Beiträge von PetraPetra

    Die vielen Jahre haben eben doch etwas mit einem gemacht. Das merke ich besonders in Stresssituationen. Hier stoße ich deutlich schneller an meine Grenzen als früher. Da fühle ich mich schnell überfordert und würde am liebsten manchmal aus der Situation flüchten. Vielleicht liegt es auch einfach am Alter. Keine Ahnung.

    Ich fühle das 1zu1 genau so! Ich schaffe im Moment nur meinen Job und ein wenig Haushalt. Ich bin ausgelaugt. Ich sitze hier in der Wohnung und die Wochenenden sind so belastend/Traurig. Ich habe im Moment mehr Gespräche mit meinem Mann als in den vergangenen letzten Monaten. Er trinkt nicht viel, aber der Jahrzehntelanger Konsum hat ihn verändert und auch mich.

    Ich schätzte seine Ehrlichkeit mir gegenüber sehr! Endlich die Wahrheit, endlich klare Äußerungen. Das schürt keine Hoffnungen mehr in mir. Jetzt kann ich mir überlegen wie ich mein zukünftiges Leben gestalte. Akzeptanz und bleiben oder Neuanfang.

    Kontaktabbruch wäre für uns keine Alternative, dafür funktioniert unser Familie noch sehr intakt. was das ganz aber natürlich erschwert.

    Meine Gedanken sind so durcheinander, meine Hoffnung war, wenn ich erstmal die räumlich Auszeitnutze, dachte ich, mir wird klarer wie ich weitergehe. Tja, bis jetzt kann ich keine endgültige Entscheidung treffen. X(

    Herzlich Willkommen Maus,

    leider habe ich damit null Erfahrung. Es tut mir leid dass du das mitmachen/erleben musst. Du bis hilflos und versucht trotzdem für deine Frau da zu sein, was auch sehr verständlich ist. ABER ich glaub es brauch Zeit, du wirst sehen was die Zukunft bringt. Ich glaube, dass du auch ein wenig an dich denken solltest. Du kannst im Moment nicht mehr für sie tun. Sie ist erstmal in Behandlung und sicherlich in guten Händen.

    Mach irgendwas schönes wo du den Kopf etwas frei bekommst. Ich weiß, hört sich komisch an aber ich denke dass könnte dir zumindest temporär helfen.

    Liebe SummerSun,


    Elly hat so recht mit ihrem Text. Auch wenn es dir scher fällt, und ich kann dich soooo sehr verstehen und deine Reaktionen nachvollziehen, aber sie bringen dich nicht weiter. Kostet jede menge Energie und Außenstehende machen sich sowieso ihr eigenes Bild, auch wenn sie nicht wissen was genau hinter verschlossenen Türen abgeht.

    Wenn du jemanden zum reden brauchst wäre eine neutrale Person sicherlich besser. Denn wenn sie ihn nicht kennt kann sie ihm auch nichts verraten.

    Liebe Jump,

    schade, ich habe mit dir gehofft, wenngleich ich auch skeptisch war.

    Ich habe nur gesagt, dass ich jetzt nicht mehr da bin, wenn er fällt. Und dass es mir gerade nicht um ihn geht, sondern um mich.

    Es geht jetzt um dich…. genau der richtig An(satz)!

    Ich fühle mich im freien Fall. Und es tut in der Seele weh, dass er sich zerstört. Aber ich kann nix machen.

    Ich fühle so sehr deine Worte.

    schön mal wieder von dir zu lesen.

    Dito 💕

    Auch ich lese hier viel und beteilige mich (leider) fast nie. Da mir das Forum hier so viel geholfen hat sollte man auch seine eigenen Erfahrungen einbringen. Aber am Tag während der Arbeit fehlt die Zeit und Abends, naja.

    Genau so geht es mir auch. Lesen geht noch, aber schreiben strengt mich am Abend dann immer sehr angenehm, da ich beruflich sehr viel am PC sitze.

    Meine Mutter ist im März 2024 plötzlich verstorben

    Oje, dass tut mir leid. Mein Beileid.

    Ansonsten geht es mir soweit gut. Aber wirklich glücklich bin ich trotzdem auch nicht. Die Trennung hat irgendwie einen Stachel hinterlassen.

    Schön zu lesen dass es dir soweit gut geht. Wir hatten ja ziemlich die gleiche Situation und irgendwie beide die räumliche Trennung im Haus versucht.

    Auch kann ich die Schuldgefühle

    Schuldgefühle plagen mich nicht, aber der endgültige Cut ist ja bei mir noch nicht vollzogen. darf ich fragen, welche plagen?

    Hallo Tagebuch

    Im moment fühlt sich das auch nicht wirklich gut an. Ich fühle mich einsam und sehr traurig.

    Mich begleiten immer noch die selben Gefühle.

