Beiträge von Siri

    Mir geht es mittlerweile viel besser. Ich habe wieder mehr Energie und ich nehme mir heraus, sie zuallererst für mich selbst zu nutzen. Die wiederkommende Energie nicht einfach nur in mehr Haushaltsarbeit zu stecken oder zu arbeiten oder mich sonst in Beziehungen (Freunde, Forum) zu verausgaben. Zur Zeit ist mir sehr wichtig, genug Energie für mich, meine Freizeit und schöne Dinge übrig zu haben. Das habe ich mir früher nie eingestanden. Das wichtigste war immer das Funktionieren. Das jetzt anders zu machen und zu sehen, dass es geht, ohne dass die Welt davon untergeht, fühlt sich gerade richtig gut an.

    Ende des Monats fange ich eine neue "Sportart" (Reha) an. Mir herauszunehmen, verschiedene Dinge auszuprobieren und wählerisch zu sein, um etwas zu finden, was mir wirklich Spass macht, ist für mich eine große Sache. Ich freue mich jedenfalls, dass es mit dem Kurs klappt.

    Ich selber habe mir vor nicht allzu langer Zeit Gedanken gemacht, weil ich auf einen Beitrag von jemandem nicht antworten konnte/wollte, obwohl ich vor einigen Wochen in diesem Faden sehr aktv war und die Situation ein paar Ähnlichkeiten aufweist, auch wenn sie natürlich anders ist.

    Ich habe mich gefragt, ob das OK ist, jetzt einfach nichts zu äußern. Denn natürlich wünsche ich dem Forumsmitglied das beste in der schwierigen Situation.

    Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass es richtig so ist. Es hat sich zunächst ein wenig so angefühlt, als ob ich jemanden im Regen stehen lassen würde. Aber was ich aus meiner Erfahrung beizutragen hatte, hatte ich ja bereits gesagt. Und jetzt aus Pflichtgefühl zu schreiben, hätte sich falsch angefühlt. Es hätte mich zudem überfordert.

    Dennoch finde ich es auch schön, wenn sich die Mitglieder hier engagieren und rege auf die Posts antworten und unermüdlich die grundsätzlichen Dinge der Selbsthilfe wiederholen. Das hilft einem ja auch selbst, diese Wiederholungen, dass man vor allem auf sich selbst achten soll, sich selbst an erste Stelle setzen soll, auch die Erinnerung, dass es hier um Selbsthilfe geht.

    In der Kindererziehungsliteratur (und ja, erwischt: ich habe keine eigenen Kinder, kümmere mich aber zwischendurch um eines) wird ja oft gesagt, dass man häufig das unbewusst weitergibt, was man selbst gelernt hat, gerade bei dysfunktionalen Verhaltensmustern. Vielleicht funktioniert es aber auch andersherum: wenn ich es bewusst anders mache und das konsequent im Umgang mit anderen einübe, dann wirkt dies vielleicht auch auf mich selbst zurück und stärkt mich dann ja doch auch selbst. Denn die Interaktion und alles, was sich daraus ergibt, ist dann ja real, auch wenn es zuvor nur angelesen und in meinem Kopf war.

    Das alles aber natürlich nur unter der Voraussetzung, dass ich mich selbst genau beobachte, kritisch reflektiere und dann auch selbst in die Pflicht nehme beim Umgang mit mir selbst. Und da helfen dann die hier so oft beschworenen kleinen Schritte.

    Meiner Ansicht nach ist es nicht mit dem Versuch des kontrollierten Trinkens vergleichbar. Ich hole etwas aus, um zu erklären, warum ich das so sehe.

    Der Vergleich wäre für mich nachvollziehbarer, wenn mein Leben weiterhin um das Leben meiner Mutter kreisen würde. Das ist aber nach dem ersten Schock des Wiedersehens, bei dem ich nach fast zwei Jahrzehnten mit dem massiv verschlechterten Zustand meiner Mutter konfrontiert wurde, also der Re-Traumatisierung zu Beginn letzten Jahres und dem damit verbundenen (langwierigen und schlimmen) Rückfall in alte Muster mittlerweile nicht mehr der Fall, auch wenn ich vor Ort bin.

    Es ist eher eine Frage meines Energiehaushalts.

    Die Vereinnahmung, die Wut meiner Mutter und die Manipulationsversuche abzuwehren, erfordert vor Ort jeweils so extrem viel Kraft und Energie, dass es mich sozusagen schreddert.

    Wenn wir vor Ort sind, kostet es (zu) viel Kraft, nicht in den von Momo so treffend beschriebenen "Reaktionsmodus" zu verfallen. Ich fahre deshalb extrem selten hin (das letzte Mal an Ostern, davor Anfang September letzten Jahres).

