Beiträge von Nova

    Liebe Cadda

    Genau in diese Richtung gehen meine Gedanken dazu auch gerade.
    Trocken ja, aber immer rückfallgefährdet, wenn ich mit mir nicht achtsam bleibe und meine alten Verhaltensmuster wieder einschleichen lasse. Das wird sicher ebenso eine lebenslange Aufgabe, wie Abstinenz zu bleiben.

    Ich hab hier geschrieben , dass ich glaube, die Co heilen zu können. Ja, die Seele heilt, die Gedankenmuster können sich umstrukturieren. Ähnliche wie Depressionen. Mit der richtigen Einstellung, kann die Krankheit geheilt werden. Aber die Muster sind da, sie sind für immer angelegt und wenn ich nicht auf mich aufpasse, könne sie wieder aufbrechen.

    Wie, was und warum Co ist, das ist ja schon definiert und auch gar nicht die Frage hier.

    Die Frage nach trocken oder nass wurde aber gestellt.

    Und ich sehe da schon Ähnlichkeiten zur stoffgebundenen Sucht.

    Wenn ich absolut und ohne Widerspruch an mir arbeite um aus der Sucht herauszukommen (und in meinem Fall war es wirklich eine Sucht) und meine Gedanken und Handlungen sich nicht mehr nur um die Person drehen, dann bin ich „trocken“

    Wenn ich mich wieder zur Priorität mache. Ganz unabhängig davon, ob ich noch mit demjenigen zusammen bin, der meine Co angefeuert hat.

    Ich war bereits als Kind co, in meiner Ehe auch und bei meiner „besten“ Freundin, die die toxischste Person in meinem Leben war und habe es noch nicht begriffen. Ich war jahrelang das Opfer und durch meinen suchtkranken Partner habe ich die Chance bekommen, das zu erkennen. Meine Muster zu erkennen und zu durchbrechen.

    Heute bin ich mir jeden einzelnen Atemzug wieder selbst wert. Das sich einige meiner Gedanken trotzdem um meinen Partner drehen ist in Partnerschaften völlig normal. Sie drehen sich auch um das Kind, die Mutter, die Arbeit, meine Gesundheit usw usw.

    Sie drehen sich aber nicht mehr ausschließlich um ihn. Ich mache meinen Wert nicht mehr von ihm abhängig. Ich bin nicht mehr permanent verzweifelt, weil er nicht so für mich da sein konnte, wie ich mir das erhofft hatte. Ich versuche ihn nicht mehr zu verbiegen, wie ich ihn gerne hätte. Wir Cos sind nämlich auch ganz toll manipulativ:

    Wenn du aufhörst/nicht aufhörst zu trinken, dann….

    Warum reicht dir meine Liebe nicht, mit dem Trinken aufzuhören, wieso bin ich es dir denn nicht wert? Usw usw….

    Wenn ich mein Verhalten und meine Denkstrukturen ändern kann, dann komme ich aus dem „nassen“ doch wieder raus. Dann kann ich sogar eine funktionierende Partnerschaft mit einem Süchtigen beibehalten. Und ich kann diese Partnerschaft auch jederzeit beenden, wenn ich merke, dass sie mich nicht erfüllt.

    Und eins noch. Nicht jeder Alkoholiker ist manipulativ oder aggressiv.
    L. ist einfühlsam, sensibel, emphatisch und könnte niemals einer Fliege etwas zu leide tun. Er hat mich nie weder körperlich noch verbal verletzt. Das „schlimmste“ was er mir „angetan“ hat, war mich zu versetzen oder das trinken zu verheimlichen und nicht erreichbar für mich zu sein, auch wenn er direkt neben mir saß.

    Ich hab mich selbst verletzt, weil ich Ansprüche und Erwartungen an einen Alkoholiker gestellt habe, die dieser nicht erfüllen konnte.

