Beiträge von Saphira

Willkommen in unserem Forum: Bitte stellt euch zuerst bitte kurz im Vorstellungsbereich vor, damit wir sehen können, wer sich unserer Onlineselbsthilfegruppe anschließen möchte. Unsere Onlineselbsthilfegruppe ist weiterhin in zwei Bereiche unterteilt. Einmal der offene Bereich und einmal der geschützter Bereich. Nach der Vorstellung könnt ihr dann für die offenen Bereiche freigeschaltet werden. Die geschützten Bereiche sind für Mitglieder gedacht, die sich hier langfristig und intensiv mit ihrem Leben auseinandersetzen möchten. Die Freischaltung für den geschützten Bereich kann nach frühstens 4 Wochen erfolgen. Um aufgenommen zu werden, solltest du dich zuerst Vorstellen und später dich bewerben und um Aufnahme bitten. Der Austausch lebt von der Ernsthaftigkeit und der Aktivität, mit der die User ihr jeweiliges Problem angehen . Deshalb haben wir dieses Verfahren gewählt, wir werden dann im Team entscheiden. Wir wünschen euch einen guten und hilfreichen Austausch bei und mit uns.

    Ich weiß nicht was ich machen kann und hab noch immer Schuldgefühle meinen Partner und Kindern gegenüber wenn ich gehe.

    Ich kenne diese Schuldgefühle sehr gut - vor allem den Kindern gegenüber. Bei mir hat es eine Weile gedauert, bis ich erkennen konnte, was es für die Kinder bedeutet hätte weiterhin in einem Umfeld zu bleiben, in dem Stimmungsschwankungen, erhöhte Reizbarkeit, Alkohol und ein täglicher Eierlauf an der Tagesordnung gestanden hätten.


    Kranksein mit Baby und Kleinkind ist immer hart. Meine Kinder waren noch vor Corona so klein, es war trotzdem hart.

    Dann bleibt eben ein Großteil des Haushaltes liegen und in der Not finden sich fast immer Helfer (Freunde, Nachbarn, Familie - falls in der Nähe). Ich kann dir versichern, auch wenn es für dich noch ein bisschen dauert, dass Kranksein in ein paar Jahren wieder viel "einfacher" ist.

    Natürlich darfst du wütend sein. Gefühle kommen und gehen. Deine Wut zeigt doch nur, dass deine Grenzen längst massiv überschritten sind. Wut ist eine gesunde Reaktion. Vielleicht kannst du deine Wut als gute Kraft nützen, damit du dich aus dieser Situation lösen kannst.

    Hallo Vanessa,

    das mit dem an allem schuld sein, das bekam ich auch nicht nur einmal zu hören. Es kommt auch hier im Forum in vielen anderen Geschichten genau so vor.

    Ich glaube, das machen sehr viele, damit sie keine Verantwortung übernehmen müssen. Denn würden sie das tun, hätten sie ziemlich viel wieder gut zu machen.

    Für mich klingt das, was du von ihm schreibst, eher nach gekränkter Eitelkeit. Das ist aber sein Thema. Du sollst weiterhin der Sündenbock bleiben, damit bindet er dich an sich und lenkt wunderbar von allem ab, was er getan hat. Versuche dich auf dich zu konzentrieren, auf deinen zukünftigen Weg und dein neues Leben.


    LG, Saphira

    Hallo Mina,

    ich kenne das Kopfkarussell leider sehr gut. Ich habe mir genau wie du viele Gedanken gemacht, was ich meinen Kindern nehme, wenn wir uns trennen. Ich habe lange Zeit übersehen, was es mit ihnen macht, wenn wir bleiben. So wie er für mich durch den Alkohol nicht mehr ganz erreichbar war, war (ist) er es auch für die Kinder nicht. Auch bei uns war es so, dass die Kinder und ich uns sehr oft nur noch wie auf rohen Eiern bewegt haben, weil der trinkende Papa dauergenervt, depressiv, kaum belastbar und leicht reizbar war. Auch wir übrigen waren dauerangespannt. Es war unerträglich. Ich habe sehr lange gehofft, dass er zur Einsicht kommt. Diese Einsicht ist bis heute nicht da, aber nun hoffe und warte ich nicht mehr, denn wir sind getrennt. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass das einfach war. Aber jetzt ist es auf jeden Fall leichter als vorher.

