Beiträge von Rennschnecke

    Achtung, jetzt wirds bestimmt ungerecht, liege nämlich krank im Bett und kann nichts machen, außer ab und zu hier reinzuschauen. Und bin einfach genervt! Hier im Offenen scheinen gerade fast nur noch Cos zu schreiben ...und wir Alkis sind alle so böse, egoistisch und manipulativ ...und dann der Top-Rat von nicht abgenabeltem Co an nicht abgenabelten Co: sich bei einer Dating-App anmelden, um sich abzulenken ....

    ich kanns gerade echt nicht mehr lesen. Wahscheinlich bin ich einfach nur neidisch, weil ich immer nur ("sozialverträgliche") Mittrinker als Partner hatte - nie jemanden, der mich "gesundlieben" wollte...so, das musste mal raus, und jetzt dürft Ihr gern mit mir meckern...

    Bei einem Psychiater bin ich nicht angebunden. Medikamente möchte ich nicht. Und sind wohl auch nicht nötig.

    Hab ich früher auch gedacht - und lieber Alkohol getrunken, andere haben lieber geraucht ...

    Auch in der stationären Reha sahen viele Patienten Psychopharmaka als No-Go. Der Oberarzt meinte nur: "Wenn die Leute doch nur halb so viel Angst vor "Alltagsdrogen" hätten ..."

    Um meine Belastungen einmal zu vergessen glaube ich. Habe Ängste und kann Konflikte sehr schwer aushalten. Insgesamt stehe ich täglich sehr unter Druck, durch soziale Ängste

    Also hatte der Alk eine ganz best. Funktion für Dich, die du mit Sport und Entspannungsübungen allein nicht ersetzen kannst?

    Hab jetzt deine Geschichte nicht im Kopf, aber hast Du schon versucht, Dir therapeutische Hilfe zu holen? Mit klarem Kopf geht das ja jetzt.

    Nimm das bitte ernst, nach allem, was ich hier gelernt habe, hörst du dich für mich ziemlich rückfallgefâhrdet an ....

    Hallo Nayouk,

    vielen Dank, bin aber beeindruckt, was Du alles machst, bei der körperlichen Aktivität darfst Du hinterher ruhig erschöpft sein ... Ich powere mich höchstens am WE in Haushalt und Garten aus, das ist mir definitiv zu wenig .... Auch deshalb reduziere ich demnächst probeweise meine Arbeitszeit

    Ich ertappe mich leider dabei, dass ich fürchte, mit mir stimmt wohl was nicht, wenn so viele andere sich offenbar so sehr viel leichter damit tun, neue Freundschaften, Partnerschaften und Lieben zu finden

    Kenne ich, das Gefühl. Vielleicht hast Du lange Folgendes ausgestrahlt?

    Ich war so voller tiefer bedingungsloser Liebe - aber - und das ist auch ein Teil der Wahrheit - ich war auch soooo unglaublich bedürftig. Ich habe mir so gewünscht anzukommen, eine kleine „Familie“ zu haben, dass ich bereit war fast alles dafür zu geben.

    Mir ging es auch lange so, und ich glaube inzwischen, dass es andere Menschen (die ohne Helfersyndrom und "in ihrer Mitte" sind) abschrecken kann, weil sie Angst haben, dass zu viel von ihnen "gewollt" wird. Dafür zzzieht es Leute an, die uns nicht guttun ...

    Ich wollte mit meinem Kommentar gestern auch auf keinen Fall suggerieren: "Vergiss die blöden Jungs und werde lieber Katzenmama". Tiere können und sollen kein Ersatz für Menschen sein.

    Aber ich habe festgestellt, dass ich dank meiner Haustiere Menschen gegenüber nicht mehr so bedürftig bin und auftrete, bin einfach entspannter (und mit ausreichrnd Kuschelhormon versorgt, scheint mir persönlich inzwischen zu reichen 😉).

    Ich kann zwar nicht behaupten, mich selbst zu lieben, aber ich und ich, wir kommen inzwischen einigermaßen klar. 😉

    Und auf dem Weg scheinst Du ja auch zu sein...🍀🍀🍀

    Ich finde es gut, dass Du auch diese Seite von Dir zeigst, kommst sonst immer so stark rüber ...