    Generell halten wir uns an unsere Pläne: Auch wenn sie volltrunken stürzt und wieder einmal ein oder zwei Tage im Krankenhaus ist, fahren wir nicht hin. Mein Mann ist auch beim letzten sehr schweren Sturz, der für sie schlimme Folgen hatte, erst wie geplant nach sechs Wochen gefahren, um Dinge zu erledigen, die sie nicht schafft. Der Pflegedienst fand das krass. Ich kann es gut mit meinem Gewissen vereinen. Es heißt ja nicht, dass mir und meinem Mann der Sturz nicht leid tut. Aber vor Ort hätten wir auch nichts an ihrem Zustand ändern können und sie wird ja gut versorgt.

    Auch wenn wir vor Ort sind, versuchen wir den Reaktionsmechanismus zu durchbrechen: Wenn meine Mutter aus welchem Grund auch immer ihre Kontrolle verliert, reagieren wir nicht auf sie, sondern gehen konsequent aus dem Raum. Wir gehen nicht auf ihr Verhalten ein, auch wenn wir wieder zurückkommen. Auch am Telefon mache ich das so, aber da passiert es kaum noch. Der klare Schnitt verunmöglicht Reaktions-Ping Pongs und hilft mir dabei, bei mir zu bleiben. Denn ihr Verhalten ist ihrs und hat nichts mit mir zu tun. Ich verurteile sie auch nicht (mehr) für ihr Verhalten. Meine Mutter ist schwer krank und ihr Verhalten ein Resulat des Alkoholmissbrauchs und ihrer Persönlichkeitsstörung. Ich kann an diesen Krankheiten nichts ändern.

    Was es zudem von einer Co-Beziehung unterscheidet: Ich führe mit meiner Mutter keine Beziehung und habe auch nicht den Anspruch, eine Beziehung mit ihr zu führen. Ich erfülle eine festumrissene Aufgabe für sie. Es fühlt sich mehr nach einer Arbeit an, die ich übernommen habe und die ich nun so gut ich es kann und in dem von mir gesetzten Rahmen erledige.

    Ich denke nicht mehr an die Zukunft meiner Mutter, so schlimm sich das anhören mag. Ich handle pragmatisch und verbindlich. Dabei schaue ich vor allem auf mich selbst.

    Für mich geht es zur Zeit darum, ganz gesund und schmerzfrei zu werden (eine sehr langwierige chronische Sache, die aber vor dem erneuten Kontakt zu meiner Mutter begann und die zum Glück abheilen wird) und dann wieder voll meine Arbeit aufzunehmen. In Teilen ist mir das bereits gelungen, worauf ich extrem stolz bin. Denn ich kriege die Balance zwischen Arbeit und zu viel Arbeit, die meinen Zustand wieder verschlimmert, mittlerweile ganz gut hin. Das ist für mich die Hauptsache und, wie gesagt, die Dinge, die ich für meine Mutter organisiere, vergesse ich mittlerweile sogar, nachdem ich sie aufgegleist habe.

    Momos Beschreibung finde ich sehr treffend.

    Bei der Wiederaufnahme des Kontakts durch meine Mutter ist genau das passiert. Ich bin in alte Muster hineingerutscht, die mir früher Kontrolle bzw. ein Bei-mir-sein-dürfen in einer unkontrollierbaren Situation suggeriert haben. Die krasseste Reaktion war das Wiederaufflammen sehr extremer Migräne. Schon als kleines Kind im Vorschulalter habe ich, wenn die Anschläge auf mich und die Anspannung unerträglich wurden, mit Migräne reagiert, das volle Programm bis zum nicht endenden Erbrechen. Damals haben diese Anfälle mir geholfen, mich abzugrenzen, bei mir zu sein. Meine Mutter hat mich meist in Ruhe gelassen, wenn ich Migräne hatte und über der Kloschüssel hing. Leider ist die Migräne auch nach dem Kontaktabbruch geblieben. Sie hatte sich mit Wetterveränderungen, vor allem Fön, und mit den normalen Hormonschwankungen im Leben einer Frau zusammengetan und so in tagelangen Anfällen verselbstständigt. Die Hormonschwankungen waren dann später einer der schlimmsten Trigger. Mir kam es so vor, als dürfte ich keine Frau sein. Und so war es auch, je älter und selbstständiger ich wurde, desto bösartiger war das Verhalten meiner Mutter mir gegenüber, was dann zum Kontaktabbruch geführt hat.

    Der Dauerstress in meiner Kindheit und Jugend hat mich krank gemacht.

    Nach Jahrzehnten des Mich-um-mich-selbst-Kümmerns, verschiedener Therapien und mithilfe einer prima Ärztin und neuer Medikamente zur Migräne-Prophylaxe habe ich Wege gefunden, mit der Migräneveranlagung umzugehen, so dass es seltener und die Anfälle weniger heftig sind.

