Beiträge von orangeblau

    Unten ist sauber, der Staubsaugroboter läuft auch unten. Ich könnte kotzen. Wieso kann er es jetzt. und mit meiner Tochter spricht er als wäre nichts. Er nimmt sie hoch kuschelt mit ihr und tut so als wäre er der beste Papa der Welt. Als wäre nichts.

    Und ja ich habe vorhin in sein Auto geguckt. da liegt eine Cola Flasche drinnen. Aber vll ist die auch alt.

    Ich werde noch bekloppt. Ich zweifle langsam an meiner Wahrnehmung.


    Der will dich auf Spur bringen,

    Du sollst jetzt an deiner Wahrnehmung zweifeln und den Fehler bei dir suchen. Genau das tust du auch.

    ich kenne diese Spielchen 1:1.

    Tarnen, täuschen, tricksen.


    Meine Vermutung, das war es noch nicht…Ich bin gespannt wie es weitergeht bei euch.

    Da würde ich mich nicht drauf verlassen.
    Meine Frau hatte zu Recht Ängste, dass es bei mir vorbei ist, wenn ich mich mal dazu entschlossen habe.


    Sie soll sich auch nicht darauf verlassen. Sie soll darauf vorbereitet sein und jetzt schon darüber nachdenken, wie sie dann handelt.


    Außerdem weißt du nicht, was du tatsächlich getan hättest, wenn sie gegangen wäre. Du wusstet schlicht, dass sie nicht geht bzw. Hast es dir null erwartet, wenn du ganz ehrlich zu dir bist.


    Das ist es ja, diese totale Sicherheit des Alkoholikers, dass sie eh immer verfügbar bleibt. Und wenn sie dann wirklich nicht mehr verfügbar ist, dann geht’s oft los. Das ist meine Erfahrung mit 2 Männern.

    Sie drohen mit Trennung, sie gehen auch mal tatsächlich. Aber sie kommen jedes Mal wieder, suchen immer wieder Zugang - genau das verstärkt emotionale Abhängigkeit enorm - bis der Co die Grenze klar zieht oder sie eine neue Co gefunden haben.


    Das ist nur meine Erfahrung. Natürlich nicht 100% sicher aber oft.

    Sicher hat das auch was damit Kontrolle zu tun. Da ist dann wieder mein Thema als Co.

    Wenn ich es als Freundin von mir beantworten sollte würde ich so antworten wie du. Ich hatte halt immer Hoffnung, das es irgendwie doch funktioniert. Glücklich war ich nicht mehr. Aber ich wollte ihn nicht verlieren. Er hat ja auch schließlich seine positiven Seiten. Ich hab vieles vermisst. Partnerschaftlich und als Vater der Kinder.

    Ich mein der Haushalt lag an mir die Vereine der Kinder an mir, Termine an mir, Steuererklärung habe ich gemacht, ihn an seine Rechnungen erinnert habe ich gemacht. (Ich arbeite nur Teilzeit) Essen gekocht und eingekauft habe ich.

    Er hat mir mal vorgeworfen, dass er doch auch etwas machen würde. (Müll rausbringen, Spülmaschine ausräumen wenn er Lust hat, Wäsche auf und abhängen) Und wenns ihn gepackt hat unten die Toilette.

    Ich halte an dem positiven fest und was hätte sein können. Ich glaube das fällt mir ganz schwer.


    Dieser Absatz hätte auch von mir und jeder anderen Co kommen können.

    Genau das ist Co-Abhängigkeit.


    Warum hälst du so sehr an dem positiven fest, obwohl die Liste viel viel kürzer ist als die Liste mit dem Negativen? Warum baust du auf sein Potenzial und nicht auf das was er ist? Auf das was hätte sein können?

    Was passiert, wenn du all das nicht mehr tust? Was passiert wenn du loslässt? Wovor hast du Angst?


    Ich verstehe alles was du schreibst sehr, sehr gut.


    Es liegt nicht an dir als Person. Es ist eure Dynamik als Paar. Ihr habt euch gegenseitig runtergezogen.


    Wenn du ehrlich zu dir bist, dann warst du doch auch schon lange nicht mehr glücklich. Und er war es auch nicht. Du wolltest eben reparieren und hast gemacht und getan, aber du bist nur für 50% der Beziehung zuständig und für ihn schon gar nicht. Wenn er Suchtkranke ist kann er die Verantowrtung für sich selbst nicht 100% übernehmen (das würde bedeuten er muss sich dem Problem wirklich stellen) und daraus schließend für eine Beziehung schon gar nicht.

