Beiträge von Schmidtty

    Ja, das ist ein Marathon, aber man darf halt auch nicht so oft die falsche Abzweigung nehmen. Das war bei mir jetzt schon das zweite Mal und das Gefühl, was man seinem Körper und seinen Mitmenschen damit antut, ist jedes Mal im Nachhinein wieder katastrophal. Aber gut, Krone richten und abstinent weitermachen ist die Devise, hoffentlich diesmal das restliche Leben lang.

    Ja, ich habe einen Notfallkoffer. Leider obliegt es einem selbst, ob man den dann nutzt. Ich habe ihn nicht genutzt, wollte niemanden anrufen und war auch nicht für Lakritze empfänglich und laufen kann ich seit einem Jahr auch kaum wegen einer Sehnenenzündung im Fuß. Ich war einfach nur extrem unter Druck und habe mich nicht ablenken lassen. ☹️

    Der Rückfall war vor der Diagnose. Ich stand (gefühlt ) massiv unter Druck und wusste nicht mehr, wohin mit mir. Da bin ich schwach geworden. Ich habe aber ziemlich schnell erkannt, dass der Weg so nur in die Abwärtsspirale gehen würde. Bin zum Arzt zwecks Überwachung der Entgiftung. Ich musste zum Glück nicht in die Klinik.

    Hallo zusammen,

    Lang ist es her, dass ich hier geschrieben habe. Irgendwie war und ist die Lage bei mir so angespannt, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
    Ich bin seit Mitte September wegen Depressionen/Burn-out krankgeschrieben und warte seitdem darauf, einen Platz in einer Klinik zu bekommen. Morgen ist endlich das Vorgespräch und dann dauert es nochmal bis zu zwei Monate, bis man aufgenommen wird.
    Einen Rückfall hatte ich im September auch, bin jetzt aber wieder seit rund 4 Wochen abstinent. Soviel dazu. Mir ist das Ganze mehr als peinlich….

    Da ich noch immer nicht sicher bin, ob mein Sohn hier mitliest, belasse ich es mal dabei.

    VG, Schmidtty

    Naja, ich sag’s mal so…das Forum gehört zu meiner Privatsphäre und die habe ich sowieso kaum. Dieses Stückchen möchte ich mir aber nicht auch noch wegnehmen lassen. Anspielungen auf das, was ich hier geschrieben habe, helfen da nicht weiter. Die gab es aber mehrfach in provokantem Ton. Selbst wenn ich das hier schreibe, denke ich schon wieder über die Konsequenzen nach (Häme, Spott etc.).

    Ihr habt alle absolut recht. So kann das auf keinen Fall weitergehen. Ich habe auch aufgehört, ihm zu jeder Tages- und Nachtzeit Essen zu machen. Nun beschuldigt er mich, ihn verhungern zu lassen….Die Wäsche wasche ich auch seit Kurzem nicht mehr….Jetzt werde ich angepflaumt, was ich denn überhaupt noch machen würde….da ich in seinen Augen aber sowieso verloren habe, kann mir das im Grunde egal sein.

    Ich hoffe, er schafft sein Abi und zieht dann so schnell wie möglich aus, dh. in diesem Sommer. Wir brauchen unbedingt Abstand.

    Tja, mein Fehler war halt, dass ich ihm zu viel habe durchgehen lassen als er noch klein war. Sein Vater hat sein Übriges getan und ihn verzogen bis zum Gehtnichtmehr. Jetzt erhalten wir die Quittung dafür. Natürlich habe ich auch immer ein schlechtes Gewissen wegen meiner Sucht. Ich kann die Fehler aber nicht mehr rückgängig machen und muss aufpassen, dass ich durch den ganzen Frust nicht in eine Abwärtsspirale gerate. Irgendwie schaffe ich es nicht, mein Makel zu akzeptieren und wieder erhobenen Hauptes durch die Welt zu stiefeln.

    Moin zusammen,

    So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Ich habe heute einen Tag Urlaub genommen, weil ich ein paar Erledigungen machen muss und möchte. Jetzt schmeißt mich mein Sohn hochkant aus der Wohnung raus. Meine Anwesenheit sei toxisch, da könne er nicht für sein Abi lernen und ich sei schuld, wenn er durchfällt. Mit übelsten Beschimpfungen werde ich tituliert. Verschwinden muss ich. Nichts kann ich richtig. Ich habe mir alle Gehirnzellen, die ich jemals besessen habe, weggesoffen, sagt er. Ich sei zu verlangsamt. Zu fett noch dazu.
    Also, ich halte es nicht mehr aus, bin am Boden zerstört. Alle, mit denen ich darüber rede, sagen mir, ich solle ihn auflaufen lassen. Aber wie? Wenn er dann womöglich wirklich sein Abi nicht schafft, bin ich schuld und muss ihn noch ein Jahr länger ertragen. Ich kann einfach nicht mehr.

    Hallo zusammen,

    Seit dem 30.03., an dem ich zuletzt was gepostet hatte, hat sich viel getan. Mein Sohn hat, so glaube ich, verstanden, dass ich an seinen Schwierigkeiten nicht alleine die Schuld trage. Das ist schonmal gut, denn ich habe auch in meiner schlimmsten Zeit noch versucht, seinen Anforderungen gerecht zu werden. Klar, es war nicht immer einfach, aber kein böser Wille.

    Mal schauen, wie es jetzt weitergeht. Es stehen viele Entscheidungen an. Das Thema „Alkoholikerin“ kann ich wohl niemals mehr ablegen, aber zumindest in Schach halten. Ich hoffe, Ihr versteht, was ich meine…

    LG, Schmidtty

    Ja, ich habe das Argument „Du möchtest auch nicht, dass jemand so mit Dir spricht“ schon mehrfach gebracht. Klar, ich bin als Mutter halt „nervig“ und es geht mich ja sowieso alles gar nichts an. Vielleicht ist mir aber alles auch weniger egal, seit ich keinen Alkohol mehr trinke.