    Und für mich ist das eben doch so. Denn mit diesen Glaubenssätzen, kann ich mich von absolut jedem Menschen abhängig machen. Sogar von Nicht-Süchtigen, die müssen mir nicht mal nahe stehen, zB Kollegen usw.

    Was aber letztendlich heute für mich egal ist. Weil ich da raus bin. Ob du das glauben willst oder nicht. Nicht immer ist die Trennung das Mittel aus seinen eigenen Strukturen, Mustern, Glaubenssätzen rauszukommen. Denn als aller erstes muss ich an mir arbeiten!

    Ist doch wirklich absolut egal, ob ich meinem Partner noch zur Seite stehe, wenn ich mit mir beschäftigt bin, meine Themen zu bearbeiten.

    Und wenn ich das tue, ist es genauso normal von ihm zu schreiben. Und wie es mir mit seinem Umgang damit geht.

    Und wie nun unser beider Prozess läuft. Denn er ist Teil meines Lebens. Aber er ist nicht mehr mein Leben! Glaub’s oder lass es.
    Und mal ehrlich, ich schreibe mehr von mir und wie ich mit meinem Leben gerade umgehe (von dem er noch Teil ist) als von ihm. Meine ganzen Aufs und Abs in meinem TB haben überwiegend mit meinen Themen ohne L. zu tun. Mit meinem Alltag (oh, dazu gehört mein Partner ja auch), mit meinem Job, meinem Kind, meiner Familie, meiner Selbsthilfe.

    Warum da immer wieder jemand kommen muss und meint es besser zu wissen ist erstaunlich. Keiner hier geht in meinen Schuhen.

    Ich finde es super hilfreich auf Fallstricke und rückfälliges Verhalten hingewiesen zu werden. Ich lasse mir aber meine Beziehung hier nicht kaputtreden. Was ja meins ist, wie ich mit den Anmerkungen hier umgehe ;)
    Und wenn ich Verlassensängste habe, dann haben die mit meiner frühen Kindheit und nicht mit meinem Partner per se zu tun.

    Und ich glaube es nicht, dass nicht jeder schon mal solche Ängste hatte oder hat. Denn was in der Zukunft ist denn sicher???? Das wäre naiv!
    Keiner konnte mir eine Garantie geben, dass meine Ehe halten wird, als ich geheiratet habe. Hab’s trotzdem getan. Hat nicht gehalten, hab’s überlebt.

    Nun gut. Ich beende das hier für heute. Da sollen ja noch andere ihre Sichtweisen äußern können 😜

    Es ist für mich immer noch irre spannend, was dazu alles für Gedanken entstehen und wie jeder einzelne seinen Weg und Umgang damit findet.

    Sag ich doch: spannend.

    Also wenn ich es von der Suchtseite betrachte, dann ist es doch so, dass ein Süchtiger mit stoffgebundener Sucht lernen kann, sein Suchtmittel wegzulassen. Es ist allgegenwärtig und es wird ein Umgang damit gelernt, das Mittel stehen zu lassen.

    Wieso sollte es bei der stoffungebundenen Sucht nicht auch so sein? Also in meinem Fall: das Suchtmittel steht jederzeit zur Verfügung, aber ich muss mich doch davon nicht mehr abhängig machen.

    Und ich sehe es nicht als „kontrolliertes beziehen“ sonst müsste es beim Alkoholiker doch auch so heißen, wenn er nur Werbung davon sieht, oder?

    Und ich glaube, dass ich im Gegensatz zu einem Alkoholiker meine Sucht sogar heilen kann. Nicht nur stoppen.

    Und beim Alkoholiker ist auch das Suchtmittel klar definiert. Der Alkohol. Den weglassen und die Krankheit ist gestoppt.

    Beim Co sieht das anders aus, da ist einfach jeder Mensch ein potenzielles Suchtmittel.

    Meine Gedanken in dem Thema schwirren.und sind noch nicht fertig und lassen sich auch sicher noch klarerer benennen oder auch ändern.

