Beiträge von *Rina*

    Hallo Linde, vielen Dank der Nachfrage.

    Mir geht es soweit gut.

    Ich wollte heute von meinem Kurzurlaub berichten, habe aber mein Fädchen nicht mehr gefunden. Wo verbirgt sich das? Erst bei der Deiner Frage ist es wieder aufgetaucht. Ich dachte schon ich wäre gesperrt.

    Meine Reise gestaltete sich im Vorfeld als etwas anstrengend. Vorfreude ist ja auch eine emotionale Ausnahmesituation, von daher zack Bierdurst. Ich denke immer noch das nette Wort Bierdurst, korrekter Weise müsste ich ja hoppla Suchtdruck denken. Die Abende Vorort gingen, aber der ‚ oh Manno, jetzt ein Bier oder halt was anderes Alkoholisches‘ Gedanke war schon recht aufdringlich.

    Ein bisschen Angst hatte ich dann vor dem Nachhause kommen. Das ging aber viel besser als erwartet.

    Im Nachhinein hatte ich eine wunderschöne Reise und ich bin ziemlich stolz auf mich alles so gut gemeistert zu haben.

    Jetzt habe ich auf jeden Fall verstanden, warum Ihr Anfängern vor Urlaub und Reisen warnt. Es ist eine Ausnahmesituation und von daher eine große Herausforderung.

    Jetzt bin ich sehr zufrieden und genieße wieder mein alkoholfreies Leben.

    Liebe Grüße

    Rina

    Hallo Zusammen,

    vielen Dank für Eure Antworten, das ist viel Stoff zum Nachdenken.

    Zur Zeit bin ich ja überaus vorsichtig. Wenn ich ausgehe, plane ich meinem ‚Ausgang‘ Generalstabs mäßig. Ich bringe meine eigenen Getränke mit, überlege mit wem ich quatschen möchte und verlasse dann bei steigenden Pegel die Party. Ich bin so konzentriert, dass da überhaupt keine Gefährdung aufkommen kann. ich hoffe, dass diese Konzentration irgendwann einer gleichmütigen Achtsamkeit weichen wird.

    Weil, das verstehe ich immer mehr, ich darf in meiner Wachsamkeit nicht nachlassen, sonst überrumpelt mich die Sucht.

    Ich bemerke, dass meine Draufsicht sich verändert. Momentan fällt mir jedes alkoholische Getränk im Fernsehen auf. Das habe ich früher überhaupt nicht bemerkt.

    Zum Thema ‚Loch füllen‘. Ich finde jegliche Art von Sucht schafft erst die Löcher, die sie dann vorgibt zu stopfen. Sucht macht gierig nach immer mehr und gibt nichts. Also viel vollständiger und auch bescheidener ist die Persönlichkeit, die aus sich selbst heraus existiert und nicht permanent zugedröhnt wird.

    Ganz in diesem Sinne wünsche ich Euch eine schöne trockene Woche :)

    Rina

    Hallo Sahnehaube,

    vielen Dank für Deine Wünsche. Die OP ist erst am Dienstag. Wird schon werden, ich vertraue der Tierärztin.

    Für mich war der Rauchentzug viel schlimmer. Aber genau da sehe ich auch die Gefahr, dass sich Nachlässigkeit einschleicht. Also schön am Ball bleiben, aufpassen und achtsam sein. :)

    Meine Trigger sind eigentlich immer emotionale Ausnahmesituationen, dann ploppt sofort der Weingedanke auf. Am Anfang fand ich auch die Wochenenden schwierig, aber das hat sich gelegt. Jetzt genieße ich meine Freizeit und erhole mich auch wirklich. 8)

    Ich bin wirklich mal gespannt, wann ich den ersten Tag habe, ohne überhaupt an Alkohol zu denken. Oder bleibt das jetzt so, dass man sich auf die eine oder andere Art damit immer beschäftig?

    Schönes Restwochenende

    Rina

    Hallo Zusammen,

    Ich kenne diese Träume vom Rauchentzug. Mit der Zeit haben sich die Träume gewandelt. Am Anfang war ich in einem Alptraum gefangen und mit einer Zigarette löste sich alles Unbehagen auf und alles war wieder chic.