    Wenn ich jetzt zu meiner Mutter fahre, dann spüre ich diesen extremen Stress. Regelmäßig habe ich dort oder danach Migräne. Ich brauche eine Woche um mich von 2 Tagen bei ihr zu erholen. Deshalb mache ich es so selten wie möglich. Auch mein Mann fährt mittlerweile seltener hin, was mir wichtig ist.

    Zum Glück funktioniert das Delegieren an den Pflegedienst sehr gut. Auch Arztbesuche kann ich aus der Ferne mit dem Rolli-Taxi organisieren. Und das beste ist: nachdem ich den letzten Arztbesuch organisiert hatte, habe ich ihn tatsächlich vergessen! Erst als meine Mutter anrief, um zu fragen, wann das Taxi käme, ist es mir wieder eingefallen. Die Telefonate sind mittlerweile nur noch selten beeinträchtigend. Auch die haben mich zunächst jedesmal sehr gestresst. Mittlerweile habe ich den Dreh raus, wie ich meine Mutter auf Distanz halte. Dabei bleibe ich immer freundlich und verbindlich. Ich weiss nicht, wie ich es ausdrücken kann: ich schwinge nicht (mehr) mit ihren Emotionen mit.

    Ich bin sehr froh, mehr Distanz bekommen zu haben. Das Forum hat dazu beigetragen wieder aus den alten Mustern herauszukommen. Es hilft mir dabei, mich selbst zu reflektieren. Gerade wenn mich hier etwas triggert, schaue ich bei mir genau hin und versuche zu ergründen, was es mit mir und meiner Geschichte zu tun hat.

    LG Siri

    Ich als EKA bin bei Momo und Lanananana. Ich denke nicht, dass ich eine Sucht in Bezug auf andere Menschen und Beziehungen entwickelt habe, die ich stoppen müsste.

    Sucht nach Wertschätzung, Liebe, Nähe usw.

    Wertschätzung, Liebe, Nähe sind meiner Überzeugung nach grundlegende und berechtigte Bedürfnisse eines jeden Menschen.

    Wer als Kind mit einem alkoholkranken Elternteil aufgewachsen ist oder einem Elternteil mit Persönlichkeitsstörung ausgeliefert war, hat jedoch leider erfahren müssen, dass diese grundlegenden Bedürfnisse an Bedingungen geknüpft waren und somit nicht beantwortet wurden.

    Vielleicht ist es so, dass sich bei manchen der Betroffenen daraus ein unstillbares Verlangen nach Bestätigung und Kontrolle entwickelt. Ob das mit einer Sucht vergleichbar ist, vermag ich nicht zu sagen.

    Ich denke aber wie Momo und Lanananana, dass die dysfunktionalen Verhaltensmuster und Glaubenssätze eines EKAs eher etwas mit mangelndem Selbstwert, mangelnder Selbstwirksamkeit und mangelndem Selbstbewusstsein zu tun haben. Wenn hieran gerarbeitet wird, kann sich ein größeres und differenzierteres Verhaltensrepertoire im Umgang mit anderen Menschen entwickeln. Das ist sehr wirksam gegenüber manipulativen Menschen jeglicher Couleur. Oft versuchen sie es gar nicht mehr, da sie spüren, dass sie keinen Erfolg haben würden.

    Die eigenen Grenzen zu spüren, zu wahren und im Fall der Fälle auch mal hart zu verteidigen ist entscheidend für den Umgang mit anderen Menschen, zumal ja nicht nur persönlichkeitsgestörte oder alkoholkranke Leute Grenzverletzungen begehen können.

    Vermeiden hilft eher nicht, wie das bei einem Suchtmittel ja der Fall wäre.

    Sobald man selbst merkt, wie wirksam diese Veränderung im eigenen Verhalten und der eigene Haltung ist, ist dies sehr bestärkend für einen selbst. Das ist tatsächlich heilsam, auch wenn die Trauer über die eigene verlorene Kindheit und der Schrecken, am eigenen Leib und der Seele erfahren zu haben, wozu Menschen fähig sind, sogar die nächsten, vielleicht immer bleibt.

    Hallo Meli,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier bei uns im Selbsthilfeforum.

    Wie gut, dass Du Dir Unterstützung suchst. Es ist unendlich traurig zu sehen, dass man den süchtigen Eltern nicht helfen kann. Auch die Co-Abhängigkeit gehört dazu. Aus beidem, der Alkoholsucht wie der Co-Abhängigkeit, kann man sich nur selbst befreien. Zu verinnerlichen, die Eltern nicht retten zu können und die Schuldgefühle abzulegen, die man durch diese Einsicht hat, kostet viel Kraft. Der Austausch mit anderen Betroffenen kann sehr bestärkend sein.

    Viele liebe Grüße

    Siri

    Liebe Lara,

    mir hilft es sehr das Verhalten meiner Mutter nicht zu bewerten, wenn es mich nicht selbst unmittelbar betrifft. Diese ganzen Widersprüche musst Du nicht auflösen. Ich glaube, dass das auch einfach nicht zu verstehen ist. Und das hat rein gar nichts mit Dir zu tun, sondern nur mit Deinem Vater. Es ist seins, nicht Deins.