    Falsch erlernte Beziehungsmuster kann ich angehen, wenn ich sie erkannt habe. Und ich habe ja keinen "Entzug" in dem Sinne oder "Suchtdruck"

    Kann ich für mich nicht bestätigen. Also das mit Entzug und Suchtdruck. Die Muster kann ich erkennen und angehen. So aber der Alkoholiker doch auch.

    In der Zeit meiner Trennung von meinem Suchtmittel hatte ich nicht einfach „nur“ Liebeskummer. Ich war richtig auf Entzug. Ich hatte körperliche Entzugserscheinungen. Zittern, Schlaflosigkeit, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Panikattacken, mein ganzer Körper stand unter Dauerstress. Das war mit normalen Liebeskummer nicht zu vergleichen. Und wenn ich meine Gedanken früher und heute betrachte, dann seh ich da schon die süchtigen Verhaltensweisen von mir. Sucht nach Wertschätzung, Liebe, Nähe usw.
    Heute geb ich mir das selbst und kann nun besser mit meinem Partner umgehen und seine Sucht nicht mehr zu meinem Problem machen.

    Oh wow! Spannend.

    Ich glaube, dass es genau wie bei der stoffgebundenen Sucht ein „nasses“ und „trockenes“ Denken gibt.

    Die Co‘s, die ewig in ihrem Leid hängen bleiben, nicht lernen, sich selbst endlich wichtig zu nehmen und selbst wertzuschätzen. Und die, die unabhängig von Trennung ihres „Suchtmittels“: dem Partner, den Weg zurück in ihr Leben finden. Dazu zähle ich mich nämlich mittlerweile.

    Kein Opfer mehr! Handlungsfähig.

    Also ja ich glaube auch da gibt es die Nassen und die Trockner 😝

    Wer nicht verstehen will, worauf ich hinaus will, mit dem macht es auch keinen Sinn, zu diskutieren.

    Warum fühlt ihr euch denn so angegriffen?

    Ich hab nie behauptet, das genau zu verstehen. Aber sogar ne Co kann Suchtdruck kennen. Aber davon versteht wohl ein Alkoholiker nichts.

    Mir geht’s einfach um Begrifflichkeiten, die bedachter eingesetzt gehören.

    Dazu zählen auch so Aussagen wie „steinigt mich jetzt bitte nicht“ um nur ein Beispiel zu nennen. Aber wird ja auch inflationär eingesetzt…..

    Ende und Aus. Wer das Bedürfnis hat, das weiter mit mir zu diskutieren kann das gerne in meinem Faden oder per PN machen.

    Denn Hartmut hat ja recht. Der Faden wird verwässert und ich hab hier an der Stelle nix mehr dazu zu sagen.

    Wollte mich ja hier zurückziehen. Aber wenn die Frage direkt an mich gestellt wird:

    Alex_aufdemweg , dann „triggert“ es dich auch nicht. Und das ist doch auch gut für dich!

    Glaub mir, dass ich weiß, wovon ich rede.

    Ich bin jetzt aber wirklich raus hier. ☺️

    Kleine Ergänzung: Ich spreche Euch ja nicht ab, dass es Trigger für Alkoholiker gibt.

    Der Thread ist an Alkoholiker gerichtet.

    Also darf ein Nicht-Alkoholiker dazu keine Gedanken äußern?

    Mich ärgert es, dass dieser Begriff von vielen für allen möglichen Mist verwendet wird.

    Mich zB hat es nicht getriggert, das Wort zu lesen. Ich hab dazu keine körperliche Reaktion bekommen.

    Aber gut, wenn der Gedankenaustausch zu dem Thema nur an Alkoholiker gerichtet ist, ziehe ich mir hier wieder zurück.

    Vielleicht kann ich das zum Thema Alkohol aus meiner Sicht als nicht Süchtige mal erklären.