    Du kannst dich, wenn du das möchtest, hier im Forum durch die vielen ähnlichen Geschichten lesen. Mir hat das das sehr geholfen, v.a. weil ich so nicht mehr das Gefühl hatte allein mit diesem Problem zu sein. Du bist es auch nicht!


    LG, Saphira

    Mit einem Alkoholtestgerät kann man es beweisen. Ich würde ihn pusten lassen und wenn dann da was steht, außer 0,00, dann würde ich ihm die Leviten lesen. Lügen gehen gar nicht - vom fahren im Suff mit Kindern fange ich gar nicht erst an.

    VG

    Nein!!!! Da stellt es selbst mir als Co die Nackenhaare auf! Also, wenn ich meinen Partner so kontrollieren muss, dann muss noch viel mehr in Frage gestellt werden, finde ich.

    9 Jahre


    Wie alt ist dein Sohn?

    Jüngere Kinder könnten das so noch nicht aussprechen und reflektieren. Sie leben viel zu sehr im Moment. Das heißt aber nicht, dass es sie nicht trotzdem belastet.

    Woran hast du gemerkt, dass die Kinder es gespürt haben?

    Ich habe es vor allem an meinem Großen gemerkt. Er hatte eine große Sehnsucht nach dem Papa, hat abends oft gewartet und konnte nicht einschlafen, wenn der Papa noch nicht da war, manchmal hat er deswegen geweint. Er hat den Papa unentwegt geschont, er hat ihm nicht von Fehlern erzählt, die er gemacht hat - nur mir. Er hat ihn wegen Kleinigkeiten, die er vom Papa bekommen hat oder die er mit ihm unternommen hat, angehimmelt. Er hat ihm nur selten seine Wut gezeigt, die er aus Enttäuschung hatte z.B. weil ihn der Papa wieder wegen irgendetwas vertröstet hat. Er hat zu mir gesagt, dass die Väter seiner Freunde anders sind und er sich das auch von seinem Papa wünschen würde (z.B. das ganze WE da sein, mit befreundeten Familien etwas unternehmen - das gab es bei uns zum Schluss alles nicht mehr). Er hat versucht neben dem Papa besonders brav zu sein.

    Er hat zu mir gesagt, er versteht nicht, warum der Papa so ist, wie er ist. Er sagte wortwörtlich, "Papa hatte mit seinem Papa keine schöne Kindheit. Ich verstehe nicht, warum er es mit uns nicht anders macht."

    Außerdem hat er sich erinnert, dass es mal anders war. Er hat sich an die glücklichen Zeiten erinnert.

    Ich habe alles versucht um zu kompensieren, was der Papa zu Hause mit uns nicht mehr macht. Ich habe mich in meinem Leben noch nie so bemüht, wie in den letzten 1,5 Jahren um für die Kinder so viel wie möglich auszugleichen. Aber ich konnte nur ihre Mama sein und nicht ihre Mama UND ihr Papa.

    Keine Ahnung, ob die Kinder dann überhaupt was merken, aber ich merke es. Und das macht mich traurig. Ich rieche es, merke es an seiner Stimme, an seinem Verhalten, das er irgendwie anders ist.

    Heute bin ich sicher, dass sie es merken - genau wie du. Der Vater meiner Kinder war auch nicht jeden Tag gleich gut oder schlecht drauf. Er war auch nicht jeden Tag sturzbetrunken. Er konnte zwischendurch richtig liebevoll sein und hat die Kinder verwöhnt. Aber weißt du was, genau das ist ja das Fatale. Es ist wie ein dauernd wechselndes Heiß-Kalt. Einmal ist er sehr präsent, fast zu schön um wahr zu sein und im nächsten Moment ist er wieder abwesend, betrunken, schlecht gelaunt. Dieser Wechsel lässt auch unser Gehirn süchtig werden und genau dieses Hin und Her macht es so schwer von ihm loszukommen und begünstigt es leider auch, dass die Kinder später möglicherweise einmal süchtig werden. Das macht mir große Sorgen. Hier tummeln sich einige EKAs, die auch selbst mal tranken.

