Beiträge von Stefan 1

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    Gefühlt nutzt er diese Frist als Chance, sich jeden Abend noch einmal so richtig abzuschießen.

    Na klar! So ist das bei gesetzten Daten. Jemand der ab Tag X ne Diat macht, frisst den Tag vorher ja auch nochmal so richtig.

    Hallo Stefan,


    Abstinenz trifft es wohl am ehesten.

    sag ich ja...

    Die Gefahr besteht eben nun darin „Es ist ja gut gegangen, ich kann ja nun auch größere Risiken eingehen“

    Ja, die Gefahr besteht. Jetzt das Erlebnis bloß nicht falsch abspeichern. Es gibt kein Mittelweg, kontrolliertes Trinken oder ähnliches. Ist halt ne digitale Welt für uns, 0 oder 1. Mit Sicherheit bin ich auch nicht der Erste, der sich sicher fühlte und dann wieder rückfällig wurde. Deshalb schreib ich hier und bin froh, über jeden guten Ratschlag, den ich bekommen kann.

    Nachdem ich jetzt fast 90 Tage Abstinenz bin, möchte ich euch gerne von einem Erlebnis am We berichten:


    Ich war auf einem Treffen, auf dem eigentlich schon immer recht viel getrunken und Abends gefeiert wurde/wird. Zumindest hatte ich das so immer wahrgenommen. Natürlich weiß ich, dass man sich gerade am Anfang der Abstinenz von solchen Feiern, etc. fernhalten soll, bis man genug gefestigt ist. Vielleicht hat man in meinen Beiträgen auch zwischen den Zeilen schon lesen können, dass ich gerade das nur bedingt mache, da mir meine sozialen Kontakte sehr wichtig sind.

    Ich hatte mir im Vorfeld schon einige "Ausreden" parat gelegt, bzw. schon dem Ein oder Anderen im Vorfeld mitgeteilt, dass ich nichts trinken werde. Je nach Vertrauensbasis hatte ich offen gesagt, dass ich ein Problem mit Alk habe oder einfach behauptet, ich hätte diese Woche ein Wettkampf und ich will mein Trainingsstand nicht ruinieren.

    Das Wochenende verlief dann relativ ruhig. Es wurde zwar von ein paar Leuten Alkohol getrunken, aber sehr moderat. Das hat mich dann doch sehr verwundert. Ich hatte diese Treffen immer mir viel Alkohol in Verbindung gebracht.


    Das hat es bei mir nochmal Klick gemacht. Als ich getrunken hatte, erschien mir mein Umfeld auch nur voll mit Trinkern. Ich habe das gesehen, was ich sehen wollte. Ich hab zwar gesoffen, aber alle außen rum doch auch. Das war doch normal! Ich war normal. Alkohol war normal. Normal, weil ich es wollte. Das es Leute gab, die stocknüchtern waren, hab ich gar nicht bemerkt.

    An diesem We war es andersherum. Ich sah die Nüchternen, genoss die guten Gespräche und vor allem, dass ich am nächsten Morgen fit war (und gut roch:wink: ).


    Obwohl ich etwas bammel vor dem WE hatte, war das wohl eine wichtige Erfahrung für mich. Denn oft wird vom Umfeld gar nicht erwartet, dass man sich betrinkt. Sondern man erwartet das von sich selbst.

    Wie sah Dein Trinkverhalten aus?

    Ok, ich bin vlt. auch nicht der beste Ratgeber, da ich erst seit ca. 80 Tagen trocken bin.

    Ich hatte so alle zwei Wochen eine Phase (2,3 Tage), in denen ich mich betrunken habe. Erst so 3 bis 4 Bier in einer kleinen Kneipe auf dem Heimweg, dann daheim noch einen Sixpack. Abends um 20:00 Uhr lag ich dann im Bett und mit mir war nichts mehr anzufangen.

    Hey, Hut ab wie einsichtig Du derweil bist👍

    Hat sich Deine Partnerin von Dir getrennt?

    LG

    Nein. Glücklicherweise nicht. Aber es war kurz davor. Ich hätte es verstanden...

    Doch die Einsicht darf nicht deshalb kommen, weil man es für jemand anderen macht. In erster Linie macht man es für sich selbst.

    Darf man eigentlich wütend auf einen Alkoholiker sein?


    Ich frage, weil es ist ja eine Krankheit ist.

