Hallo Kleinertanzaffe,
Willkommen 🌷
Deinen Nick finde ich ziemlich bezeichnend und treffend.
Ich wünsche Dir hier erstmal gutes Ankommen. Hier gibt es eine Fülle an Lesestoff, der dich weiterbringen kann.
Und ich wünsche dir, die Erkenntnis, was du für dich tun kannst, um aus dieser unzumutbaren Situation, als selbst grade frische abstinent Lebende, rauszukommen.
Wie wäre es denn für den Anfang, sich räumlich zu trennen? Denn Deine Gesundheit sollte an allererster Stelle stehen, und ein komplett alkfreier Haushalt als Rückzugsort nicht verhandelbar sein ...
Weil das auch mein Weg war, ist das auch mein Rat.
So hättest du deinen eigenen Rückzugsort und müsstest dich nicht permanent mit seiner Sauferei auseinandersetzen.
Das muss doch irre anstrengend für dich sein.
Ich als Co habe mich ca 2 Wochen nach meiner Anmeldung hier erstmal von meinem Partner getrennt und mir eine eigene Wohnung gesucht.
In Liebe loslassen, war der Rat, der mir für den Anfang geholfen hat.
Ich hab gelitten wie ein Hund. Trennung trotz Liebe?
Nach ca 3 Monaten, haben wir einen neuen Versuch gestartet. Mit der Bedingung, wir sehen uns nur noch, wenn er nüchtern ist.
Hin und wieder war ich nicht ganz konsequent, weil ich selbst noch nicht meine eigenen Grenzen immer einhalten konnte. Von Monat zu Monat wurde das immer besser.
Im Sommer letztes Jahr bekam er eine erste Einsicht, ist Anfang September zum Hausarzt und hat die Karten auf den Tisch gelegt. Er war regelmäßig bei der Suchtberatung um den Entzug und die LZT direkt im Anschluss zu machen. Allerdings musste noch einiges an Zeit verstreichen, bis er jetzt auch die LZT so bekommen hat, dass er direkt aus der Entgiftung weitermachen kann.
Die letzten Monate wurde ihm immer bewusster, dass er nicht mehr trinken will.
Zwar kann keiner wissen, wie es danach weitergeht, aber nächste Woche geht’s los.
Also eine räumliche Trennung KANN bei deinem Partner etwas verändern. Was es verändert, kann dir aber leider keiner orakeln.
Was es aber ändern wird: DICH!
Denn du kannst lernen, dich wichtiger zu nehmen. Deine wirklich wichtigen Grenzen zu setzen.
Und eine räumliche Trennung muss keine partnerschaftliche Trennung sein.
Du musst dich selbst schützen.
Wünsch dir hier einen guten Austausch.
LG Nova