Beiträge von Hera

    Puuuuhhh.... mich hätte auch eher dein Werdegang in Sachen Sucht interessiert und dann deine Erkenntnis und der Weg, wie du aufgehört hast. 40 Jahre sind schon ne Hausnummer, wie lange hast du davor getrunken?

    Das Forum hat mir persönlich sehr geholfen und lebt vom Austausch und Erfahrung, zeitlich passenden Hilfestellungen und die soliden Ansätze dienen Neulingen zur Orientierung. Mehr braucht es meistens nicht.

    Sorry, ich schreibe hier mehr über meinen Partner, als über mich… Aber das beschäftigt mich gerade sehr…

    Ich find das schon wichtig, weil das ja deine Abstinenz gefährdet. Zuerst würde ich das mal klar kommunizieren. Sein Abtun oder die Verharmlosung eurer Sucht kommt vielleicht daher, weil er es nicht hören will. Ich sag jetzt mal knallhart, dass das sonst auch keine Basis für dich ist, dir ein trockenes Leben aufzubauen.

    Dann musst du noch zu einer weiteren Erkenntnis kommen, nämlich dass diese Krankheit keine Unterschiede macht. Wer nicht dauerhaft ohne Alkohol kann, ist Alkoholiker. Vielleicht sind die Mengen (noch) unterschiedlich oder die Abstände des Konsums. Aber das war es dann auch schon. Willkommen hier!

    Mal kurz Hand auf's Herz, was machst du, wenn es jetzt wärmer wird und überall Menschen draußen sitzen und manche davon irgendwas Alkoholisches trinken? War das mit dem Döner nicht die Erinnerung, weil du dort selber mal gesessen bist?

    Klar kannst du Orte meiden, wo Menschen explizit zum Trinken hingehen, so wie die Biergärten, aber wenn du unverhofft in so eine Situation gerätst, brauchst du ja auch eine Steategie. Nicht, dass du dich irgendwann einschließt und nur noch deine Frau schickst?

    Ich find es nur sehr schade, dass du immer noch nicht zufrieden lebst und ich werde mich mit Tipps zurückhalten, weil es bei mir nicht so war. Es hat sich von Anfang an einfach nur gut angefühlt und war nie ein Kampf. Aber ich kann mir vorstellen, wie ätzend das sein muss und ich wünsch dir, dass sich bald was ändert. Vor allem in dir drin.

    Lieber Gruß

    Du kannst es kombinieren, wenn du stabil bist. Und du wirst hier keine Tipps bekommen, wie du das dort am besten meisterst.

    Auch nicht von mir. Und zwar nicht, weil mir meine Familie nicht wichtig war, sondern weil ich noch lange für sie da sein wollte. Deshalb bin ich nirgends hin, wo ich mich einer Gefahr ausgesetzt fühlte. Und ich mach das bis heute so.

    Liebe Alyfee, die Alkoholsucht ist eine Familienkrankheit, die ihren Ursprung meist schon im Kindesalter hat. Es liegt in Deiner Hand, dieses Gefüge zu durchbrechen. Du siehst in Deiner unmittelbaren Umgebung, dass die Alkoholkrankheit eine tödliche Krankheit ist. Jedes Glas würde Dich genau dort auch hinführen. Ich wünsche Dir viel Kraft. Bleib auf Deinem Weg.

    Ich komm mal kurz zu dir. Dass Alkoholismus eine Familienkrankheit ist, versteh ich so, dass da die ganze Familie darunter leidet...nicht, dass die Ursache meist in der Kindheit liegt. Es gibt genügend Alkoholiker, due keine EKAs sind. Oder meinst du Kindheitserfahrungen, die zur Sucht führen?

    LG

    Ist das hier eine Eheberatung? Wenn ich wegen dem kalten Abendessen wieder zu Saufen anfange, DANN gäbe es ein Problem. Ich finde, dass der Fokus hier nicht auf dem Ehemann liegen sollte, den wir überhaupt nicht kennen. Oder?

    Genauso ist es wie du schreibst. Um das Ganze nicht zu vergessen habe ich sogar ein Poster entwickelt mit Bilder und Text aller Situationen in denen ich mich befand. Schlägerei auf Feier und Treppenhaus, Notfallstation etc. und es mir immer vor Augen zu führen. Meinem kleinen Teufel auf der Schulter interessiert das relativ wenig

    Ich würde das nicht so von mir abtrennen. Oder das als Suchtteufel auf der Schulter personalisieren. Es ist eine Krankheit, die ein Teil von dir ist und keiner sitzt auf deiner Schulter und flüstert dir irgendwelche Dinge ein. Das wirkt, als gäbe man seine Macht über sein Verhalten an was Fiktives ab. (Ist aber meine Meinung.)

    Suchtteufel, Suchstimme, Suchthirn...du kannst es so bezeichnen, aber unterm Strich bist das du mit einer Scheißkrankheit, die einen aber nicht zwangsläufig in die Knie zwingen muss, wie du hier lesen kannst.

    Akzeptanz zuerst und dann kommt die Freiheit und das ist ein richtig gutes Gefühl.

    Du hattest dich ja unter anderem hier angemeldet und beschlossen, nicht mehr zu trinken, weil du im Rausch so unangenehm eskaliert bist. Es ist jetzt Zeit vergangen, die Scham und die Erinnerungen verblassen, dein Hirn suggeriert dir vielleicht, dass es gar nicht sooo schlimm war bliblablubb...

    Hol dir das Gefühl zurück, wie furchtbar du dich gefühlt hast. Wie elend es dir ging. Dann hast du genügend Gründe, am Ball zu bleiben.

    Gruß, Hera