Beiträge von Bolle

    Die voraussetzungen sind doch gut für dich.ein alkoholfreies zuhause und eine Freundin die nicht trinkt.

    Ein offenes Gespräch mit ihr wäre gut.Raus mit der Wahrheit, das du Alkolikerin bist.das befreit und eröffnet den Weg in ein neues Leben.

    Daumen sind gedrückt ;)

    Hallo Markus

    Ich bin ähnlich lange trocken und hab vor Jahren meine shg verlassen. Hier finde ich alles was ich brauche um trocken zu bleiben

    Und Podcast oder Bücher sind überflüssig (für mich),

    Noch nie war ich so nah bei mir und trotzdem so weit weg, wer ich eigentlich bin.

    Das hast du treffend geschrieben. Die Suche nach sich selbst halte ich für einen ganz wichtigen Aspekt beim trocken werden. So ähnlich hab ich das auch erlebt, wahrscheinlich auch viele andere.

    Das dauert, ist intensiv und recht schwer, lohnt sich aber später umsomehr.

    Auch bei mir ein sehr holpriger Weg. Manchmal entmutigend aussichtslos erscheinend.

    Abstand zum Alkohol ist eins der Rezepte wie es leichter wird. Absoluter Abstand.

    Bleib dran, es wird besser

    ich kann gerade mir alles vorstellen aber das ist das allerletzte, was ich im Moment machen würde oder woran ich denke.

    Es belastet mich tatsächlich sehr stark. Ich hatte so ein wenig gehofft: das ist der Hebel, das musst du machen

    "Im Moment "

    Andere Momente werden kommen, ganz normal im Leben.

    "Hebel "

    Wären die Grundbausteine. Machst du nicht.setzt dich zu Freunden und sammelst die kronkorken auf und schaust zu,wie die sich betrinken.

    Meine Meinung:der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht, vielleicht nicht im Moment oder einem Monat, aber irgendwann wenn es dir emotional ganz schlecht geht hat der alte "Tröster"dich wieder am Wickel.

    Woher ich das wissen will?Von mir selbst.

    LG Bolle

    Hi Eva

    Schön das du hier schreibst, denn es hilft dir zu sortieren. Dein Faden, deine Gedanken, deine Situation, auch wenn du vlt denkst es interessiert ja keinen. Tut es doch.

    ich gebe nicht auf

    Genau das hat mir auch geholfen weiterzumachen,Schritt für Schritt, Tag für Tag

    Daraus wurden Wochen und Monate, jetzt Jahre.

    Es wird leichter, weniger anstrengend und abgrenzen hilft enorm, vorallem im ersten Jahr, später automatisch.

    Und auch ich habe eine Menge Rückfälle gehabt.

    Sie gehören nicht unbedingt dazu, bei mir war es eben so.

    Mach weiter hier, schreib dir alles von der Seele, das hilft ungemein.

    Das Ziel, das du dir setzen kannst steht in meiner Signatur ;)

    Alles Gute weiterhin

    LG Bolle

    Hi

    Renn🐌:wink:

    Meinen "richtigen"Umgang mit dem Forum und den vielen Beiträgen zu finden,dauert immer noch an.Je nach tagesform. Es ändert sich .

    Alles lesen kann und will ich nicht, manches überflieg ich,manches les ich garnicht.

    Co Bereich ganz selten, warum auch.

    Zu jedem Beitrag könnte ich meinen Senf dazugeben,manchmal zuckt es auch,aber dann lass ich es und schau am nächsten tag vielleicht wieder hin.

    Dich lese ich immer gern,kenn dich ja seit du hier reingeschlichen bist:D

    Und über deine Reaktionen freue ich mich auch,und schmunzel dann mit dem Gedanken:wenigstens einer hats gelesen

    LG Bolle

    Hi

    So schnell wie man sich das wünscht geht es leider nicht. Jahrelang hab ich auch meinen natürlichen Haushalt, das ganze System durch Alkohol durcheinander gewirbelt.

    Bis alles wieder natürlich funktioniert wie es soll braucht es viele Monate, gar Jahre.

    Der Körper ist ein Wunderwerk aber braucht Zeit zu heilen, der Geist hinkt immer hinterher, so war es bei mir.

    Die Zeit ist der wichtigste Faktor und Geduld mit mir selbst fiel mir auch mächtig schwer.

