Beiträge von Stromer

    Hallo saltsoul Du kannst auch als Angehörige zu einer Suchtberatung gehen. Dort wird Dir auch in vielen Dingen als Angehörige eines Alkoholikers geholfen. Auch gibt es vor Ort Selbstilfegruppen für Angehörige. Auch dort wirst Du auf ein fundamentales Wissen treffen. Z.B. können Dir da vielleicht gute Rechtsanwälte empfohlen werden.

    So wie Du Deine Situation schilderst, ist es auf jeden Fall richtig, daß Du dich trennen möchtest und zwar möglichst schnell, schon alleine wegen Deinem Kind. Dabei könntest Du noch abwägen, ob Du überhaupt gehen must oder vielleicht Dein Mann das Haus verlassen sollte. Richtig und wichtig sind auf jeden Fall die Empfehlungen weiter oben, die Papierunterlagen zu sichten und zu sortieren und vor allem die Geldangelegenheiten nach Rücksprache mit einem Anwalt zu klären. Denn Du hast schließlich nicht nur Pflichten sondern auch jede Menge Rechte. Die solltest Du sehr gut kennen. Ich wünsche Dir alles Gute

    Ich hatte die letzten beiden Wochen Urlaub. Wir sind nicht weg geflogen sondern haben Tagesausflüge gemacht. Ich weiss, daß meine Frau sehr gerne weggeflogen wäre und ich weiss, daß sie erst gar nicht gefragt hat, ob wir wo hin fliegen weil ich die ganze Fiegerei und den Übertourismus in diesen Urlaubsfabriken ablehne. Dennoch wäre ich normalerweise mit ihr wo hin geflogen, würde ich noch trinken. Ihr zuliebe. Mir war das aber zu früh. Ich bin erst seit etwas über 1 Jahr und 7 Monate trocken. Damals bestand der Urlaub bei mir natürlich hauptsächlich aus Trinkerei. Jeden Abend schön das All Inclusive Angebot ausnutzen. Und heute? Ich weiss noch gar nicht, was ich abends im Urlaub anstellen würde. Jeden Abend den romantischen Spaziergang barfuß am Strand? Jeden Abend? Was kann ich sonst noch so im Urlaub abends machen? Ich bin davon überzeugt, daß mir vor Ort ganz tolle Dinge einfallen würden. Aber ich fühle mich einfach nicht so weit. Das habe ich dann mit meiner Frau auch so besprochen. Da ich schon lange wieder ein ganz normales Leben führe, war sie sehr erstaunt, das dies überhaupt noch ein Thema für mich ist. Aber sie hat es sofort verstanden und fand es sehr gut, das ich ihr das so erklärt habe. Vielleicht bin ich ja nächstes Jahr so weit oder das Jahr darauf. Dieses Jahr mochte ich aber noch nicht. Ich bleibe lieber vorsichtig als irgend etwas zu probieren.

    Hallo und herzlich willkommen NovaSol Ich habe gerade Deinen Faden entdeckt und fühlte mich irgendwie angesprochen, Dir ein paar Zeilen dazulassen.

    Auch ich habe ambulant entgiftet. Auch für mich war der Gedanke, ein Alkoholiker zu sein schlimm. Alkis liegen mit der Wodkaflasche auf der Strasse, so meine Vorstellung von einem alkoholkranken Menschen.

    Der Arzt hat mir damals extrem viel Geholfen. Er kannte sich offensichtlich gut mit dieser Krankheit aus. Er hat mir unter Anderem auf den Weg gegeben, das ich nur eine Chance habe, abstinent zu bleiben, wenn ich alle Hilfe annehme, die ich bekommen kann. Das habe ich auch gemacht und das ist auch gut so. Ich hatte nach der Entgiftung eine ambulante Langzeitterapie über 6 Monate gemacht, die ich allerdings aus bestimmten Gründen auf 4 Monate verkürzen konnte. Auch die Selbsthilfegruppe im Ort hat mir sehr geholfen.

    Ich hatte es am Anfang sehr eilig. Zu eilig. Wo ich hin kam, riet man mir, 2 Gänge herunter zu schalten. Heute weiss ich, was sie meinten.

    Am meisten hat mir geholfen, zu verstehen, was diese Krankheit und was Alkohol überhaupt ist. Das hat diese Krankheit für mich greifbar gemacht.

    Du bist auf einem sehr guten Weg. Bleibe immer wachsam, das nächste Glas ist nur eine Armlänge entfernt.

