Beiträge von Nila

    vielleicht möchte er auch einfach nicht die Schuld auf sich nehmen und wählt ein Thema in dem du dich evtl. eh schon etwas unsicher fühlst?

    Es ist verständlich, wenn man sich nicht zu jemanden legen möchte, der gerade betrunken ist und sicherlich aus allen Poren riecht. Und ebenso, dass Sex etwas ist, das man mit jemandem teilen möchte, mit dem man sich verbunden fühlt. Vielleicht entwickelt sich sogar etwas Eckel, bei zuviel Druck...

    Zudem ist es auch ganz normal, dass der Sex mit den Jahren in denen man zusammen lebt etwas weniger wird.

    Manchmal brauchen sie eine Ausrede... Weil du dies und jenes tust, muss ich trinken. Aber eines ist absolut klar, andere Männer haben auch wenig Sex und trinken deswegen nicht. Du hälst ihm wohl eher nicht das Glas zur Lösung unter die Nase... Denn was wirklich helfen würde, wären Gespräche, schöne Abende, Wertschätzung... Aber er nimmt das Glas!

    Wenns nicht dieses Thema wäre, wäre es evtl. ein anderes. Und wenn du das nicht mehr zulässt das nächste. U.s.w. bis Du STOP sagst und dir klar wird, dass er zur wirklichen Lösung seiner Probleme nicht den richtigen Weg nimmt. Sondern trinkt.

    Egal, was er an dir nicht mag, was er als seine Ausrede nutzt... Der Weg ist falsch und DU brauchst nicht absolut perfekt zu sein, um Wertschätzung zu verdienen und geliebt zu werden ❤️

    Zuhören, da sein, begleiten. Alles ok. Aber du bist wertvoll! Lass dir das niemals wegnehmen! Von keinem!

    Pamela 71

    Das ist vielleicht von Mensch zu Mensch anders...

    Der eine denkt einfach nicht drüber nach und möchte in Ruhe so weiter leben, oder dich als "Spassbremse" sogar bekehren, weil allein trinken keinen Spass macht.

    Der andere weiss es evtl. schon und ist bereit dafür zu kämpfen.

    Ich glaube aber, dass du egal wer vor dir steht, deine Wünsche und deinen Schmerz äussern darfst. ❤️ Mein Partner ist seid 2 Tagen nach einem deutlichen Gespräch meinerseits, in Trinkpause... Hat von mir keine Erlaubniss, mich klein zu machen und mir meine Kraft auszusaugen. Ich lasse es nicht zu, denn ich weiss, wer ich bin, wenn ich abgelenkt bin mit Arbeit oder Familie. Kenne meine Werte und auch meine Fehler, die ich verd...nochmal haben darf! Wenn ich zuwenig klar spreche, artet alles total aus und er fährt einen "Freischein"....

    Ich glaube nicht, dass ich weiter bin als du. Er macht Pause. Kein Entzug. Du thematisierst es, versuchst für dich Wege zu finden, bist hier..... Das ist doch schon mal ganz viel!

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!!!!

    Mona das war eher die Antwort, auf deine Worte, wegen dem Punkt, dass die Angehörigen mitleiden.

    Ich bin definitiv nicht der Meinung, dass es nur sein Problem ist. Tatsächlich betrifft es die gesamte Familie. Auch wenn ich mir sage, ich schaue nur darauf wie ich mich selbst behandle.

    Dass er derjenige ist, der das Problem beseitigen kann, da steig ich mit ein.

    mexico herzlichen Dank für deine Worte. Schön, dass du das alles angehst. Auch wenn das eine grosse Aufgabe ist - das ist es Wert!!!!!!!!!!!

    Das Leben zu fühlen, zu spüren und zu leben. Dazu ist es da!

    Wenn du da noch jemanden bei dir hast, umso schöner, wenn ihr es gemeinsam Leben könnt und darum kämpft, dass es so bleibt!

    Fühl dich umarmt! Ich weiss, dass es nicht immer einfach ist, sich so etwas grossem zu stellen aber es ist NICHT unmachbar und nicht umsonst ❤️

    Mona bei uns ist es schon so, dass er es weiss. Jedoch sich immer wieder hinter der Aussage versteckt, es wäre nicht mein und auch nicht ein Familiäres Problem.

    1. Kann er seine Welt schön trinken, während ich/die Angehörigen fühlen müssen...

    2. Nach einem "Theater" kann er einfach schlafen gehen, da genug beteubt. Wir, können nicht mehr schlafen, sondern verbringen die Nacht mit unserer Gefühlswelt. Unserer Verantwortung, den Rest aufrecht zu erhalten, während er alles immer wieder zerschlägt...

    3. Danach, weiss er vieles nicht mehr, während wir im dümmsten Falle als Lügner dastehen und die einzigen sind, die noch ganz genau wissen, was da war.

    4. Während er jederzeit loslassen und eskalieren kann und fast schon nach dem nächsten Grund sucht um eine Ausrede dafür zu haben, leben wir auf der Hut. Kontrolliert. Zusammenreissen, damit nicht alles nur noch dunkel und schmutzig ist. Damit die eventuellen Kinder nicht leiden, Sicherheit und Geborgenheit in sich tragen und sich "Zuhause" fühlen können.

    Doch!!!!!!! Es betrifft uns! Und wir haben Hilfe verdient. Und, dass man gut zu uns ist!

