Beiträge von Hera

    Du hattest eingangs auch schon ein Problem mit der Bezeichnung "Alkoholiker ", Miata.

    Alkoholallergie, Unfall,...

    Fang doch damit an, die Dinge richtig zu benennen. Du brauchst definitiv einen Plan. Den Notfallkoffer, Strategien gegen Suchtdruck, Ansprechpartner,... und hier kannst du alles fragen, du bekommst garantiert eine Antwort.

    Nach vorne schauen!

    Das sind Antworten, die du vielleicht später, vielleicht auch nie bekommst, bringen DICH aber nur insofern weiter, falls sie deine Entscheidungen für eine bessere Zukunft bestätigen. Ansonsten weg damit.

    Ich war während ich gesoffen habe trotzdem ich. Nur emotionaler, verletzender und schneller verletzt.

    Guten Morgen, bei mir lief es auch "zu gut", dachte ich aber der Hammer kam nie 🤷🏽‍♀️

    Ich war mir meiner Sache von Beginn an sehr sicher, weil mir klar war, dass ich sonst nicht mehr allzu lange leben werde. Was kam, waren noch viele Gedanken, inklusive schlechtem Gewissen, das Überdenken meines Umgangs, das Nachdenken, wie ich zukünftige Situationen meistere, glückliche Phasen, traurige Phasen, ... das Leben eben.

    Habe meine Abstinenz nicht als Kampf betrachtet, sondern als Tatsache, die nur Gutes bringt - froh war ich, als das erste Jahr mit sämtlichen Jahresfesten um war, ich alle wiederkehrenden Stationen einmal durch hatte.

    Und das Forum hier ist von Beginn an mein stabiler Anker, bin täglich hier. Ich hab Worte wie Wunder oder Schicksal oder höhere Macht aus meinem Wortschatz gestrichen. Du hast es selber in der Hand.

    Glückwunsch zu 8 Wochen,

    Hera

    Wenn eine Entzugsklink nötig wäre, dann sogar das. Ich fühle mich nur alleingelassen. Warum z.B. kein Ultraschall um den Zustand der Leber zu beurteilen. Warum keine Anleitung was gegen die Polyneuropathie machen kann. Der Schritt mit dem Arzt zu sprechen ist schwer genug. Klar bin ich froh, dass ich seit zwei Wochen nicht mehr trinke. Ich habe aber Angst vor einer Situation, bei der ich es nicht schaffe.

    Du hast dich jetzt geöffnet und das Kind hat einen Namen, das ist gut. Aber du übergibst deine Zukunft jetzt dadurch ja nicht komplett in andere Hände. Hast du nach einem Ultraschall gefragt? Zudem kannst du jederzeit zu Spezialisten gehen und für die mentale Unterstützung gibt es das Firum hier und reale SHGs. Du kannst dich über die Krankheit in ganz vielen Bereichen informieren.

    Hi, ich geh parallel auch in eine reale SHG und als ich da das erste mal einmarschiert bin, hab ich tatsächlich jemanden gekannt, nicht näher, aber vom Sehen. Wir sind inzwischen gut befreundet, aber treffen uns nicht privat. Es ist einfach ein so, daß jeder, der da sitzt, das gleiche Problem hat wie du. Und wenn ich dort erzähle, weiß ich, wie hier auch, daß ich verstanden werde. Ich muss nicht viel erklären. Mir tut das gut, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

    LG

    Du schreibst von "geniessen" und "zugeschlagen" im Kontext mit Alkohol. "Noch geht es mir gut...", ich glaube der Gedanke, das Saufen ganz sein zu lassen ist in deinem Kopf überhaupt noch nicht angekommen. Vielleicht wirst du dir darüber erst mal klar, sonst ist das keine klar gewollte eine Abstinenz. Die beginnt nämlich im Kopf.

    Hera dann wäre es nett, (oder leichter für mich zu erkennen)wenn du die Wörter oder die Phrase erwennst auf die du dich beziehst, oder die dich stört!

    Danke

    Ich werde in Zukunft konkreter fragen. Jetzt weisst du es ja und kannst gezielt Stellung dazu nehmen, weil mich interessiert, wie du zu der Behauptung kommst.

    Du hast geschrieben "das ist wohl keinem Abhängigen klar!!!"

    Auf das war mein Post bezogen, ich kann schon lesen.

    Du. Du wirst das hinkriegen, hier ist jeder für sich da und auch nur für sich verantwortlich. Mir war sehr wohl bewusst, wie sehr meine Familie unter mir und meiner Krankheit gelitten hat, aber der Alkohol war mächtiger. Verallgemeinere hier bitte nicht .

    Schau bei dir genau hin und pass auf dich auf. Ich war auch sehr euphorisch, aber immer achtsam. Bei einer Rückfallquote von 95% ... es gibt kaum eine tückischere Krankheit als die Sucht.

    Ich habe bei allen Ereignissen, in jeder Situation und irgendwann zu jeder Uhrzeit getrunken, wenn es möglich war.

    Daher denke ich, ich hab alles an Ereignissen durch, auch sehr schlimme oder traurige.

    Am Ende ging es ja nicht mehr um die Belohnung oder die Bewältigung von Stress, Trauer oder Krisen, sondern nur noch ums Saufen des Saufens willens.