Mein Satz mit der Selbstkontrolle bezog sich ausschließlich auf meinen Keller. Ich finde die Situationen lassen sich nicht miteinander vergleichen. Du wusstest ja nicht was im Kühlschrank steht und bist ganz übel überrascht worden.
Ich müsste ja erst den Gedanken haben ‚jetzt gehe ich in den Keller und mache eine Flasche Wein auf‘, oder ich gehe 150 Meter weiter und einkaufen.
Um genau so ein Trinken ohne Denken zu vermeiden bin ich hier im Forum, damit nicht eines Tages mir jemand ein Bier vor die Nase stellt und ich es ‚aus Versehen‘ trinke.
hallo liebe rina,
erst neulich noch, als ich noch einfach glaubte, ich sollte weniger trinken, hatte ich gedanken wie "heute trinke ich nichts, erst morgen wieder". ich hatte dann, als unglücklicherweise wein im keller war, nicht erst den gedanken "jetzt gehe ich in den keller und mache eine flasche wein auf". ich bin vollkommen ohne gedanke in den keller gegangen und habe eine flasche wein hochgeholt. ich habe nicht gedacht. es war die sucht in mir, die gehandelt hat.
genauso war es abends im supermarkt, immer dann, wenn ich bei der arbeit viel stress hatte. ich habe nicht gedacht, ich kaufe jetzt wein. ich habe ihn einfach gekauft.
einkaufen muss ich auch weiterhin, aber ich gehe nur noch morgens einkaufen, und abends nur dann, wenn ich entspannt und okay bin. wenn ich stress hatte, zähle ich mir in gedanken die sachen auf, die ich daheim noch zu essen habe - irgendetwas zu essen ist immer da - und gehe nicht in den supermarkt, um der sucht keine chance zu geben.
mein keller bleibt alkoholfrei, denn der weg zum keller ist nah. über meinen keller bestimme ich, über meine wohnung bestimme ich, also gibt es keinen alkohol dort, sicher ist sicher, denn da ist ein suchtding in meinem hirn, was darauf wartet, dass ich es unterschätze.
lieber gruß
lila