    Mich „triggert“ der Anblick von Alkohol insofern, dass er negative Emotionen auslöst. Das ist bei mir dann mit Wut, Enttäuschungen, Hilflosigkeit verbunden.

    Bei einen Süchtigen (egal ob nass oder trocken) löst es eher was körperliches aus.

    Da kommen doch nicht nur Gedanken und Emotionen bei demjenigen hoch. Da wird eine körperliche Reaktion ausgelöst.

    Eben der Suchtdruck. Für den Süchtigen ist der Anblick, der Geruch also ein Trigger. Derjenige bekommt dann nicht nur den Gedanken an Trinken, sondern der Körper erinnert sich an die Wirkung, der Suchtteufel springt an.

    Für mich aber nicht. Deshalb auch oben triggern in Anführungszeichen.

    In meinem Fall zB kann ein simples Geräusch mich in mein traumatisches Erlebnis zurückversetzen. Ich bekomme Herzrasen, Schwindel, Panik. Aber wenn ich lediglich an das Geräusch denke, passiert das nicht. Da empfinde ich eher ein Gefühl, aber keine körperliche Reaktion.

    Ist das verständlich rübergebracht?

    Zum Thema möchte ich grade auch mal meine Gedanken dalassen.

    Heute wird das Wort Trigger viel zu unbedarft und für jeden Mist eingesetzt.

    Menschen, die tiefe psychische Störungen haben, werden durch eben diese Trigger in eine Situation, einen Zustand versetzt, die sie bereits erlebt haben und die sie in diesen Moment zurückversetzen.

    Dadurch werden zB Flashbacks ausgelöst.

    Meistens ist es bei PTBS das Schlagwort.

    Durch Gerüche, Geräusche, (nicht durch Gedanken) also eine äussere Wahrnehmung/Reiz verfällt die Person in diesen Moment zurück und hat Schwierigkeiten, diesen nicht als real zu erkennen. Da läuft innerlich ein Film ab, man dissoziiert, bekommt ne Panikattacke usw.

    Im Bezug auf die Sucht, lösen eben diese Wahrnehmungen/ äußere Reize zB Suchtdruck aus.

    In meinem Fall, löst es Flashbacks aus.

    Ein Trigger ist nie positiv. So zumindest meine Interpretation.

    Hallo Kleinertanzaffe,

    Willkommen 🌷

    Deinen Nick finde ich ziemlich bezeichnend und treffend.

    Ich wünsche Dir hier erstmal gutes Ankommen. Hier gibt es eine Fülle an Lesestoff, der dich weiterbringen kann.

    Und ich wünsche dir, die Erkenntnis, was du für dich tun kannst, um aus dieser unzumutbaren Situation, als selbst grade frische abstinent Lebende, rauszukommen.

    Wie wäre es denn für den Anfang, sich räumlich zu trennen? Denn Deine Gesundheit sollte an allererster Stelle stehen, und ein komplett alkfreier Haushalt als Rückzugsort nicht verhandelbar sein ...

    Weil das auch mein Weg war, ist das auch mein Rat.

    So hättest du deinen eigenen Rückzugsort und müsstest dich nicht permanent mit seiner Sauferei auseinandersetzen.

    Das muss doch irre anstrengend für dich sein.

    Ich als Co habe mich ca 2 Wochen nach meiner Anmeldung hier erstmal von meinem Partner getrennt und mir eine eigene Wohnung gesucht.

    In Liebe loslassen, war der Rat, der mir für den Anfang geholfen hat.
    Ich hab gelitten wie ein Hund. Trennung trotz Liebe?

    Nach ca 3 Monaten, haben wir einen neuen Versuch gestartet. Mit der Bedingung, wir sehen uns nur noch, wenn er nüchtern ist.

    Hin und wieder war ich nicht ganz konsequent, weil ich selbst noch nicht meine eigenen Grenzen immer einhalten konnte. Von Monat zu Monat wurde das immer besser.

