Beiträge von Maeron
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149 Tage
Sind es heute. ✔️😊
Beruflich konnte ich mich neu sortieren. Ich bin in die Handlung gekommen, nachdem ich erkannt habe, das dies notwendig ist: Ich habe einen neuen Job. Ich fühle mich beruflich wieder wohl. Es ist ein neuer Bereich für mich, daher natürlich auch schwer, u. A. in dem Sinne, dasS alles was man noch nie gemacht hat, eine hohe Konzentration erfordert. Aber der Beruf ist nicht mehr nur negativ belastend, so wie es vorher war.
Das Thema Abstinenz besteht, doch ist es seit längerem zu keinem starken Verlangen gekommen. Ich hatte das Thema unbewusst etwas in den Hintergrund geschoben.
Es gibt immer mal wieder Situationen, wo ich nichts trinke, andere schon, ich ablehne und dann damit konfrontiert bin. Soweit bin ich da aber schon immer mehr gefestigt, das nein zum Alk zu akzeptieren.
Mich macht es irgendwie traurig, das ich nie mehr mit Leuten, zum Beispiel mit neuen Kollegen, mal fröhlich was trinken gehen kann. Jetzt kann ich mir vorstellen, dass viele hier sagen werden, dass so ein Gefühl schlecht ist, für eine dauerhafte Absinenz. Aber was soll ich tun, so fühle ich... Ich versuche die Gedanken weg zu lenken, zu "ich kann auch irgendwann vllt ohne Alkohol bei sowas mitgehen" oder "ich finde neue Wegen um mit Kollegen was nettes zu unternehmen". Aber fühlen kann ich diese neuen Gedanken nur schwer.
Tatsächlich schwankt es bei mir oft gedanklich zwischen "ist total gut abstinent zu sein, viel besser als mit alk, ich bleibe immer dabei, das geht! " und "ach je, ob ich das schaffe, hm, hm, ob ich das will, hm hm, das ist traurig, hm".
Tjoa....
Soweit erstmal
LG
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Es geht mir nicht um die Diagnose ansich, sondern um das Verfahren der ambulanten Reha. Aber ist ja nun geklärt. (:
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Wieso nicht hier nachfragen?
Aber ich habe gerade in einer Vereinbarungen der Deutschen Rentenversicherung gelesen:
"Eine Abhängigkeit i. S. der Vereinbarung liegt vor bei
> Unfähigkeit zur Abstinenz oder
> Verlust der Selbstkontrolle oder
> periodischem Auftreten eines dieser beiden Symptome."
(Quelle Deutsche Rentenversicherung, Vereinbarung „Abhängigkeitserkrankungen“ vom 4. Mai 2001)
Also ist das ja mit Alkoholabusus F. 10 dann ok, so das in Anbetracht dessen zumindest eine Bewilligung möglich ist. ✔️
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Aber Abusus bedeutet Missbrauch. Er hat keine Abhängigkeit diagnostiziert (das wäre ja ICD10: F10 2), richtig?
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Cadda schon interessant, unsere Träume und unser Unterbewusstsein...
Mein Hausarzt stellt im Antrag für die Reha neben den Angststörungen an Dritter Stelle "Alkoholabusus (Zussand nach) F10. 1 Z
Dabei unterstreicht er das Z.
Ich verstehe das so, das er also einen schädlichen Alkoholgebrauch niagnostiziert hat mit Zustand nach, also nicht mehr vorliegend (weil ich trocken bin).
Richtig? Reicht das wohl aus für die Reha?
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Ich habe jetzt schon ein paar mal geträumt, das ich getrunken habe. Im Traum dann das immer bedauert.
Auch mein Unterbewusstsein scheint sich krass mit dem Thema zu beschäftigen...
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Ich war froh, nichts mehr saufen zu müssen.
Bei mir ist es so, dass ich Im zuletzt mehrmals im Jahr Abstürze hatte. Diese Abstürze sind die Erfahrungen die ich nicht mehr will, dies ist der Grund meiner Abstinenz. Dazwischen habe ich aber ganz "normal" getrunken , also auch mal nur Bier ohne Komplett- Absturz.
Aber ich kann mir vorstellen, das es für viele eine Erlösung ist, nicht mehr saufen zu müssen.
Mit ist aufgefallen, das Alkohol bei mir so einen hohen Stellenwert hatte, das ich oftmals Dinge mit Alkohol konsumiert habe, einfach des Alkohols wegen und nicht wegen des Geschmacks. Zum Beispiel Eis MIT Amaretto oder Rum oder gleich eine Eissorte mit Alkohol oder die Schokolade Rum Traube Nuss,... Eigentlich total dumm, weil in der Doses sowieso keine "genügende" Wirkung erzielt werden konnte.
Ich habe da auch viel von meinem Vater übernommen. Da könnten bestimmt Psychologen viel herausfinden! (...)
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Denke ich darüber nach, war ich noch nicht so weit, aufzuhören. Dann ist ja noch der Wunsch vorhanden, wieder saufen zu können.
Grundsätzlich geht es mir ganz gut mit meiner Abstinenz. Der Wunsch, dass es so bleibt, ist vorhanden. Natürlich, ich finde es manchmal schwierig, das es für immer ist. Doch ich weiß, dass das dazu gehört. Deswegen ja von Tag zu Tag, immer 24 h ohne Alkohol.
Ich hoffe es wird mit der Unterstützung durch die Reha noch besser. Und auch durch die Zeit die verstreicht. Ich brauche noch Freunde, die nicht konsumieren. Das würde auch schon helfen.
Ich beschäftige mich mit dem Themen Alkohol und bekomme Suchtdruck. Das beweist meine Abhängigkeit. Das wiederum bestärkt mich in meinem Ziel, dabei zu bleiben.