    Ich denke oft: Wenn das mit der Liebe so einfach und für alle selbstverständlich möglich wäre: Würde dann seit Menschengedenken so ein Bohei darum gemacht werden? (Unzählige Weisheiten, Gedichte, Lieder, Bücher, Bilder, Filme ...?)

    Wahrscheinlich suchen wir alle nach einer bedingungslosen Liebe eines erwachsenen Partners, wie wir sie vielleicht (hoffentlich) als Neugeborenes erfahren haben.

    Vielleicht ist es ein bisschen viel verlangt von anderen Erwachsenen? Ich habe es schon mal an anderer Stelle völlig unronisch geschrieben: Bedingungslose Liebe finde ich (leider kinderlos) bei meinen Haustieren, dafür bin ich dankbar und muss von meinen Mitmenschen gar nicht mehr so viel erwarten (und mich nicht mehr so verletzlich machen). Und dann geht es mit den Mitmenschen auch einfacher, habe ich festgestellt, weil meine Erwartungen auch stressen können.

    PS: Du hast Dich irgendwann in Deinem Faden mal dafür entschuldigt, dass Du kaum bei anderen etwas beitragen konntest, weil Du so mit Dir selbst beschäftigt warst.

    Ich sehe das eher als Deine Stärke (bei mir ist es genau andersrum: komme am ehesten in der Auseinandersetzung mit anderen, wie jetzt bei Dir, bei mir selbst weiter und schreibe hier meist erst, wenn ich etwas für mich "fertig" durchdacht habe).

    Und diese Stärke kannst Du wieder für Dich nutzen, den Weg zurück hast Du ja schon gefunden. Alles Gute!

    Deinen Faden habe ich gestern von vorn bis hinten durchgelesen (hat ganz schön gedauert, aber war mir wichtig), ich hoffe, Du auch?

    Denn da Du im Gegensatz zu mir lange sehr viel zu Dir und Deinen Gedanken geschrieben hast, findest Du dort auch Deine Knackpunkte, an denen Du ansetzen kannst. Da wo es weh tut, da geht es lang, habe ich hier schon öfter gelesen und bin davon überzeugt. Du schaffst das, hast schon so viel geschafft!

    Hallo Erna, habe ich eben in meinem Faden geschrieben und hole es mal hier herüber ...

    Ich könnte Dir auch zwei Zitate von Dir nennen, die ich als "Knackpunkte" wahrnehme, aber es bringt mehr, wenn Du sie Dir selbst heraussuchst, wie von Hartmut empfohlen. Es steckt alles drin in Deinem Faden, mach dort weiter, wo Du irgendwann aufgehört hast.

    Ansonsten geht es mir gut, bin gerade traurig über einen aktuellen Rückfall.

    Erna : Deinen Faden habe ich gestern von vorn bis hinten durchgelesen (hat ganz schön gedauert, aber war mir wichtig), ich hoffe, Du auch?

    Denn da Du im Gegensatz zu mir lange sehr viel zu Dir und Deinen Gedanken geschrieben hast, findest Du dort auch Deine Knackpunkte, an denen Du ansetzen kannst. Da wo es weh tut, da geht es lang, habe ich hier schon öfter gelesen und bin davon überzeugt. Du schaffst das, hast schon so viel geschafft!

    Zurück zu mir: Ich freue mich gerade wahnsinnig über meinen bevorstehenden Forengeburtstag, viel mehr als auf den nächsten vollen Monat (bald fünf) meiner Abstinenz. Denn ohne dieses Forum wäre ich nie so weit gekommen, das steht für mich fest.

    Ansonsten quäle ich mich gerade wieder verstärkt mit einer bleiernen Müdigkeit, die mich zu Hause immer noch nur das Allernötigste schaffen lässt. Zum Glück stehen bald Untersuchungen und Maßnahmen an, die hoffentlich eine Verbesserung bringen. Ich berichte ...