    Und es ist eine Frechheit welche Erwartungen gestellt werden. Ganz Nebenbei Das "Opfer" nicht mit Vorwürfen zu belasten, aber gleichzeitig bitte sagen, was man fühlt... Dabei klare Grenzen setzen und durchhalten bis er nüchtern ist um dann alles in Ruhe zu besprechen....

    Am besten dabei noch 3 Bälle jonglieren, während man sich einen Kessel Wasser auf den Kopf stellt.

    Und wenn er dann nicht trinkt, schöööön aplaudieren, wie stark er ist und wie toll er das alles macht!

    Wir sind auch da! Es gibt uns! Das dürfen wir nieh vergessen....

    Mir persönlich hilft die Technik mit dem Dramadreieck. Nicht anstecken lassen von anderen. Nicht Opfer, nicht Täter und nicht Retterrolle übernehmen. Einfach im selbst bleiben und abwinken, sobald man spürt, dass man da nicht mehr ist.....

    traumgeplatzt79 das tut mir so leid, dass du das alles kennst. Ich hoffe du hast deinen Weg gefunden.

    Ich bin schon weiter in Sache "Wertschätzung ans eigene Selbst." Aber noch lange nicht da, wo ich hingehöre....

    Ich muss viel an mir arbeiten und Wege zu mir selbst finden. Lernen, mit mir einverstanden zu sein und mir mein Licht wieder zurück holen.

    Seine Blicke, die Wut die er in sich trägt. Die Verzweiflung oder Schuldzuschiebung... Der ganze Frust über mich gepaart, mit der Angst mich zu verlieren. Oder der Wunsch danach, weil es die einfachere Lösung wäre, das Problem zu umgehen. Meist ohne Worte. Aber ich bilde mir ein, all das zu spüren. Und in gewissen Aussagen zu hören. Und ja: ich bin keine Traumfrau. Weit weg, von dem was die Medien als schön bezeichnen. Und zwischendurch verschieb ich was auf später, einfach um zu geniessen. Aber ich bin trotzdem liebenswert.

    Es ist so abstrakt, aber ich zweifle immer wieder an mir. Bin ich so falsch, dass man mich so abwertend und kalt behandelt? Und sich gleichzeitig bemüht nett zu sein. Ist es ein Spiel? Ein Kreislauf?

    Zuviel um still zu sein und zuwenig um es klar fassen zu können.

    Ich muss lernen mit mir selbst im Reinen zu sein. Unabhängig im Denken und eine Distanz zu schaffen. Was natürlich wieder seine Ängste weckt. Und schon gehts wieder los, mit dem Gefühlszeugs.

    Ich brauch noch übung dazu 😁

    Mona lieben Dank für diese Worte.

    Nach 13 Jahren und davor einer gescheiterten Ehe, weiss ich wirklich, dass ich nichts daran ändern kann.

    Ich kann da sein. Ich kann aussprechen, wo meine Grenzen liegen und warten. Ich versuche nicht mehr zu retten oder zu drängen.

    Es ist das was du mit deinen klaren Worten beschrieben hast: ich muss zu mir finden und für mich da sein. Nicht nur vor ihm so tun als ob, sondern wirklich verinnerlichen, dass er für sich und ich für mich Verantwortung tragen muss. Aber genau das fällt mir gerade sooo schwer. Seid Kind wünsche ich mir, nicht abgelehnt oder allein gelassen zu werden. Wünsche mir ein Team, ein Zuhause, Sicherheit.... Wärme... Es wiederspricht sich in meinem gewohnten Denken, einander im "Stich" zu lassen. Ich denke in die falsche Richtung.

    Vielen Dank für deine Worte. Gern werd ich mich durchlesen!

    Wie der Titel schon verrät, bin ich Partnerin eines Mannes mit Alkoholproblem.

    Oft fühlt es sich sehr einsam an, in den Phasen, in denen er täglich trinkt. So, als ob ich in einer Blase lebe, in der alles falsch ist. Keine Geborgenheit, keine lieben Blicke und gemeinsames Lachen... Es fühlt sich an, als müsse ich ständig darum kämpfen, wahrgenommen zu werden. Als ich. Als Partnerin. Mit menschlichen Bedürfnissen. Ich sitze neben ihm und wünsche mir nichts mehr, als ein liebevolles, ehrliches Lächeln, dass mir zeigt, dass da Interesse ist. Ein Feuer oder wenigstens ein Flämmchen.

    Eine Umarmung wäre auch mal ganz nett.

    Ein anderer Mensch, begleitet mich durchs Leben, nachdem er ca. 2 Wochen nicht getrunken hat. Er sich frei fühlt und Energie hat und dann: leider auch, in der ersten Zeit, in der er wieder damit beginnt und denkt, er hätte alles im Griff.

    Bis er merkt, dass er nichts im Griff hat. Dann bin ich falsch, wie ich bin. Dann ist alles ungreifbar für mich. Meine, wie auch seine Emotionen und alles verschwindet in dieser Blase. Endlose Traurigkeit.

    Und ich liebe zusehr um zu gehen und mir damit zu ermöglichen, iiiirgendwann für iiiirgendwen eine Bereicherung zu sein. Geliebt und Geborgen. Richtig zu sein.

    Liebe Grüsse Nila