Hallo ihr Lieben,
ich treffe hier und da mal alte Bekannte, mit denen ich früher gerne einen gehoben habe. Manche sind echt schon schwer gezeichnet von der Sucht. Viel zu sagen gibt es meist nicht mehr. Es war allein der Alkohol der uns verband.
Sollte man was sagen bezüglich der Sucht? Ich denke nicht bzw. ich sage nichts. Wenn ich zurückdenke, als ich angesprochen wurde, dass ich zu viel trinke oder schlecht aussehe, war mir das lästig. Ich fühlte mich angegriffen. Wollte ich alles nicht. Ich wollte saufen und bemitleidet werden, weil die ganze Welt gegen mich war.
Was für eine falsche Welt das doch war. Vorgegaukeltes Interesse an einer Person, saufen und sich völlig daneben benehmen. Über völlig bescheuerte Dinge lachen. Vermeintlicher Zusammenhalt. Zusammengehalten hat uns nur der Alk. Sonst nichts.
Ich bin für mich froh, dass ich es geschafft habe, aus der Suchtspirale auszusteigen. Würde ich meinen Bekannten auch wünschen. Manche schaffen es vielleicht noch. Andere vielleicht wenn sie ganz hart aufschlagen und andere vielleicht gar nicht mehr. Ich habe mir Sorgen machen wollen. Was bringt es mir? Gar nichts. Ich reibe mich auf. Das hilft weder mir noch den Anderen. Sie saufen trotzdem weiter. Das muss jeder für sich entscheiden. Es ist nicht mein Leben. Ich bin froh, dass ich sie nicht mehr oft sehe. Hört sich böse an. Es tut weh wenn man nüchtern, klar ist und zusieht wie sich jemand so ins Abseits schiesst.
Ich kann nur für mich sorgen. Das tue ich so gut es geht. Jeden Tag.
In dem Sinne wünsche ich jedem nur das Beste und dass jeder gut auf sich aufpasst.
Liebe Grüße