    Ihr beide habt natürlich vollkommen recht. Auch da habe ich mich wieder mal falsch ausgedrückt. Natürlich bin ich nicht nur ein bisschen Alkoholiker oder Teilzeitalkoholiker oder ein besserer Alkoholiker. Das sollte echt nicht so rüber kommen und war auch nicht so gemeint.

    Hallo Rennschnecke, mir geht es ähnlich wie Dir. Ich würde auch gerne öfter auf Antworten eingehen / schreiben. Allerdings werde ich das sichere und schnelle Schreiben mit dem Tablet wohl nicht mehr lernen und den Rest der Bedienung des Forum sowieso nicht. Aber ich lese immer und viel hier. Und ab und zu fällt mir ja auch etwas ein, was ich dann hier lasse.

    Ich freue mich, das Du auch hier noch weiter schreibst.

    Die Pflege der Angehörigen ist eine Herausforderung, das stimmt. Nüchtern kann man diese aber wenigstens anpacken. Gut das Du mittlerweile in Deiner Abstinenz so gefestigt bist, das diese Herausforderung Dir nichts ausmacht.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute.

    Hallo Jump

    Oh je, nein 😳 das würde ich niemals machen. Nicht nur weil ich mich nicht trauen würde, sondern weil ich tatsächlich gerne so für mich alleine bin, mein Eis selig schlecke und die Leute beobachte. Im Gegenteil fange ich selbst an "zu fauchen" , wenn sich bei mir einfach jemand dazu setzt.

    Da habe ich mich offensichtlich vollkommen falsch ausgedrückt, sorry. Oh weia, was denkst Du jetzt von uns :-| Natürlich setzen wir uns nicht einfach so irgendwo zu. Aber je nach Situation, wenn nichts frei ist und jemand schon signalisiert, das er fertig ist oder einfach so entsprechend Zeichen gibt, kommt es vor, daß wir uns dann dazu setzen. Ich wollte damit hauptsächlich ausdrücken, daß meine Frau mich verschlossenen Eigenbrödler unter Anderem so aus seinem Schneckenhaus geholt hat. Ich habe dadurch gelernt, das es schön ist und vor allem interessant, mit fremden Menschen ins Gespräch zu kommen. Natürlich setzen wir uns nicht einfach irgendwo dazu.

    Wart ihr denn schon zusammen als du noch getrunken hast?

    Ein schönes Wochenende von Jump! 🏵️

    Natürlich habe ich da schon getrunken. Jahrzehnte hatte ich da schon getrunken. Das ist allerdings wieder etwas für den internen Bereich.

    Ich war ja nicht der typische Alkoholiker sondern wusste gar nicht, das ich einer bin bzw. habe das verdrängt / wollte es nicht wahrhaben. Ich kann Dir gar nicht sagen, wie lange ich süchtig bin, es müssen Jahrzehnte sein. Einerseits passt Alkohol gar nicht in mein Leben. Wie gesagt fahre ich schon seit Jahrzehnten Motorrad und war viele Jahre auch auf Rennstrecken unterwegs. Ich wandere aber auch sehr gerne und halte mich sehr gerne in der Natur auf. Das kann ich dann mit einem weiteren Hobby von mir, der Fotografie ganz toll verbinden. Zu dem allen passe Alkohol einfach nicht dazu. Anderseits war ich aber auch immer derjenige, der geschaut hat, daß er nicht mit dem Auto zurück Jahren musste, damit ich trinken kann. Seit ich 18 Jahre alt bin habe ich Alkohol als einschlafhilfe mißbraucht. Das zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Auch als ich meine Frau kennen lernte. Ich habe mich ja nie richtig besoffen. Ich konnte ja durch die jahrelange sauferei ordentlich was vertragen, die 2 Flaschen Bier und der Liter Wein abends hat sie mir gar nicht angemerkt. Doof wurde es dann halt erst, als mein Körper auch tagsüber Alkohol wollte, ich aus Prinzip das aber nicht wollte. Den Rest hast Du ja sicherlich gelesen.

    Sehr gute Einstellung Jump! ! Schau nach vorne, sorge für Dich selber, lass es Dir so richtig gut gehen, mach einfach mal Dinge, die Du sonst niemals machen würdest aber gerne möchtest! Wenn nicht jetzt, wann dann? Ein bisschen verrückt sein, passt zu Dir *finde ich*

    Du bist doch sicher nicht auf den Mund gefallen. Also ab ins (Eis) Cafe wo keine Plätze mehr frei sind und setz Dich irgendwo dazu und fang ein Gespräch an. Wenn Dir nichts einfällt, frag nach der Uhrzeit, selbst wenn da eine übergroße Uhr hängt. Das ist nett und kann extrem lustig werden. Ich bin ja ehr der verschlossene Eigenbrödler aber meine Frau ist das krasse Gegenteil von mir und bringt schon mal so etwas. So hat sie mich aus meinem Schneckenhaus geholt was mir sehr gut tut. Immer wieder neue nette Erlebnisse mit ihr.