    Du könntest versuchen, diese ganzen Widersprüche und Undurchsichtigkeiten einfach zur Kenntnis zu nehmen ohne weitere Energie auf sie zu verwenden.

    Ich habe gemerkt, dass es mich sehr entlastet meiner Mutter zu begegnen ohne ihr Verhalten, ihre Aussagen zu bewerten (außer wenn sie mich abwertet oder angreift, also wenn es mich selbst betrifft, dann wehre ich mich). Stattdessen kann ich meine Energie nutzen, um zu überlegen, was ich für sie tun kann und will und wo meine Grenzen sind.

    In vielen Situationen muss ich mir auch eingestehen, dass ich nicht wirklich absehen kann, was gut und was schlecht für meine Mutter ist (zB Pflege zu Hause bis ein Notfall eintritt oder ins Heim, solange sie den Umzug noch selbst mitgestalten kann und wo sie aus meiner Sicht besser versorgt wäre, aber nicht hinwill).

    Wenn Du Deinen Vater gerne zum KH fährst, weil das für Dich wichtig ist und Du das willst, mache es. Aber es kann auch sein, dass er morgen nicht mehr hin will (aus Angst oder Scham, weil er trinken will oder was auch immer). Du könntest dann immer noch alleine hinfahren, um mit den Ärzten persönlich zu sprechen.

    Was ich damit sagen will: Versuche Deine Pläne nicht vom Verhalten Deines Vaters abhängig zu machen. Verfolge Deine eigenen Ziele (zB jetzt zu erfahren, wie es um Deinen Vater steht). Wenn er mitkommt ist es gut, wenn nicht, ist es so.

    In solchen Situationen wiederhole ich die Entscheidung meiner Mutter und führe ihr die möglichen Folgen vor Augen. Ich betone abschließend, dass das ihre Entscheidung ist und ihre eigene Verantwortung. Wenn sie bei ihrem Standpunkt bleibt, ist es dann so. In gewissem Sinne ist es dann auch gut und richtig so.

    LG Siri

    Ich weiß nicht wie es weiter geht und wie ich mich darauf vorbereiten soll, wenn mein Vater ein Pflegefall wird. Ich kann ohne ihn ja nicht wirklich etwas klären.

    Liebe Lara,

    es ist meiner Ansicht nach auch gar nicht möglich, sich darauf vorzubereiten bzw. zu versuchen, es Deinem Vater leichter zu machen, zumal er nicht mitmacht. Die Hausärztin meiner Mutter hat mir das vor kurzem nochmal mit Nachdruck gesagt. Wenn meine Mutter sich weigert, Vorsorge für sich zu treffen bzw. treffen zu lassen, muss sie im Fall der Fälle mit dem Vorlieb nehmen, was dann möglich sein wird.

    Das einzige, was Du lernen kannst, ist zu schauen, dass es Dir gut geht. Dieser Satz wird hier im Forum immer wieder geschrieben und er ist absolut zentral.

    Es ist sehr wichtig zu verinnerlichen, dass Du nicht für das Schicksal Deines Vaters verantwortlich bist.

    Um mit den Schuldgefühlen, der Verzweiflung und dem ganzen Gewirr aus unterschiedlichen Gefühlen zurecht zu kommen, habe ich viele Gespräche und den Austausch hier im Forum gebraucht. Diese Unterstützung war und ist essentiell. Alleine hätte ich es nicht geschafft, die Schuldgefühle mehr und mehr abzulegen und zu akzeptieren, dass es nicht in meiner Macht steht, das Schicksal meiner Mutter dahingehend zu beeinflussen, dass es kein schlimmes Ende für sie nimmt. Diese Vorstellung hat mich zu Beginn des erneuten Kontakts zu ihr verzweifeln lassen. Ich war wie verloren in diesem Strudel aus Gefühlen und Panik, ein Gefühl absoluter Boden- und Aussichtslosigkeit, so als müsste ich mit ihr untergehen.

    Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen: das wird alles besser, sobald Du Dich ins Zentrum Deiner Fürsorge stellst!

    Den Arztbericht habe ich gesehen. Klar könnte ich mir im Internet alles möglich durchlesen, aber speziell hier würde mir eine fachliche Meinung helfen

    Hierzu fällt mir noch ein, dass Du Dir vielleicht diesen fachlichen Rat bei Deiner eigenen Hausärztin bzw. einem Arzt Deines Vertrauens einholen könntest. Da die Unsicherheit, nicht zu wissen, wie es um Deinen Vater steht, auch Deine Gesundheit beeinträchtigt, denke ich, wäre das möglich. Mir hat es geholfen, die Situation meiner Mutter und die Auswirkungen auf mich mit meiner eigenen Ärztin zu besprechen. Sie hat damals aus meinen Berichten eine Einschätzung zur kognitiven Verfassung meiner Mutter gegeben, die sich später als zutreffend erwiesen hat (Korsakow). Für mich war das damals wichtig, um ihr Verhalten besser einordnen zu können.