    Die Zeit hier, im neuem Wohnraum ist nur begrenzt. Es gibt Dinge, die schätze ich (z.B. meinen Mann nicht betrunken riechen zu müssen) Aber mir fehlt auch einiges. Nun versuche ich herauszufinden ob es nur die Gewohnheiten waren/sind oder ob ich es mir nur immer wieder schön geredet habe? Denn seit ich mich auf den Weg (Nicht mehr Coabhängig zu sein)gemacht habe, führten wir keine Beziehung mehr sondern waren nur eine WG.

    Ich habe mich in den letzten zwei Jahren viel mit der Alkoholsucht und noch viel wichtiger, mit mir beschäftigt und auseinandergesetzt.

    Meine Vorstellung wie ich mein Leben führen möchte, wie meine Zukunft aussehen sollte war immer an andere Menschen(meine Familie) geknüpft. Ich liebte es, Mutter und Ehefrau zu sein. Meine Familie kam immer an erster Stelle! Da bin ich kein Exot oder was besonderes, das weiß ich.

    ABER ich bin es mir nicht Wert mich an die erste Stelle zu platzieren! Warum das so ist? Dies herauszufinden, daran arbeite ich bereits mit Hilfe seit 1 1/2 Jahren. So viele Tränen sind bereits geflossen. Die Leichtigkeit und Fröhlichkeit sind mir verloren gegangen. Aber genau die will ich wieder zurück!!!

    Und darum ist es sooooo wichtig, weiter bei MIR zu bleiben!!!

    Ich lese hier im Forum, immer regelmäßig mit und mir fällt zu 99% auf, wie die Co‘s sich immer um den Süchtigen drehen. Fast immer das selbe Schema. Das zu durchbrechen ist der erste Schritt, let’s go 💕

    Hallo Korli,

    ich lese ab und an bei dir mit. Heute will ich was dazu schreiben.

    Ich denke das ganze als Co ist ein Prozess um gesund zu werden.

    Dieser Prozess funktioniert nicht von heut auf morgen. Jeder benötigt andere Mechanismen und Zeit dafür.

    Aber, du hast meines Erachtens einen großen Vorteil, euch verbinden keine Kinder. Dass heißt, wenn du nicht möchtest musst du keinen Kontakt aufrecht erhalten.

    Du entscheidest! Und am besten nur, womit es dir gut geht. Klar einfach ist auch so eine Teennung nicht. Aber das bleiben und hoffen ist es genausowenig.

    Hallo Alex, danke für deine Mühe! Es tut mir für dich leid, dass dich das eine Nacht ohne Schlaf gekostet hat. Ich hoffe du hast dich wieder erholt.

    Ich dachte schon, es lag an mir, dass ich nicht reinkomme. Neue Wohnsituation, neuer Laptop. Handy nicht Griffbereit um zu überprüfen ob’s da geht. 🙈

    Auch hatte in den vergangenen Tagen zwei Wutausbrüche

    Ich kenne das auch, das ist die Hilflosigkeit in uns und der Wunsch das er sieht was er alles mit seinem Verhalten anrichtet. Aber das ist die falsche Herangehnsweise und Verschwendung unsere Energie. Und trotzdem verstehe ich warum das geschieht.

    Vielleicht auch, weil ich gerade so wahnsinnig traurig darüber bin, dass diese Familie zerbricht, und alles sich ändern wird.

    Diese traurigkeit macht uns wütend und es darf auch seine Berechtigung haben.

    dass mein Mann nach wie vor den guten Kern hat,

    Alkoholiker sind nicht primär schlechte Menschen, sie sind schlichtweg nur Krank.

    aber es trägt mich ein bisschen durch diese Hoffnungslosigkeit.

    Ich glaube heute, dass genau diese Hoffnungslosigkeit mir geholfen hat, den nächsten Schritt zu gehen.

    Heute hat er mir gesagt, dass er weiß, was er falsch gemacht hat. Aber wenn er meiner Forderung nach einem Entzug und einem alkoholfreien Leben nachkommen würde, würde er sich selbst verraten, weil er es für mich, aber nicht für sich machen würde.

    Ich denke das ist eine sehr schmerzhafte, aber klare Antwort.

    Das ist eine sehr ehrliche Antwort. Bei meinem Mann hat es drei Jahrzehnte gedauert bis auch er ehrlich zu mir war. Er will mir keine Versprechungen mehr machen, die er dann nicht einhalten kann. Er wird nicht komplett mit dem Trinken aufhören. Das ist mutig und ich schätze diese Worte. Somit konnte ich aufhören, immer wieder zu hoffen und an meiner Co- Abhängigkeit arbeiten.

    Wie muss ich denken, um ihn zu verstehen?

    Wir können nicht so denken und es nicht verstehen/nachvollziehen.

    Fühl er sich jetzt nicht abgewiesen?