    Bitte geht nicht mit euch so hart ins Gericht, dass ihr anders mit euren Männern hättet reden sollen. Ich habe es auf jede erdenkliche Art versucht - lieb, nett, verzweifelt, böse, anklagend, mit Ich-Botschaften, mit Du-Botschaften. Ich hätte mit dem Kopf gegen die Wand springen können. Eure Männer betrinken sich andauernd, haben eine Fahne, verschlafen den Abend, kümmern sich um wenig bis nichts, sind unzuverlässig, beleidigen euch, sind keine Partner auf Augenhöhe und ihr fragt euch, ob ihr sie nicht sanft oder taktisch klug genug angesprochen habt.

    Und dann die Kinder, die in diesem ganzen Kuddelmuddel mit drin stecken. Auf der einen Seite denke ich: geh, bevor es zu spät ist, geh, bevor die Kinder merken, was Sache ist. Vielleicht weckt ihn das auf und er kann, wenn schon kein Partner, wenigstens ein Vater sein, auf den sie Kinder sich verlassen können.

    Auf der anderen Seite denke ich: die Kinder werden es nicht verstehen, werden ihren Vater vermissen, und, weil sie noch gar nicht wissen, was eigentlich los ist, vielleicht sogar bei ihm bleiben wollen. Mich dafür hassen.

    Natürlich werden es die Kinder nicht verstehen. Wir (Ex)Partnerinnen verstehen es ja auch nicht, warum sie einfach nicht in die Gänge kommen können.

    Die Kinder vermissen ihren Vater so oder so, egal ob du getrennt bist oder bei ihm bleibst. Ein Alkoholiker ist leider nicht ganz erreichbar und greifbar. Er ist betrunken. Somit ist er nicht ganz da. Körperlich ja, aber geistig und emotional nein. Das spüren die Kinder, genau wie du es spürst. Er lebt mit dir zusammen und trotzdem vermisst du ihn.

    Es ist weniger so, dass ich davon ausgehe, dass er dann sein Verhalten ändert. Es wäre der Moment für mich zu sagen: jetzt ist schluss, bis hierhin und nicht weiter. Es wäre glaub ich weniger ein Weckruf für ihn, sondern vielmehr für MICH. Weißt du, was ich meine?

    Ich verstehe, was du meinst. Du machst dich beim Gehen und Bleiben von ihm abhängig. Macht er eine Therapie, bleibst du, sorgt er für einen ausreichend lauten Weckruf, gehst du. Was willst DU FÜR DICH? Was willst du für deine Kinder?

    Mir war schon länger klar, dass unsere Ehe zerbrechen wird, weil er uneinsichtig geblieben ist. Es war kaum noch auszuhalten, aber ich habe den Schlussstrich verschoben und verschoben. Warum? Weil ich extrem viel Angst hatte: vor dem Trennungsschmerz, vor der finanziellen Herausforderung - ich hatte richtige Existenzängste, vor seiner Reaktion und weil ich wusste, dass ich mein ganzes Leben umkrempeln und sehr viel verändern muss und meine Hoffnung hatte enormen Überlebenswillen, zu hoffen und weiterzumachen und zu funktionieren war schon reinste Gewohnheit. Es wäre gelogen, wenn ich sage, dass ich jetzt glücklich bin. Ich bin noch mittedrin im Lebenumkrempeln. Aber dorthin zurück, wo wir vor der Trennung waren, würde ich keinesfalls wollen. Ich kann dir auch sagen, dass auch ich in dieser Beziehung einige Weckrufe hatte. Irgendwie habe ich mich immer erholt und sie wieder und wieder ignoriert. Mein Preis dafür war eine Depression, von der ich mich noch erhole.

    Es klingt vielleicht verrückt, aber manchmal wünsche ich mir, dass wirklich etwas passiert. Dass die Polizei ihn anhält, dass er einen Unfall hat. Damit ich einen Beweis habe und sagen kann: ich wusste es! Jetzt kannst du es nicht mehr leugnen.

    Hallo Becca,

    den Wunsch hatte ich auch. Als es dann wirklich zu einem Aufeinandertreffen mit der Polizei führte, hat das aber nicht das bewirkt, was ich mir gewünscht hätte. Mein Ex ist nach wie vor der Meinung, dass er alles richtig gemacht hat und ich alles falsch. Bei manchen (oder vielen?) bewirkt so ein Tiefpunkt leider gar nichts.