    Im Laufe der Zeit war ich dann, wie Ihr beschreibt total entsetzt, dass ich geraucht habe.

    Momentan freut sich ja mein Unterbewusstsein im Traum ohne Kontrolle zu sein und gibt sich fröhlich die Kante.

    Ich hoffe sehr, dass ich irgendwann im Traum auch entsetzt reagiere. Dann bin ich ein Schritt weiter. :)

    Ich war gestern mit meinem Hund beim Tierarzt. Dem Ärmsten muss in Vollnarkose der Zahnstein entfernt werden und wenn nötig Zähne gezogen werden. ( ist eine Standardbehandlung, nicht sooo schlimm) Für mich heißt das Stress und besorgt sein - Zack Trigger.

    Ich wünsche Euch einen schönen Start ins Wochenende

    Rina :)

    Mist, so klappt es mit dem Zitieren nicht.

    Hallo Stern,

    Vielen Dank für Dein herzliches Willkommen.

    Zu Deiner Frage, mein Freund ist auch Alkoholiker. Wir haben zeitgleich aufgehört. Ich bin mir im Klaren darüber, dass das keine gute Ausgangssituation ist und ganz schön gefährlich für uns seien kann. Die Zeit wird es zeigen.

    Hallo Zusammen,

    Ich hatte meinen ersten Alkohol Traum. Im Traum habe ich gemerkt, dass ich träume und meine Reaktion war ˋSuper Du träumst, da kann Du jetzt, was Du willst und so viel trinken, wie Du willst!´

    Ganz schön schräg, dass mein Unterbewusstsein sofort saufen wollte, nix erste Glas stehen lassen. Das zeigt mir deutlich, wo ich stehe, nämlich ganz am Anfang.

    LG Rina

    Was ‚für viele’ nicht so ganz einfach ist, ist doch nicht mein Maßstab. Meinen Maßstab setze ich mir selbst.

    Ein ‚danke, für mich ein Wasser‘ ist meine Lebensversicherung.

    Rina

    Dein Freund hat zusammen mit dir aufgehört zu trinken. Ist er auch Alkoholiker oder trinkt er keinen Alkohol mehr, um es dir leichter zu machen?

    Guten Morgen Rina!

    Mir geht es da sehr ähnlich :) ! Bei mir sind erst 3 Monate, aber ich finde sogar, dass meine Augen größer geworden sind, irre :)

    Tja psychisch ist es auch so, ich sage meine Meinung, das war bisher nicht so. Weiß nicht, ob das immer bei allen gut ankommt, aber das macht nix!

    Liebe Grüße von mir

    Zitat

    Hallo Zusammen,

    Nach fast einem halben Jahr möchte ich ein Resume ziehen.

    Was hat sich alles verändert? Ich hatte ja wirklich nie und nochmals nie gedacht, dass ich in einem gesundheitsschädlichen Rahmen Alkohol trinke. Was für ein unglaubliche Borniertheit!

    Permanent ein Nervengifte sich reinzuziehen und sich nur über die leeren Kalorien Gedanken machen.

    Was für ein Wahnsinn.

    Das Allerbeste, mein Blutdruck hat sich völlig normalisiert.

    Meine Gesichtshaut ist viel kleinporiger und meine Augen sind klarer, dadurch sehe ich viel wacher aus.

    Meine Nägel und meine Haare sind viel fester.

    Schade, dass ich meine regenerierten Organe nicht sehen kann. 8)

    Veränderungen auf psychischer Ebene-

    ich muss mich immer selbst aushalten, das ist teilweise sehr enervierend. Mein Schlaf hat sich verbessert, dadurch bin ich morgens meistens fit, ausgeruht und meistens gut gelaunt.

    Mein Denken ist viel klarer geworden, ich kann viel schneller sagen, was mir passt und was nicht.

    Daher finde ich mein Umgang mit schwierigen Situationen ist viel erwachsener und verantwortlicher geworden.

    Ganz oft empfinde ich Freude aus heiterem Himmel, das ist neu für mich.

    Und da bin ich ganz schön gespannt, was sich so alles nach einem Jahr verändert? :love:

    Hallo Joey,

    Hallo Elraine,

    Vielen Dank für Eure Nachfragen.