    LG Siri

    Liebe Lara,

    mir hat eine langjährige Psychoanalyse sehr geholfen, um einen inneren Freiraum für mich zu gewinnen. Ich habe am Ende dieser Therapie den Kontakt zu meiner Mutter ganz abgebrochen. Dem folgten viele Jahre Körpertherapie.

    Nach der Kontaktaufnahme meiner Mutter im vergangenen Jahr und der Bitte um Hilfe habe ich den Kriseninterventionsdienst über Monate in Anspruch genommen. Das waren Entlastungsgespräche, um den treffenden Begriff von Lea aufzugreifen. Ohne diese Unterstützung sowie Gespräche mit dem gerontopsychiatrischen Beratungsdienst wäre ich untergegangen. Der erneute Kontakt zu meiner Mutter hat mich retraumatisiert. Anfang Mai fange ich endlich eine tiefenpsychologische Gruppentherapie an. Gerade von der Arbeit in der Gruppe verspreche ich mir viel.

    Bei der ersten Therapie kam das Thema Alkoholismus gar nicht vor. Wie massiv die Auswirkungen der Sucht meiner Mutter auf mein eigenes Leben waren, habe ich erst nach dem erneuten Kontakt zu ihr erkannt. Auch der Austausch hier im Selbsthilfeforum ist für mich sehr wichtig. Mittlerweile kann ich es ganz gut steuern, wie viel ich meiner Mutter geben will und kann und wo ich klare Grenzen ziehe.

    Viele liebe Grüße

    Siri

    Ich freue mich in der Regel, wenn ich in einer guten Freundschaft um Hilfe gebeten werde, denn das zeugt ja von Vertrauen in meine Person. Es ist ein Kompliment, wenn man um Hilfe oder Rat gebeten wird. So sehe ich das jedenfalls.

    Ausserdem: Wenn eine Bitte einen überfordert, darf man das auch frei heraus sagen und die Unterstützung bzw. das Mass der angefragten Unterstützung ablehnen. Ich habe das schon gemacht und die Freundschaft hat es ausgehalten. Ich hatte in meiner Situation einfach keine Kraft zu helfen. Das tat mir sehr leid, aber mir wurde Verständnis entgegengebracht.

    Ich kenne das auch sehr gut. Mich ereilt diese Niedergeschlagenheit und ein Gefühl der Aussichtslosigkeit aber gerade nach Erfolgen oder schönen Begebenheiten, sei dies im beruflichen Bereich oder privat, über die ich mich eigentlich freuen und auf die ich stolz sein kann. Danach falle ich oft erstmal in ein bodenloses Loch.

    Es hat sich dadurch lange so angefühlt, als müsste ich in meinem Leben immer wieder bei Null anfangen, als gäbe es nichts, worauf ich aufbauen könnte. Ich spüre dann eine vollkommene Haltlosigkeit und fühle mich wie gelähmt.

    Mir ist der Zusammenhang mit den eigentlich schönen Erfahrungen bewusst geworden, als eine Kollegin sich einmal riesig für mich über meinen Erfolg gefreut hat. Das war so schön, denn ich selber konnte das nicht so richtig. Die Reaktion der Kollegin und die Diskrepanz zu meiner eigenen inneren Gefühlslage hat mir dabei geholfen, sich dieser Sache bewusst zu werden. Mittlerweile würdige ich die eigenen Erfolge, auch wenn sie noch so klein sind, und generell schöne Begebenheiten selber viel mehr. Ich halte dann einen Moment inne und feiere den Moment. Das hat sich zunächst völlig falsch angefühlt, aber es gelingt mir immer besser.

    Diese Löcher in meinem Leben und die damit verbundene Leere sind seitdem weniger geworden. All die guten Erfahrungen und auch meine Erfolge gehören nun zu mir und wenn ich wieder Mal in ein Loch falle, vielleicht weil es einmal nicht so gut läuft, dann halte ich mir all das Positive und meinen Weg vor Augen. Die Panik geht dann weg und ich empfinde Dankbarkeit und Liebe.

    Liebe Grüße Siri

    Schicke es mir gern per PN. Ich fand diese Wortgeschichte sehr interessant und hätte sie gerne dann in meinem Verlauf. Ich habe aus dem Artikel zitiert. Verlinkt habe ich hier nichts, da ich weiss, dass das nicht erlaubt ist. Sind auch Zitate nicht erlaubt?

    LG Siri

    Rückblickend kann ich sagen, dass „Einsamkeit“ und „Bedürftigkeit“ mir die stärksten Druckmittel meiner Mutter waren, um mich in ihren Fängen fest zu halten.