    Im Sommer letztes Jahr bekam er eine erste Einsicht, ist Anfang September zum Hausarzt und hat die Karten auf den Tisch gelegt. Er war regelmäßig bei der Suchtberatung um den Entzug und die LZT direkt im Anschluss zu machen. Allerdings musste noch einiges an Zeit verstreichen, bis er jetzt auch die LZT so bekommen hat, dass er direkt aus der Entgiftung weitermachen kann.

    Die letzten Monate wurde ihm immer bewusster, dass er nicht mehr trinken will.

    Zwar kann keiner wissen, wie es danach weitergeht, aber nächste Woche geht’s los.

    Also eine räumliche Trennung KANN bei deinem Partner etwas verändern. Was es verändert, kann dir aber leider keiner orakeln.

    Was es aber ändern wird: DICH!

    Denn du kannst lernen, dich wichtiger zu nehmen. Deine wirklich wichtigen Grenzen zu setzen.

    Und eine räumliche Trennung muss keine partnerschaftliche Trennung sein.

    Du musst dich selbst schützen.

    Wünsch dir hier einen guten Austausch.

    LG Nova

    Ist mir insofern ein bisschen schwer gefallen, weil ich erstens selbst so unglaublich von denjenigen profitiert habe, die im offenen Bereich geblieben sind. Aber vor allem, weil ich keine Brücken zu mir abbrechen will für einige, die mir so wichtig geworden sind, aber selbst im offenen sind.

    Na ja, erst Mal schauen, ob ich, als zwanghaft Witze-machende manipulative Alpha-Co, überhaupt "zugelassen" werde 😅. Im übrigen könnt ihr euch drauf verlassen, dass ich sowieso weiterhin überall meinen Senf dazu gebe.

    Du bricht ja keine Brücke ab. Nicht jeder in der Geschlossenen beteiligt sich im offenen Bereich nicht mehr.
    Ich z.B. habe den offenen Bereich vernachlässigt, weil es eben, genau wie bei dir jetzt, sehr persönlich wurde. Und mir besser half, mit meinen Themen in den Austausch zu kommen oder sie einfach nur in meinem TB zu lassen, ohne, dass es wirklich das ganze www mitverfolgen kann.
    Wenn jemand mich konkret (so wie du letztens) anspricht, dann schreib ich auch gerne mal was im alten Faden. Wenn ich denke, es passt da auch hin.

    Und wenn´s mir unter den Fingern juckt, dann geb ich auch bei bestimmten Posts meinen Senf dazu. Und irgendwann hab ich festgestellt, dass ich das weder muss, noch immmer will. Das ist dann auch ganz tagesformabhängig.
    Du darft ja auch weiter in deinem Faden im "offenen" berichten.

    Ich freu mich, dich hoffenltich bald "da drüben" begüßen zu dürfen.

    Grüße Nova

    Ach liebe line,

    da ist wieder bisschen Hoffnung hochgekommen, gell?
    Er hat sich zurückgehalten, ihr konntet reden. Er hat eventuell ein bisschen Einsicht gezeigt.
    Es war mal wieder etwas harmonischer.

    Und peng, wieder drin!

    Liebe line, erst wenn er wirklich was unternimmt - also ganz konkret zum Arzt, Suchtberatung und wirklich von "sich aus" vom Alkohol wegkommen will, erst dann besteht der Hauch einer Chance.

    Und dazu muss er sich bewegen. Er muss das für sich wollen.
    Wenn er das nur macht, um seine Familie nicht zu verlieren, ist das auf Dauer sicher ne Zeitbombe.

    Kann gut gehn oder auch nicht.

    Darüber musst du dir bewusst sein.

    Und weil bei dir die Kinder mit im Spiel sind, würde ich da an deiner Stelle wirklich nicht mehr lange zögern.
    Bring euch da raus.
    Finde erstmal wieder zu dir selbst zurück, lass ihn machen. Wenn er dann eventuell für sich entscheidet, so nicht weitermachen zu wollen und es angeht und dann auch abstinent leben möchte, dann kann man sich wieder treffen, annähern.

