Hallo,
ich habe weiter über Eure Aussagen nachgedacht.
Wenn ich mich heute mit Alkohol auseinandersetze, weiß ich im, Vorfeld, wie du auch, als Süchtiger, das Verlangen aufkommen kann. Aber es "nur"ist die Sucht, die aus mir schreit. Dann kann ich es auch einordnen, bei Suchtdruck dagegenhalten und es auch als weitere Bestätigung sehen, dass ich Alkoholiker bin. Ein Nichtsüchtiger hat ja das Verlangen nicht.
Ich werde es mir vornehmen, das Verlangen was dann aufkommt etwas abgegrenzter zu sehen. Also, es eben als die Sucht einzuordnen, die wieder "anklopft". Es ist tatsächlich die Bestätigung für die Krankheit. Und ich verstehe auch, dass es notwendig ist, sich mit dem Suchtthema auseinandersetzen, damit man lernt damit umzugehen. Auch, finde ich, gerde bei Alkohol. Denn dieser ist bekanntlich so verbreitet in unserer Gesellschaft. Bei Graß empfand ich es viel einfacher. Ich habe mich auch damals, als ich aufhörte regelmäßig zu Kiffen, mit den Thema Kiffen beschäftigt, wobei ich im Ergebnis Graß als grundsätzlich nicht als gefährlich gehalten hatte. Auch war der Verzicht eibfacher als der von Alkohol, weil dieser Suchtstoff eben gesellschaftlich (noch) nicht so verbreitet war. Und dazu kommt, was wohl noch grundlegender ist, dass ich meine Sucht Mechanik weiterhin hatte, indem ich weiter Alkohol trank.
Gedanken von mir dazu.
Elly , (bekomme das Zitat gerade nicht nach oben geschoben..), der Frage danach, wie sehr mir der Alkohol geschadet hat, möchte ich mal etwas nachgehen. Ich habe keine körperliche Abhängigkeit entwickelt. Klar, es gab den "Kater" danach an Sonntagen, aber eben dies nicht so, dass ich krasse körperliche Schäden davon getragen habe.
Die Schäden durch den Alkohol sind bei mir schwer genau zu benennen. Denn ich trank wegen sozialer Angst. Doch diese bestand schon vor der Alkohol - Abhängigkeit. Durch den Alkohol habe ich Freunde gefunden, Spaß gehabt usw. Ich möchte hier nicht weiter ausholen. Denn, das meine Sucht letztendlich schädlich für meine psychische Gesundheit war bzw. damit eine weitere psychische Erkrankung dazu gekommen ist, weiß ich und ist so gesehen ein größer Schaden für mich. Doch es ist halt nicht so plastisch.
Es gig mir zeitweise sehr schlecht, aber ursächlich war nicht nur die Abhängigkeit von Alk und Cannabis. Es war der Fallschirm in der Not, dachte ich. Irgendwie war das Wegballern in dem Moment ja auch gut. Aber auf die Dauer halt sehr schlimm. Die zwei Situationen wo ich dann aufgrund meines Verhaltens rechtliche Probleme hatte sind natürlich auch Schäden. Aber ich bin halt noch einigermaßen gut bei weggekommen. Und allgemein habe ich ja trotz der Sucht noch nicht ganz den Weg verloren sondern konnte durch Therapie mich sogar schulische weiterbilden und habe dort neue Dinge erreicht, die sonst mir nie möglich wären, ohne Therapie. Dadurch habe ich auch so ein Vertrauen in das Hilfessystem und gehe mein Sucht- Problem an und das tatsächlich ohne der Faust in der Tasche.
Ich habe halt erst jetzt in der Absinenz die Erfahrung, dass ich ein Verlangen nach Alkohol habe, wie ich es so nicht kenne.
Ich glaube, Du hast noch nicht innerlich akzeptiert, wie sehr Dir der Alkohol geschadet hat; Maeron.
Wie schlecht es Dir ging, hast Du das schon so weit weggeschoben?
Wieso bekommst Du Saufdruck, wenn Du über den Alkohol in Deinem Leben nachdenkst?
Mich schreckt es noch nach über 10 Jahren ab, was der Alkohol in mir und mit mir angerichtet hat.
Ich bin so froh, dass ich nicht mehr trinken "muss". Nicht mehr diese Zittrigkeit, die Unruhe und das
Gieren nach dem Suchtstoff Alkohol.
Noch immer bin ich dankbar, dass ich diese Zeit hinter mir gelassen habe. Und da will ich auch nie wieder hin.
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