    Eigentlich auch etwas für den internen Bereich aber ich erzähle es einfach mal, sind hier ja unter uns ;): Meine Frau habe ich über das Motorradfahren kennengelernt. Wir wohnten weit von unserem Elternhaus entfernt und ca. 30Km auseinander. Als wir uns so kennenlernen stellten wir fest, daß wir aus dem selben Dorf kommen, zur selben Schule gingen und den selben Freundeskreis hatten uns aber nicht kannten. Sie ist 2 Jahre älter als ich und ich habe mich einfach nicht für die älteren Mädels interessiert und sie sich nicht für die jungen Typen. So sind wir die vielen Jahre immer aneinander vorbei gelaufen und kannten uns gar nicht. Wir sind uns aber auch einig, daß wir uns damals niemals gemocht hätten. Uns musste erst das Leben und die vielen Rückschläge so prägen, daß wir heute so sind, wie wir nun sind. Und das ist auch gut so.

    Schau weiter nach vorne. Wie gesagt: kümmere Dich nur um Dich, lass es Dir mal so richtig gut gehen. Sei der wichtigste Mensch in Deinem Leben. Du hast Dir das verdient! :)

    Ich hatte ja früher auch mal so einen ganz besonderen Kater. Wir hatten ihn von Leuten übernommen, die ihn weggeben haben mit den Worten: das ist eine Monster-Katze. Weil er nur gefaucht und gekratzt hat.

    Unser anderer Kater wollte ihn freudig mit Nasenkuss begrüßen und war völlig perplex, als er gefaucht hat. Er war immer in irgendwelchen Verstecken, hat sich kaum anfassen lassen. Jedenfalls kam dann eines Tages (das ist über 20 Jahre her) meine Mutter zu Besuch, die Krebs hatte und nicht mehr lange zu leben. Es war ihr letzter Besuch bei uns, sie konnte nicht mehr gut laufen. Und ich traute meinen Augen nicht: dieser Kater ist zielsicher zu meiner Mutter gelaufen, ist auf ihren Schoß gesprungen und dort die ganze Zeit ruhig liegen geblieben! ❤️ Sie war so beseelt. Es hatte ihr so viel bedeutet.

    Es hatte dann noch eine Weile gedauert, aber dann wurden er und ich unzertrennlich. Ich kann auch Katzensprache 😉.

    Aus dir spricht so viel Güte und Herzlichkeit und du scheinst so ein beeindruckend buntes vielfältiges Leben zu haben. Mit der Fähigkeit das alles auch voll und ganz zu genießen. Das ist einfach klasse! Ich denke wer so viel spürt, spürt eben nicht nur die Freude so unmittelbar, sondern auch die Trauer.

    🏵️

    Huhu liebe Jump!,

    meine Katzen waren eigentlich immer ganz umgänglich. Die waren aber auch fast alle immer sehr jung als sie zu mir kamen und alle wild, haben also noch keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht. Wer weiss, was Dein Kater damals vor Dir alles mitmachen musste.

    Deine Mutter ist schon seit über 20 Jahre tot? Da war sie aber noch nicht so alt? Das tut mir leid. Hattest Du ein gutes Verhältnis zu Deiner Mutter?

    Danke für Deine Komplimente. Das kann ich aber auch zurück geben. Wir Tiermenschen haben einfach einen anderen Blickwinkel auf die Umwelt.

    Ich bin aber auch ein ziemliches Sensiebelchen mit allen Vor - und Nachteilen. Darunter habe ich lange Zeit gelitten. Ich glaube das dies auch ein Grund von vielen war, warum mein Alkoholkonsum zu hoch wurde. Gefühle ausschalten. Das wäre aber wieder mehr ein Thema für den internen Bereich.

    Hallo Ruth, ich kenne mich hier auch noch nicht sooo gut aus, mir passieren immer noch dumme Sachen, wie Texte, die ich aus Versehen lösche und das mit dem Zitieren werde ich trotz verständlicher Anleitungen, die ich bei anderen heimlich mitgelesen habe, wohl auch nie kapieren. Bin noch User Generation 1.0 :S

    Was ich bei Dir zwischen den Zeilen aber gelesen habe: bist Du noch unsicher, wenn Du Alkohol irgendwo angeboten bekommst? Falls ja und Du wirst gefragt, ob Du Alkohol trinken möchtest, dann sagst Du einfach: "Nein" In dem Fall ist "Nein" ein ganzer Satz, Du musst Dich nicht weiter rechtfertigen oder gar notlügen.

