Beiträge von mollyfisch

    Hallo Pamela,

    ich habe auch versucht alles zu verstehen und zu hinterfragen, nach Gründen usw. zu suchen. Aber das bringt dich am Ende halt nicht weiter weil wir es nicht wirklich verstehen können was da abläuft.

    Am Ende machen wir uns damit selbst das Leben schwer und ziehen den Zeitpunkt einer Entscheidung nur hinaus. Auch wenn nicht jede Antwort passt, jeder versucht hier nur seine Erfahrungen weiter zu geben.

    LG

    Der Weg geht meist da lang, wo es weh tut. Und nicht da lang, wo es bequem ist und man sich selbst nicht bewegen muss.

    Dem kann ich nur zustimmen. Ich habe am Anfang von dir glaube ich auch mal 1 oder 2 Antworten bekommen die ich damals ziemlich blöd fand. Heute weiß ich das du Recht hattest.

    Anfangs habe ich immer nach Entschuldigungen für sein Verhalten gesucht. Es hat ein wenig gedauert um mir klar zu werden dass es niemandem hilft. Er hat die Entscheidung getroffen zu trinken. Die Gründe die dazu geführt haben sind irrelevant. Wichtig ist nur wie aktuell damit umgegangen wird. Heute ist mir das klar.

    LG

    Heute sind es 3 Wochen her seit meinem Entschluss. Es ist so viel passiert in der Zeit das ich das Gefühl habe es ist schon viel länger her. Ich habe immer noch Momente (fast täglich) wo ich nach wie vor zweifle und auch mal weinen muss, aber ich merke das es mir schon jetzt so viel besser geht. Keine Gedanken mehr ob er getrunken hat, ob er schläft, ob es wieder Streit gibt usw. . Es ist mir mittlerweile egal. Das bedeutet nicht das er mir egal ist. Nach 28 Jahren ist das wahrscheinlich auch nicht möglich. Aber ich fühle mich nicht mehr verantwortlich für das was er tut. Ich wünsche ihm wirklich das er es für sich in Angriff nimmt und durchhält.

    Es ist schade um die vielen Jahre mit auch vielen schönen Zeiten, aber meine Kraft war hier halt zu Ende.

    ab wann wird der Punkt erreicht sein an dem man es nicht mehr einfach stillschweigend hinnehmen kann?

    Das kann ich dir nicht sagen. Da hat sicher jeder seine eigene Grenze. Es war bei mir auch ein langer Prozess. Das ging sehr sehr viele Jahre. Es hat im Laufe der Zeit immer mehr meinen Alltag beeinflusst. Ich war ständig unzufrieden und es gab dauernd Streit. Jetzt am Schluss konnte ich mir nichts mehr vornehmen weil ich mich auf ihn nicht mehr verlassen konnte, meine eigene Planung musste ich immer wieder ändern weil ich dann seine Aufgaben mitgemacht habe. Auch habe ich am Schluss bei der Heimfahrt immer Magengrummeln gehabt. Sehr oft habe ich meinem Mann auch mit anderen Männern verglichen und die Defizite in unserer Partnerschaft wurden immer präsenter. Er hatte kaum Interesse an gemeinsamen Unternehmungen usw.

    Ich hatte jetzt die Hoffnung auf Besserung aufgegeben da mein Mann einfach kaum Initiative zeigt wirklich selbst aktiv zu werden. Und die Vorstellung so noch 20 oder 30 Jahre weiterzumachen ... und es wird ja wahrscheinlich auch schlimmer ... nein das will ich nicht.

    LG

    Wenn ich ihn damit konfrontiere, reagiert er abwertend und gibt mir das Gefühl als würde ich übertreiben. Er hat doch nicht so viel getrunken. Ein Bier... ( Klar waren bestimmt schon 3) das macht mich jedesmal unsicher in meiner Wahrnehmung.

    Das kenne ich auch. Wenn ich ihn darauf ansprach hat er es abgestritten und versuchte auch sofort vom Thema abzulenken. Habe ich weiter nachgehakt ist er manchmal doch eingeknickt. Bei weiteren Nachfragen kamen dann so Sachen wie "ich soll nicht nerven, ich soll ihm nicht auf den Sack gehen" usw.

    Und er hat es auch immer runtergespielt und mir das Gefühl gegeben zu übertreiben.

    LG

    Hallo Achelias,

    als mein Mann seine Entgiftung abgeschlossen hatte sind wir für 4 Tage mit dem Wohnwagen los (Über Männertag). Ich hatte es gut gemeint. Alkohol war natürlich nicht dabei. Mein Mann ist in den Getränkehandel marschiert um sich Radler 0,0 % zu holen. Das habe ich schon kritisch gesehen. Am zweiten Tag war es alkoholfreies Bier. An dem Tag war klar er hat es nicht verstanden.

    Pfingsten fahren wir immer in einer größeren Gruppe zelten. Ich wollte es absagen, er wollte hin. Getrunken hat er dort sein Radler 0,0 %. Im Juli sind wir noch gemeinsam in den Urlaub mit Freunden gefahren. Auch hier wollte ich absagen, auch hier wollte er mit mit seinem Radler 0,0 %.