    Beides setze ich in Anführungszeichen, denn ich bin heute nicht mehr sicher was echt und was extra für mich erschaffen wurde.

    Liebe Grüße, Lea

    Das ziehe ich mal in meinen Faden hinüber. Danke Dir Lea für diese Gedanken!

    Genau so ist es auch bei meiner Mutter. Das Schlimme ist, dass wenn jemand permanent auf diese Weise unterwegs ist, dann auch nicht mehr gut eingeschätzt werden kann, wann eine Situation wirklich kritisch ist.

    Zur Zeit klagt meine Mutter häufig über gesundheitliche Schwierigkeiten. Auf Nachfrage kann sie diese dann aber nicht gut artikulieren und im nächsten Moment spielt sie dann alles wieder herunter. Ich werde nicht schlau aus ihr. Sie bat mich vor kurzem einen MRT Termin für den Kopf auszumachen. Das organisiere ich natürlich sofort für sie. Es besorgt mich auch. Im Hinterkopf habe ich aber zugleich, dass sie dies alles nur machen könnte, um zu demonstrieren, dass sie sich um ihre gesundheitlichen Belange durchaus kümmert. Das wurde von der Hausärztin nämlich vor nicht allzu langer Zeit hinterfragt.

    Das Ganze ist wirklich schwierig. Ich nehme die Klagen in dem Sinne ernst, dass ich natürlich allen Bitten um Arztbesuchsorganisation und Bringdienst, Medikamente-Besorgung etc. nachkomme. Zugleich aber versuche ich mich nicht verrückt machen zu lassen von all dem und habe im Hinterkopf, dass sie immer schon einen guten Sinn für Inszenierungen hatte.

    Das Verrückte ist, dass ich als kleines Kind von jemandem ein Bilderbuch geschenkt bekommen habe, das genau diese Thematik beleuchtet: ein kleines Schweinchen, das immer fürchterlich klagt und dramatisiert und in dem Moment, wo wirklich etwas Schlimmes passiert, deshalb keine Hilfe mehr bekommt. Ich habe mir damals viele Gedanken darüber gemacht und fand die Geschichte ganz schlimm, wollte keinesfalls so sein wie das Schweinchen. Seit ich wieder Kontakt zu meiner Mutter habe, muss ich immer wieder an das Kinderbuch denken. Es hat sich also tief eingeprägt. Das ist die Sorte Kinderbuch, die ich niemals irgendeinem kleinen Menschen schenken würde, hat ja was von schwarzer Pädagogik. Merkwürdigerweise hilft es mir aber heute dabei, mich nicht vereinnahmen zu lassen.

    Viele liebe Grüße Siri

    Wie Lea finde ich es sehr wichtig zu lernen, dass wir unseren Eltern nichts schuldig sind. Viele EKAs haben das anders beigebracht bekommen. "Liebe" gegen irgendwelche Bedingungen zum Zweck der Manipulation.

    Ich sehe das Leben als ein großes Geschenk, eine Art Gewebe, an dem immer weiter fort gewoben wird. Geschenke muss man nicht "zurückzahlen". Das wäre ja sogar ein Affront. Das große Geben und Nehmen funktioniert ja nicht wie eine Rechnung. Oftmals ist es doch so, dass man von jemandem etwas erhält, sehr dankbar ist, aber gar nicht in die Lage kommt, diesem einen etwas zurückzugeben, außer natürlich dem Dank und der daraus resultierenden Verbundenheit.

    Wichtig ist beides: Geschenke annehmen können und auch anderen etwas aus freiem Herzen geben zu können. Dann wächst einem auch die Kraft zu in Momenten der Not für andere da zu sein. Wenn das Menschen sind, denen wir dankbar sind, kommt diese Kraft vielleicht gerade deshalb, weil diese Menschen aus freiem Herzen gegeben haben und da nichts offen geblieben ist.

    Für mich war beides schwer zu lernen, vor allem auch das Annehmen von Geschenken (oder auch Komplimenten, Lob etc.), ohne gleich zu grübeln, welche Motivation dahinter stecken könnte, ob es einen Hintergedanken gibt. Es kann sehr verletzend sein für einen Schenkenden, wenn die Beschenkte erst einmal stutzt und sozusagen über die Bücher geht, sich gar nicht richtig freuen kann.

    Aber es wäre niemandem geholfen gewesen, wenn ich wieder eingestiegen wäre, in dieses kranke Spiel von Schuldgefühlen, Vorwürfen, Anspruchshaltung und Beschimpfungen.

    Das sehe ich genauso und es ist wichtig, die Verantwortung zu übernehmen, wenn dieses Spiel weitergeht, und zu gehen, falls es nicht gelingt, es zu stoppen. Das hat man nicht allein in der Hand. Wichtig ist es auch zu gehen, weil die eigene Aufmerksamkeit und Energie anderswo gefragt sind, zum Beispiel bei den eigenen Kindern, der eigenen Ausbildung, dem Beruf, dem Partner. Kinder zu haben, kann, denke ich zumindest, heilsam sein, denn eines kann man von ihnen lernen: was reine Freude ohne jeden Hintergedanken ist.