    Es ist völlig egal, wer von beiden am Ende die Trennung aussprechen hat, ihr müsst beide raus aus dem Suchtsystem.


    Aber der Schmerz ist nun da und das soll er auch. Es wird besser werden je mehr du davon zulässt…


    Manchmal denke ich dieses Festhalten an ungesunden Beziehungen ist auch eine Form von Kontrolle genau diesem Schmerz den du jetzt hast zu unterdrücken und sich ihm nicht stellen zu müssen. Da ist der Schmerz ja schon lange und ich denke im tiefsten Herzen weißt du schon lange, dass die Trennung für dich das Beste ist oder?


    Wichtig wäre, dass du für dich erkennst ob dir diese Beziehung noch gut getan hat und für dich selbst eine klare Grenze setzt unabhängig davon was er sagt oder macht.


    Aus Erfahrung kann ich dir auch sagen, dass diese Trennung nicht in Stein gemeißelt ist. Vielleicht überlegt er es sich anders, vielleicht ist es ein unbewusster Versuch, dich noch abhängiger zu machen. Alkoholiker lassen ihre Co’s ungern los. Der Co ist grundsätzlich extrem wichtig für den Erhalt der Sucht. Er übernimmt viel Verantwortung usw.

    Nun sitzt du weinend im Bad, zweifelst an dir selbst und fragst dich ob du der Fehler bist und zu streng warst. Er hat dich quasi genau dort, wo er dich haben will.


    Kämpfe jetzt bitte nicht um die Beziehung. Steig aus aus dem Kreislauf.


    Und Nein du bist weder der Fehler noch zu streng. Du hast ein Recht auf eine gesunde Partnerschaft auf Augenhöhe. Und die hattest du mit ihm ganz sicher nicht!

    Es tut so weh, wie kühl er gerade ist. Von heute auf morgen. Null Emotionen.


    Es ist okay dass es weh tut. Es darf weh tun.

    Lass den Schmerz zu, alles raus lassen. Weine so viel du kannst. Fahr mit dem Auto rum und schrei wie eine Irre

    Wenn du alleine bist weine und jammere, sag alle Dinge die du sagen willst, benimm dich wie ein kleines Kind, keiner sieht dich, alles zulassen, versuchen dir selbst Trost zu geben.

    Du erlebst nicht nur die Trennung, sondern auch den Verlust deiner Vorstellung. Du hast sehr viel Kraft und Energie in die Beziehung und seine Heilung gesteckt, alle Last die du getragen hast so ganz allein, wie tapfer du warst, wie anstrengend das für dich war, wie viel du geleistet hast. Hab Mitgefühl mit dir selbst. Alles loslassen und Schmerz zulassen.
    Es geht vorbei. Ich weiß es ist unerträglich. Das ist jetzt dein Kontrollverlust. Einfach zulassen und nicht mit Kontrolle versuchen den Schmerz wegzubekommen. Loslassen.


    So wird es dann besser mit der Zeit.

    Wer hat sich den mit Kindern von einem Alkoholiker getrennt? Hätte gerne ein paar Erfahrungsberichte. Meine zwei sind in Grundschulalter.


    Ich.

    Das war die beste Entscheidung meines Lebens. Unsere Kinder waren damals 2 und 5 Jahre alt. Getrennt seit 2 Jahren.

    Er hat dir einen Gefallen getan, obwohl du es gerade nicht erkennst.


    Ich persönlich denke ihm ist dein Druck und die Kontrolle zu groß geworden. Du wolltest mit aller Macht dass er trocken wird und bleibt (ich finde es krass dass er jeden Abend pusten musste). Er aber war nicht so weit, wollte nicht. Er ist auch kein Kind dass der Ehefrau täglich beweisen muss, dass er 0,0 hat. Er ist ein erwachsener Mann mit einem eigenen Willen und Eigenverantwortung.

    Durch die Trennung hat er nun mehr Raum ohne Versteck und Anklagungen ohne Rechrfertigungen und Erklärungen das zu tun was er will - saufen oder was anderes. Sein Ding eben. Ohne dass sich jemand einmischt und anmaßt besser zu wissen, was gut für ihn ist.