    Seit der kurzen Zeit, in der ich in dem Forum bin, wurde ich auch wütend auf einen Alkoholiker. Nämlich auf mich selbst und darauf, was z.B. meine Partnerin mit mir ertragen musste. Klar ist es eine Krankheit, aber diese Krankheit zieht dich eben auch mit runter und irgendwann gehst du eben mit daran kaputt oder zu ziehst nen Schlussstrich. Oder deine Partner lässt sich helfen und kriegt die Kurve. Unterm Strich ist es eigentlich ganz einfach.

    Ich muss Euch was fragen!

    Kann es sein dass man jemandem eine Fleische Weißwein nicht anmerkt.

    Und wie kann es sein dass ich auch nichts rieche?

    Unter meinen Saufkumpels gab es einen, dem hat man das tatsächlich nicht angemerkt. Ne Stunde später schon, da waren es dann schon zwei/drei Flaschen. Wieviel man "verträgt", hängt ja auch von der Konditionierung ab.

    Gut, tatsächlich bin ich mit dem alkfreien Radler/Bier vielleicht zu unbedarft an die Sache heran gegangen. Ich dachte, diejenigen, die 0,0 draufschreiben, müssen dass auch einhalten können. Saft und Saftschorlen können ja auch Restalkohol beinhalten oder gar neuen bilden. Sei es drum, seit Sonntag habe ich auch keines mehr getrunken und auch das juckt mich nicht. Komme auch mit Wasser klar.

    Ich bin weiterhin guter Dinge, dass ich trocken bleiben kann und habe (nachdem ich mich am Anfang der Woche so über mein Missgeschick geärgert habe) den Personenkreis derer erweitert, die über meine Sucht Bescheid wissen.

    Ich sehe es nicht als verwerflich an, nach dem Training ein Radler zu trinken. Wie gesagt, die Sprüche haben mich eher gestört. Nun ist es nicht so, dass dieses "Umfeld" sich sinnlos betrinkt. Die können ja bei einem Radler bleiben. Mich kennen die auch nicht volltrunken. Aber ein Bier habe ich eben nicht abgelehnt. Und da die mich nicht besoffen kennen (und auch selbst nie besoffen sind), halte ich diese Leute tatsächlich für ein gutes Umfeld. Für sie ist selbstverständlich, dass man ein Bier trinken kann, für mich eben nicht. Nur outen will ich mich in der Gruppe (noch) nicht und da die nicht über mein Problem Bescheid wissen, sind die vlt auch nicht besonders sensibel damit.


    Beim Thema alkfreies Bier gebe ich dir allerdings Recht. Das ist mit Sicherheit keine Aternative. Aber so ehrlich bin ich auch: gestern gab es alkfreies Radler und davon ab ich in meinen kurzen 60 Tagen schon fast 10 getrunken...

    Na ja, die haben ja kein Alkoholproblem. Wenn die Bier trinken wollen können die das ja.


    Rückfällig sehe ich mich nicht, da ich nicht absichtlich nach Alkohol gegriffen habe und 2. auch sofort wieder damit aufgehört habe.

    Auch hatte ich keinerlei Verlangen danach.

    Ich stempel das unter "doof gelaufen" ab, auch wenn ich die Situation nicht verharmlosen möchte.

    Wieder ein Update (keine Angst, ich melde mich jetzt nicht alle 10 Tage, damit jeder mitzählen kann):


    Ich wäre jetzt über 60 Tage alkoholfrei (Achtung Spoiler: Nein, ich wurde nicht Rückfällig, zumindest nicht aus meiner Sicht!). Wäre deshalb, weil mir gestern etwas dummes passiert ist. Ich war mit ein paar Bekannten beim Sport und griff danach in die Bierkiste nach einem alkfreien Radler, welches sich allerdings als eines mit Sprit herausstellte. ich nahm davon einen großen Schluck, dann bemerkte ich es. Glücklicherweise konnte ich es jemandem anderen andrehen, aber die doofen Sprüche kamen natürlich (ein Radler kannst doch trinken, jetzt hast du es schon offen, stell dich nicht so an, sonst trinkst doch auch...).


    Das Bier hat mich überhaupt nicht aus der Bahn geworfen, wohl aber diese Sprüche...

    Guten Morgen zusammen, ich wollte mich auch mal wieder melden und ein Update schicken.

    Das hat aktuell auch einen Grund, denn heute bin ich 50 Tage nüchtern.

    keine lange Zeit und eigentlich mag ich diese Tage/Wochen/Monate Zählerei nicht, aber ein bisschen stolz bin ich schon darauf.