    Ich habe aber die Erfahrung gemacht das, wenn ich mir etwas Alkoholfreies besorge, mir gar kein Alkohol mehr angeboten wird.

    Alles Gute und niemals vergessen: das erste Glas steht nur eine Armlänge entfernt.

    Hallo Hedgehog, mir hat bei meiner Abstinens enorm geholfen, zu verstehen, was Alkohol überhaupt ist: eine harte Droge die legal an über 16 jährige verkauft werden darf, die jeder über 16 Jahren trinken darf, bis man von dieser Droge bewusstlos wird. Das darf jeder hier in der westlichen Welt. Man darf so lange diese legale, harte Droge konsumieren, bis man stark abhängig geworden ist und letztendlich darf man auch an dieser harten Droge sterben. Ganz legal. Alkohol wird seit Jahrtausenden konsumiert, deshalb ist diese harte Droge gesellschaftsfähig geworden. Fast alle Menschen betäuben sich gerne und oft mit dieser Droge. Dabei ist unser Körper gar nicht dafür ausgelegt, solche Mengen dieser Droge abzubauen. Alkohol wird in der Leber durch Enzyme in pures Gift umgewandelt. Alkohol verteilt sich durch die Blutbahn im ganzen Körper und da Alkohol ein Zellgift ist, führt dies im ganzen Körper zu verheerenden Schäden. Auch das Gehirn bleibt dabei nicht verschont.

    Dabei gibt es nicht einen Grund Alkohol zu trinken. Aber zig Gründe, keinen Alkohol zu konsumieren. Es ist ein Skandal, das dies harte Droge noch immer legal verkauft werden darf. Daran wird sich wohl sobald auch nichts ändern. Aber wir hier sind schlauer und können es anders machen.

    Ich wünsche Dir alles Gute.

    🤔 Steht das eigentlich irgendwo, dass man eine ganz bestimmte Aktivitäts-Quote erfüllen muss, um sich auf grün bewerben zu dürfen?

    Na ja, in den Regels steht es so, das ich mich aktiv in der Selbsthilfegruppe einbringen soll. Anders macht es ja auch gar keinen Sinn. Ich schreibe ja schon quer Beet, wenn ich mal aktiv bin und wenn, dann gebe ich mir auch echt mühe, etwas auch verständlich und überzeugend rüberzubringen. Aber ich vermute, das wird in meinem Fall nicht reichen. :( Na ja, in 10 Jahren habe ich die Rente durch und mehr Zeit. Vielleicht wird es dann etwas :)

    Puh 😅 Stromer, da bin ich aber froh, dass du wieder da bist! Ich hatte mir schon Sorgen gemacht ich hätte irgendwas geschrieben was dich abgeschreckt haben könnte. Dann ist mir klar geworden wie co-mäßig dieser Gedanke ist. Und dann hätte ich am liebsten nochmal nachgefragt bei dir - und habe auch das als unangebracht verworfen... Selbsterfahrung pur! 😅

    Damit mir das nicht passiert, klicke ich immer nach jedem Absatz auf 'Vorschau' und schreibe dann weiter. Dann ist es nämlich automatisch gespeichert. Und bis zu dem Punkt klappt dann auch die Wiederherstellung.

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Jetzt jabe ich eine ganze Dreiviertel Stunde geschrieben uns *zack* haben wir uns überschnitten :) Alles gut bei Dir? Ich würde mich an Deiner Stelle wegen dem Co nicht verrückt machen. Ich kenne mich mit dem Thema zwar überhaupt nicht aus, ich finde Dich aber bisher so wie ich Dich kennengelernt habe, voll ok. Kannst gerne so bleiben :)

    Das mit der Vorschau ist ein sehr guter Tip. Danke dafür. Ich habe extra ein mal früher abgeschickt, damit nicht wieder alles weg ist, wenn ich einen Fehler mache...

    KATZE ZU VERSCHENKEN! GARANTIERT NICHT STUBENREIN!

    Danke, ich habe kein Interesse

    Lieber Stromer,

    du hast eine ganze Weile nicht mehr geschrieben. Wie geht es dir?

    Du musst ja auch gar nicht antworten. Ich wollte nur sagen, dass ich an dich denke und deine Beiträge ein bisschen vermisse.

    Alles Liebe, Jump! 🏵️

    Hallo Jump!, vielen Dank, ich freue mich, von Dir zu lesen :) Wie geht es Dir? Bist Du in der Zwischenzeit umgezogen? Wie läuft es so bei Dir? Wie sind die Eiscafes? Schreib doch noch einmal etwas öffentlich.


