Beiträge von Bolle

    Lebensmut74

    Habs grad mal gegoogelt. Hat also nicht nur mit essen zu tun.

    In Erinnerung an ein Beispiel, wo der Therapeut sich vor uns stellte und eine halbe Zitrone nahm und einige Worte dazu sagte, wie sauer und intensiv sie doch sei.

    Jeder Teilnehmer musste heftig schlucken :)

    Sogar jetzt nach über 20 Jahren läuft mir das Wasser im Mund zusammen 🤤🤤

    Nein,das kenne ich so nicht.

    Meine Waage erinnert mich von Zeit zu Zeit daran etwas aufzupassen. Trotzdem esse ich manchmal über das satt Gefühl, weils eben sooo fein ist.

    Verknüpfungen mit Alkohol habe ich dabei nicht.

    Hatte mal vor sehr langer Zeit, auch im Rahmen einer Entgiftung, die damals gut 4 Wochen lief die Gelegenheit an einem Genuss Training teilzunehmen. Hat mich sehr beeindruckt und begleitet mich bis heute.

    Trotzdem kann ich auch eine Tüte Chips mit Genuss weghauen :mrgreen:

    Hallo

    Hab eben deinen Beitrag bei doro gelesen bzgl fress Attacken oder so ähnlich.

    Dieses Hunger Gefühl erinnert mich etwas an beginnenden Saufdruck. Lust auf was süßes, ereilt mich meist wenn ich ein Nickerchen gemacht hab, oder Lust auf was feines zu essen.

    Nennt man bei uns im Raum "Gimms"oder "Gammer "eben das Bedürfnis auf ein bestimmtes Lebensmittel, starkes Bedürfnis mit u.U.speichelfluß,wie beim 🐕 wenn er das Leckerli sieht.

    Gleichzusetzen mit Saufdruck eher nicht,aber das könnte meiner Meinung nach aus derselben Ecke kommen.

    Kann das irgendwie nicht gut erklären aber die Vermutung liegt nahe.

    Die meide ich oder gehe da ganz bewusst hin.

    Bewusst ins Risiko gehen?

    Kenn ich auch und hinterher schlechte Laune oder schlimmer.

    Ich nenn das absichtliche Reizung des suchtgedächtnises.

    Nicht umsonst wird hier empfohlen im ersten Jahr dem Alkohol aus dem Weg zu gehen, konsequent.

    Heute, nach vielen Jahren Abstinenz hat sich das gelegt bei mir,aber nicht erledigt. Risiko bleibt Risiko. An einem schlechten Tag oder wenn ich mich nicht so gut fühle, oder aber einfach keine Lust irgendwo teilzunehmen, bleib ich weg.

    Mirzuliebe und ohne das Gefühl was verpasst zu haben.

    Da hast du ja ein Thema, das du mit deiner Therapeutin bearbeiten kannst.

    Viele kommen aus einem Rückfall nicht mehr raus und saufen sich zu Tode (ganz deutlich:verrecken an ihrer Sucht)

    Das zieht sich über Jahre. Selbst beobachtet bei vielen Leuten mit denen ich früher gesoffen habe. Fast alle sind schon unter der Erde.

    Nicht zu vergessen, das Leid und Elend in ihrer Umgebung (Familie),die das mitansehen müssen.

    LG Bolle

    Hallo Peter

    Bin täglich hier unterwegs, auch wenn mir nicht danach ist.

    Hier zu lesen und auch manchmal zu schreiben erinnert mich dann täglich daran, ich bin Alkoholiker.

    Habe auch jahrelang eine reale Gruppe besucht, Therapien gemacht etc.

    Hier bin ich seit gut 4 Jahren. Es ist meine Trockenarbeit.

    In den vielen Jahren, in denen ich schon Alkoholiker bin und war,sind meine Rückfälle immer "passiert "als ich die Sucht und die Krankheit nicht mehr ernst genommen hatte.

    Also entgegen den Grundbausteinen die hier beschrieben sind.

    Nach ein paar Monaten Abstinenz mal ein kleines Risiko, wie zum Beispiel einen Urlaub, eine Feier, ein Fest o.ä. ging regelmäßig schief, nicht immer direkt, aber schleichend.

    Austausch mit anderen ist das A&O denn manchmal biegt man gedanklich falsch ab und läuft weiter, ohne zu merken das man auf dem Holzweg ist.

