Genau darum geht es mir mit dem Auslagern ja: dass das Thema gefunden wird.
Beiträge von Rennschnecke
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Liebe Mods,
so langsam sprengen wir Toms Faden, aber diese Fragen beschäftigen nun mal immer wieder viele Leute hier, gerade Neulinge.
Wie wäre es damit, es in eigenen Faden auszulagern, zum Beispiel "Umgang mit der Sucht - im Forum und in der Welt da draußen"?
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Ich bin froh, dass es hier genauso und nicht anders gehandhabt und auf die Zwischentöne geachtet wird.
In meiner ambulanten Reha ist deswegen z. B. mir, anscheinend nicht dem Suchtexperten mit der jahrelangen Erfahrung, aufgefallen, dass eine "Kollegin" sich bei den regelmäßigen Vorstellungsrunden (wenn wieder Neulinge in die Gruppe kamen) immer vorstellte als "xy, hab auch zu viel getrunken".
Ich hab sie (MPU-Kandidatin, die für ihre Partnerin Alk einkauft )dann mal unter vier Augen darauf angesprochen: Nein, als Alkoholikerin sieht sie sich nicht, irgendwann möchte sie auch mal wieder "gepflegt" was trinken, auch wenn es ihr jetzt ohne Alkohol gerade viel besser geht als vorher, als sie noch "übertrieben" hat ...
Genauso gab es "Kollegen", die sich jedes Mal vorstellten mit "bin auch wegen Alkohol hier". Das waren am Ende die gleichen, die bei einem Treffen außerhalb der Gruppe "Alk ohne Alk" bestellten und dazu grinsend meinten: Unser Therapeut siehts ja nicht...".
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Zumal er dann in den kalten Entzug käne, und der ist nicht ungefährlich ...auch für dich ..
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So sind wir alle verschieden... Und in dem Fall sehe ich die Individualität auch als unkritisch fur die Abstinenz.
Ich hab die App erst seit der Reha, durch den Impuls eines Mitpatienten. Anfangs fand ich es auch ganz witzig, aber das Startdatum habe ich sowieso im Kopf, bei "runden Jubiläen" (alle 6 Monate)freue ich mich auch noch eine Runde still fur mich (brauche da keinen Beifall), hab aber schon ewig nicht mehr reingeschaut und neulich erst, beim Aufräumen auf dem Handy, festgestellt, dass die App da noch drauf ist.
Wie viele Tage/Monate ich schon abstinent (bzw. langsam auch: trocken) bin, sagt ja wenig über meine Zukunft aus, und die interessiert mich mehr.
Freuen tue ich mich besonders in Belastungssituationen wie bei schwereren Krankheiten oder Todesfällen, obwohl ich eher eine Belohnungs- als Problemtrinkerin war):
"Gottseidank bin ich die Sucht schon vorher angegangen und muss mich (Körper, Geist, Seele) jetzt nicht auch noch mit Alkohol belasten ...,"
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Als Alkoholikerin kann ich dir nur raten, dir die Zeit zu nehmen, in den Fäden der Cos zu lesen, die Dir hier schreiben - damit du nicht noch mehr Zeit und Lebensqualität verlierst. Alles Gute!
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Das hört sich richtig gut an, Perdita, freut mich!
Und ich beneide Dich, dass Du durch Deine Abstinenz zum Morgenmenschen geworden bist, kann ich von mir leider nicht behaupten - aber vielleicht warst Du es vor Deiner Sucht auch schon? Ich wohl nur vor der Pubertät 😉
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...und hier ganz viel lesen, wies die anderen machen. Hier bist du nicht allein!
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Herzlich willkommen, Tom, gut, dass Du hergefunden hast, und einen guten Start!
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Er macht das sehr gut, auch wenn er letztens auf einem großem VolksFest sagte das es nun komisch sei dort nicht zu trinken.
Dann sollte er da vielleicht (erst mal) nicht hingehen, wenn ihm da solche (nassen) Gedanken kommen. Das sollte er bei seinen Maßnahmen gelernt haben.
Aber erzähl doch mal mehr von dir ...
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Hallo Ulf,
vielleicht ist es besser, den von mir angesprochenen Brief wegzulassen, sonst klappt es mit dem Kontaktabbruch nicht, denn der ist doch dein Ziel, oder?
Und wenn Du schon alles mehrfach angesprochen hast, musst Du ja wirklich nicht noch mal versuchen, ihr ihr Problem begreiflich zu machen.