    Mein erster Gedanke ist, ob du temporär den Kontakt zu deiner Familie einschränken kannst? Kannst du offen darüber sprechen, dass du nur kurz oder gar nicht zu Feiern kommst, auf denen dein Bruder sich betrinkt?

    Ich kann das ansprechen, aber nur solange er nicht dabei ist. Es sind sich alle einig, dass er zuviel trinkt, jeder weiß auch, dass es nicht nur Alkohol ist. Sobald er dabei ist, wird das Thema aber nicht mehr angesprochen.

    Dann war Ruhe im Raum und ich vermeide solche Personen einfach seitdem sei es Familie oder Bekannte.

    Das wäre bei meiner Familie genau so, aber dann würde ich eher als derjenige dastehen, der die Feier "ruiniert" hat.

    Nun,er animiert niemanden mitzutrinken, aber er wird halt unglaublich anstrengen, diskussionsfreudig und rechthaberisch.

    Ich habe meinem Vater gesagt, dass ich vorerst keine Feiern mehr besuche und habe das Verhalten meines Bruders auch als Grund genannt.


    Schwierig ist die Situation dahingehend, dass zwar jeder die Probleme meines Bruders sieht und sich dann auch alles um ihn dreht (anscheinend will meine Familie das mit überdiminsionierter Aufmerksamkeit lösen, bloß aber nicht die Wurzel des Übels ansprechen), aber niemand von meinem Suchtproblem weiß (ich habe in der Vorstellung schon geschrieben, dass ich in der Öffentlichkeit nicht betrunken aufgetreten bin).


    Und nein, ich werde es denen auch nicht erzählen. Dafür habe ich andere Ansprechpartner, die mir wirklich helfen können.

    Hallo zusammen,

    nachdem ich jetzt über 40 Tage trocken bin (ja, klingt noch sehr kurz im Vergleich mit ein paar anderen hier), versuche ich mein Leben auch dementsprechend anzugleichen.

    Nun habe ich mich unter anderem von ein paar Bekannten "getrennt". Das viel nicht besonders schwer, denn wir hatten eigentlich nur einen gemeinsamen Nenner, nämlich den Alkohol.

    Gestern hatte ich aber ein unschönes Erlebnis auf einer Familienfeier: Mein Bruder hat das gleiche Problem wie ich, nur kommen bei ihm noch Medikamente hinzu und so richtig weiß wohl niemand, was der sich so alles reinpfeift. Auf alle Fälle war er vor dem Treffen schon unglaublich fahrig und zappelig, was sich über den Abend natürlich noch zuspitze.

    Ich verließ frühzeitig die Feier und hab nur noch mitbekommen, dass er dann noch mit ein paar weiter gezogen ist, ging wohl auch noch ein paar Stunden.

    Dabei hat er sein Geldbeutel, Ausweiß, EC Karte verloren, leider aber nicht seine Autoschlüssel. Das heißt, heimgefahren ist er noch.

    Das passiert bei ihm eigentlich immer. Von seinem Arbeitgeber wurde er auch schon zu einer Therapie geschickt. Nun geht es mir nicht speziell um diesen einen Abend, sonder darum, wie ich damit umgehen kann?!

    Meine Familie spricht das Thema nicht an und ich fühle mich nicht in der Position als Moralapostel aufzutreten. Wie kann ich mich aus solchen Situationen rausnehmen ohne der Familie den Rücken zu kehren?

    Und Böse gesagt, mir geht es dabei nicht darum, ihm zu helfen, das er Hilfe braucht, da muss er ganz alleine drauf kommen. Mir geht es darum, meine Trockenheit zu festigen und nicht mehr mit so jemandem an einen Tisch zu sitzen, wenn er sich mit Vollgas wegballert.

    Vielleicht versteht mich hier ja der ein oder andere, war schonmal in einer ähnlichen Lage und kann berichten, wie man damit klar kommt.

    Hast Du Dir die Grundbausteine schon angeschaut?


    Mich würde sehr Dein Plan A und B interessieren. Also, auch für mich. Man kann nie genug Pläne in der Tasche haben.

