Beiträge von Panama

    Hör nicht auf das, was er sagt. Er trinkt, er kann gar nicht klar sehen.

    Mein Mann stand betrunken vor mir und hat abgestritten, betrunken zu sein. Hier hat vorhin eine Alkoholikerin beschrieben, dass sie betrunken abgestritten hat, betrunken zu sein. Sie kann sich das selbst nicht erklären, wieso sie das gemacht hat.

    Dein Mann ist verändert durch den Alkohol, wie er sich verhält, wie er sich bewegt, wie er riecht.

    Natürlich bekommen Kinder das mit!

    Ab wann das schädlich ist, kann ich nicht

    Ich weiß, dass es meiner Tochter Angst gemacht hat, wenn der Papa undeutlich gesprochen hat und beim Laufen geschwankt hat.

    Wahrscheinlich musst du das alles erstmal sacken lassen.

    Ist dein Mann denn einsichtig?

    Ich habe gerade mal gegoogelt, da steht, dass der Erkrankte mitwirkungspflichtig ist, Therapien machen muss etc, sonst verliert er seinen Anspruch auf Unterhalt.

    Warst du schon mal bei einer Suchtberatungsstelle? Da gibts auch Hilfe für Angehörige.

    Oh Mensch, das klingt ja richtig bitter bei dir.

    Wie lebt ihr denn, in einem Haus oder einer Wohnung? Ist ja schon mal gut, dass ihr getrennte Schlafzimmer habt. Wenn du die bittere Pille nicht schlucken willst, bleibt dir ja nur, zusammen wohnen zu bleiben und dich weiterhin so gut wie möglich abzugrenzen.

    Du kannst ihm ja sagen, dass sie krank geworden ist in der Nacht und ihr es bestimmt bald besser gehen wird. Manchmal gibt es Notfälle, wo es jemandem kurz sehr schlecht geht, was aber nicht heißt, dass derjenige sterbenskrank ist. Sondern dass derjenige jetzt im Krankenhaus/ beim Arzt ist, wo man ihm helfen kann.

    Und wenn du noch ehrlicher sein willst, kannst du auch sagen, dass manchmal der Kopf von jemanden etwas verrückt spielt/ krank wird, wo es aber auch Medikamente/ Behandlungen/ Therapien gibt, wie bei anderen Krankheiten auch.

    Wo ist/ war er denn eigentlich, bzw wer hat auf ihn aufgepasst?

    Mensch los, ich hab gerade erst gelesen, dass die Lage bei euch letztes Jahr schon sehr dramatisch war.

    Egal, wie das heute ausgeht - bitte lass dich erstmal krankschreiben, nimm Urlaub oder sonstwas - aber bitte schütze deinen Sohn und dich. Du hast die Verantwortung für ihn. Er ist erst sechs Jahre alt, er sollte so nicht aufwachsen müssen.

    Oh je. Unter Nervenzusammenbruch kann ich mir nichts vorstellen, ich hoffe aber sehr, ihr kommt schnell dran und sie bleibt dann da. Das klingt aber nicht so, als wäre geschlossene eine Option?

    Der erste Vorfall mit meiner Mutter (Psychose, hatte nichts mit Alkohol zu tun) ist schon viele Jahre her, sie haben sie damals zum Glück einige Tage dabehalten, vom Richter angeordnet. Aber die Hürden für sowas sind heutzutage nochmal deutlich höher, glaube ich. Manchmal ist das für die Angehörigen wirklich ein Fluch.

    Na, erstmal ruhig bleiben und abwarten, wie es sich entwickelt.

    Lotta muss noch Jahre mit dem Mann klar kommen wegen des Kindes, jetzt eskalieren lassen bringt keinen Vorteil, meiner Meinung nach.

    Lotta, es tut mir echt leid für dich und ich hoffe sehr, er geht morgen und bleibt dann in der Klinik. Ist doch stationär, richtig? Wie weit ist das von euch weg?

    Ach du Schande, was ist passiert?

    Ich hoffe wirklich, es ist nicht so schlimm, habe mir schon solche Sorgen gemacht, als du gesagt hast, zwischen ihr und deinem Sohn ist was passiert. Es geht euch aber körperlich gut??

    Ist sie schon drin oder wartet ihr beide noch?

    Ich war mal mit meiner Mutter mit dem Krankenwagen im KH, weil sie psychisch durchgedreht ist. Der Notarzt stand schon mit Zwangsjacke bei uns im Flur, sie ist aber gerade noch freiwillig mitgefahren. Es ist der Horror.

    Mein Mann hat eingesehen, dass er ein Problem hat und dass er zuviel trinkt. Er war sogar in einer Klinik zur Entwöhnung. Aber als ihm wirklich klar wurde, dass er nie wieder was trinken darf, da wollte er es natürlich doch nicht einsehen, das konnte er sich nicht vorstellen.

    Erst als ich gesagt habe, dass ich mich defnitiv trenne, wenn er weiter trinkt, hat es bei ihm wohl klick gemacht.