    Bleib dran, es lohnt sich

    LG Bolle

    Hallo Nadine

    Beim nächsten Telefonat bzgl Einladung oder Treffen könntest du ja zusagen, mit der Bedingung zum Kaffee ☕️ gerne, da du keinen Alkohol mehr trinkst und auch in Zukunft nicht.

    Für aussenstehende oder nicht Betroffene braucht es sonst keine weitere Erklärung.

    Das Wort Alkoholiker oder alkoholkrank oder alkoholproblem würde ich garnicht erwähnen, sondern nur die Tatsache das nicht mehr wie früher gebechert wird,sondern das du dich für ein Leben ohne Alkohol entschieden hast,ohne Aussnahme.

    Du wirst merken wie gut dir das tut und das es akzeptiert wird.

    Wer es nicht akzeptiert, wird aussortiert.

    So mach ich das schon jahrelang und es sind wirklich ganz wenige die es einfach nicht verstehen(wollen oder können). Meist stecken sie selbst tief drin.

    LG Bolle

    Hallo Mareike

    Hab jetzt ein wenig in deinem Faden quergelesen.

    Anfangs war auch kurz die Rede von Entzug. Damit meintest du den reinen körperlichen, also Unruhe, zittern etc.

    Der ist recht schnell durch, aber der psychische Entzug hält wesentlich länger an,deshalb auch das Gedanken Karussell um Alkohol und trinken bzw.saufen.

    Die Grundbausteine beschreiben ein Vorgehen für das erste Jahr etwa,was aber durchaus länger dauern kann.

    Dauernde Konfrontation mit Alkohol oder trinkenden Zeitgenossen, Alkohol zu Hause oder im Sichtfeld halten diesen Zustand am Leben, befeuert ihn und aktivieren das suchtgedächtnis.

    Diese Risiken behindern das Abstandnehmen enorm.

    Wie sieht das bei dir aus?

    Nur nicht mehr trinken reicht nicht, wurde schon erwähnt.

    Auch heute noch gehe ich dem Zeug aus dem Wege, wo ichs vermeiden kann.

    Was andere denken ist mir schnuppe, denn es geht um meine Gesundheit und mein Leben.

    Schreib hier rein,was du machst tagsüber und denkst, denn dann können Wege und Strategien von anderen,denen es genauso ergangen ist,helfen das du deinen Weg finden kannst.

    LG Bolle

    Für mich ist das nicht nachvollziehbar

    Du schreibst gleich mehrmals "er würde "

    Hast du schon einmal versucht deine Einstellung und deinen neuen Umgang mit Alkohol genau anzusprechen?Und die Risiken, wenn Alkohol im Haus ist und was es für dich bedeutet und wie schwierig und unmöglich das ist.

    Wenn ihn das nicht interessiert und es ihm egal ist,dann ist der Zug wahrscheinlich schon abgefahren.

    Klingt hart, ist es auch.

    Erst nach meiner Trennung konnte ich dauerhaft und später zufrieden trocken werden.

    Jahrelang hab ich versucht meine Partnerschaft zu erhalten, mit allerhand Kompromissen ohne zu sehen, das sie schon vorbei war.

    Und das nach der silbernen Hochzeit bzw nach 30 Jahren.

    Heute geht's mir gut

    LG Bolle

    Hallo Nayouk

    Mein Glückwunsch zu 1000 Tagen.

    Als du hier ankamst und die Wochen danach verfolgte ich deine Anfangszeit aufmerksam.

    Jetzt sind es schon tausend Tage.

    Als ich mich nach vielen auf und abs auf den Weg gemacht habe, sagte ich mir,jetzt will ich es aber wissen,ob ein Leben ganz ohne Alkohol für mich geht und alles dransetzen damit ich das erleben darf. So habe ich dich auch erlebt.

    Trotz Scham und Angst und Unsicherheit und manchmal Zweifel, weitergehen, die Hürden übersteigen oder auch drumherum gehen. Hut ab.

    Du bist auch für mich ein Vorbild in deiner Gradlinigkeit auf deinem Weg.

    Wenn du mal zurückblätterst wirst du auch an die Stelle kommen, wo du die zufriedene Abstinenz unbedingt erreichen wolltest und es dir zu lange dauerte.