    (Sorry falls das hart kommt, das ist auch Selbstkritik an mich selbst)


    Es tut gerade sehr weh. Du hattest eine Vorstellung eures Lebens, ein klares Bild wie er zu sein hat. Aber er ist nicht so, wie du ihn gerne hättest. Und er hat ein Rechr darauf so zu sein wie er das will, auch wenn du das scheiße findest. Wenn du das erkennst, bist du frei und findest Frieden.



    Zu mir und meinem Ex:

    Wie verstehen uns mittlerweile wieder gut. Funktionieren auf der Elternbeziehung super. Er wirkt besser. Ausgeglichener. Zufriedener. Ich auch. Wir haben ja beide den Dauerstress nicht mehr. Die Beziehung hat uns beiden nicht mehr gut getan. Alkohol war ein Teil, aber lang nicht alles wie ich im Nachhinein erkenne (siehe obere Passage).

    Ob er noch trinkt, weiß ich nicht. Es interessiert mich gar nicht mehr. Unglaublich aber wahr. Es ist mir EGAL was er tut. Es ist SEINE Sache. Und vielleicht kann ich genau deswegen endlich wieder normal mit ihm umgehen und er mit mir auch. Sogar kaffeetrinken ist drinnen.

    Und so doof es sich anhört: er ist ein besserer Vater seit wir getrennt sind. Er hat sie nur jedes zweite Wochenende, aber dann gibt er sich enorme Mühe und ist sehr präsent für die Kinder. Unternimmt viel mit ihnen. Auch ich dachte während der Beziehung, dass er keinen Bock auf die Kinder hat. In Wahrheit stand ich ihm im Weg, glaube ich.

    ihm hat die Trennung gut getan, denke ich, obwohl ich sie ausgesprochen habe.

    Manchmal denke ich warum jetzt und nicht schon vorher???

    Aber weißt du was: Wir sind in eine Dynamik geraten die uns beide runtergezogen hat. Ich habe ihm viel abgenommen, viel erklärt was er zu tun hat. Durch die Trennung musste er zwangsläufig Verantwortung übernehmen und das hat ihm gut getan, egal ob er noch trinkt oder nicht.
    Und er war für mich eine Belastung. Eher wie ein Kind, nicht wie ein Partner.


    Auch deiner war für dich eine Riesen Belastung. Ich weiß, dass du jetzt denkst „ich habe so viel gemacht und getan war immer da habe ihn immer unterstützt und jetzt geht er einfach? Alles war umsonst? Und wenn er jetzt trocken wird kassiert eine andere die Lorbeeren?“

    In Wahrheit bist du nun frei. Die Belastung ist weg. Der Druck auf ihn aufzupassen ist weg. Der Zwang zu leisten ist Weg. Und die Möglichkeit entstanden irgendwann jemanden zu finden der dir das gibt was du verdienst: Richtige Partnerschaft ohne dass du ihn Formen, belehren, heilen und erziehen musst.

    Ok meinem Fall war die Trennung war für uns beide richtig unabhängig davon wer sie ausgesprochen hat.


    Alles Gute!

    Verstehe dich sehr sehr gut. Für mich ließt das wie ein Klassiker. Es ist immer gleich.


    leider kannst du ihn nicht zum aufhören zwingen oder überreden.

    Weder Trennungsdrohungen noch Verbote in der Wohnung zu trinken, helfen.

    Du weißt auch nicht, ob er wirklich nüchtern ist gerade. Vielleicht trinkt er heimlich. Außer Haus, oder er hat Verstecke. Ein Suchtkranker kann sehr einfallsreich sein.


    Die Einsicht und der Wunsch nach Veränderung muss von ihm ganz allein kommen. Du kannst absolut nichts tun.

    Aber hilflos bist du auch nicht, du musst nur an der richtigen Stelle ins handeln kommen: Du kannst etwas für dich und deinen Sohn tun. Du kannst die überlegen was für DICH das Beste ist.

    Du kontrollierst ihn, versucht sein Trinken zu kontrollieren, das ist einer Belastung für dich, auch wenn du es gerade nicht merkst weil du mitten drinnen steckst.

    Und vorallem ist es nicht deine Aufgabe. Egal wie gern du ihn hast, egal wie sehr du dir wünscht, dass dein Sohn in einer Mama-Papa-Kind-Familie auswächst, du kannst seine 50% Verantwortung für die Familie nicht übernehmen und du kannst seine Krankheit null heilen auch wenn du bereit wärst dein letztes Hemd zu opfern.