    Ich denke schon. Aber was bleibt dir denn anderes übrig? Außer es weiter auszuhalten, zu bleiben! Und eins kann ich dir nach meiner Erfahrung sagen, es wird nicht besser oder leichter. Im worst Case ist es, wie bei mir, einfach nur eine endlosspirale und ein ewiges auf und ab.

    Ja, das ist auch sehr traurig. Dieses Gefühl darf auch seine Berechtigung haben. Aber jetzt ist für euch erst mal Ruhe eingekehrt. Was wäre dir denn lieber? Abgesehen von dem Wunsch, das alles Heile ist, er nicht mehr trinkt und er wieder der ist der er mal war?

    Er ist deiner Bitte nachgekommen, vielleicht ist das seine Chance das Problem anzugehen.

    Versuche für heute, eine Nacht darüber zu schlafen eventuell siehst du morgen es positiv.

    Hmmm. Ich habe jetzt 20 Jahre im eigenen Haus gewohnt. Und hatte in der Wohnung gerade mal insgesamt 10 Nächte mit Unterbrechung. Da finde ich es normal, dass ich noch fremdele mit der neuen Umgebung und noch keine freudigen Luftsprünge mache.

    Hi Jump, genau so sehe ich das auch! Ich bin seit 35 Jahren verheiratet und habe auch über 26 Jahr im Haus und 30 Jahre in dem Dorf gelebt. Ich kann das sehr gut nachvollziehen. Ich bin auch noch ewig von Luftsprüngen entfernt. Dazu kommt, ich bin auch gefährdet, denn der endgültige Cut ist noch nicht vollzogen.

    Hört sich vielleicht komisch an, aber wenn mein Mann trocken bleibt, dann wäre es für mich umso besser in meiner Wohnung zu sein. Dann könnte ich noch ins Haus. Er könnte mich besuchen. Aber ich habe hauptsächlich mein eigenes, erfülltes Leben. Ich wäre da völlig fein damit.

    Wie ich lese, ist bei der im Kopf auch noch nicht der endgültige Cut angekommen.


    Und ja klar, das mit der Freiheit eines Hauses oder einer Eigentumswohnung ist irgendwie "Jammern auf hohem Niveau" aber das darf man trotzdem mal finde ich! Man darf auch über einen fiesen Schnupfen jammern, obwohl es Menschen gibt die Krebs haben. Solange man diese Realitäten nicht aus dem Auge verliert, und das machst du ja gar nicht.

    Hallo Api, diese Worte gefallen mir........es ist wie es ist....und wenn es jemand gerade nicht gut geht ist es egal, denn im Moment ist es für denjenigen gerade schlimm.(auch wenns nur ein Schnupfen ist:roll:)

    Liebe Jump,

    Aber ja, im Moment ist es noch bescheiden. Mir geht's genauso: mit Ablenkung funktioniert es gut, aber sobald ich zur Ruhe komme und es zu lasse, ist es ein Gefühl als sei der Boden unter mir offen.

    Genau so fühle ich auch, ich könnte ständig heulen und mich macht es auch sooooo wütend.

    Aber ich bin mir sicher, dass es einfach Zeit braucht. Petra, wie lange bist du nun schon ausgezogen? Ich habe deinen Faden damals gelesen. Ich muss zugeben, dass ich mich anfangs besonders für die Fäden interessiert habe, in denen die Partnerin noch geblieben ist. Wollte ich ja auch so gerne.

    Ich bin/oder stecke gerade in einer Übergangslösung. Ich wohne zur Untermiete bei Bekannten die ein halbes Jahr vereist sind. Nicht optimal, aber um herauszufinden ob es das Richtige ist, eine gute Option. 6 Wochen ist es her und wie schon erwähnt, fühlt sich das einfach nur bescheiden an. Ich bin weiterhin auf Wohnungssuche, denke aber, ich werde nicht das finden was ich möchte solang ich nicht selbst weiß, wie ich, wo weitermachen will/muss/soll!

    Ich würde mich freuen, wenn wir uns weiter austauschen und uns gegenseitig stützen können.

    Auf jeden Fall, dafür ist ja die SHG da.

    Ich finde das ist eine spannende Reise und bisher habe ich es nicht bereut, diese Reise gebucht zu haben.

    Hi, Du....schön von dir zu lesen....:love:

    Ganz ehrlich, auf diese Reise hätte ich verzichten können. :cursing: Gebucht habe ich sie auch nicht. Ich kann mir im Moment nicht vorstellen das ich diese/deine Sätze schreiben werde. Aber ich hoffe mal das es eintrifft.

    Und PetraPetra ich freue mich auch sehr, Dich wieder hier zu lesen!

    Hallo Api, ich war NIE weg, nur zum schreiben fehlte mir die Zeit und die Kraft. Ich freue mich auch dich zu lesen. :lol: