Beiträge von MadMax

    Hallo Thor,

    ich kann Dich so gut verstehen. Ich befinde mich in ähnlicher Situation mit meiner Freundin. Nüchtern, ein ganz toller liebevoller Mensch, betrunken, ein fremder gemeiner Mensch. Leider auch mit Aggressionen…

    Ich habe mir eine neue Wohnung gesucht und vor paar Tagen auch endlich eine bekommen.

    Was wäre ein Tipp? Ich stecke selbst fest, aber kann dir zumindest sagen, nichts hilft, wenn die Person selbst nicht aus eigener Überzeugung und eigener Kraft da heraus findet. Wir hatten das so oft, sind jetzt im Vierten Jahr und es wird immer schlimmer.

    Vielleicht hilft es dir zu wissen, Du bist nicht allein, auch wenn wir da alle selbst durch müssen.

    Grüße

    MadMax

    Rosanna22 Ja, mit dem Ehrenamtlichen finde ich ne gute Sache. Das wäre eine ganz gute „verpflichtende“ Ablenkung. Ich habe mich leider vor Jahren von allem zurückgezogen. Und meine Schwester, die meine beste Freundin war, ist leider verstorben… Aber gut, neues Aufbauen..

    Danke für deine Impulse!

    achelias Ich versuche es jedesmal aufs Neue. Manchmal denke ich, ich werde gleichgültiger und dann, Zack, Fall ich wieder zurück. Dieses hin und her… furchtbar. Doch was vornehmen, das hält 5 Sekunden, dann brechen die Zweifel darüber hinein.. Danke auch Dir!

    Genau, ich bin leider sehr Abhängig von ihr. Das erschreckt mich ziemlich und ich komme mir vor wie in Fängen, denen ich nicht entfliehen kann.

    Ich weiß das Du es nicht böse meinst, mein Verstand weiß es auch, aber mein Herz oder was auch immer, will es nicht akzeptieren. Ich bin an irgendeiner Stelle.. irgendwo…

    Meine Mutter meinte heute auch, Bau dir was auf, neue Menschen. Hast ne gute Arbeit, mit guten Kollegen… ja, das stimmt! Jede Stunde die ich mich nicht bei ihr melde, bin ich etwas stolz auf mich…

    Danke Dir!

    Hallo…

    Seit gestern Abend bin ich bei meinen Eltern. Sie hatte getrunken, als ich von der Arbeit kam… am Anfang ging es noch, und nach zwei Stunden wurde sie wieder aggressiv. Sie schmiss Sachen durch die Gegend und beschimpfte mich wieder. Ich nahm meine Sachen und bin gefahren. Ich habe es nicht ausgehalten und hatte Sorge, das sie noch aggressiver wird.

    Bisher nichts gehört. Bisher habe ich ihr nicht geschrieben. Es fällt mir schwer. Kämpfe gegen an, weil ich denke, ich muss einfach mal Nichts machen. Nicht der erste sein der Fragt.

    Ich habe keinen Freundeskreis. Nur meine Eltern.

    Und ehrlich gesagt, habe ich Angst vor dem Schmerz, wenn sie mich nicht vermisst. Weil sie mich wegtrinken kann.

    Ich wollte diese Gedanken einfach losschreiben. Hoffe das ok…

    PS: Ich schaue mir Wohnungen an, bisher leider ohne Erfolg.

    Hallo.. ich habe den Handyton abgeschaltet und mich in einen Film vertieft. Sie hat irgendwann geschrieben und angerufen, aber ich will heute nix mehr hören oder lesen.

    Ich bin zu verletzt. Sie ist in Ihr Elternhaus gefahren, was sie auflösen muss. Mit 1,5 Flaschen Wein intus.

    Ich bin wütend und sauer…

    Danke Dir Rosanna.

    Grüße Max

    Hallo… seitdem Eintritt hier, denke ich noch mehr nach und versuche mein Verhalten zu reflektieren.. und heute ist wieder so ein trauriger Abend.. ich komme nach Hause, sie ist weg, keine Ahnung wo, keine Antworten… ich habe mir trotzdem was zu essen gemacht, aber meine Gedanken und Gefühle kreisen. Ich bin traurig und wütend. Stehe zwischen, ist mir egal und Sorgen um sie… ich bin ehrlich gesagt tief traurig…

    Hallo Peter,

    im Grunde weiß ich es.. das stimmt.