    Nein meine Freundinnen trifft keine Schuld, ich kommuniziere nicht klar und deutlich. Das ist ja mit ein Hauptgrund weshalb ich mich hier im Forum angemeldet habe.

    Ich dachte meine Entscheidung kein Alkohol zu trinken betrifft nur mich und ist total privat. So langsam wird mir bewusst, dass wir uns ja permanent positionieren ( bloß nicht rechtfertigen) müssen. Sei es der Sake oder der aufdringliche Spielefreund. Als ich aufhörte zu rauchen, hat das so letztendlich keinen interessiert, entsagt man aber der Volksdroge Nummer eins wird es echt absurd bis komisch. Na ja, für mich ist das ein großes Übungsfeld.

    Ich denke mit der Zeit kommt das richtige Standing.

    Termin beim Hausarzt ist gemacht. Mein Freund hat mit mir zusammen aufgehört zu trinken. Mir geht es gut, daher möchte ich zur Zeit keine Therapie machen. Ich bin ja hier in einer SHG , mir reicht das erstmal.

    Habt einen schönen Wochenstart.

    Rina

    Hi Elraine,

    Die Sache mit dem Sake hast Du toll gelöst! Da kann ich viel lernen. Ich hätte mich bedankt , (also den Schnaps angenommen), und dann an die Seite gestellt. Ich habe da noch ein großes Aufgabenfeld vor mir.

    Ich finde Du solltest nicht soviel über den möglichen Schaden Deines Umfeldes nachgrübeln. Wenn Du Dich um Deine Stabilität und Gesundung kümmerst, machst Du Deinen Lieben die größte Freude.

    Liebe Grüße

    Rina

    Hallo Elraine,

    Super mit welcher Klarheit Du Deinen Weg gehst. Das bewundere ich übrigens bei den meisten hier. Das eigene Problem erkennen, sich Hilfe holen und dann entsprechend handeln. Tolle Konsequenz in der Handlung.

    Das wünsche ich mir für mich auch. Obwohl ich sonst sehr aufrecht und ehrlich durchs Leben gehe, fehlt mir diese Struktur in Bezug auf Alkohol. Ich hoffe sehr das legt sich und ich werde mutiger.

    ich habe so viel Jahre meinen wirklichen Konsum verheimlicht und vor mir selbst verharmlost, da muss ich mir damit einen offenen Umgang ( selbst hier im Forum) echt erarbeiten.

    Ich sehe mich schon bei meiner Hausärztin rumdrucksen. Völlig bescheuert.

    Als ich aufgehört habe zu rauchen, habe ich das überall erzählt und jetzt lamentiere ich rum. Das führt zu Missverständnissen, ich bekomme Sekt von Freundinnen geschenkt für die Zeit nach meiner Abstinenz. Ich hatte vorher keine klaren Worte und bei der Geschenkübergabe auch nicht. Also nehme ich es an und weiß nicht wohin mit der blöden Flasche. Also echt, das muss ich unbedingt ändern. :/

    Ich wünsche Dir und uns einen gemütlichen Sonntag 8)

    LG Rina

    Hallo Morgenrot,

    Vielen Dank für‘s Verschieben.

    Hallo Elraine,

    Wau, monatliche lange Pausen, in denen Du nichts getrunken hast. Das habe ich nie versucht. Für mich war bis dato ein Leben ohne Alkohol überhaupt nicht denkbar. Lange Zeit war Alkohol einfach nur ein Spaßmacher und Weichzeichner. Das hat sich geändert, ich war vom verkatert sein immer abgenervter, leid meine Filmrisse zu kaschieren und meine fortlaufenden Selbstbetrügereien. Ich dachte ich hätte meinen Konsum unter Kontrolle. Letztendlich ist es aber keine freie Entscheidung, wenn die Frage lautet: Freitag oder Samstag saufen.

    Ich habe noch nie versucht keinen Alkohol zu trinken. Das ist das erste Mal. Ich hatte mich über mich selbst geärgert weil ich Sonntags so viel Schönes vor hatte und stattdessen Kopfschmerzen hatte. Deswegen habe ich ein Buch über Alkoholismus angefangen und da reifte der Gedanken in mir, es einfach sein zu lassen.