    Samstag waren wir auf einer Party bis drei Uhr morgens, er ist gefahren. (er ist jetzt seit über nem Jahr trocken). Gestern waren wir beide platt (ich hatte was getrunken, auch ein paar Gläser Wein mehr, aber nicht so, dass ich richtig betrunken gewesen wäre). Wir sind auf jeden Fall jetzt in nem Alter, wo man den wenigen Schlaf nicht so leicht wegsteckt, Beine und Rücken tun weh vom Tanzen und Rumstehen. Da meinter er dann, wie froh er jetzt ist, dass es nur der wenige Schlaf war. Und dass es ihm nicht noch vom Alkohol schlecht geht. Schon alleine der Gedanke, wie schlimm es ihm immer ging, sorgt wohl jetzt dafür, dass der Gedanke "och, ein Glas Wein geht doch" ganz schnell wieder verschwindet.

    Genau das ist die ganz große Gefahr.

    Ich denke, die meisten wünschen sich eine heile Familie für ihre Kinder. Aber eine Familie mit einem Alkoholiker ist ja nun mal keine heile Familie mehr und so schwer es auch ist und werden mag, für die Kinder sollte einem das alles wert sein. Damit sie nicht in so einem Haushalt und in einer toxischen und kranken Umgebung aufwachsen müssen.

    Meine Tochter ist jetzt 12, sie war 9-11 als es mit meinem Mann besonders schlimm war. Wobei er gar nicht so oft zuhause getrunken hat, meistens war es auf Geschäftsreisen. Aber die Kinder bekommen trotzdem soooo viel mit. Und es schadet ihnen so ungemein.

    Mein Mann ist jetzt seit über einem Jahr trocken. Samstag waren wir auf einer Party, es war feucht-fröhlich. Meine Tochter hat am nächsten Tag gefragt, ob viel getrunken wurde, ob ich was getrunken habe. Ob Papa was getrunken hat.

    Es ist so schlimm und traurig, dass sie sich darüber immer noch Gedanken macht.

    Ich find Siris Reaktion übertrieben, ich würde das von mir genauso sagen, ich hab alles, von dem ich immer geträumt habe - Mann, Kinder, Haus, Freunde, genug Geld, bin gesund etc. Die Reihenfolge ist dabei beliebig, ich hätte auch das Haus zuerst nennen können, wobei mir das Haus ganz sicher nicht wichtiger ist als meine Kinder. Und ich sehe weder meine Kinder, noch meinen Mann oder meine Freunde als meinen "Besitz" an.

    Oh Mann Lotta, das tut mir so leid für dich.

    Und es kommt mir so bekannt vor.

    Bist du sicher, dass er den Vertrag unterschrieben hat? Hast du den gesehen? Ab wann gilt der?

    Wie willst du die nächsten Wochen aushalten, bis er tatsächlich auszieht?

    Vielleicht kann er schon vorher gehen, zu Verwandten, in eine Pension? Oder kannst du vorübergehend mit der Kleinen woanders hin?

    Er kann das Trinken ja nicht kontrollieren, deswegen wirst du wahrscheinlich noch länger kein vernünftiges Gespräch mit ihm führen können. Wenn er mal nicht betrunken ist, heißt das ja nicht, dass er komplett nüchtern ist (das dauert ja einige Tage nach dem letzten Schluck Alkohol).

    Lotta, er trinkt morgens/ vormittags um den Kater zu bekämpfen und nicht in den Entzug zu geraten. Sein Hirn ist völlig vernebelt, er lügt sich das auch vor sich selbst schön und um seine Ruhe zu haben bzw. nicht diskutieren zu müssen.

    Ich hatte so Situationen auch mit meinem Mann. Es wird immer schlimmer mit dem Komsum.

    Er hatte am Wochenende getrunken, hat mit mittags nachgeschüttet. Montag morgen war die Beerdigung eines engen Familienmitglieds. Er kam mit Fahne, ist Auto gefahren. Schon auf dem Friedhof ging er aufs Klo, um weiter zu trinken, er hatte so kleine 0.2l Weinflaschen in einer Tasche dabei. Danach ging es im Café weiter. 3-4x ging er aufs Klo mit seiner Tasche. Als ich mit den Kindern gefahren bin, standen wir noch draußen und ich hab ihn angeschnauzt, wie unmöglich das wäre, etc. Und er stand da und sagt „ich hab nichts getrunken“. Unfassbar.

    Er konnte mir auch später nicht richtig erklären, was da in ihm vorging, zu lügen. Er beschrieb dann auch das Craving, diesen starken Drang, morgens Wein nachzuschütten. Weil es ihm ja körperlich und psychisch schlecht ging wegen des massiven Konsums vom Vorabend. Und er wusste, sobald er ein Glas Wein trinkt, geht es ihm sofort viel besser.

    An manche. Tagen hat er es „geschafft“, sich langsam runter zu trinken und war dann nach 2-3 Tagen nüchtern oder es blieb nicht mit dem langsamen nachkippen von 1-2 Wein, sondern es ging direkt unkontrolliert weiter.

    Und natürlich fuhr er Auto in der Zeit.

    Zu der Zeit wohnte er nicht zuhause. Er sollte dann eigentlich 2 Tage auf die Kinder aufpassen, weil ich weg musste. Ich hatte ihn aber am Vortag mittags getroffen, wo er getrunken hatte und da wusste ich, dass er auch abends weiter trinken würde und dann wollte ich nicht, dass er am nächsten Tag die Kinder nimmt. Er hat es zum Glück akzeptiert, aber mir natürlich Vorwürfe gemacht, ich würde ihm die Kinder entziehen etc. Dass er sich das selbst mit seinem Konsum verbaut hatte, konnte er natürlich nicht einsehen.