    Du bist liebenswert. Und du hast einen zuverlässigen Partner verdient, dem du vertrauen kannst und der ehrlich mit dir umgeht. Den du nicht ständig beobachten, kontrollieren, analysieren, erziehen, belehren musst, der Verantwortung für sich selbst und eure Beziehung übernehmen kann und will. Der präsent ist, emotional, gedanklich und körperlich, der dich unterstützt, für dich da ist und sich genauso um dich kümmert wie du dich um ihn.
    Du hast Stabilität verdient, emotionale Sicherheit und Ruhe. Dein Sohn auch. Und das alles hast du verdient, OHNE dass du dafür etwas leisten musst. Einen Mann, der dir all das gibt als wäre es die größte Selbstverständlichkeit der Welt, den du nicht erst durch Trennungsandrohungen aufwecken musst damit er endlich erkennt was er an dir hat und was er alles verlieren wird, wenn er nichts unternimmt. Und so einen Mann den hast du nicht nur verdient, so einen WILLST du.

    Ist er so?

    Nicht wie er sein könnte, sondern wie er gerade IST, zählt.


    Wenn er nicht so ist, dann bist du besser allein dran. Die paar Liebesgefühle hin oder her - Scheiß drauf.

    Wir habt ihr es geschafft weiterzumachen? Nicht am Weg zu zweifeln?

    Keine Ahnung ehrlich gesagt.

    Ich stand und stehe auch manchmal kurz vor dem totalen Zusammenbruch.

    So geht es vielen. Du bist nicht allein. Die guten Phasen werden länger.

    Man braucht eine gute Freundin zum heulen und austauschen.

    und dann einfach alles Schritt für Schritt. Immer und immer wieder darauf fokussieren WARUM man sich getrennt hat, wie sehr man gelitten hat, wie lang man mit der Entscheidung gerungen hat und dass man gerade für sich selbst und das eigene Glück und das der Kinder kämpft.

    Das ist Stärke. Eines Tages wirst du zufrieden aufwachen und denken „ich hab alles richtig gemacht. Mir geht es gut, ich bin zufrieden, unabhängig und stolz auf mich“

    Das ist dein Ziel.


    Ich habe gerade vor kurzem eine Freundin weinend bei mir sitzen gehabt. Sie meinte sie kann nicht mehr und dass sie zu ihm zurück geht. Hauptsache der Terror und der Stress hört auf. Und da braucht man manchmal einfach nur jemand der einem zuhört, tröstet, einem auf seine Stärken hinweist und das, was man schon alles geschafft hat und weiter geht’s. Ein Tag nach dem anderen.

    Ich wünsche dir viel Kraft. Du schaffst das alles.


    Und das wichtigste: nicht einlullen lassen. Manche spielen auch auf Zeit. Sind freundlich, reißen sich zusammen, hoffen dass du das Schlechte vergisst, tun so als wären sie fertig mit dir. Genau das soll dich zum zweifeln bringen.

    Alles aus der Distanz betrachten, emotional Abstand halten, ihn sehen wie er ist (du kennst ihn!) und trotzdem ein bisschen gute Mime zum Bösen Spiel machen.

    Ich verstehe das grundsätzlich nicht, wie oft Männer drauf bestehen, in der gemeinsamen Wohnung/ dem Haus zu bleiben und die Frau dazu nötigen, sich mit den Kindern was Neues zu suchen.

    Egal, wer sich trennt, meiner Meinung nach sollte immer derjenige entscheiden, der sich hauptsächlich um die Kinder kümmert, wo er / sie mit den Kindern wohnen möchte.


    Ego.


    Habe mittlerweile so viel Kontakt zu Frauen, die sich getrennt haben.


    Zum Teil grauenvoll welche Geschütze von den liebsten Männern hochgefahren werden, weil sie der Ex beweisen wollen, dass sie ohne ihn nicht kann. Kratzt eben am Ego. Was die kann ohne mich? Das darf nicht sein.


    Nach der Trennung erkennt man erst den wahren Charakter.


    Ist mit dem Kindesunterhalt das gleiche Thema. Da muss der Arme auch noch zahlen und ihr Leben mit dem neuen Lover finanzieren während sie sich um die Kinder kümmert, 24/7 im Dauereinsatz ist und nachmittags fein Kaffee trinkt mit Freundinnen, während er seinem „stressigen“ 40 Stunden Job nachgeht, jeden Abend chillen kann und sich über seine spätere schöne Rente freuen darf.
    sie ist ja nicht Alleinerziehend, er nimmt doch die Kinder jedes zweite Wochenende.