    Der Stromer fehlt weiterhin an allen Ecken und Enden. Das ist so, weil er einfach wie die Faust aufs Auge passte. Ich hatte ja von meinen 55 Jahren die ich bin, 49 Jahre Katzen. Meine Frau mochte aber keine Katzen, im Gegenteil, aufgestachelt von ihren Katzenhassenden Eltern konnte sie Katzen nicht leiden und ich habe es mir schon abgeschminkt, jemals noch mal eine Katze zu haben. Bis Stromer kam. Der war ja anfangs unsichtbar, hat sich vollkommen ausgehungert über das Igelfutter hergemacht und ich hatte halt alles drangegeben, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Ich kann recht gut die Katzensprache, ich bin voll und ganz ein Katzenmensch und so dauerte es nicht lange, bis diese unsichtbare Katze mir um die Beine schlich. Ich habe die ganze Zeit auf jede Menge Bildern festgehalten. Der Tag vor der Kastration, als er vor der Kiste sass, in der ich ihn dann gefangen habe, der Tag der Kastration, als ich abends von der Arbeit kam und er in unserer Wohnung mir mauzend entgegen kam und der Tag danach, als meine Frau abends draußen rauchte und Stromer auf dem Schoß meiner Frau sass und sich durchkraulen ließ. Unglaublich! Es stellte sich schnell heraus, daß er meine Frau noch mehr liebte als mich und er sie auf allerbeste Katzenart um den Finger wickelte. Der passte einfach. Er war vollkommen unkompliziert, war von der ersten Minute an stubenrein, hat niemals irgendwo etwas angekratzt, war vollkommen pflegeleicht und problemlos. Dabei hat er aber nie seine rustikale Art abgelegt, er ist irgendwie ein wilder, freiheitsliebender Kater geblieben. Meine Frau ist ein grosser Katzenfan geworden - durch ihn. Stromer hat sehr gerne mit mir Musik gehört. Hifi ist ein grosses Hobby von mir, ich habe tolle Lautsprecher und höre gerne Musik. Dabei hat sich Stromer sehr oft genau im Stereodreieck vor die Lautsprecher gelegt, die Pfoten eingeklappt und hat mit mir mit gespitzten Öhrchen Musik gehört. Dabei hat er ruhige Musik wie John Denver "Leaving on a Jet Plane" besonders gerne gehört. Seit seinem Tot kann ich das Lied nicht mehr hören :( Er hat einfach gepasst. Wir sind ja beide den ganzen Tag arbeiten. Stromer war immer die ganze Nacht auf Tour, wenn wir morgens uns fertig gemacht haben, wollte er noch etwas essen haben, wenn die Mäusejagt die Nacht nicht so gut gelaufen ist. Dann hat er sich bei uns ins Bett gelegt, die Türe war angelehnt und wenn wir abends dann von der Arbeit kamen, war die Türe fast immer noch immer angelehnt und er gähnte uns immer noch im Bett liegend an. Dann wollte er 5 Minuten auf den Arm bei mir, Futtern und ab zu meiner Frau auf den Schoß bis es dann nachts wieder auf jück ging. Das hatte alles so gut gepasst mit dem ganzen Tagesablauf. Mit allem. So einen gibt es kein zweites Mal. Ich habe deshalb auch noch gar keine Ambitionen, die Tierheime zu durchforsten. Ich hatte noch nie ein Tier aus dem Tierheim. Die sind mir alle irgendwie durch Zufall wie vom Himel in die Arme gefallen. Alle immer selber gerettet. Ich warte ja irgendwie darauf, daß hier wieder durch Zufall....... Ich habe schon öfters einen Kater in der Wildkamera erwischt, immer der gleiche. Na ja, einen Waschbären hatte ich hier auch schon.... das wäre es doch :love: Ich warte einfach noch etwas. Stromer gibt es nun knapp 9 Monate nicht mehr. Die Erinnerung ist schon so fern, das ist erschreckend.

    Ansonsten geht es mir aber sehr, sehr gut. Ich hatte immer noch nicht ein mal Saufdruck und weiss somit immer noch nicht, wie sich das anfühlt. Wenn es soweit ist, habe ich aber meinen Notfallkoffer. Ich bin sehr gut vorbereitet. Es zahlt sich im Leben einfach aus, das ich alles mitgenommen habe, nicht nur um vom Alkohol wegzukommen sondern auch stabil abstinent zu bleiben. Meine innere Abneigung dem Alkohol gegenüber gefällt mir sehr gut. Es macht mir überhaupt nichts aus, wenn um mich herum getrunken wird. Sehr selbstbewußt beobachte ich die Menschen, wie sie sich verändern, wenn sie trinken, sehr oft immer peinlicher werden, albern und Schwierigkeiten bekommen sich auszudrücken. Ich gehe dann. Für mich macht es dann keinen Sinn mehr zu bleiben. Zufrieden fahre ich dann glücklich heim mit dem Gedanken: wenn die nur wüssten, was die gerade ihrem Körper antun. Die Leber ist ja gar nicht dafür gemacht, solche Mengen Alkohol durch Enzyme in pures Gift umzuwandeln. Das kann sie ja überhaupt nur, weil wir Menschen schon mal Obst essen welches gährig war und dadurch geringe Mengen Alkohol produziert hat. Für diese geringen Mengen ist die Leber ausgelegt aber doch nicht für literweise Alkohol. Das die Leber dabei kaputt geht, ist klar. Es gibt nicht einen Grund, Alkohol zu trinken.

    Was gibt es noch so neues? Meine Frau und ich sind viel Motorrad gefahren, haben uns tolle Städte angeschaut und waren sehr viel Eis essen :) Die Vögel im Garten machen uns so viel Freude. Wir haben eine ganze Rasselbande Spatzen, sicher 40 - 50 Stück sind das. Ich habe hinten im Garten eine Fläche die ich sich selbst überlasse. Da sind viele Büsche, Sträuche und Totholz mit entsprechendem Leben. Da wuselt es nur so. Und da habe ich auch die Vogelfutterstation. Unglaublich, was die wegfuttern. Und obwohl die da hinten vollkommen ungestört sind, kommen die regelmässig bis ganz nah ans Haus und untersuchen alles. Ich vermute, die suchen nach Spinnen etc. Total süß. Stromer hatte die übrigens in ruhe gelassen. Der war mehr auf Mäuse fixiert. Der war überhaupt vollkommen abgeklärt, dafür das er ja ein ganz junger Kater war. Man merkte, daß er seine Kindheit nicht mit spielen verbracht hat sondern in einem dauernden Überlebenskampf war. Gespielt hat er nie. Jetzt aber genug mit Stromer. Ich würde ja gerne ganz viele Bilder von ihm zeigen. Na ja, irgendwann mal, falls ich jemals mal aktiver werde... ;)

    Hallo,

    es tut mir leid, das ich mich so lange nicht gemeldet habe. Ich hatte noch am gleichen Tag nach den Posts hier eine gaaaaanz lange Antwort geschrieben. Dann wollte ich nur mal eben etwas auf einer anderen Seite nachschauen und *zack* alles weg :(. Das Forum hatte mir zwar angeboten, den Beitrag wieder herzustellen, das war aber nur ein kleiner Teil. Ich habe dann keine Lust mehr gehabt, neu anzufangen und bin schlafen gegangen. Beim nächsten Mal hatte ich dann etwas geschrieben, fand das dann aber beim Korrektur lesen irgendwie doof und habe es wieder gelöscht. Na ja, und dann hatte ich irgendwie keine Lust mehr zu schrieben. Ich glaube, mit meinem grün - Status gibt das keinen mehr ?(.

    Ich kann Dich ein bisschen verstehen. Aber so schnell so frustriert reagieren? Oft gibt es doch auch ganz nachvollziehbare Gründe, warum jemand nicht oder nicht gleich reagieren kann oder auch möchte. Da will ich auch gar nicht spekulieren.

    Aber warum trifft Dich das so?

    Hallo Rennschnecke, ich würde das nicht frustriert nennen. Ich empfinde es als respektlos, wenn ich mit jemandem rede oder in diesem Fall schreibe und derjenige ignoriert mich vollkommen. Nun habe ich mir darüber natürlich auch Gedanken gemacht. Im Onlinebereich generell weiss ich ja nicht, mit wem ich mich unterhalte. Es gibt ja nicht nur respektvolle Menschen. Online tummelt sich ja alles herum. Deshalb war meine Reaktion sicher übertrieben bzw. überflüssig. Ich habe schon meine Schlussfolgerung daraus gezogen. Danke für Deine Anregung, darüber mal nachzudenken, was mich da gepiekt hat. Und zu der Nichtreaktion hier im Forum. Es wird teilweise so viel geschrieben, dass die neuen Teilnehmer gar nicht nachkommen mit dem Lesen, geschweige denn mit der Reaktion auf die gelesenen Zeilen.

    Und zu der Nichtreaktion hier im Forum. Es wird teilweise so viel geschrieben, dass die neuen Teilnehmer gar nicht nachkommen mit dem Lesen, geschweige denn mit der Reaktion auf die gelesenen Zeilen.

    Nimm das nicht persönlich, das Gleiche ist mir schon oft passiert.


    Hallo Elly, danke für Deine Worte. Das ist verständlich. Ich nehme das nicht persönlich. Ich fand ein solches Verhalten respektlos aber ich habe schon darüber nachgedacht, es lohnt sich einfach nicht, sich Gedanken darüber zu machen. Mich piekt es nicht mehr.

    Jeder trauert auf seine weise, bei dem einen Menschen dauert es länger, bei dem anderen kürzer. Es gibt kein richtiges Zeitmaß und auch kein mengenmaß. Ich finde, es ist ein Zeichen von Empathie. Andersrum wäre es seltsam, wenn es dir am a******** vorbei gehen würde.

    Ich schreibe gleich noch einmal etwas zu meinen Stromer.

    Hallo liebe Jump!

    Die Situation mit Deinem Mann ist für Dich sicher alles andere als leicht. Jetzt bist Du nach Jahren des Ärgernis, der Verzweiflung, des in der Leere hängen kurz vor dem Auszug und da ist er dann wiedermal nüchtern, funktionieren, so wie Du ihn Dir immer gewünscht hast.

    Ich finde es sehr gut, das Du dennoch weiterhin gerade deinen Weg gehst. Denn das ist alles nur eine Momentaufnahme. Ich würde an Deiner Stelle Abstand halten. Ich würde mich wundern, wenn er sich mit der Situation abfinden würde und nicht alle Hebel zieht, damit Du Dir es doch noch einmal überlegst.

    Ich lese Dich hier als eine sehr taffe, selbstbewusste Frau die sehr genau weiß, was sie will und was nicht. Schau weiter nach vorne, orientiere Dich an den Eisdielen und den netten Menschen dort. Und die Vorfreude auf die neue Wohnung ist ja sowieso da :)

    Zu dem Stromer schreibe ich demnächst bei mir etwas. Ich mochte nicht in Deinen Faden herumspammen. Das wird einfach nicht besser. :( Diese ganze Situation damals hat mich so fertig gemacht. Ich ging ja damals in die ambulante LZT und konnte ein paar Wochen nicht da hin und reden, das war für mich unmöglich, so daß die Leiterin sich schon sorgte, das ich ganz Abstürze. Hat sie mir bei der Entlassung gesagt. Ich weiss nicht, was ich da tief in mir noch rumschleppe. Normal ist das aber nicht, das bei einem Mann die Tränen noch nach 9 Monaten nachdem der Kater gestorben ist, fließen, sobald ich über ihn rede, was ich deshalb immer tunlichst vermeide, zumindest wenn jemand live vor mir steht.

    Da sitze ich in einem Raum und höre interessiert jemandem, der Probleme hat zu. Während er erzählt, fühle ich mich an einem Punkt angesprochen. Ich denke, ich kann ihm helfen, indem ich meine Erfahrung ihm mitteile. Ich investiere Zeit und freue mich, das ich jemandem etwas, wie ich denke sinnvolles mitteilen kann denn Menschen aus diesem Raum haben mir auch schon sehr geholfen. Ich gebe meine Erfahrung weiter, stelle Fragen. Aber es ist so, als wenn gar nicht zugehört wird. Derjenige reagiert in keinster Weise. Er bedankt sich nicht, er sagt nicht, das es gar nicht so ist, wie ich schreibe. Keinerlei Reaktion. Er ignoriert mich vollkommen.

    Schade.

    Hallo liebe Jump! Wie geht es Dir? Bist Du mittlerweile schon umgezogen?

    Ich mag das auch sehr, wenn die Wohnung nicht so voll steht. Wir sind eher spartanisch / modern eingerichtet. Vieles ist Weiß, das Lowbord, die Lautsprecher, ein Sidebord. Ein weisser Wandschrank. Das war es im Wohnzimmer eigentlich schon. Ach ja und unsere beiden Sportmotorräder stehen da auch noch drin. Wir haben noch 2 "normale" Motorräder, die Sportler fahren wir nur noch sehr selten. So wurden diese Möbelstücke.

    Die meisten Sachen hat meine Frau am Speicher. Da wird dann halt ab und zu für Sommer, dann für Winter hoch oder runter geräumt. Ich habe damit wenig am Hut, Hilfe halt schon mal, was "Mann" halt machen sollte.

    Geht es Deiner Karte mit der Allergie wieder besser?

    Viele liebe Grüsse

    Hallo Bobby,

    Im ersten Jahr meiner Abstinenz war ich überhaupt nicht streng mit mir, immer mit Blick auf meine Trockenheit. Ich habe mir Dinge gegönnt, die ich sonst vermieden habe wie z.B. meine geliebte, eiskalte Cola aus den 0,33l Flasflaschen. Darauf habe ich mich richtig gefreut! Ich habe mir sogar aus Cola Eiswürfel gemacht damit die Cola länger kalt bleibt und nicht verwässert und Gläser in die TK gestellt. Verrückt, gell? War mir aber egal, ich hatte meine super leckere, eiskalte Cola :)

    Ich habe das Glück, in einer wunderschönen Gegend zu leben in der es ganz viel Natur gibt. Vielleicht gibt es bei Dir auch viel Natur? Ich Wandere da stundenlang herum und beobachte Greifvögel, das könnte ich stundenlang machen, zu beobachten, wie die Majestätisch am Himmel kreisen. Durch das Internet kann ich auch Falten, Bussard oder Milan sehr gut auseinander halten. Und wenn Du eine Flasche Wasser mit nimmst und das Geld zuhause lässt, kannst Du unterwegs auch auf keine dummen Gedanken kommen.

    Ich fahre leidenschaftlich gerne Motorrad. Wäre das auch etwas für Dich? Da kommst Du auch in keinen Fall auf die Idee, Alkohol zu trinken. Das ist ein tolles Hobby.

    Vielleicht ist auch ein Sportverein oder eine Laufgruppe etwas für Dich? Da kannst Du auch ganz schnell nette Menschen kennenlernen, die am Alkohol kein Interesse haben und Dich auf andere Gedanken bringen können.


    Mach weiter so. Am Anfang ist immer alles neu. Aber viel besser. :thumbup:

    Hallo Zwieback, herzlichen Glückwunsch zu Deinem neuen, besseren Leben. Gut das Du noch mal die Kurve bekommen hast. Denn Alkohol zerstört auf Dauer alles: er nimmt den Führerschein, sorgt für Arbeitslosigkeit, zerstört Familien, zerstört Dich. Früher oder später.

    Auch ich wollte nichts von einem Alkoholiker wissen, ich wollte es mir nicht eingestehen. Ich hatte ein "Alkoholproblem" mehr nicht. Als ich erkannte, daß ich ein Alkoholiker bin, wusste ich im ersten Moment gar nicht, wie ein Leben ohne Alkohol überhaupt funktionieren soll bzw. kann. Ich hatte ja Jahrzehnte täglich getrunken, es war das normalste für mich, Routine. Überall gibt es Alkohol, er wird förmlich aufgedrängt.

    Ich hatte damals alle Hilfe angenommen, die ich bekommen konnte und habe so gelernt, ein zufriedenes, entspanntes und dankbarer Leben zu führen. Mit meinen heutigen Wissen über Alkohol, will ich ihn nicht mehr trinken denn Alkohol ist ja nichts anderes als eine legale harte Droge, die sehr stark süchtig macht. Als ich Alkohol noch konsumierte, wurde ich peinlich, Alkohol ist ein Zellgift welches sich durch das Blut in jede kleinste Zelle im Körper verteilt und dort Schäden anrichtet.

    Bleibe Dein Leben lang wachsam. Das erste Glas ist nur eine Armlänge entfernt. Dein Suchtgehirn kann sich jederzeit melden und Dich überlisten. Dann geht alles wieder von vorne los und die Erfahrung lehrt, das es bei einem Rückfall immer viel schlimmer wird, als es vorher war.

    Es ist schön, das Du hier bist! :)

    Heute hatte ich wieder öfters mit Suchtdruck zu tun- klar- Sonntags, mein u.a großer Sauftag, wo ich nur damit beschäftigt war, zur Bude , zurück, saufen, schlafen und dann immer wieder hin bis zum bitteren Erbrechen 🤮.- schlimm war das und der Tag hin….

    Hallo Bobby23,

    mir hilft es auch ungemein, mich immer wieder daran zu erinnern, welche Schmerzen der Alkohol mir zugefügt hat. Bei mir war es zum Schluss die Hölle, ich konnte einfach nicht mehr.

    Aber das ist eben der Alkohol und das macht er mit Dir: er macht Dich fertig, wenn er Dich ein Mal im Griff hat. Und das wird niemals besser, es wird immer schlimmer.

    Ich habe heute auch eine Menge mehr Zeit. Ich ärgere mich sehr darüber, wie viel wertvolle Zeit ich dieser harten Droge gegeben habe, die ich vollkommen sinnlos verplämpert habe.

    Heute geht es mir sehr, sehr gut. Ich werde nicht müde, mir jeden Tag vor Augen zu halten, was der Alkohol mit mir gemacht hat.