    Er hat immer gesagt es würde ihn nicht stören wenn die anderen trinken usw. usw.. Heute frage ich mich ob das der Fehler war der ihn zum Scheitern gebracht hat. Aber mich mit der Flasche mit alkoholfreiem Radler oder Bier hinzusetzen so wie früher zeigt mir doch das er nicht verstanden hat das er einfach Rituale und Gewohnheiten auch ändern muss. Wozu ein solches Getränk? Cola, Fanta o. ä. tuts doch auch.

    LG

    Hallo,

    gestern hat meine Freundin wegen Silvesterkarten und einem Ausflug im Oktober angefragt. Heute Abend muss ich sie nun anrufen und wohl reinen Wein einschenken. Unsere Freunde wissen es noch nicht. Die denken bisher es ist alles wieder gut.

    Mein Mann möchte auch keinen Kontakt zu unseren Freunden mehr. Er meinte er hat keine Lust sich dann zu rechtfertigen weil ich vielleicht dies oder das gesagt habe usw. . Gut, seine Entscheidung. Meine Idee war halt am Anfang das mal er oder mal ich hingehe.

    Ja nun muss ich fs wohl heute Abend durch.

    LG

    Hallo Bobbele,

    das du in dieser Zwickmühle steckst tut mir leid. Sicher müsstest du wohl den Job ändern und hättest vielleicht auch finanzielle Einschränkungen. Aber du musst dich fragen ob dieses Leben für dich die nächsten Jahre oder Jahrzehnte lebenswert erscheint.

    Viele hier haben durch die Trennung vieles verloren und mussten wieder von vorn anfangen. Aber Geld allein macht halt auf Dauer nicht glücklich.

    Rein finanziell gesehen ging es uns auch sehr gut, ich verliere gerade auch sehr viel. Aber es hindert mich nicht mehr daran meine Entscheidung zu treffen. Sicher habe ich auch Angst wie es finanziell weitergeht, aber meine Gesundheit und die Art und Weise wie ich meine nächsten Jahre verbringen möchten sind mir wichtiger.

    LG

    Mein Mann hat mir früher auch immer erzählt er hätte nur ein Bier oder gar nur ein Radler getrunken. Später habe ich dann immer mal leere Flaschen gefunden, die Cola im Auto schmeckte nach Alkohol, plötzlich waren Flaschen im Alkoholschrank angefangen usw. .

    Das du Angst hast das dein Kind den Konsum als normal empfindet kann ich verstehen und diese Angst ist natürlich berechtigt. Aber dein Kind bekommt auch die angespannte Stimmung mit.

    LG

    Reagiere ich über mit dem Alkohol, ich meine es ist Bier.. Aber er ist dann betrunken..

    Hallo Bobbele,

    er trinkt Alkohol und ist dann betrunken. Ist es nicht egal ob es Bier oder Wein oder Schnaps ist. Um betrunken zu sein muss er ja einiges an Bier trinken. Bist du sicher das es nur Bier ist?

    Du musst letzten Endes selber entscheiden was du tun wirst. Möchtest du so weiterleben, möchtest du dein Kind so aufwachsen lassen?

    Er hat dich oft allein gelassen. Der Alkohol war wichtiger. Und du bist auch nicht schuld an seinem Alkoholkonsum. Er trifft die Entscheidung zu trinken.

    Wenn du dir die Beiträge in diesem Forum durchliest wirst du viele Parallelen finden. Viele entscheiden sich für die Trennung. Natürlich gibt es auch Paare die den Kampf gemeinsam aufnehmen, aber da muss auch der Partner einsichtig sein und mitarbeiten.

    LG

    Was mein Sohn sagt alle meine Söhne sagen Lauf Mama so schnell du kannst

    Hallo Titeranx,

    es ist schön das deine Söhne es so sehen. Da hast du ja hoffentlich schon mal von der Seite Unterstützung.

    In einer Wohnung gemeinsam über mehrere Wochen stelle ich mir ehrlich gesagt schwierig vor. Ich habe das Glück das mein Mann in der Einliegerwohnung leben kann. Aber ihn jeden Tag zu sehen ist sehr schwer, und mein Mann ist nicht aggressiv, im Gegenteil. Ohne zumindest diese räumliche Trennung würde ich persönlich es ehrlich gesagt nicht schaffen.

    Könntest du denn oder wenigstens dein Sohn vorübergehend bei einem deiner anderen Söhne unterkommen?

    Vielleicht hat ja der Anwalt auch noch Ideen wie du deinen Mann zum zügigen Auszug bewegen kannst. Du stehst als Mieter im Mietvertrag richtig?

    LG

    Es ist ja auch tatsächlich so, dass einem nicht geglaubt wird, weil die meisten Menschen die Vorstellung von dem obdachlosen, auf der Bank schlafenden, rotnasigen Alkoholiker haben. Dass es in Frage gestellt wird, weil man ihm/ihr es gar nicht anmerkt. Und man oft das Gefühl hat, sich als Betroffene zu rechtfertigen.