    So, kopiere mal meinen Beitrag von Mitte Mai (in Hartmuts gesondertem Faden zum Thema Triggern) hierher, damit ich es später wiederfinde:

    Hallo Alex,

    ein herzliches Willkommen auch von mir, Alkoholikerin mit Co-Anteilen, auch noch nicht so lange dabei.

    Es ist richtig, wir Alkoholiker müssen selbst zur Einsicht kommen, das können andere nicht erzwingen, allenfalls fördern, indem sie uns das "Wegbeamen" nicht zu einfach machen, uns z. B. nicht alles abnehmen und den Istzustand nicht beschönigen.

    Ich melde mich vor dem Hintergrund, weil ich über folgende Aussage von Dir gestolpert bin:

    Wir haben einen lieben netten Hausarzt, den man nur anzurufen braucht, um eine AU verlängern zu lassen. Allerdings teilt er meine Sorgen um meine Frau nicht und sieht die ganze Situation eher gelassen, spricht davon dass es bei Menschen in dieser Situation einen Auslöser braucht, um irgendwann den Schalter umzulegen… Bei einem Psychotherapeuten stehen wir auf der Warteliste.

    Ich frage mich, inwiefern der Hausarzt es ihr und sich etwas leichtmacht. Warum schreibt er sie z. B. Dauernd auf Zuruf krank, wenn ihr Gewicht doch nicht mehr so kritisch niedrig ist? Untersucht er sie regelmäßig? Nennt er Magersucht und Alkoholkrankheit beim Namen und weist auf die Folgen hin? Schließlich sind beide Krankheiten lebensbedrohlich.

    Eine Psychotherapie ist außerdem erst dann sinnvoll, wenn sie sich auf den Weg der Abstinenz gemach hat, der Alkohol betäubt ja alles.

    Aber Du selbst kannst als Angehöriger auch zur Suchtberatung gehen - um selbst Unterstzung zu erhalten, für Dich.

    Es ist gut, dass Du hierhergefunden hast, auch wenn wir manchmal - in bester Absicht - schrecklich direkt und nachbohrend rüberkommen können, da warne ich dich schon mal vor, das ist am Anfang erst mal ungewohnt.

    Denn hier erfahren Angehörige nicht, wie sie Alkoholiker "trockenlieben" können (unmöglich), sondern wie sie dabei nicht selbst zugrunde gehen.

    In dem Sinne wünsche ich Dir einen hilfreichen Austausch im Forum und alles Gute!

    Hallo Mark,

    hab jetzt Deinen Faden mehrfach gelesen, aber noch kein klares Bild.

    Bist Du noch berufstätig? Du hast mehrere Entgiftungen hinter Dir, aber noch keine Weiterbehandlung? Auch keine SHG vor Ort? Dann könnte eine stationäre Therapie neben diesem Forum tatsächlich ein guter Ansatz für Dich sein, es diesmal ernsthaft anzugehen. Das meinst Du mit Langzeit, oder?

    Auch da gibt es unterschiedliche Modelle: Kurzzeit, Langzeit ( kann bei maximaler Verlängerung fast ein halbes Jahr dauern) oder Kombi (8 Wochen stationär, den Rest längere Zeit ambulant).

    Der Vorteil liegt darin, dass Du erst mal aus Deinem gewohnten (Sauf)umfeld raus bist, Abstand zu Deiner besorgten Familie bekommst (und sie zu dir), einen festen Tagesrhythmus und feste Mahlzeiten hast, Freizeitaktivitaten inkl. Sport ausprobieren oder wiederbeleben kannst und nicht noch "nebenbei" im Alltag "funktionieren" musst.

    Du kannst Dich ganz auf Dich und Deinen Neuanfang konzentrieren und Dich stabilisieren. Der Austausch mit verschiedenensten Mitbetroffenen ist fabei mindestens so wertvoll wie die Therapeutische Unterstützung.

    Der Nachteil ist allerdings der berühmte Käseglockeneffekt: Fernab von den Belastungen und Verführungen des Alltags, von allen Seiten gepampert, ist es relativ leicht, abstinent zu bleiben, aber die Rückkehr und due Übertragung des Gelernten in den schnöden Alltag (die geübt) wird, ist für viele nicht einfach.