    Ich habe wie du nicht nur einmal gehört, dass er nur meinetwegen trinkt, weil ich so eine böse Ehefrau bin, ich mich zu wenig um ihn kümmere, nicht oft genug mit ihm ins Bett will, weil ich mit ihm unzufrieden bin, weil ich nicht dauernd mache, was er will usw.


    Diese nicht enden wollende Hoffnung kenne ich auch. Bei mir hat nur geholfen mich mit dem Kopf gegen die Hoffnung zu entscheiden.

    Gleichzeitig klammere ich mich an die Hoffnung, dass er es hinbekommt. Ich habe ihm schon so oft meine Hilfe angeboten, habe ihm gesagt, dass ich weiß, wie schwer es ist, ein Suchtverhalten abzulegen. Aber es ändert sich nichts.

    Ich würde jetzt mal frech behaupten, solange du noch Verständnis für seine Sucht hast bzw wie schwer es ist herauszukommen, muss er rein gar nichts ändern. 🤔


    LG, Saphira

    Dem kleineren war es nicht bewusst, dem größeren Kind ist es in den letzten Monaten schon aufgefallen, hat aber nichts gesagt.

    Ja, manchmal haben sie auch Streits mitbekommen. Leider.


    Mit den Marmelade, Nudeln und Reis meinte ich, dass es doch nicht normal ist, Lebensmittel zu verstecken (mit Ausnahme von Schokolade :S). Niemand mit einem gesunden Umgang mit Alkohol wird Flaschen zwischen den Kleidern, im Schuhschrank, Werkzeugschrank oder sonstwo verstecken. Man hätte einfach einen Platz in der Wohnung - unerreichbar für Kinder und fertig.

    Lotta

    Unsere Kinder waren knapp 6 und knapp 10 - die Trennung war vor 5 Monaten. Sie war sehr unschön.

    Wir haben anfangs noch sehr gehofft, dass ihn das nun aufweckt und er einsichtig wird. Ich habe den Kindern erklärt, dass es so, wie es war, nicht mehr weitergehen konnte. Es war zum Schluss wirklich kaum noch auszuhalten. Es liegen extrem harte 5 Monate hinter uns. Da will ich nichts beschönigen. Aber wenn ich mir vorstelle, wir wären noch immer zusammen und jedem Tag dem Zustand von vor der Trennung ausgesetzt, nein - danke! Das klingt vielleicht hart, so bin ich aber überhaupt nicht. Ich bin noch immer sehr traurig darüber, aber das war ich auch schon lange, als wir noch zusammen waren.


    Deine Verunsicherung, ob du übertreibst oder etwas falsch einschätzt, das kenne ich auch. Ich habe hier in der SHG eine wichtige Sache gelernt: es spielt keine Rolle, wie die Diagnose lautet, sondern wie ICH mich mit seinem Konsum fühle! Es spielt eine Rolle, ob es MICH stört, MICH besorgt macht, ob ICH damit (glücklich) leben kann.

    Vorallem weil er auch heimlich trinkt.

    Habe diverse Verstecke aufgedeckt.

    Versteckt ihr auch Marmelade, Nudeln, Reis, Orangensaft, Milch...?

    Das werden dir hier viele Mitglieder bestätigen, dass auch sie oder ihre nassen Angehörigen das gemacht haben. War bei uns auch so. Das ist kein gesundes Verhalten!

    Wenn du seine Verstecke nun aufgedeckt hast, wird er sich halt neue, bessere suchen.

    Ich glaube wenn ich alleine wäre würde ich den Absprung besser schaffen.

    Genau dasselbe habe ich auch immer gedacht. Ich habe mir so sehr den Kopf zerbrochen, was es mit unseren Kindern macht, wenn sie Scheidungskinder werden, was ich ihnen antue, wenn ich gehe, weil unsere Beziehung kaputt ist - sie lieben ihren Papa doch so sehr.

    Doch weißt du, was ich lange völlig übersehen habe: was es mit ihnen macht, wenn wir bleiben - wenn sie andauernd mit einem Papa konfrontiert sind, der keine Nerven hat, der depressiv ist, der eine Fahne hat, der sie als Belastung empfindet, der zu ihrer Mama überhaupt nicht mehr lieb ist, wenn sie andauernd wie auf rohen Eiern laufen um nur ja den Papa nicht aufzuregen, wenn er abends verspricht in einer halben Stunde zu kommen und er dann Stunden später noch immer nicht da ist, wenn sie ihre Mama völlig ausgelaugt und unglücklich erleben, wenn sie merken, dass andere Familien ihre Wochenende gemeinsam verbringen und wir nicht, weil der Papa immer etwas anderes zu tun hat.....