    Guten Morgen,

    bisher war jeder verwundert das mein Mann ein Alkoholproblem hat. Keiner hat davon etwas bemerkt. Wenn du dann gesagt bekommst das man sich ja gar nicht vorstellen kann das ... ein Problem mit Alkohol hat, man sieht ihm ja nichts an, er geht doch arbeiten usw. , ja dann fängst du tatsächlich an zu überlegen ob du vielleicht doch übertreibst?

    Und dann erklärst du warum du dich getrennt hast und ja man rechtfertigt sich dann auch irgendwie.

    LG

    Hallo Maria,

    bist du dir sicher das dein Mann dir hier die Wahrheit sagt. Ich habe es bisher so gehört das das Alkoholproblem als erstes angegangen werden muss und danach die Depression behandelt werden muss. Hat er dem Psychiater von seinem Alkoholkonsum tatsächlich erzählt ?

    Ich hatte oft das Gefühl das mein Mann mir nach Arztbesuchen nicht die Wahrheit gesagt hat. Er hatte mir immer wieder erzählt das seine Blutwerte alle top sind. (In der Klinik bei der Entgiftung wurden natürlich die Werte bestimmt). Beim letzten Arzttermin vor einigen Wochen war ich dabei und da sagte die Ärztin doch tatsächlich das die letzte Blutuntersuchung schon ewig her sei. Ja soviel dazu.

    LG

    Hallo in die Runde,

    am Freitag hatten wir eine kleine Gartenfeier bei einem Kollegen. Ich hatte ein langes Gespräch mit einem Kollegen welcher sich vor einigen Jahren von seiner Partnerin getrennt hat (kein Alkohol). Er war erstaunt das mein Mann ein Alkoholproblem hat (höre ich immer wieder, glaubt keiner).

    Aber er hat mir Mut gemacht nach vorne zu schauen. Er sagte auch die nächste Zeit wird hart aber es wird besser. Das Gespräch tat mir sehr gut.

    Mir ging es das ganze WE sehr gut. Sicher hat man hier und da Momente in denen der Schmerz wieder kommt, aber ich merke doch schon das es allmählich besser wird.

    Am WE war ich Schwimmen und habe lange Spaziergänge gemacht und heute morgen vor der Arbeit war ich nach 5 Monaten mal wieder im Fitnessstudio (die letzten Wochen hat mir die Energie und die Lust gefehlt).

    LG

    Es ist das schlechte Gewissen, die Angst er könne wegen mir dann leiden, weil ich ihn habe fallen lassen...

    Schon der Gedanke, ihn traurig zu machen, macht mich fertig. Ich hänge zwischen Hass, Liebe und Mitleid fest.

    Hallo Yuna,

    diese Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen. Das hat mir vor allem die ersten Tage sehr zu schaffen gemacht. Aber es wird besser. Wenn mich dieser Gedanke heute überkommt sage ich mir als erstes - er ist erwachsen und zweitens - wie oft musste ich leiden und es hat ihn auch nicht interessiert - und drittens das allerwichtigste - es würde zu 99,9 % auch wieder so weitergehen wenn ich heute nachgeben würde.

    Mich beschäftigt das alles auch sehr. Ob es in meinem Fall wirklich noch Liebe ist weiß ich nicht. Nach 28 Jahre sind sicherlich noch Gefühle da keine Frage, aber ob es wirklich noch Liebe ist?

    LG

    Dieses Heiß-Kalt in einer Beziehung erzeugt Sucht. In den miesen Momenten mit den schrecklichen Verletzungen lassen uns so sehr nach den früheren schönen Momenten dürsten. Ab und zu gibts dann zwischendurch wieder einen süßen Moment, der einen hoffen lässt, dass es nun so bleibt bzw gut weitergeht. So schnell kann man aber gar nicht schauen, geht es wieder bergab. Das bindet extrem und hat mit Liebe NULL zu tun! Das ist eine sehr ungesunde Bindung, klebt aber wie Superkleber.


    Ich kann dir von mir sagen, dass ich sehr lange auf ein Happy End gehofft habe und und ich sage auch jetzt nicht "Nie wieder!" - solche Versprechungen gehen nur zu gern in die Hose. Außerdem bin ich nach wie vor im Prozess. Für jetzt will ich von meinem Mann nur eines: nämlich Abstand!!

    Was einmal sein wird, weiß ich nicht. Ich weiß aber, dass ICH wieder glücklich sein will!!!!

    :thumbup::thumbup:

    Ich glaube immer wieder aufs neue seine Versprechen, seine Liebesbekundungen usw. Und am Ende trauere ich wieder. Er ist glücklich, denn er hat ja benommen, was er wollte.

    Hallo,

    diesen Kreislauf habe ich auch Jahre mitgemacht. Die Abstände zwischen den Versprechungen und dem Nichteinhalten derselben wurden immer kürzer. Am Ende hielten Sie noch 2 - 3Tage wenn überhaupt.

    Die ständigen Enttäuschungen wurden für mich am Ende zuviel, ich habe es einfach nicht mehr ausgehalten.

    LG