    Die Grundbausteine habe ich mir schon angeschaut. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass ich diese ganze Theorie eigentlich kenne. Theoretisch gibt es ja auch keinen vernünftigen Grund, Alkohol zu trinken, aber dennoch sind wir hier...

    lange wollte ich es auch nicht wahr haben, bzw. habe mir darüber nicht mal Gedanken gemacht. Doch jetzt ist es eben wiederholt passiert, dass ich mich einfach in die "Trinkbude" saß, obwohl ich eigentlich noch einen wichtigen Termin hatte. Ich dachte mir: "Ach komm, ein Bier kannst du dir doch gönnen, wird ne stressige Woche.".

    Nach dem vierten Bier war mir dann der Termin egal und ich steuerte den Supermarkt an und holte mir nochmal ein Sixpack. Dannach ging es heim, Kopfhörer auf, Musik an und das restliche Bier geleert. Meist war ich dann schon um 20:00 Uhr im Bett, betrunken und betäubt. Am nächsten Tag hat man mir kaum etwas angemerkt, hatte ja 8h Schlaf und nach ner Dusche roch ich auch wieder erträglich.

    (Mir kommt das auch irgendwie komisch vor, in der Vergangenheitsform zu schreiben, da es ja eigentlich erts ein paar Wochen her ist).


    Damit ich diesen unliebsamen Zwischenstopp vermeide, fahre ich nun eine andere Route heim. Nicht mehr vorbei an der "Trinkbude", höre diverse Hörbücher dabei (alle über Alkohol) und glücklicherweise "kontrolliert" mich ein guter Bekannter.


    Ansonsten habe ich mir Montags ein "Sport Date" direkt nach der Arbeit (Sport habe ich noch nie wegen Alk "geschwänzt"). Danach geht es direkt heim. Da triggert mich dann auch nichts mehr. Hat bisher funktioniert.

    Nö du machst nichts falsch. Du hattest dich über den Link schon mal am 14.09. beworben, deswegen ist sie schon da. Zweimal geht da nicht. Also erstmal alles gut.

    Ja, hatte mich schon gewundert, da mir der Link erneut hier gepostet wurde, nämlich am Montag, 19.09.

    Also wie sieht es gerade aus? ;)

    Soweit ganz gut, habe auch nochmal genau nachgerechnet. Das letzte Mal Alkohol war am 04.09. , also vor 19 Tagen. Ich würde sagen, es läuft ganz gut. Zumindest hatte ich diese Woche kein "montagstief" und irgendwie hab ich gerade auch nicht das Gefühl, dass es nächste Woche wieder soweit kommt. Falls, ich doch wieder "Saufdruck" verspüren sollte, habe ich mir natürlich schon einen Plan A und B zurechtgelegt. Also bin ich mehr als zuversichtlich, dass Alkohol in Zukunft keine Rolle mehr in meinem Leben spielen wird.

    Zum Arztbesuch wurde dir ja schon geraten. Auch wenn der Entzug durch ist, ist das "Outing" ein guter Schritt für den abstinenten Weg.


    Über Deinen letzten Beitrag habe ich mich ehrlich gesagt gewundert, in dem Du schreibst, dass Du nur zum Arzt gehst wegen Deiner Gesundheit und nicht wegen eines Outings. Aber das Durchchecken betrifft doch Deine Gesundheit. Es geht doch darum, auch auszuschließen, ob durch das Trinken bereits etwas geschädigt ist.

    Habe mich dabei auf den Kommentar von Seeblick bezogen. Vielleicht habe ich es auch falsch verstanden. Den Artzbesuch werde ich auch noch machen. aber halt nicht diese Woche.

    Ich seh das auch nicht wischi waschi. Ich weiß, dass es für mich kein "kontrolliertes" Trinken gibt. Der Entschluß, ganz aufzuhören kam allerdings bei mir erst Anfang September. Vorher dachte ich, ich hätte alles im Griff (ich dachte, ich kann ja lange zwischendurch aufhören). Deshalb bitte nicht falsch verstehen, für mich ist das kein lapidares Problem, sondern mein größtes und gerade Hauptprolem. Aber ich bin auch guter Dinge und selbstbewusst. 17 Tage habe ich jetzt schon und die Woche erwarte ich keine Störungen, dazu ist mein Terminkalender zu voll.

    Zum Artz gehe ich heute nicht. Auch die näschten Tage nicht. Steht aber auf meiner Liste. Nur mich untersuchen zu lassen, damit ich eine Art outing habe, erscheint mir allerdings auch nicht ganz plausibel. "Geoutet" habe ich mich schon bei den Leuten, den ich vertraue. Zum Artz geh ich zur Untersuchung meiner Gesunheit. Das sind für mich zwei paar Stiefel.