Beiträge von Rennschnecke

    Im Moment bin ich stabil aber sobald es wieder einen Konflikt gibt merke ich schon das da noch etwas ist das nach mir ruft.

    Das ist die ganz normale Suchtstimme, die sich in solchen Situationen wie gewohnt meldet. "Gelernt ist gelernt" - aber wir sind zum Glück nie zu alt, noch was Neues und vir allem Hilfreicheres zu lernen!

    Gut, dass Du Dich so genau beobachtest und Dich hier mitteilst. Das wurd schon, immer Tag für Tag...

    Bitte nimm es ernst, wenn Du das Bedürfnis in Dir spürst, das Zeug noch heute loszuwerden. Kann nicht notfalls jemand anders unterstützen?

    Du hörst Dich generell nicht so gut an, läuft es aktuell mit Deiner Familie schlechter, oder warum hast Du gerade Sorge, dass sie auseinanderbrechen könnte?

    Du schreibst, dass Du Sorge hast, dass Du dann rückfällig werden könntest. Ist die Zuschreibung "Alkohol =Trost/Zuflucht in der Not" noch so stark? Mit welchen neuen Trostquellen/Zufluchtsorten könntest du sie überschreiben?

    Ich hab auch noch vod.. zu hause, werde den aber noch heute entsorgen den bei mir ist eines sicher wenn meine familie zerbricht bin ich nicht mehr so stark dann erst zeigt sich wie weit ich bin

    Hallo Topfmann, das hast Du gerade bei Dietrich geschrieben. Bloß nicht selbst wegschütten, sondern lieber die Fkaschen anderen zum Entsorgen übergeben, kann sonst zu einer Kurzschlussreaktion und Rückfall führen.

    Wenn ich mir die Erfahrungen der letzten 18 Jahre hier im Forum anschaue, sind Alkoholiker, die nicht aus einem Tiefpunkt herausgekommen sind und trocken wurden, eher für einen Rückfall anfälliger als diejenigen, die einen Tiefpunkt hatten und wissen, wie es dort unten aussieht.

    Das hast Du vorhin bei Lebenskünstler geschrieben, Hartmut . Heißt das, je mehr ich durch das Saufen schon verloren bzw. kaputt gemacht habe, desto geringer die Rückfallgefahr?

    Denn irgendeine Art persönlichen Tief- oder Wendepunkt hat doch jeder Alkoholiker erlebt, der sich für die Abstinenz entscheidet, oder?

    Wie dem auch sei, mein Motto ist schon lange: Ich möchte die Rückfallstatistik durcheinander bringen!

    Liebe Monahan,

    es ist gut, dass Du hierhergefunden hast und Deine Sorgen und Nöte hier ansprichst.

    Als erwachsenes Kind eines Alkoholikers (EKA) kannst Du Dich hier auf jeden Fall mit Menschen austauschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, und daran persönlich wachsen.

    Ich, als Alkoholikerin ( ohne Kinder) kann Dir schon einmal sagen: Er war krank, aber erwachsen. Wenn er Hilfe gewollt hätte, hätte er sie bekommen können. Aber so wie man einen Hund nicht zum Jagen tragen kann, kann man einen Alkoholiker nicht zum Trockenwerden tragen.

    Der Wunsch dazu muss aus ihm selbst kommen, alles andere funktioniert auf Dauer nicht. Das ist für nahe Angehörige nur sehr schwer zu auszuhalten ( habe ich selbst in Bezug auf ein anderes Suchtmittel in der engsten Familie erlebt und dabei fast meine Ausbildung versemmelt).

    Ich wünsche Dir einen hilfreichen Austausch. Es wird sich sicher bald ein Moderator oder eine Moderatorin bei dir melden und dich dafür freischalten.

    Alles Gute!

    Der Notfallkoffer besteht ja nicht nur aus Sachen, die Du in die Hand nehmen und einpacken kannst, KaDett. Hast Du Dir den von Hartmut für Dich verlinkten Notfallkoffer noch mal durchgelesen?

    Das Wichtigste hast Du übrigens immer dabei: deinen Kopf.

    Im Radio habe ich heute einen Spruch eines Fitnesstrainers gehört, der sich auch auf die Abstinenz übertragen lässt:

    Was wäre, wenn Du einfach weitermachen würdest?

    Nur wenn der Leidensdruck groß genug ist, man dem Tod in die Augen gesehen hat, die Familie auseinanderbricht, man einen sehr starken Willen hat, man dem Alkohol , wie soll ich sagen widerstehen kann.