    Wir habt ihr es geschafft weiterzumachen? Nicht am Weg zu zweifeln? Ich war gerade 2 Stunden mit ihm und den potenziellen Käufern im Haus.. Ich bin fertig.. Und er wirkte so "normal" ... Wie kann man nur so Masken aufsetzen? Aber körperlich sieht er furchtbar aus.. dünn.. komische Augen...


    Naja, wenn’s drauf ankommt kann ein Alkoholiker mir 2 Promille normal und nüchtern wirken.

    Keine Ahnung wie sie das schaffen, aber ist so.

    Genau, Kinder spüren, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, dass es Mama oder Papa oder sonst wem schlecht geht und dann bekommen sie "Alles gut." als Antwort. In dem Moment werden sie angelogen - um sie zu schützen - und dann trauen sie ihren Gefühlen überhaupt nicht mehr.


    Oder es werden im Umkehrschluss Erwachsene, die selber immer sagen „alles ist gut“ oder ungesunde Strategien (zB Trinken, Schweigen, Konfliktvermeidung) entwickeln (bzw. von den Eltern unbewusst übernehmen) um mit negativen Gefühlen und Situationen umzugehen.


    Dabei ist es normal, dass es im Leben auch mal Krisen gibt, Konfliktsituationen und negative Gefühle. Davon ist kein Mensch ausgenommen obwohl man es den eigenen Kindern natürlich gerne ersparen würde. früher oder später kommt irgendwas in jedem Leben, was nicht schön ist.

    Deswegen sollte man den Kindern versuchen eher beizubringen, dass eben Krisen normaler Bestandteil des Lebens sind und wie man GESUND damit umgehen kann, dass man sich auch aus Beziehungen und Situationen die nicht mehr gut tun lösen darf.

    Das Argument „er ist der Papa, ich will den Kindern den Vater nicht nehmen“ hört man oft, verstehe ich auch. Man heiratet und gründet Familie mit der Vorstelmubg, dass es ein Leben lang so bleibt, aber manchmal muss man solche Vorstellungen als Illusionen anerkennen und loslassen im Sinne der Kinder und für einen selbst….

    Lies mal in Erziehungsforen etc, wie viele alte Leute so über die Klapse auf den Po reden, die vielen ihrer Meinung nach heute mal einigen Kindern gut tun würden. Aber nicht ohne Grund ist das gesetzlich verboten und Kinder haben heute ein Recht auf gewaltfreie Erziehung.


    Ja, manche hinterfragen sich leider nie.

    Zu mir hat sogar mal eine ältere Verwandte in vollster Überzeugung gesagt: „Ganz ohne Gewalt kann man kein Kind großziehen“

    Schrecklich.


    Natürlich wird das schwer werden und vielleicht werden sie das erst mal nicht sehen, dass es besser für sie ist.

    Für Kinder sind doch grundsätzlich immer die Eltern die Besten sowie die Vorbilder. Kinder lieben die Eltern immer.

    Umso jünger sie sind, desto weniger hinterfragen sie die Eltern. Sie haben keine Vergleichsmöglichkeiten. Wissen gar nicht, wie es ist in einer gesunden Dynamik zu leben. Für sie ist das Suchtsystem Normalität. Sie denken, dass es in allen Familien so ist.

    Das Hinterfragen kommt erst wenn sie älter bzw. erwachsen sind.

    Auch wenn sie erstmal nicht sehen sollten, dass es besser für sie ist, solltest du als Mutter da drüber stehen. Das ist Erziehung. Wenn die Kindern bockig sind, weil du ihnen zB nicht erlaubst nur Süßes zu essen, bekommst du ja auch keine Schuldgefühle, weil du im Gegensatz zu ihnen viel besser weißt, dass es ungesund ist.

    Danke für deine Worte. Ich werde bei den EKA reinschauen, danke für den Tipp.

    (Mein Mann ist selber Kind einer schweren Alkoholikerin und auch der Papa war dem Alkohol nicht abgeneigt. Umso weniger kann ich verstehen, dass er das selbe jetzt seinen Kindern antut.

    Ganz vergleichbar ist es auch nicht...da seine Mutter gewalttätig war und er in seiner Kindheit kaum Liebe gespürt hat.)