Du kannst das Gespräch relativ kurz halten (du lässt sie in Liebe los, damit du nicht mit ihr in fem Familienstrudeln versinkst, das ist dein gutes Recht) und ihr das Buch als Chance für einen neuen Blickwinkel und Wege zu einem eigenen Leben ans Herz legen.
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Lieber Alex_aufdemweg ,
das sind ja Nachrichten ...
Ich hoffe, diese Entscheidung hast Du "nur" aus Gründen der Selbstfürsorge getroffen, ohne weiteren akut schlimmen Anlass.
Ich kann mich den klugen Worten von Alex07 gerade mangels eigener Kreativität nur anschließen: Danke für Deine Arbeit, als schreibendes Mitglied mit Deiner unvergleichlichen Art bleibst Du uns ja hoffentlich erhalten. Alles Gute!
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Du weißt ja: Hätte, hätte, Fahrradkette ...
Richte Deine Energie lieber auf Gegenwart und Zukunft, die Abstinenz ist auch kein Selbstläufer. ..
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Den Tipp mit Buch und Brief hatte ich gegeben. Ich sag ja immer, ich hab auch Co- Anteile.
Mir hat es in einer ähnlichen Situation in der Familie vor vielen Jahren geholfen, mich danach genügend zu distanzieren.
Helfen im Sinne von Augen öffnen wollen ist m. E. per se nicht schlimm, vor allem, wenn die andere Seite trotz aller Geistesgaben so in ihrem Tunnel verstrickt ist. Man muss 'nur" seine eigenen Grenzen erkennen und wahren.
Ich hatte einen besonderen Buchtipp von Bekannten bekommen (Thema verhaltensbezogene Sucht), aus einer feministischen Perpektive, die mir anders und mutmachend erschien.
In einer ausnahmsweise geeigneten Minute habe ich das Buch an mein Geschwister übergeben, sinngemäß gesagt:
"Keine Sorge, ich werde dich nicht noch mal zutexten,auch wenn ich mir große Sorgen mache, aber das weißt du ja und ich will Dir damit keinen zusätzlichen Stress machen.
Tu mir und vor allem Dir nur den Gefallen und schau dir das Buch bei Gelegenheit mal unverbindlich an, ich glaube, das ist wirklich eine andere Herangehensweise an Deine Krankheit, vielleicht ist das ja eine Chance für Dich.
Ich werde auch nicht fragen, ob du es gelesen hast und damit etwas anfangen konntest. Das ist dann deine Sache."
Danach konnte ich mir immer sagen: Ich habe alles versucht und gesagt, den Rest muss ich dem Geschwister überlassen. Und das tat wohl beiden gut.
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Hab mich heuljte Vormittag sehr über diese gute Nachricht und vor allem für Dich gefreut und freue mich immer noch, Momo! 💐🌞🌸
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Für diesen Typen, der die Bezeichnung "Partner" null verdient hat, magst du wohl nicht wichtig sein.
Umso besser, dann soll er er sich um seinen Sch... Selbst Kümmern und Du kümmerst Dich zur Abwechslung mal um Dich, denn Dich gibt es auch ohne diesen Kerl. Es kann nur besser werden ohne ihn!
Geh zu deinem Arzt, erzähl ihm alles so, wie Du es hier aufschreibst, und lass Dir helfen, ggf. durch eine Akuteinweisung in eine Klinik.
Und wenn Dir auch das alles zu viel ist, weil Du deine ganze Energie für ihn gegeben hast, gibt es noch die Telefonseelsorge, die sich mit solchen Krisensituationen auskennt.
Lies im Zweifel noch mal diesen Faden durch und wähle deinen Neustart. Es gibt hierzulande Hilfe, Du musst sie nur annehmen und nicht mit dem Kopf immer wieder die gleiche Betonmauer durchstoßen wollen und dich dann wundern.
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Ich erwische mich, wie ich doch "Kompromisse" im meinem Kopf erstelle für das letzte Gespräch und mein "Retterinstinkt" sich einschaltet.
Hast Du das auch schon früher bei Dir beobachtet, bist Du vielleicht familiär vorbelastet?
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Dazu noch einen ergänzenden Tipp von mir: Es muss ja in der Therapeuten-Patienten-Situation auch passen, nicht nur zeitlich und örtlich.
Deshalb habe ich für meine Vorauswahl bewusst erst mal außerhalb der Öffnungszeiten angerufen, um mir einen ersten Eindruck von der AB- Ansage der Therapeuten zu machen.
Wenn mich da schon jemand irritiert bzw. Mir unsympathisch ist, brauche ich mich da auch nicht (während der Öffnungszeiten) um einen Termin zu bemühen.
Alles Gute!