    Hallo Lotti,

    ich kann mich sehr gut in deine Lage hineinversetzen, weil ich das selbst alles so erlebt habe, mit dem Unterschied, dass ich 2 Kinder habe.

    Ich habe sehr sehr lange gehofft und mich immer wieder von besseren Phasen ablenken lassen.


    Leider verschärft der Alkohol Depressionen. Er betäubt zwar kurzfristig, aber langfristig hält er deinen Mann in der Depression. Er müsste erst den Alkohol in den Griff kriegen und sich danach um die Depression kümmern. Ich habe das unzählige Male erlebt - immer wenn mein Mann wieder vermehrt getrunken hat, sind seine Launen in den Keller gegangen, er konnte nicht schlafen, hat viel ungesünder gegessen, hatte Stimmungsschwankungen, war empfindlich ohne Ende, alles war ihm zu viel. Früher hat sogar ein Gespräch darüber gereicht und er hat den Konsum eingestellt. Schnell wurde dann auch seine Stimmung besser und wir hatten wieder für einige Wochen oder Monate ein normales, gutes Leben. Doch dann trank er wieder das nächste erste Glas und ein neuer Trinkzyklus begann. Bald darauf ging auch seine Stimmung wieder in den Keller und er wurde unfassbar anstrengend. Irgendwann haben auch Trinkpausen nichts mehr an seiner Stimmung geändert. Es ging nur noch bergab. Erst war er wie dein Mann ohne Alkohol ein toller Mensch, später nicht mehr.


    Auch er hat mich oft - eigentlich genau mit diesen Trinkpausen - zu beruhigen versucht, dass er das mit dem Alkohol im Griff hätte. Anfangs habe ich es auch geglaubt, später nicht mehr. Er konnte entweder gar nichts trinken oder eben trinken. Aber nur ein bisschen - nein, das hat nicht geklappt. Das wirst du hier von so ziemlich allen bestätigt bekommen. Ich habe ihn auch jahrelang nie betrunken erlebt, das begann erst in den letzten 2 Jahren. Der Weg ging stetig bergab.


    Ich kenne diese nicht enden wollende Hoffnung sehr gut. Doch sie macht dich abhängig von ihm. Sie "zwingt" dich quasi darauf zu warten, dass ER etwas ändert. Darauf kannst du aber nicht pokern. Leider ändern manche nie etwas, egal, wie oft sie es versprechen und auch egal, wie tief sie fallen.

    Ändern kannst nur du etwas - für dich und deine Tochter. Ihn wirst du leider nicht bewegen können. Das kann er nur selbst, sofern er es überhaupt will. Viele wollen leider nur trinken, weil sie müssen.

    Ich konnte (und kann eigentlich bis heute) nicht verstehen, dass mein Mann nicht einmal für unsere Kinder bereit war sich Hilfe zu holen, damit ihre (unsere) Familie nicht zerbricht. Ich glaube, das ist für uns Cos ja auch kaum nachvollziehbar, weil ja wir alles für unsere Lieben tun würden (und uns selbst nur zu gern vergessen). Er und sehr viele andere Alkoholiker auch nehmen das aber alles in Kauf. Wir sind nun auf dem Weg zur Scheidung.

    Ich bin hier in der SHG angekommen, weil ich auf der Suche nach Erfolgsgeschichten war. Leider sind diese Geschichten sehr sehr selten, auch wenn sie hier gehäufter auftauchen als im real life.


    Lass dir Zeit, lies dich durchs Forum! Hier ist immer jemand da, der dich versteht. Fühle dich herzlich willkommen!

    LG, Saphira

    Hallo Annelui,


    ich weiß nicht, die Geschichte mit der Therapeutin glaub ich nicht. Klar - wissen kann man es nie, aber wer weiß, vielleicht versucht er nur dich damit wieder "brav" zu machen.

    Ich kann dir deinen Schmerz sehr gut nachempfinden. 12 Jahre sind eine lange Zeit - wie bei mir. Es wird wohl noch eine Weile dauern.

    Ich drück dich aus der Ferne!

    LG, Saphira