    Viele liebe Grüße

    Siri

    Liebe Lara,

    die fordernde Haltung, die Dein Vater an den Tag legt, finde ich nicht akzeptabel.

    Meine Mutter macht mir immerhin keine Vorwürfe, dass ich "nur" ein Mal die Woche anrufe. Sie weiß durch einen jahrelangen Kontaktabbruch, dass sie sonst meine Vorsorgetätigkeit aufs Spiel setzen würde. Sie bedankt sich auch oft, wenn ich anrufe oder bei ihr war.Auch merke ich, dass sie sich wirklich freut über die Anrufe. Über diese Entwicklung bin ich froh und ihr wiederum dankbar.

    Allerdings: wenn mein Mann oder ich mal vor Ort sind, dann ähnelt das Verhalten meiner Mutter doch auch immer wieder Mal dem Deines Vaters. Das Sich-rar-machen und der konsequente Abstand helfen also im Umgang. Wenn meine Mutter unverschämt oder beleidigend wird, dann gehe ich zum Beispiel konsequent aus dem Raum oder beende das Telefongespräch. Mein Mann macht es ebenso.

    Lindes Vorschlag, den medizinischen Dienst einzuschalten, finde ich sehr gut. Vielleicht ermöglicht Dir dies, den Kontakt deutlich zu minimieren oder abzubrechen.

    Beim Umgang mit den Diensten und Behörden weise ich, falls nötig, darauf hin, dass ich aufgrund von Missbrauchserfahrungen keinen engen Kontakt zu meiner Mutter haben kann, weil es meine eigene Gesundheit gefährdet. Das ist völlig in Ordnung und wird akzeptiert. Mir wurde dies sogar geraten, als ich meine Mutter nach Jahren wiedergesehen habe. Die von mir kontaktierte Mitarbeiterin des psychosozialen Dienstes vor Ort hat das extrem abwertende Verhalten meiner Mutter mir gegenüber einmal hautnah mitbekommen und mir eindringlich zum Abstand geraten. Auch einige Mitarbeiter vom psychosozialen Dienst in den Heimen, die ich damals durchtelefoniert hatte, um einen Platz in der Kurzzeitpflege für meine Mutter zu bekommen, haben mir zugeraten, den Kontakt auf ein Minimum zu reduzieren bzw. abzubrechen. Sie haben mir vermittelt, dass das völlig in Ordnung sei und ich deshalb kein schlechtes Gewissen haben müsse. Das war sehr hilfreich für mich und ich bin diesen Mitarbeitern dankbar für ihre Hinweise und Empathie. Die Profis in den Einrichtungen wissen um die Problematik. Zugleich verurteilen sie die alkoholkranken Menschen nicht.

    Wenn man mit einem Alkoholiker aufgewachsen ist, gibt es wohl immer Erfahrungen von Missbrauch und Instrumentalisierung sowie Rollenumkehr oder sonstige traumatisierende Erlebnisse. Das allein rechtfertigt den völligen Kontaktabbruch. Selbst in der Situation, in der sich Dein Vater nun befindet, darfst Du Dein Wohlergehen an erste Stelle setzen! Dein Vater ist nicht Dein Kind.

    Was mir zudem noch in den Sinn kommt: Es gibt in manchen Städten und Gemeinden Heime/Hospize für Menschen mit psychosozialen Beeinträchtigungen in Not, darunter auch Suchtkranke. Vielleicht findet sich hier eine Möglichkeit für Deinen Vater, wenn es mit der eigenen Wohnung nicht mehr klappen sollte?

    Mich hat die Reaktion meines Vaters überrascht. Er redet seit Jahren davon, dass er nicht mehr leben möchte und froh ist, wenn sein Leben vorbei ist, hat aber jetzt erwähnt, dass er wohl eine Chemo oder auch OP in Erwägung ziehen würde.

    Diese Widersprüchlichkeit kenne ich von meiner Mutter auch. Ich habe aufgehört, es verstehen zu wollen. Seit ich solche Dinge nicht mehr zu verstehen versuche und damit dann auch irgendwie implizit bewerte, geht es mir besser.

    Liebe Grüße Siri

    Liebe Lara,

    auch ich möchte Dich bestärken, alles zu delegieren und die Auseinandersetzung mit Deinem Vater den Profis zu überlassen.

    Für Deinen Vater steht das Suchtmittel an erster Stelle. Falls sich das ändern sollte, wird er Hilfe erhalten. Es gibt genug Stellen, an die er sich wenden kann (Suchtberatung etc). Überlass ihm das. Du kannst ihm nicht helfen.