    Körperliche Entzugserscheinungen hatte ich nicht. Nach ca zwei Wochen hatte ich merkwürdige Kopfschmerzen, zwei oder dreimal war ich von jetzt auf gleich todmüde und ein paar Mal war ich abends nervös. Das war’s.

    Du hast völlig recht. Versucht man kontrolliert zu trinken ist schon einiges schief gelaufen.

    Ich habe mich nur hier online angemeldet also ist das jetzt meine SHG.

    Ein schönes Wochenende

    LG Rina

    Hallo Elly,

    vielen Dank für Deine schnelle Reaktion.

    Als ich aufgehört habe Alkohol zu trinken, habe ich mich nicht als Alkoholikerin gesehen. Im Nachhinein denke ich dass es ein Teil der Sucht ist, es nicht wahr haben zu wollen. Ich habe aber auch nicht so viel darüber nachgedacht.

    Ich war seit geraumer Zeit unzufrieden mit meinem Konsum und habe dann erst 12 und dann 10 Tage nicht getrunken. Zu diesem Zeitpunkt war mein Ziel gemäßigt am Wochenende Alkohol zu trinken. Daraus entwickelte sich dann eine 100 Tage Challenge und jetzt möchte ich dabei bleiben. Die Einsicht Alkoholikerin zu sein kam erst mit der Zeit des Nicht Trinkens.

    Ja, ich akzeptiere es Alkoholikerin zu sein.

    Mir war nicht bewusst, dass ich kalt entzogen habe. Über die Gefahren habe ich erst hier gelesen. Da ich aber nie täglich getrunken habe, sah ich für mich keine Gefährdung einer körperlichen Abhängigkeit. Bei meinem nächsten Check up werde ich das Gespräch mit meiner Ärztin suchen.

    LG Rina

    Hallo Zusammen,

    Anfang September bin ich ein halbes Jahr nüchtern, mein Denken ist aber wohl noch lange nicht trocken.

    Ich bin 55 Jahre alt, weiblich und arbeite selbständig. Mein Lebensgefährte und ich wohnen in getrennten Wohnungen.

    Ich bin psychisch von Alkohol abhängig, missbräuchlich habe ich immer getrunken. (Warum sonst sollte man Alkohol trinken?) Nach 35! Jahren mal mehr mal weniger Alkoholmissbrauch möchte ich nun aussteigen aus der Abhängigkeit.

    Desto länger ich nicht trinke, desto weniger kann ich verstehen, warum der Griff zur Flasche so zu meinem Leben gehört hat. Ich habe viele Lügenkonstrukte aufgebaut, um die Trinkerei vor mir zu rechtfertigen und zu beschönigen. Dafür möchte ich mich hier anmelden um mein pitschnasses Denken in trockenes Gedankengut zu ändern.

    Ich lese hier schon mit seit meinen ersten trockenen Tagen. Seitdem grüble ich darüber nach ‚bin ich Alkoholikerin‘?, wenn ja, was hat das für Konsequenzen? Lebenslange Abstinenz, oh Gott, oh Gott.

    Nach einem halben Jahr ‚Nichttrinken‘ kann ich die Fragen für mich beantworten. Ja, ich bin Alkoholikerin und das heisst ich kann nicht kontrolliert trinken. Also kommt für mich nur die dauerhafte Abstinenz in Frage.

    Mich hier im Forum anzumelden ist für mich ein weiterer Schritt, die Tür hinter mir zu schließen.

    Mein größte Angst ist, dass die Stimme, die mit mir flüstert, eines Tages behauptet: Hey war doch gar nicht so schlimm, die andern trinken doch auch, Du gehörst jetzt zu den Spaßbremsen, Du kannst das kontrollieren. Das war doch alles so einfach, Du kannst jeder Zeit aufhören.

    …. Und ich vergesse nein zu sagen.

    Deswegen bin ich hier, damit diese mal flüsternde, mal schreiende Stimme in Ihre Schranken verwiesen wird und kein Gehör findet. Ich weiß Sucht bewegt sich nur in eine Richtung nämlich abwärts und auch ohne Tiefpunkt möchte ich jetzt aussteigen.

    Das Lesen hier hat mir die ganze Zeit sehr geholfen, deswegen möchte ich jetzt mitmachen.

    Danke fürs Lesen

    Liebe Grüße Rina