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Ich habe sie ansonsten als sehr erfahren und professionell wahrgenommen. Umso mehr wunderte mich ihre Aussage
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Oder weiß sie nicht, dass Du schon länger abstinent bist? Nur das würde es in meinen Augen entschuldigen.
Doch, doch, das habe ich natürlich erzählt!
Mach da ganz schnell einen Haken dran und Dein Suchtgedächtnis jage zum Teufel!
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Also meine erste Reaktion war auch, nein, wozu? Hätte ich dadurch wieder eine gute Erfahrung, nach dem Motto, das es ein sehr schönes Erlebnis war, dann würde es doch zukünftig noch schwerer sein abstinent zu bleiben. Denn das wäre doch quasie eine positive Konditionierung.
Aber vielleicht war das auch eine taktische Frage, vielleicht um zu schauen, wie ich reagiere. Andererseits könnte es auch sein, dass es damit zu tun hat, dass viele zunächst rückfällig werden und sie damit irgendwie einfach eine Möglichkeit aufzeigen wollte, ach weiß auch nicht...
Ansicht finde ich den Vorschlage sehr befremdlich aber mein Suchtgedächtnis fängt dabei natürlich an zu grinsen.
Grüße
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Hatte letztes den Termin bei der Suchtberatung. Im Ergebnis bleibt es dabei, dass ich die ambulante Reha mache. Leider dauert alles aus organisatorischen Gründen noch etwas.
Die Beraterin fragte, ob es ggf. für mich gut wäre, einen Abschied vom Alkohol zu zelebrieren, also nochmal letztmalig mit dem Bewusstsein des Abschieds vom Alkohol, etwas zu trinken. Sie möchte mich keineswegs dazu verleiten, stelle mehr diese Möglichkeit in den Raum.
Was haltet ihr davon?
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Ich finde es im Nachhinein schön, das ich einfach so sein konnte, wie ich bin. Ohne alkoholbedingte Großspurigkeit. Dafür war ich ruhiger und ehrlicher. Glaube ich selbst bin mir dabei eigentlich sympathischer, - wobei der innere Kritiker nie ganz still ist.
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Bei einem Treffen mit den Freunden mit denen ich sonst immer getrunken habe, gute Erfahrungen gemacht. Als Ort einen anderen als früher gewählt, dazu auch eine sportliche, gemeinsame Aktivität. Die anderen tranken davor und danach Bier. Für mich war es ohne ok. Es wurde auch nicht extrem viel gebechert. Man fragte mich mit ehrlichem Interesse, ob ich denn wirklich nie wieder trinken will und ob ich dazu was sagen will. Habe es kurz erklärt. Wurde ansich gut aufgenommen. Der ein oder andere kam wohl selbst ins Nachdenken über seinen Konsum. Ein anderer entgegnete zuerst, ich wäre aber doch kein Alkoholiker, oder was!? Ich meinte dann, ja doch wohl schon, wobei es auch egal sei, wie ich es bezeichne. Ich trinke nichts mehr, und gut. War dann ok.
Hoffe auf weitere Treffen komplett ohne Alkohol mit den Freunden. Mal schauen, was ich anbieten kann. Zusätzlich versuche ich neue Freunde zu finden. Ich will nur die alten Freunde nicht komplett verlieren ( müssen).
Diesmal war es gut für mich. Hatte auch kein Verlangen. Den Geruch von dem Bier der Anderen fand ich ecklig.
Ich trank meine mitgebrachten alkoholfreien Getränke. Auch das alkoholfrei Bier lasse ich sein. Das müsste ich in der Runde auch erläutern, wieso das eine schlechte Idee sei.
Soviel von mir von heute.
Grüße
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Ihr habt recht. Ich habe ihm geschrieben, dass ich das gut fand. Erstmal wenigstens das.
Mal ein anderes Thema:
Habt ihr im Verlauf der Abstinenz auch etwas beruflich verändert? Ich habe leider Probleme, beruflich richtig Fuß zu fassen.... Bin nicht zufrieden... Und ab nächsten Monat auf Arbeitssuche (...) .
Grüße
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Den Vater besucht. Gedanken zum Alkohol im Gepäck. Denn normalerweise gab es bislang immer sofort ein Bier zur Einstimmung Gerne dann auch bis zu drei, oder Abends auch mehr, wenn ich dort schlief.
Ihm gegenüber mal im Vorfeld ganz nebenbei erwähnt, das ich "gerade nichts trinke, schon ca drei Monate nicht."
Dazu von ihm keine Erwähnung bekommen.
Beim Besuch gabs diesmal kein Bier. Er hatte den Kühlschrank natürlich voll. Aber er trank nichts und hat auch nichts angeboten. Das zeigt mir, dass er meine Erwähnung doch sehrwohl aufgenommen hatte. Es ist für mich total schön, das er mir kein Alkohol angeboten hat und selbst verzichtet hat!!
Denke, dass es ihm auch aufgefallen ist, dass ich Alk IMMER viel und schnell getrunken hatte.
Viele Grüße!
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Hallo,
Maeron hat geschrieben - "Durch den Alkohol habe ich Freunde gefunden, Spaß gehabt usw." - sehr falsche Gedanken für kurz trockene Alkoholiker
Ja, das, verstehe ich. Der Gedanke ist nicht im Vordergrund. Aber er gehört dazu, wäre sonst nicht realistisch...
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Und ich will lernen mit dem Craving umzugehen. Damit 109 Tage irgendwann eine sehr kleine Zahl ist... Und damit es irgendwann zu einem glücklichen "ich bin froh, abstinent zu sei", wird.