    Bleib dran, es lohnt sich

    Und doch ist meine Gesundheit der einzige Grund (zumindest bis jetzt) warum ich nicht mehr trinke.

    Moin

    Eine Gedankenstütze begleitet mich schon sehr lange (im Geldbeutel,vergilbt,zerknautscht,schon jahrelang nicht mehr angesehen)

    Eine Auflistung welche Gründe dafür sprechen ohne Alkohol durchs Leben zu gehen, sowas ähnliches wie ein kaufmannskreuz.

    Die Liste mit positiven Auswirkungen ist riesengroß, die,die den Alkohol als positiv sieht, klein, sehr klein.

    Alleine das Erstellen dieser Liste kann dir helfen dich zu sortieren.

    LG Bolle

    Ein Verlangen danach war es nie, eher ein Zwingen für das Gefühl der Leichtigkeit und Vergessen.

    Hallo

    Vielleicht ist es doch die Sucht, oder das suchtgedächtnis, das dich solange durch das Gedankenkarussel jagt, soweit bis du nicht mehr weiter weißt, erschöpft bist von den vielen Gedanken und "hätte,wäre wenns"

    Und dann die Flasche hinstellt, auch wenn du weißt das es nicht guttut, dich ekelt oder abstößt,und ein scheißegal Gefühl aufkommt, oder Zweifel, das du doch alles steuern kannst.

    Dieser Moment kommt mir bekannt vor,von mir selbst.

    Ich hätte den Rest meines Lebens damit zu tun um nachzuforschen und zu ergründen warum ich dies und das nicht,oder falsch gemacht habe. Mir dem Ergebnis das ich auf der Stelle trete und die Schönheit des jetzt nicht mehr sehen könnte.

    Meine Kindheit ist vorbei, die Schulzeit auch,die jugendzeit, die Bundeswehrzeit,Lehrzeit, die Ehezeit,und vor allem die Saufzeit.alles unwiederbringlich.

    Und morgen ist Montag

    LG Bolle

    Achso, dir wird es von Jahr zu Jahr immer schlechter gehen, je älter du wirst- so ist es bei mir.

    Hallo Abstinenzler

    Von Jahr zu Jahr, aha.woher willst du das wissen?

    Ich werde auch jedes Jahr ein Jahr älter, unvermeidlich ,erwarte aber nicht das es mir von Jahr zu Jahr besser geht,das wäre Quatsch.

    Altwerden ist nix für Feiglinge :lol:

    Das geht nur ohne Alkohol, mit wäre ich schon lange hops.

    Aber mit jedem Jahr trocken steigt die Zufriedenheit und die Lebensqualität.

    LG Bolle

    Hallo Mexiko

    Schön das du wieder schreibst, aufmerksam bist.

    Bei deiner Schilderung vom Supermarkt hat es bei mir geklingelt.

    Bin jetzt auch schon gut 12Jahre trocken, aber in meiner Vergangenheit gibt's ein ähnlichen Fall, noch zu Zeiten der ambulanten Therapie.Damals hatte ich einen Rückfall, zwar nur kurz aber Rückfall ist Rückfall. Die mühsame Aufarbeitung mit dem Therapeuten über mehrere Sitzungen führte letztlich in den Supermarkt, genauso wie du es beschrieben hast.

    Erst nach Wochen kam es zum Rückfall, aber die Spirale hat dort begonnen. Unscheinbar,klammheimlich,unbemerkt von mir.

    Das hab ich bis heute nicht vergessen, obwohl es schon bestimmt 20 Jahre her ist.

    Gut das du wieder da bist

    LG Bolle

    Aber ich bin davon überzeugt wenn ich mich zum Positiven Verändere,verändert sich mein Gegenüber auch.

    Das kann,muss aber nicht sein.

    Anfangs ist es meist so,das der Partner dem Frieden nicht so traut, also dir und deiner neuen Abstinenz. Verständlich.

    Es kann sehr lange dauern, bis neues Vertrauen aufgebaut ist.nicht Wochen oder ein paar Monate.

    Dann klappt auch das Gespräch und die Kommunikation wieder.

    Bei meinem Sohn kam auch nach einem Jahr noch ein fragender oder unsicherer Blick ob der Alte vielleicht nicht doch wieder heimlich oder verdeckt wieder dran wäre.

    Zeit ist dein Verbündeter,und manchmal stellt sich heraus das garnichts mehr passt.

    Kann so sein,muss aber nicht.

    LG Bolle