    VG Noah

    Moin MadMax,

    ich hab das gestern nur mal so als zeitlichen Ablauf geschrieben. Dahinter stecken so viele innere Kämpfe, Selbstzweifel, Wut, Angst und manchmal sogar Panik. Das ganze war kein leichter Weg, aber es war das Beste, was ich machen konnte. Heute, 10 Jahre später, bin ich bei mir angekommen und bin zufrieden in und mit meinem Leben. Wie gesagt, war es eine anstrengende Zeit, aber sie hat sich gelohnt. Mit meinem Auszug war das Drama ja auch nicht vorbei, aber das war schon der wichtigste Schritt. Ich musste da weg, sonst wäre ich unter gegangen.

    Guck, was Du Dir heute Gutes tun kannst.

    sonnige Grüße

    Lütte

    Hey Lütte,

    Hauptsache losgehen… hoffe das mit einer Wohnung klappt bald. Ich kann auch immer zu meinen Eltern, aber ich sehe mich dann auch mal nach Ruhe..

    Danke Dir!

    Hallo MadMax,

    einer deiner ersten Beiträge hier war glaube ich sehr authentisch: die schriebst von deinem Wunsch, dich abzugrenzen und einen Cut zu machen.

    Ich weiss nicht, ob es im weiteren Verlauf schon angesprochen wurde, aber nach allem, was du schreibst, ist diese Abgrenzung dringend erforderlich, wenn du nicht untergehen willst.

    Wie wäre es mit Vorbereitungen, dir eine eigene Wohnung zu suchen? Eine räumliche Trennung könnte der erste Schritt sein für eine Abgrenzung. Das schreibt sich alles leicht, ich weiss. Aber nach allem, was ich von dir lese denke ich: du solltst vor allem an dich denken. Wenn Gewalt im Spiel ist, macht das diesen Schritt um so wichtiger für dich.

    VG Peter

    Hallo Peter!

    Das habe ich angefangen, also das Suchen einer Wohnung. Ich denke das wäre wirklich gut. Habe ich übrigens auch mit ihr drüber gesprochen und sie findet es auch gut.

    Ich glaube mein allergrößtes Problem ist, das ich einfach nicht verstehen will, das ihr eine Trennung egal sein könnte. Weil sie ja ihren „Partner“, den Alkohol hat. Dieser Gedanke ist für mich einfach nicht zu begreifen und tut weh…

    Seit ein paar Tagen ist ihre Schwester im Krankenhaus… es sieht nicht gut aus… in den letzten zwei Jahren hat sie Mutter und Vater verloren… das sind auch Gegebenheiten, wo ich mir denke, und dann noch uns auflösen?

    So, ohne den Alkohol, würde ich da natürlich nicht dran denken. Aber das kennt ihr ja alles…

    Danke dir!

    Hallo MadMax,

    mir hat es damals sehr geholfen, den Fokus wieder auf mich zu richten. Ich habe begonnen, mich in den Mittelpunkt zu stellen, habe versucht, mir was gutes zu tun, habe alte Hobbies aufleben lassen, habe eine Therapie begonnen, habe ganz viel gelesen und hier ganz viel geschrieben. Die räumliche Trennung halte ich für einen absolut wichtigen Schritt. Ich konnte danach erst wirklich zur Ruhe kommen.

    Lütte

    Auf einen Therapieplatz warte ich gerade, bzw. schon zwei Monate. Das Schreiben ist bei mir leider eingeschlafen, ab und zu habe ich versucht, es aufleben zu lassen.. aber vielleicht sollte ich es wieder versuchen. Das justiert einen.

    Wie lange hat es bei Dir gebraucht? Hattest du einen Freundeskreis der dich unterstützt hat?

    Danke dir!

    Hallo MadMax,

    .... und ihr für Abstinenz und nu?

    Ich will Dir nicht zu nahe treten, wir kennen uns nicht, aber aus dem, was Du schreibst, lese ich, dass Du aus dieser gegenseitigen Abhängigkeit auch einen großen Teil deines Selbstwertes ziehst. Das empfinde ich als problematisch. Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur sagen, wenn Du nichts änderst in Deinem Leben, wird sich dein Leben nicht ändern. Wie achelias schon schrieb, kann es ein guter Anfang sein, mal über die eigenen Wünsche und Träume nachzudenken. Kannst Du dir diese mit einer saufenden Partnerin erfüllen, denn so wie es aussieht, möchte sie weiter trinken. Sie hat dich doch auch gut im Griff, warum also sollte sie was ändern?

    sonnige Grüße

    Lütte

    Hallo Lütte,

    ja ich stimme dir in allem zu und das ist eben mein Problem. Ich weiß nicht wieso, aber ich komme einfach nicht gegen an, nicht raus.. knicke jedesmal wieder ein.. ich frage mich wieso?