    Ich selbst war damals so unendlich erleichtert, als meine Eltern sich trennten. Erst war ich am Boden zerstört. Ich liebte meinen Vater sehr und er war mit die größte Enttäuschung meines Lebens- heute ist er nur noch der Erzeuger und ich bin froh, dass ich ihn nicht in meinem Leben habe!
    Ich habe selbstverständlich damals getrauert und dann fiel mir auf, dass es ruhiger daheim ist. Das wir nicht mehr so gehemmt waren, wir nicht um ihn rumschleichen mussten, wie auf Eierschalen, nicht mehr aufpassen, was wir wie und in welchem Ton sagten. Wir konnten wieder Kinder sein!
    Ist es nicht das, was du dir auch für deine Kinder wünschst?

    LG Nova

    Ganz wichtiges Thema für mich. Denn wenns da nicht mehr stimmt, dann muss ich mich echt fragen, was ich mir von dieser Beziehung noch erhoffe.
    Eine Beziehung ohne Zärtlichkeiten geht für mich gar nicht! Da gehört alles dazu: Umarmungen, Händchenhalten, Küssen, Streicheln und auch der Sex.
    Wenn das nicht mehr gegeben wäre, wär da auch keine Liebe mehr (meine Meinung)
    Wenn ich mich nur noch vor meinem Partner ekel, dann ist´s Zeit, das dem Partner deutlich mitzuteilen. Dann kann er überlegen, das zu ändern. Wenn er da keinen Handlungsbedarf sieht, dann handle eben ich.
    Das mal so ganz ohne die Alkoholthematik.

    Bin also doch nicht allein auf weiter Flur

    Nein, du bist nicht alleine!

    Lies dich quer durch die Beiträge und in jedem Einzelen wirst du dich und deine Situation wieder erkennen.
    Und dann wirst du sehen, dass alle hier die gleichen Erlebnisse, die gleichen Gefühle, Gedanken, Ängste erleben/erlebt haben. In unterschiedlichen Ausprägungen, aber in ihren Inhalten gleich. Das verbindet. Man fühlt sich verstanden und nicht mehr so hilflos.
    Also, wir verstehen dich, du kannst hier rauslassen, was dich bewegt. Da ist immer jemand, der in der gleichen aktuellen Situation steckt oder der schon etwas weiter ist und Mut machen kann.

    Also gut! Mut machen:
    Veränderung ist was Gutes!
    Den Weg zu sich selbst finden (egal wie steinig) ist was Gutes!
    Sich mit Gleichgesinnten über diese Wege austauschen, ist sowas von was Gutes!

    es ist wie es ist

    Mein liebstes Mantra heute.

    Letztes Jahr hing ich noch in: Schaun wir mal...

    Nee, Akzeptanz ist das Zauberwort. Zumindest für mich.

    Zu akzeptieren, dass das Leben sich verändert, dass ich nicht mehr so sehr in der Vergangenheit hängen will.
    Zu akzeptieren, dass nur ich selbst für mich und mein Glück zuständig bin.
    Niemand aus dem Außen kann dafür sorgen, dass ich zufrieden bin. Das muss von Innen kommen.

    Also liebe Pippi. wo siehts du dich denn in Zukunft? Denn mit 54 ist noch überhaupt nichts zu spät! Und selbst mit noch mehr Jährchen ist es nie zu spät für Veränderungen.

    Ich glaube, das kennen wir alle hier.
    Als ich damals hier aufgeschlagen bin, hab ich in jedem meiner Beiträge ganze Seen verheult. Da blieb so gut wie nie ein Auge trocken.
    (Ach was, "damals", ich machs heute immer noch hin und wieder^^)
    Und weißt du was, es hat mich befreit! Tut weh, aber langsam lösen sich dann auch Gedankenspiralen.