    Ein Mal pro Woche Telefonkontakt ist schon viel. Das liegt daran, dass dieser Kontakt jedes Mal wieder alte Traumata aufbrechen lässt, die Dir eventuell gar nicht völlig bewusst sind. Für Deinen Körper ist das auch auf physiologischer Ebene extrem anstrengend, ganz abgesehen von der seelischen Belastung. Du wirst dann jedesmal in einen Alarmzustand versetzt. Es läuft ein physiologisches Überlebensprogramm ab. Wenn ein Mal der Säbelzahntieger vorbeischaut, ist das Programm gut und hilfreich. Aber es darf kein Dauerzustand werden. Die Gefahr daran zugrundezugehen, ist groß.

    Ich selber rufe meine alte, alkoholsüchtige und pflegebedürftige Mutter konsequent "nur" ein Mal pro Woche an. Immer wieder regt sich das Bedürfnis in mir, mehr für sie da zu sein, da mir ihr Schicksal sehr nahe geht. Ich spreche mir das dann von der Seele (mit meinen Nächsten, hier im Forum) und lasse es. Mehr Kontakt würde mich zu sehr vereinnahmen. Und bereits dieser reduzierte Kontakt ist sehr anstrengend. Ich benötige viel Energie, um dabei die Distanz aufrecht zu erhalten, die ich gut anderswo gebrauchen könnte.

    Das wichtigste ist, dass Du Dich selbst gut schützt. Schuldgefühle und Gewissensbisse sind nachvollziehbar, aber fehl am Platz. Dich trifft keine Schuld und Du darfst Dein Leben schützen!

    Ich schicke Dir Mal eine große Portion Kraft für Dich und Dein eigenes Leben Lara.
    Liebe Grüße Siri

    Ich hab mich riesig über Deine Blumen gefreut, Iwona. Danke Dir!

    Wie es überhaupt in letzter Zeit viel Freude beim stillen Lesen im Forum für mich gab: es ist so schön zu lesen, wie gut das gegenseitige Verständnis füreinander und die Unterstützung helfen. Als Betroffene von einer Krankheit, die ungebremst zur Auflösung aller Beziehungen führt, tut das ungemein gut.

    Allen Forumsmitgliedern ein schönes Wochenende!

    Liebe Iwona,

    super, dass alles gut heilt und auch alles entfernt wurde, auch wenn das dann ja leider eine ziemlich tiefe Wunde ergeben hat. Ich drück die Daumen, dass es nun jeden Tag ein großes Stück vorangeht mit der Wundheilung. Gute Besserung!

    Liebe Grüße

    Siri

    Auch von mir ein herzliches Willkommen Mariel.

    Auch ich gehöre hier im Forum zu den EKA. Ich habe zwar keine eigenen Kinder, aber nach langer Zeit des Kontaktabbruchs habe ich nun wieder zu meiner nun pflegebedürftigen Mutter Kontakt. Und auch bei mir sind dabei die alten Schuldgefühle zunächst wieder mit voller Wucht hochgekommen, ebenso wie eine tiefe Scham und dann vermehrt auch große Trauer. Wie programmiert bin ich zunächst wieder in alte Verhaltens- und Gefühlsmuster verfallen und war wieder in der alten Rollenumkehr gefangen. Wie damals vor mehr als 30 Jahren als Kind habe ich mich für meine Mutter verantwortlich gefühlt. Das ist jetzt mit diesem Forum und mit professioneller Hilfe besser geworden, aber Distanz zu halten kostet Kraft und mittlerweile merke ich, dass ich sie vor allem für mich selbst brauche. Ich reduziere den Kontakt auf ein Minimum (die eigentliche Pflege habe ich an einen professionellen Pflegedienst delegiert). Immerhin habe ich keinerlei Schuldgefühle mehr, jetzt überwiegt Trauer, die mich regelmäßig ergreift. Ich trauere um meine verkorkste Kindheit, die massiven Folgen auf mein Leben, aber auch die auswegslose Situation meiner nun sterbenskranken Mutter macht mich traurig.

    Ich möchte Dich bestärken: Nimm Deine Bedenken ernst und lebe Dein Leben. Wir alle haben nur eines und es ist ein kostbares Geschenk. Dass es Dir gut geht, ist ja auch sehr sehr wichtig für Deine kleine Tochter.

    Es ist nicht Deine Schuld, dass Deine Mutter süchtig ist und deshalb keine Verantwortung in Beziehungen zu anderen übernehmen kann. Das aber ist die Voraussetzung für einen guten Umgang mit Kindern (und natürlich auch mit allen anderen, aber bei Kindern ist es essentiell). Suchtkranke sind für Kinder noch unberechenbarer als für Erwachsene, zudem nehmen Kinder Stimmungen oftmals viel intensiver wahr, wie Seismographen.

    Viele liebe Grüße und viel Kraft für Dich

    Siri