    Das ist der Klassiker. Kinder von Alkoholikern werden oft selbst Alkoholiker oder sie werden co-abhängig, suchen sich also später unbewusst einen alkoholkranken Partner. Oder beides.

    Ich hatte 2 Alkoholiker, beide haben Väter die ebenfalls Alkoholiker sind. Und ich bin das Kind einer Alkoholikerin…

    Ich fühle mit dir. Panikattacken und so extra Herzschläge hab ich leider regelmäßig. Wie alt waren deine Kinder? Konntest du ihnen den Trennungsgrund schon gut erklären?

    Mein Mann ist gegenüber den Kindern ein toller Vater, dieser Umstand hemmt mich "leider" sehr.


    Meine Kinder waren bei der Trennung 2 und 6 Jahre.

    Ich habe es ihnen kindgerecht aber wahrheitsgetreu erklärt. Das ältere Kind hat es sofort verstanden. Sie hat ja die Stimmung zuhause gut mitbekommen. Vermisst haben sie ihn schon am Anfang, aber sie sehen ihn ja trotzdem und bald hat sich das auch super eingespielt auch weil natürlich zuhause ohne ihn die Stimmung besser wurde.

    Es trennen sich soooo viele Paare auch aus anderen Gründen. Ich bin der Meinung man sollte nie den Kindern wegen zusammen bleiben. Was lebt man ihnen da denn vor? Würdest du wollen, dass deine Mutter nur wegen dir beim Vater geblieben wäre? Ich nicht.

    Ich hab solche Angst, dass unsere Mädels es nicht so sehen und mir die Schuld geben, weil sie ihren Papa eben so sehr lieben. Angst, dass sie von der Thematik Sucht einfach noch viel zu wenig verstehen. Was wenn die Kinder denken "Na hätte Mama darüber hinweg gesehen, wären wir noch eine Familien, hätten noch unser Zimmer, unsere Tiere, unsere Freunde...". Denken sie dann, dass ich mein Wohlbefinden über ihres gestellt habe? Diese Gedanken machen mich traurig 😢


    Irgendwann werden sie es verstehen. Schau mal hier bei den EKA, was das anrichten kann, wenn man mit einem nassen Alkoholiker aufwächst.


    Lieben und sehen können sie ihn ja trotzdem. Tun meine Kinder auch. Der Vater macht es jetzt sogar besser, weil er muss und bei mir zuhause haben die Kinder Frieden und keine angespannte Atmosphäre mehr.

    Ich hatte damals in meine Faden geschrieben „ich bemühe mich den Kindern eine heile Welt zu spielen“. Daraufhin hat mir jemand geantwortet: „Spielen? Die Kinder haben eine heile Welt verdient.“ ist mir in der akuten Trennungsphase immer wieder durch den Kopf gegangen und hat mich motiviert es durchzuziehen.

    Ich habe mich auch 2024 getrennt mit 2 Kleinkindern nachdem ich gefühlt 1000 Stunden in Gespräche, Paargherapie etc. Investiert hatte, immer wieder gehofft hatte usw.

    Bei uns ist es immer schlimmer geworden. Richtiger Papa oder Partner war er schon lange nicht mehr, ich war quasi schon alleinerziehend.

    Am Ende war ich selbst krank. Habe Anfang 2024 Panikattacken entwickelt und später eine Erschöpfungsdepression.

    deswegen mein Fazit: Nicht zu lange hoffen, früh genug an sich und auch an die Kinder denken (sie bekommen das so oder so mit). Wenn er trocken werden sollte und dann mal theoretisch min 1 Jahr stabil wäre, kann es ja theoretisch später immer mal wieder werden. Chance ist aber gering denke ich und sich selbst oder gar die Kindheit der Kinder dafür zu opfern ist es nicht wert.

    Mit der würde ich keinen Kaffee mehr trinken…

    Ich kenne so Leute auch, einfach meiden. Sie kann deine Situation gar nicht nachfühlen, soll doch froh sein, dass sie sowas nicht erlebt statt zu urteilen.

    Ich habe zu meinem auch räumlichen Abstand, das würde mir gerade noch fehlen, dass ich ihn ständig zufällig irgendwo treffe.


    Solche Lebensveränderungen sind immer super geeignet um die Spreu vom Weizen zu trennen….

    Umgib dich mit Menschen, die dir gut tun!