Beiträge von Hera

    Hi, ich klink mich kurz ein.

    Mitunter ist es auch sehr anstrengend, deine Beiträge zu lesen und auch herauszulesen, was du eigentlich wissen möchtest. Sehr komplex alles..

    Tolle Wortwahl, zweifelsohne, aber ich z. B. scrolle recht schnell weiter.

    Diese in den Raum gestellte Fragen z.B., an wen richtest du die?

    Ich hab genau das Gleiche gedacht!

    So viele Fragen, in allen 3 Bereichen,

    mich hat das auch gewundert..

    Das ist eine tolle Einstellung! Aber eben eine, die du als Erwachsene treffen kannst, als Kind leider nicht. Da steckst du ja noch in deiner zukünftigen Vergangenheit, die Eltern entscheiden über dein Leben, du kannst ja nicht mal einordnen, was da gerade um dich herum geschieht.

    Die Ausgangsfrage war ja, warum der Alkoholiker nicht geht. Deshalb hab ich geschrieben, was ich sonst in diesem Bereich des Forum vermeide, weil da verschiedene Welten aufeinander prallen.

    Für den Alkoholiker steht der Alkohol und die Beschaffung des Stoffs an erster Stelle, danach kommt erstmal nichts.

    Der CO sieht die Gesamtsituation deutlicher, er ist viel klarer. Wir sehen das verschwommener.

    Das soll eine Erklärung sein, kein Rechtfertigen. Ich kümmerte mich trotzdem um all die notwendigen Belange meiner Familie, auch betrunken.

    Aber darüber hinaus, war ich zu nichts mehr fähig.

    Und noch eine Frage an die Alkoholiker die das lesen:

    Warum geht ihr nicht einfach? Wenn es doch so wichtig ist zu saufen? Wenn man dafür alles gefährdet, besoffen die Kinder fährt etc.. warum geht Ihr nicht?

    Da könnte ich jetzt gegenfragen, warum du bleibst, wenn dein Partner alle(s) gefährdet?

    Die Antwort ist dieselbe:

    Weil es eine Sucht ist.

    Beiden Parteien wird es irgendwann bewusst.

    Da stecken dann aber beide meist schon mittendrin.

    Ich behaupte, Alkoholiker wissen, daß sie Alkoholiker sind.

    Hallo und willkommen bei uns Hirsch!

    Ich wünsch dir, daß dir das Forum hier genauso hilft wie mir.

    Da ich jahrelang täglich getrunken habe, waren 10 Tage ohne schon ein gewaltiger Schritt für mich. In eine gute Richtung. Jetzt bin ich bald ein Jahr alkoholfrei und es geht mir gut, wie seit Jahren nicht mehr.

    Hier ist immer jemand für dich da

    LG,

    Hera*

    Hi und willkommen Achilles!

    Ich schlafe auch weniger als vorher, aber dafür durch und bin viel erholter. Obwohl meine Uhr sagt, ich gab viel zu wenig Tiefschlaf, aber das ist mir jucke, ich fühl mich ja besser. Hat bei mir auch ein paar Wochen gedauert.

    Tu mich dafür eher mit dem Einschlafen schwer, trinke dann abends einen Tee, Melisse zum Beispiel.

    Meine wirren Träume sind auch weg, das schlechte Gewissen am Morgen,...

    könnte dir eine ewig lange Liste mit positiven Entwicklungen schreiben.

    Gib dir und deinem Körper Zeit, jeder regeneriert sich anders.

    Lieber Gruß,

    Hera

    Was mich persönlich immer wieder sehr freut, sind die Glückwünsche der alten Hasen, wenn ich wieder einen kleinen Meilenstein für mich legen konnte.

    Gegenseitiges Anspornen unter Neuen ist natürlich auch toll, aber wie ihr schon vorher immer wieder geschrieben habt, sind doch einige Neuankömmlinge ruckzuck wieder weg vom Forumsfenster und das ist für mich dann widerum überhaupt nicht motivierend.

    Das ist wie in der Schule, man kann klar zusammen lernen, aber die Klassenarbeit muss man dann trotzdem alleine schreiben.

    Lange Rede,... ich lass mich gerne anleiten, wenn es mir dabei hilft, länger zu leben.

    Das unterschreibe ich sofort.

    Ich fang ja auch nicht an umzurechnen, wieviel ich im Schnitt über's Quartal verteilt trinke, um mein Trinkverhalten minimaler klingen zu lassen, wenn ich mich hier vorstelle, damit ich nicht so abhängig bin wie andere... Nach dem Motto, bei dem und dem ist es ja viiiiel schlimmer.

    Ich hatte Angst, daß es bei mir auch so werden kann, weil ich schon mittendrin war. Mir war bewusst, ich sterbe vielleicht daran und da war es mir jucke, wie ich mich bezeichnen muss.

    Ich meldete mich an, weil ich mit Alkohol definitiv nicht umgehen kann und festgestellt habe, daß er mehr Macht über mich hat als ich über ihn.

    Wenn dem nicht so ist, find ich hier gar nicht erst her.

    Alkoholikerin ist eine Bezeichnung, die ich mir selber gebe, weil ich weiß, daß es so ist.

    Ich stigmatisiere mich nicht, ich geb dem Kind einen Namen. Und für eine Krankheit muss ich mich nicht schämen.

    Hi!

    Deine Geschichte, deine Sorgen und deine Situation ist 1:1 wie meine war!

    Ich mach dir jetzt einfach mal Mut.

    Bleib dran, bleib stark und du wirst sehen, wie frei du dich ohne Alk fühlen wirst.

    Meinen Bekannten und meiner Familie hab ich anfangs nur gesagt, daß ich ne Weile keinen Alkohol mehr trinke, weil er mir einfach nicht mehr gut tut. Inzwischen fragt mich keiner mehr.

    Ich wünsch dir alles Gute auf deinem Weg,

    Hera (ca. 10 Monate abstinent und glücklich damit)