Dann schreib ich auch mal ein paar Gedanken dazu.
In meinen Therapien hatte ich einige Zeit anzukommen. Aber dann ging es zur Sache. Ohne Streicheleinheiten, knallhart und direkt, Auge in Auge.
Ich empfand das damals auch als verletzend und unfair, gemein und vieles mehr, weil es mir absolut nicht schmeckte mit der Wahrheit konfrontiert zu werden.
Wie es um mich steht und wie falsch meine Einstellungen waren.
Harter toback.das wurmt und schmerzt.
Da bleiben nur 2 Möglichkeiten. Sich zurückziehen und beleidigt das Weite suchen und sozusagen zu zumachen,oder anfangen an sich zu arbeiten. Weglaufen und vermeiden kann ein Alkoholiker am besten.aushalten von unangenehmen Dingen war ja vorher nicht nötig, denn es gab ja zu saufen und sich wegzubeamen.
Solche Wendepunkte sind nicht einfach zu begreifen und zu gehen.
Das ist am Anfang des Weges meiner Meinung nach der Knackpunkt.
Zu sich selbst stehen, mit allen Macken und Unvollkommenheiten.
Einstellungen und Meinungen von Zeit zu Zeit überprüfen halte ich für sehr wichtig.
Solange ich damit zufrieden trocken bin und bleibe kann kommen wer will und das Rad neu erfinden wollen. Da lass ich los und rege mich nicht mehr auf.
Klare Kante zeigen ist die beste Hilfe zur Selbsthilfe.
Die Rückfallquoten von ca 90% sprechen eine eindeutige Sprache. Viele wollen sich nicht von ihren alten Mustern trennen und neue etablieren. Leider.
Der trockene Weg ist anfangs sehr schwer, aber gangbar. Es wird jedoch immer leichter, von Monat zu Monat und von Jahr zu Jahr. Und dann ist es Normalität, gut und besser als je zuvor.
Achtsamkeit und Selbstfürsorge sind dann die tragenden Säulen.
Das war mein Wort zum Sonntag ![]()
Grüße Bolle