    Nicht ganz, die Grenze des persönlichen Leidensdrucks ist bei jedem anders und auch ein starker Wille allein reicht nicht.

    Die von Dir genannten Punkte waren z. B. bei mir in keinster Weise erreicht oder absehbar und trotzdem war bei mir irgendwann das Gefühl übermächtig: So geht es nicht weiter. Und dann konnte ich mich informieren und handeln, vor allem mithilfe dieses Forums.

    Subjektivität ist ok, mit "sachlich" meinte ich: bitte keine Schimpfwörter, keine Fäkalsprache etc., egal, wie menschlich verständlich.

    Steht hier auch bestimmt irgendwo in den Regeln, ist nicht auf meinem Mist gewachsen (das war jetzt kein Schimpfwort, sondern eine Redensart 😉).

    Wird schon...! Lieben Gruß zurück

    R/no : Denk bitte daran, dass hier im offenen Bereich das ganze Netz mitlesen kann. Deshalb ist es nicht gut, wenn Du Klarnamen/-initialen benutzt, auch wenn es (mehrfach) aus Versehen passiert.

    Spar Dir am besten die Unterschrift, wir sehen ja am automatisch generierten Absender, wer gerade schreibt....So mache ich es (aus Faulheit) auch meistens.

    Kazik : Auch wenn es menschlich nachvollziehbar und bestimmt gut gemeint ist: Absatz 3 und 4 in Deinem letzten Beitrag finde ich im Ton einfach drüber. Ja, wir sind hier manchmal ganz schön direkt, aber wir versuchen, dabei sachlich zu bleiben, auch damit das Gegenüber es annehmen kann. Danke!

    (Meckermodus aus)

    Hallo Carl Friedrich,

    das kläre ich gern auf. 😊

    Ich bin tatsächlich vor über 1,5 Jahren, am 18. Juni 2023, hier voller Elan aufgeschlagen. Nach kurzem, intensivem Austausch (mit dem typischen Anfängerrauschen 😉)hier, war ich noch ein gutes halbes Jahr täglich stille Mitleserin, bis ich mich direkt nach erfolgreicher (und von mir bewusst auf den Reha-Termin abgestimmter) ambulanter Entgiftung hier zurückgemeldet habe. Der erste nüchterne Abend war am 8. Januar 2024.

    Und mein "Einjähriges" betr Forumsteilnahme war für mich gefühlt sogar bedeutsamer als jetzt der 1. Abstinenzgeburtstag. Über den freue ich mich natürlich auch, aber komischerweise stiller als über den 1. Forengeburtstag ...

    Denn entscheidend bei der Abstinenz ist ja weniger das, was ich schon geschafft habe, sondern dass ich so weitermache....

    Fühle ich mich schon trocken? Nein, da geht es mir wie meinem lieben "Sparringspartner" Nayouk, der 2 Tage vor mir abstinent wurde: Da ist bestimmt "Restfeuchte", und darum bleiben wir schön hier (aktiv).

    Immerhin sehe ich mich jetzt betr. Abstinenz nicht mehr als Frischling, sondern, um im Tierreich zu bleiben, als Jährling. Und der hat manchmal noch Flausen im Kopf ... 😉

    In meinem Kopf ist es so einfach - lass diesen besch... Alkohol weg - das kann doch nicht so schwer sein?

    Ohne jetzt noch mal alles lesen zu wollen: Dazu ist Dir doch hier schon auf nunmehr 5 Seiten einiges geschrieben worden, von Leuten, die Theorie und Praxis der Sucht aus eigener Erfahrung kennen.

    Und du kannst auch bei uns nüchternen Alkoholikern nachlesen, warum wir uns hier nach wie vor tummeln: weil "nur nicht trinken" (wovon xy noch meilenweit entfernt ist) eben nicht reicht, um zufrieden trocken zu werden und zu bleiben.

    Warum will das nicht in deinen Kopf? Du kannst natürlich auch weiter damit gegen eine Wand rennen - die Wand hält das aus ...

    Nicht böse sein, erst hab ich wieder so lange bei anderen gelesen und geschrieben und dann, um mich "anständig" vorzubereiten, mal wieder meine eigenen ( zum Glück nich nicht so langen) Fäden durchgelesen, und nun bin ich platt.

    Komme wohl erst am WE dazu, anlässlich meines ersten Trockengeburtstags mal alles ein bisschen Revue passieren zu lassen, hatte manches schon vergessen....Gute Nacht!