    Die Gefahr besteht auch, dass manche das Ganze mit einer Art Klassenfahrt verwechseln, bei der es darum geht, möglichst viel Spaß mit den neuen Kumpels zu haben (die sich nach der Reha meist in alle Winde zerstreuen). Da mag es auch Leute geben, die den Ehrgeiz entwickeln, sich an den "Paukern" vorbei undrlaubte Freiheiten zu gönnen, z. B., man staune, Ein alkoholfreies Bier.

    Aber, wie schon von Whitewolf gesagt: Das wird durch unangekündigte Blut- und Urintests sowie Zimmerkontrollen streng kontrolliert und hat Konsequenzen.

    Auch Liebesgeschichten und Helfersyndrom oder Abarbeiten an mangelndem Service (eine Suchtklinik ist nun mal kein Hotel)können von der eigenen Trockenarbeit ablenken.

    Deshalb habe ich mich nach langer Recherche entschieden, meine stationäre Reha (die ich wg. Jahrelanger Uberlastung bei der Arbeit unbedingt wollte) zeitlich zu begrenzen und eine ( nicht so bekannte) Kombitherapie zu machen.

    Und das war für mich genau richtig. Jetzt geht es ambulant weiter (1x Einzel-, 1x Gruppentherapie pro Woche) und meine ersten Schritte in einen Alltag ohne Alkohol, aber mit den typischen Alltagsproblemen mache ich sozusagen mit "Airbag". Dabei ist mir vor allem der regelmäßige Austausch mit Betroffenen vor Ort wichtig, weniger die "Therapie" an sich.

    Mein wichtigster Airbag ist allerdings seit fast einem Jahr dieses Forum, so intensiv wie hier war und ist die Auseinandersetzung mit der Sucht in der Reha nicht, zumal sie von Theoretikern geleitet wird, während hier Leute aus eigener Erfahrung schreiben.

    Auf der Suche nach der " idealen" Rehaklinik habe ich das www durchstöbert (Kliniksuche, Klinikbewertung etc.)und meine engere Auswahl dann mit Googlebewertungen abgeglichen.

    Letzten Endes ist es dann eine Klinik geworden, die aus unerfindlichen Gründen bei meiner Onlinesuche nicht angezeigt wurde, obwohl sie ziemlich genau meine Kriterien erfüllte, aber zum Glück von meiner Suchtberatung empfohlen wurde.

    Ich war auch ziemlich zufrieden damit, vor allem menschlich und sportlich, auch wenn manches noch besser hätte sein können, aber ich war eben auch entschlossen, diese einmalige Chance für mich zu nutzen. Z. B. War das Angebot in der Ergotherapie ziemlich bescheiden, aber statt mich darüber aufzuregen wie andere, hab ich es als Ansporn gesehen, eigene Ideen zu entwickeln, wie im richtigen Leben.

    Mir fiel auch auf, dass gerade "Wiederholungstäter" sich gern bekagten "In meiner vorigen Klinik war das und das aber besser..." Finde den Fehler, hab ich mir da immer gedacht. Entscheidend ist, was wir daraus für uns machen oder ob wir klammheimlich nach Gründen suchen, wieder saufen "zu müssen".

    In dem Sinne: Mit diesem Forum im Rücken kannst Du in Ruhe schauen, wie und wo es für Dich am besten weitergeht. Alles Gute!

    Wahnsinn, Iwona,

    herzliche Glückwünsche auch von mir 💐, Dein Faden hat mir von Anfang an Mut gemacht, hab ihn mehrfach gelesen ...

    Deine Familie ist bestimmt auch sehr glücklich und stolz, lass Dich feiern und verwöhnen! 🎂

    Und wir wissen ja inzwischen, dass das auch prima ohne Alkohol geht, davon hatten wir ja schon mehr als genug ... Alles Gute weiterhin für Dein alkoholfrei glückliches Rentnerinnenleben! 🍀🍀🍀