    Mein Selbstwertgefühl leidet, wobei ich mich Frage, ob es noch vorhanden ist. Was würde ich jemandem raten, frage ich mich? Das was ihr hier mir schreibt wahrscheinlich.

    Ich fühle mich genau deshalb sehr hilflos und alleine und habe keine Ahnung wie ich das schaffen kann.

    Derzeit suche ich mir schon eine Wohnung, um einen alleinigen Rückzugsort zu haben. Ich habe im Februar wieder angefangen zu arbeiten, nach Krankheit. Das tut mir gut. Aber beeinflusst auch da meine Stimmung.

    Keine Ahnung…

    Hallo MadMax,

    wenn sich so bei dir lese, erhebt sich der Eindruck, auf der einen Seite stört dich die Sauferei, auf der anderen schmeißt du gern den Haushalt und bist für sie da. Zudem lese ich … vielleicht, wahrscheinlich … und schiebst alles vor dir her.

    Versuche doch ein Mal herauszubekommen, was du überhaupt willst.

    So weiter machen oder nicht? Für letzteres stehen zwei Optionen zur Verfügung, Alkoholverzicht oder Trennung.

    Die sauferei stört klar. Und ich mache den Haushalt etc. weil sonst nix passiert. Und ich will nicht mit Spülbergen etc. leben. Damit fühle ich mich nicht wohl. Soll ich das auf der Strecke lassen?! Dann gebe ich ja auch was von mir auf.

    Und ja du hast recht. Was will ich? Diese Frau ohne Alkohol. Für eine Trennung fehlt mir die Kraft.

    Das verstehe ich. Ich kann auch nicht begreifen, wie jemand seine Gesundheit ruiniert, seinen Job verliert, Schulden macht, seine Partnerschaft aufs Spiel setzt etcpp. … aber ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, es wird schon sehr schwierig, wenn sie es einsieht und versucht aufzuhören … es ist unmöglich, solang sie das Problem nicht selbst erkennt bzw. wahrhaben will. Wie lang möchtest Du warten, bis Du aufhörst zu hoffen? Bis sie gesundheitlich so angeschlagen ist, dass sie sich damit auseinandersetzen muss? Wenn Du jetzt etwas tust kommt Bewegung in eure eingefahrene Struktur - sonst bleibt wahrscheinlich noch lange alles wie es ist.

    Da hast du sehr wahrscheinlich recht. Ich bin der, der es anstoßen muss.. das ist mein Problem.

    Ich weiß nicht wie gut oder schlecht ich sie auffange.. ich gebe mein Bestes. Versuche sie mental zu unterstützen, tatkräftig.. Impulse zu geben… Aber sie ist auch sehr sehr eigen. Ein Einzelkämpfer. Vor mir hatte sie 10 Jahre keine Beziehung.

    Habe heute eine Rückmeldung von einer Beratungsstelle bekommen und rufe dort morgen zur Terminvereinbarung an.

    Ist auch folgendes normal?

    Ich tue alles. Kümmere mich um den Haushalt, kaufe ein usw und vergesse zwischen all dem ihr zu sagen, das meine Mutter, heute, zu Besuch da war und alles was sie sagt ist, das sie traurig findet das ich es ihr nicht sage!

    Da sagte ich sorry, aber heute morgen, als der Notarzt für ihre Schwester kam, fand ich das wichtiger und hätte es dir später gesagt. Oder nach meiner Arbeit.

    Also, dieses rumreiten nur auf negativen Sachen… ich find das einfach nur unfair…

    „Danke für deine Antwort! Deine Frau ist aber schon einen Schritt weiter. Sie ist in Therapie. Da ist meine Freundin noch lange nicht. Denkt sie auch nicht dran.“


    Worauf hoffst Du genau?

    Das sie einsieht es nicht alleine zu schaffen. Das sagt sie nämlich immer. Aber dem ist nicht so. Was ich auch nicht schlimm finde. Bei anderen Krankheiten geht man auch zum Arzt. Ja ich weiß, diese ist mit Scham usw verbunden, aber ich will nur sagen, es nicht alleine zu schaffen, heißt nicht das man schwach ist. Gerade bei dieser Sucht, oder überhaupt bei Süchten. Die nehmen einen gefangen.