    So wie ich dich lese könnte es so sein, heute.

    Das kannst nur du selbst beantworten.

    Alles Gute weiterhin

    LG Bolle

    Hallo aenni

    42 Tage schon, nicht erst

    Rückfälle haben mich jahrelang begleitet, mit kurzen oder auch längeren Trinkpausen. Das geht bei vielen so.

    Und wenn heute ein schlechter Tag ist,wirds morgen besser sein.

    In den ersten Monaten hab ich auch manchmal dagegenhalten müssen, durchhalten. Heute trinke ich nicht.

    Auf in den 43. Tag

    LG Bolle

    Hallo Morgaine

    Ganz pragmatisch betrachtet ist die Leere auch ein Platz der erstmal da ist.vorher hab ich sie schnell und einfach gefüllt.

    Heute lasse ich sie einfach mal zu,ist ja auch mal schön, nix zu "müssen "und nicht schon irgendeinen neuen Plan zu haben.

    Das getrieben sein tut mir nicht gut,deshalb baue ich gerne Pausen mit ein,und da kommt die "Leere "gerade recht.Das Seele baumeln lassen musste ich auch neu lernen und erfahren, es braucht viel Zeit. Muße oder wie immer man es nennen will.

    Zeit für mich,Zeit fürs Nichtstun, das nimmt mir die Hektik dieser Zeit weg.

    Die Leere, wie du sie beschrieben hast füllt sich von selbst, mit irgendwelchen eindrücken von außen. Am besten, bei mir in der Natur.

    Ein neues Leben aufbauen hört sich für mich so beschwerlich an.Das Leben anders leben klingt doch entspannter.

    Die Lücken,die der Alkohol hinterlässt sind da,und nicht einfach zuzustellen, wie bei einem Umzug.

    Mit der Zeit (Monate bis Jahre)sieht man dann beim kurzem Zurückschauen die eigenen Veränderungen, die Fortschritte und staunt.

    LG Bolle

    Wahrscheinlich nimmt er die Krankheit Alkoholismus gar nicht ernst und in ihrer Bedeutung wahr.

    In der Bedeutung für dich.

    Da wird ein klärendes Gespräch nötig sein.

    Kann ja sein das es dann verstanden wird.

    Ich würde mich,wenn er sein Bier in meinem Beisein öffnet, mit dem Hinweis das es mich"triggert" zurückziehen,bzw.den Raum verlassen. Jedesmal.

    LG Bolle

    Hallo Bingo

    Mich freut es immer, wenn Ankömmlinge hier im Forum den abstinenten und trockenen Weg beginnen und fortsetzen.

    Das Leben verändert sich immer positiv und später ist es ganz normal keinen Alkohol zu trinken

    Achtsamkeit ist auch für mich wichtig und nötig um trocken zu bleiben, deshalb bin ich hier

    LG Bolle

    Willkommen Heglud

    Du hast ja selbst schon geschrieben, "schwammig " bist du mit der Abstinenz umgegangen.

    Das kommt oft vor,bei mir auch schon vor Jahren, deshalb bin ich hier unterwegs im forum.

    Lies dich hier ein und bleib dran.

    Die Grundbausteine sind wichtig, vorallem am Anfang, aber später genauso.

    Risiken als solche erkennen und entsprechend handeln wird dir helfen.

    LG Bolle

    Hallo Morgaine

    Das bisherige Leben auf links zu drehen braucht Zeit und Geduld.

    Ich habe alle möglichen und unmöglichen Hobbys und Beschäftigung ausprobiert .wochenlang an Speckstein rumgefeilt und poliert.holzarbeiten,Ton ausprobiert , neuerdings oder ab und zu hantiere ich mit epoxidharz herum.

    Es tut gut mal was ganz anderes zu testen und meist macht es Spaß und die Zeit verfliegt dabei.

    Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und versuch macht kluch :)

    Einfach mal ein Projekt anpacken, loslegen. Wenns nix wird ist ja nicht schlimm, dann wirds eingestellt.

    Mein Hund tut auch was für meine tagesstruktur und damit hab ich dann auch Auslauf;)

    Nicht zu vergessen etwas Gutes kochen und genießen. Darf ruhig mal ein dickes Steak sein.

    Wenn ich mir überlege, was die sauferei gekostet hat ist wirklich nichts zu teuer.

    LG Bolle