wäre keine Dauerhafte Lösung.

    Woher soll ich eine Wohnung nehmen? Es gibt hier schlicht keine bezahlbare Wohnungen. Oder es kommen hunderte Bewerber auf die Wohnung sofern bezahlbar.

  • Woher soll ich eine Wohnung nehmen? Es gibt hier schlicht keine bezahlbare Wohnungen. Oder es kommen hunderte Bewerber auf die Wohnung sofern bezahlbar.

    Du könntest dich um eine Wohnungszuweisung kümmern!

    Ein Problem ist, dass sich in eurer Situation die Nulllinie immer weiter nach unten verschiebt. Schlimme Vorfälle werden weniger schlimm, weil sie zur Gewohnheit werden und weil noch schlimmere folgen.

    Die schönen Momente sind das größte Problem. Sie binden dich weiter an die Situation und die Hoffnung und führen dich nur in die Irre.

    Ich glaube übrigens nicht, dass bei deinem Mitbewohner der Alkohol das einzige Problem ist. Er dürfte schon auch eine spezielle Persönlichkeit haben.

    Deine Kinder sollten nicht ein Grund zum Bleiben und Ausharren sein, sondern einer zum Gehen! Ich glaube nicht, dass seine Stimmungsschwankungen verschwinden, nur weil er nicht mehr in derselben Wohnung wohnt wie du. Du wirst es nur nicht mehr so leicht erfahren, wenn die Kinder ohne dich bei ihm sind.


    Ich weiß - es gibt für dich irgendeinen Grund (noch) nicht das Jugendamt ins Boot zu holen, weil du ihn schützen möchtest. Schütze nicht ihn, er ist erwachsen! Schütze deine Kinder!!! Sie können sich selbst noch nicht helfen und sind der Situation ausgeliefert!

    Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es ist sich aus einer solchen Situation zu lösen, wie verwirrt, erschöpft und verunsichert man sein kann. Der erste Schritt ist schwer, egal, ob du jetzt gehst oder erst in 3 Monaten. In 3 Monaten werden nur der Schaden an den Kindern und deine Erschöpfung größer sein.

  • Wenn es zum Schutz Deiner Kinder und um in Bewegung, also ins Tun zu kommen vorübergehend bei den Großeltern ist, dann ist es eben so!

    Als ich mich trennen musste (wenn auch aus anderen Gründen als Alkoholsucht, aber meine Kinder waren klein und ich musste aus unserem Haus ausziehen) war ich auch in so einer Situation.

    Ich hab das also hinter mir: In einem Zimmer bei der Oma zu Dritt, dann ne Ferienwohnung, bis ich eine kleine Wohnung bekommen habe (die definitiv nicht auf Dauer sein konnte).

    Nach und nach fanden sich dauerhafte Lösungen.

    Was ich hier im Forum schon oft sehr zutreffen gelesen habe, trifft in Bezug auf die Bleibe (auch wenns erstmal vorübergehend ist, bis was besseres gefunden wird) auch auf Dich zu:

    Wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe!

  • Cadda was mich da aber interessiert, wie hast du das mit der Schule gemacht? Mit jedem Wohnortwechsel musst du fast schon die Schule wechseln. Und hat der Vater einfach dem Wohnortwechsel zugestimmt?
    Das sind zumindest Gedanken die mich beschäftigen. Ich möchte nicht laufend die Schule wechseln müssen. Man braucht ja schließlich eine Meldeadresse. Oder wie hast du das gehandhabt? Jahrelang von vorübergehender Bleibe zu Bleibe wechseln finde ich jetzt auch nicht lustig.

  • Saphira du hast einiges geschrieben und ich denke du hast durchaus recht.

    Ob die Stimmungsschwankungen bleiben kann keiner sagen. Vielleicht ist es entspannter für ihn, wenn nicht ständig Trubel in der Bude ist.
    Mein Vorschlag wäre gewesen, dass er die Kinder in Anwesenheit der Großeltern treffen kann. Dann ist auch die Gefahr minimiert, dass er sich zusäuft. So zumindest meine Wunschvorstellung.

    Eine spezielle Persönlichkeit? War er schon immer. Der Alkohol, das Alter, die Lebenserfahrung oder was auch immer verstärken einige Eigenschaften. Positive wie negative. Ich hab schon immer gesagt: ein Mann mit zwei Gesichtern.

    Das mit der Nulllinie ist ganz interessant. Ich kann nichtmal beantworten ob das zutrifft. Vermutlich hast du recht.

    Ich musste zu der Wohnungszuweisung erstmal lesen. Ich denke ich werde das mal ansprechen bei dem Termin mit dem Anwalt. Überhaupt möchte ich dort einiges klären. Denke danach habe ich mehr Gewissheit. Ich werde es mir merken!

    Zum Jugendamt. Ich habe letzte Woche versucht herauszufinden, wo ich überhaupt anrufen muss und wer da zuständig ist. Ich bin nicht fündig oder schlau geworden, aber lässt sich sicher herausfinden durch ein paar Anrufe. Ja, im Zweifel werde ich das Jugendamt mit ins Boot holen wenn es nicht anders geht.

    Ich habe ja noch immer diesen irrwitzigen Gedanken, dass man alles friedlich lösen kann. Wäre mir zumindest das Liebste. Keine Ahnung ob ihr das versteht.

  • Ich habe ja noch immer diesen irrwitzigen Gedanken, dass man alles friedlich lösen kann.

    Dann bitte ihn doch aus Vernunftsgründen um eine klare räumliche Trennung. Er zieht aus, du bleibst mit den Kids, weil sich so für sie am wenigsten ändert, es weniger Aufwand bedeutet, wenn nur einer anstatt drei übersiedeln und das dem Kindeswohl dienen würde. Er findet bestimmt vorübergehend irgendwo Unterschlupf.

    Die Voraussetzung für eine friedliche Lösung wäre auf beiden Seiten eine emotionale Reife und die Begegnung auf der Erwachsenenebene. Wenn ich an deine Beschreibungen denke, sehe ich da schwarz bei ihm.

  • Saphira ich werde ihn darum bitten. Eben genau aus den genannten Gründen. Aber ich gehe ebenfalls davon aus, dass er das gemachte Nest nicht freiwillig verlassen will. Aber die Chance es zu tun soll ihm gewährt sein. Vielleicht zieht er ja wider Erwartens zu seiner Affäre(oder wie auch immer man das nennen soll)🤭. Da wäre ich nicht böse drum.

  • Er zieht aus, du bleibst mit den Kids

    Hallo Wichtelmama

    hierzu fiel mir gerade was ein:

    Du hast ja Gründe, warum Du Dich nicht beim Jugendamt meldest. Die Gründe liegen irgendwo darin, dass Du Deinen Mitbewohner schützen möchtest. Du könntest ihn aber vor die Wahl stellen: Entweder Du ziehst hier bis zB nächste Woche aus (ob er erstmal zu seinen Eltern geht oder zu einem Kumpel oder in eine Monteurwohnung oder als Alleinstehender schneller etwas Eigenes findet, ist ja seine Sache). Oder ich lasse mich beim Jugendamt beraten und lege alles offen auf den Tisch.

    Es kann doch nicht sein, dass er vor irgendetwas geschützt wird und dafür überhaupt nichts tun muss! Und gleichzeitig das Kindeswohl gefährdet ist und Deine Kräfte aufgefressen werden!! Da ist ja sowas von überhaupt keine Augenhöhe irgendwo!!

  • Vielleicht zieht er ja wider Erwartens zu seiner Affäre(oder wie auch immer man das nennen soll)🤭. Da wäre ich nicht böse drum.

    Das geht Dich dann ja nichts mehr an.

    Darauf hatte ich damals auch gehofft - nicht zuletzt um als Opfer statt als die Böse, die den Mann rausschmeißt da zu stehen. Warte mal lieber nicht darauf....

  • Es kann doch nicht sein, dass er vor irgendetwas geschützt wird und dafür überhaupt nichts tun muss! Und gleichzeitig das Kindeswohl gefährdet ist und Deine Kräfte aufgefressen werden!! Da ist ja sowas von überhaupt keine Augenhöhe irgendwo!!

    Hallo Api,

    So wie du es schreibst, macht es durchaus sehr viel Sinn! Und da kann ich dir nur Recht geben.
    Ich werde das Gespräch mit ihm suchen.
    Aber keineswegs will ich ihn bedrängen. Aber das aus Eigenschutz! Ich erwähnte mal, dass ich hier nicht alles schreibe. Es gibt ja Gründe warum ich die ganze Sache gerne einigermaßen friedlich regeln wollen würde(er hat niemanden hier geschlagen oder Ähnliches!).

    Ob er nun freiwillig oder halbfreiwillig geht, ist mir egal. Schön wäre einfach nur sowas wie friedlich. Daran glaube ich zwar auch nicht wirklich, aber man kann es ja versuchen.

    Ist mir Wurscht mit wem er sich rumtreibt, ist nicht mein Problem. Natürlich wird er da nicht einziehen, aber man wird ja noch träumen dürfen🤭🤣

  • trotz allem bleibt der Mitbewohner nunmal der Vater der Kinder. Die Kinder brauchen einen Vater, den kann und will ich ihnen nicht wegnehmen.

    Die Indtabilität ist toxisch und traumatisierend für deine Kinder und wird ihr ganzes Leben prägen. Kinder brauchen vor allem Sicherheit! Die gibt es aber nicht in einem suchtbelasteten Haushalt. Da ist alles unberechenbar und angespannt …

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